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Venezianisches Finale: Commissario Brunettis erster Fall
 
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Venezianisches Finale: Commissario Brunettis erster Fall (Taschenbuch)

von Donna Leon (Autor)
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Produktinformation

  • Taschenbuch: 345 Seiten
  • Verlag: Diogenes Verlag; Auflage: 45., Aufl. (Mai 1995)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3257227809
  • ISBN-13: 978-3257227802
  • Größe und/oder Gewicht: 18,3 x 11,3 x 2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (89 Kundenrezensionen)
  • Amazon.de Verkaufsrang: Nr. 3.364 in Bücher (Die Bestseller Bücher)

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Produktbeschreibungen

Amazon.de-Hörbuchrezension

Der erste Fall von Donna Leons inzwischen zu Ruhm gelangtem Commissario Guido Brunetti auf zwei Hörcassetten in einer schönen Hörspielfassung von Gerd Krogmann wird viele Hörbuchfreunde begeistern. Diejenigen, die den damaligen Sensationserfolg der Autorin bereits als Buch genossen haben, können ihre eigenen Vorstellungen von Stimme und Temperament der handelnden Personen mit der Besetzung des Hörspiels messen. Diejenigen, die die Lektüre noch vor sich haben, werden die Ermittlungen Brunettis im Fall der Ermordung eines deutschen Stardirigenten am Teatro La Fenice mit großer Spannung verfolgen.

Der berühmte deutsche Dirigent Wallauer wird in der Pause zum letzten Akt von La Traviata durch Zyankali ermordet. Der ins Opernhaus geeilte Commissario Brunetti und sein Assistent Miotti verhören das Starensemble hinter der Bühne und erfahren zunächst eines: der zu Tode gekommene Maestro muss ein rechtes Ekel gewesen sein. Die großartige Hannelore Hoger gibt eine sachlich lakonische Erzählerin, die unaufdringlich durch die Handlung führt. Michael Königs Brunetti zeigt sich als geduldiger, ja beharrlicher und behutsamer Ermittler mit einer gehörigen Portion Humor, der besonders in den Dialogen mit seiner Frau Paola (Hille Darjes) und seinem Vorgesetzten Patta (Wolfgang Hinze) deutlich wird. Auch die übrigen Rollen sind hochkarätig besetzt, besonders zu erwähnen sind dabei Jutta Lampe als Diva Flavia Petrelli und der vorzügliche Ernst Jacobi als Conte Falier, Brunettis Schwiegervater.

Musikauswahl und Geräusche schaffen die passende Atmosphäre für eine beeindruckende Inszenierung. --Ulrich Deurer -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.



Buch der 1000 Bücher

Copyright: Aus Das Buch der 1000 Bücher (Harenberg Verlag)

Venezianisches Finale
OT Death at La Fenice OA 1992 DE 1993Form Roman Epoche Moderne
Die Idee zu diesem Roman, dem ersten in einer Reihe von bisher zehn »Fällen« Commissario Brunettis, kam Donna Leon nach eigenen Aussagen in der Oper.
Inhalt: Der berühmte Dirigent Wellauer wird während der Pause vor dem letzten Akt der Oper La Triviata im Theater La Fenice in seiner Garderobe tot aufgefunden. Bald steht fest, dass sein Espresso mit Zyankali versetzt war.
Commissario Brunetti stellt bei seinen Recherchen im Umfeld des Dirigenten fest, dass dieser alles andere als beliebt war und mehrere Personen ein Interesse daran gehabt haben könnten, den arroganten, autoritären Egozentriker zu ermorden. Sowohl der Regisseur der Oper wie auch ein Sänger sind nicht gut auf Wellauer zu sprechen. Zudem scheint er als Moralapostel homosexuelle Künstler unter Druck gesetzt zu haben, insbesondere die lesbische Sopranistin Flavia Petrelli und ihre Lebensgefährtin Brett Lynch. Brunettis Ermittlungen werden zusätzlich erschwert durch die allseits bekannte Nazivergangenheit des Dirigenten. Lange Zeit schwanken die Überlegungen des Ermittlers zwischen einer Beziehungstat, politischer Rache oder möglicher Reaktion auf eine Erpressung. Auch die sehr viel jüngere Ehefrau des Ermordeten erscheint in ihrer kühlen Zurückhaltung verdächtig.
Erst als Brunetti vom behandelnden Arzt des Maestro erfährt, dass dieser an einer sich rapide verschlechternden Hörschwäche gelitten habe, deren Ursache unklar sei, ändert er die Richtung seiner Ermittlungen. Bei seinen Recherchen entdeckt er eine tieftraurige Geschichte, die unter anderem auch den Selbstmord der ersten Ehefrau und den Tod einer zwölfjährigen Sopranistin erklären: Wellauer war sexuell fixiert auf junge Mädchen. Als er die Tochter seiner zweiten Ehefrau vergewaltigen wollte, schickte sie das Kind zu ihren Eltern. Sie verordnete ihrem Mann als Ärztin angebliche Vitaminspritzen, die sein Gehör schädigten. Als Wellauer begriff, dass seine Frau aus Rache seine Karriere vernichten wollte, vergiftete er sich und versuchte sie als angebliche Täterin zu belasten.
In seinem Abschlussbericht erwähnt Brunetti nichts von dem Ermittelten, um die Ehefrau Wellauers und ihre Tochter zu schützen.
Wie auch in allen folgenden Romanen von Leon, ist die Stadt Venedig nicht nur Kulisse, sondern spielt eine wichtige Rolle als überschaubarer Platz, an dem alle über alle alles wissen; die ergiebigsten Ermittlungen ergeben sich aus kursierenden Gerüchten.
Bei seinen weiteren Fällen wird Brunetti immer mehr in alltägliche politische Skandale verstrickt; oft genug steht er der Mafia, Geldwäschern, korrupten Politikern und politischen Erpressern hilflos gegenüber. Je gesellschaftskritischer Leon in ihren Romanen wird, desto deutlicher kristallisiert sich heraus: Die eigentlichen Täter, die Drahtzieher im Hintergrund, entgehen stets ihrer Bestrafung.
Wirkung: Venezianisches Finale, 1991 mit dem japanischen Suntory-Preis ausgezeichnet, wurde von Kritik und Publikum gleichermaßen gelobt; insbesondere das bestechende Charisma und Einfühlungsvermögen des Commissario fanden großen Anklang. Mehrfach wurde Leon mit Georges R Simenon verglichen. D. Ma.

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20 von 24 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
1.0 von 5 Sternen Galerie der Typen und Langweiler, 7. Mai 2007
Von einem Genrebuch erwartet man in der Regel, dass es sich an die in dem jeweiligen Genre üblichen Konventionen hält. Doch dieser Kriminalroman lässt zunächst auf mehr als bloße Spannung hoffen: Ein Mord in der Musikerszene, ein ermittler, der, was offenbar neu war, eine Familie und damit ein Privatleben hat, das diesen Namen verdient - das wäre eine gute Möglichkeit gewesen, einprägsame Charaktere zu schaffen, und man würde zumindest hier und da Informationen über Musik oder interessante Einblicke in die Opernszene erwarten.
Aber statt dessen, Klischee über Klischee: Es gibt den schwuhlen Theater-Regisseur, die zickige und ebenfalls homosexuelle Diva, den eitlen Tenor und so weiter. Einzig der Dirigent ist kein Klischee-Musiker, sondern ein gewöhnlicher Krimineller; wahrscheinlich sollte mit der Vorstellung vom Musiker als außergewöhnlichen Menschen aufgeräumt werden. Ganz abgesehen davon, dass die Verneinung eines Klischees genauso unerträglich ist wie das Klischee selbst, ist es noch schlimmer: Dieser Maestro wellauer (alias Herbert v. Karajan) ist ein typischer Deutscher, dem man den Musiker nicht so ganz abnimmt. Und ein typischer Deutscher ist ja bekanntlich kleinlich und humorlos, ferner zeichnet er sich durch eine überirdische Genialität einerseits und erschreckende Grausamkeit andererseits aus. Nicht genug, dass Wellauer irgendwie mit den Nazis zu tun hatte, das durfte natürlich nicht fehlen. Donna Leon hatte wohl gedacht, Nazivergangenheit allein reiche nicht, und musste scharf nachdenken, was wohl beinahe genauso verachtenswert sein könnte wie ein KZ-Kommandant, und dann hatte sie's: Ein Kinderschänder! bravo.
Und da, wo die Figuren nicht klischeehaft sind, sind sie harmlos: Brunetti ist zwar ein netter, aber daneben ein blasser Typ, und auch wenn Donna Leon sich bemüht und die Mitglieder seiner Familie mit individuellen Zügen versehen hat, bleiben es brave statisten. Z.B. Raffaele, der einen Anarchisten mimt und in Wirklichkeit ein schoßhündchen ist. Und so glatt wie mit dem pseudoaufsässigen Raffaele läuft es überhaupt in Brunettis Leben. Es ist alles in Butter, und Brunetti kann sich voll und ganz auf seinen Beruf konzentrieren. Selbstredend hat er auch die Geistesgegenwart und das Taktgefühl mit Löffeln gefressen, und so ist auch im Berufsleben trotz gelegentlichem Ärger mit dem Vorgesetzten ... erraten: Alles in Butter.
Was Donna Leon über Musik zu sagen hat? Nichts. Bei der Befragung eines Musiklehrers sagt dieser in sehr umständlicher Manier und so, als müsse er jetzt einem Laien ein hochkompliziertes wissenschaftliches Problem erklären, dass der Dirigent bei einem Konzert den Zusammenklang des Orchesters gewährleiste. Ach nee, da wäre man ja nie drauf gekommen!
Ansonsten kommen Verdi und Wagner vor in diesem Roman. Verdi, weil Wellauer als letzte Oper vor seinem Tod "La traviata" dirigiert hat, und Wagner, weil - na, das weiß doch jeder, Wagner war doch Hitlers Hofkomponist ...!
In einem Interview gab Donna Leon an, ihr erstes Brunetti-Buch ohne vorausgegangene Recherchearbeit geschrieben zu haben - das merkt man.
Fazit: Ein Krimi mit Potential, das leider nicht genutzt wird, und ein Buch voller Klischees, das selber ein Klischee bestätigt: Das von den ignoranten Amis.
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11 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
1.0 von 5 Sternen Fast-Food, 20. Mai 2001
Von Ein Kunde
Donna Leon scheint die Anfangs erzeugte Spannung für den Rest des Buches als ausreichend zu betrachten und verfällt nach den ersten Seiten in einen zähen Fluss von schwerfälligen Dialogen und gehaltlosen, umständlichen Beschreibungen der Orte und Personen. Der Autorin gelingt es nicht, Atmosphäre zu schaffen: Der Roman spielt zwar in Venedig aber das bekommt der Leser nur am Rande mit. Wer hier eine stimmungsvolle Schilderung der Örtlichkeiten erwartet, um sich in den Bann dieser Kulisse ziehen zu lassen, erwartet zuviel. Donna Leon versucht stattdessen, sich schriftstellerische Arbeit durch pure Schlagworte und Klischees zu ersparen.

Mit "Venezianisches Finale" bekommt der Leser einen Krimi, der als zentrale Thematik den Konflikt zwischen strikten Moralvorstellungen und schwul-/ lesbischen Beziehungen aufgreift, ohne wirklich tiefgründig und interessant zu sein. Die Gegenüberstellung eines deutschen faschistischen Dirigenten mit sensiblen, schwul-/lesbischen Musikern, bzw. Sopranistinnen, ist ein mit Stereotypen geradezu überladenes Bild und verbreitet Langeweile durch seine Abgegriffenheit. Das Bild des bösen, gefühlskalten Deutschen, (Zitat:)"von dem man nur etwas bekommen kann, wenn man ihm mit Recht und Gesetz kommt" und die (Zitat:)"ebenso deutsche Fähigkeit besitzt, eine Wahrheit durch schlichtes Ignorieren zu beseitigen." wäre beleidigend, wenn es nicht ebenso lächerlich klischeehaft wäre. Die Handlung des Romans ist kurzweilig aber nicht originell und auch keinesfalls fesselnd; der Leser fühlt sich sehr schnell an den niedrigen Anspruch und den langatmigen und tristen Ablauf deutscher Fernsehkrimis der 80er Jahre erinnert. Lediglich die zahlreichen, beleidigenden Klischees, die man sich in diesem Buch als Deutscher gefallen lassen muss, stellen einen Unterschied her.

Wer eine sachliche Erzähltechnik und sehr unkomplizierte Kriminalromane mag, kann zugreifen; wer mehr erwartet und Klischees jeglicher Art überdrüssig ist, sei gewarnt: Dieser Krimi ist pures Fast-Food ohne Qualität.

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18 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
2.0 von 5 Sternen Für einen Krimi zu lasch, 16. September 2004
Von Ein Kunde
Commissario Brunettis erster Fall ist vorwiegend eine Erzählung über die Venezianer, Ihre Eigenheiten, Ihre Vorlieben und Ihr Leben. Und nebenbei klärt der Commissario noch einen Mord auf??? Ein berühmter dt. Dirigent wird während einer Vorführung im Opernhaus in Venedig tot aufgefunden. Brunetti recherchiert nicht nur in der nächsten Umgebung des Toten, sondern auch in seiner Vergangenheit. Dadurch findet er heraus, dass der so geachtete, berühmte Dirigent keine weiße Weste hatte, wie er vorgab. Durch dessen teilweise abscheulichen Taten in der Vergangenheit gab es einige Menschen, die ihm den Tod wünschten.
Unter dem Genre Krimi finde ich, kann man das Buch nicht einordnen. Denn von der ersten bis letzten Seite entstand nie richtige Spannung. Ein Ereignis bzw. jede neue Erkenntnis fügte sich ins Bild. Interessant fand ich die Informationen über die Eigenheiten der Venezianer. Aber das wars dann auch schon.
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Veröffentlicht am 14. August 2007 von Polar

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