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Die Taube
 
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Die Taube (Taschenbuch)

von Patrick Süskind (Autor)
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Produktinformation


Produktbeschreibungen

Pressestimmen

"Im Verlauf dieses winzigen Abenteuers scheint die Novelle die meisten Beziehungen durchzuspielen, die ein Mann mit der Welt anknüpfen kann, und dank seiner Fähigkeit zur Übersteigerung erzielt Süskind eine überraschend starke Wirkung." (The New Yorker)

"Ein brillanter Formulierer auf der Höhe seiner Erzählkunst." (tz)

"Nicht nur riecht, schmeckt man, sieht und hört man, was Süskind beschreibt; er ist ein Künstler, auch wenn es darum geht, verschwundenes, verarmtes Leben in großer innerer Dramatik darzustellen, hier: eine Psychologie des Wachmanns Jonathan Noel zu entwerfen. Eine Meistererzählung." (Tages-Anzeiger)

"Ein rares Meisterstück zeitgenössischer Prosa, eine dicht gesponnene, psychologisch raffiniert umgesetzte Erzählung, die an die frühen Stücke von Patricia Highsmith erinnert, in ihrer Kunstfertigkeit aber an die Novellistik großer europäischer Erzähltradition anknüpft." (Rheinischer Merkur)


Kurzbeschreibung

In fünf Monaten wird der Wachmann einer Pariser Bank das Eigentum an seiner kleinen Mansarde endgültig erworben haben, wird ein weiterer Markstein seines Lebensplanes gesetzt sein. Doch dieser fatalistische Ablauf wird an einem heißen Freitagmorgen im August 1984 jäh vom Erscheinen einer Taube in Frage gestellt.

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26 von 33 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen Eine Taube, die keinen Frieden bringt, 20. Juli 1999
Von Ein Kunde
Ganz anders als "Das Parfüm" und doch ein typischer Süskind ist der Roman "Die Taube". Diesmal nimmt Süskind den Leser nicht mit in die faszinierende Welt der Düfte, er läßt ihn teilhaben an jenen vierundzwanzig Stunden, die einen so großen Einschnitt im Leben des Jonathan Noel bedeuten. Jonathan ist seit Jahrzehnten Wachmann einer Pariser Bank, lebt in einem kleinen Chambre de Bonne im 7. Arrondissement und hat sowohl seine winzige Behausung als auch sein Leben wohlgeordnet. Nein, sein Leben ist nicht wohlgeordnet. Es ist penibel geordnet, übergenau legt Jonathan seine täglichen, immer gleichen Abläufe fest, ein Pedant des Monotonunaufregenden. In diese Welt des Engstirnigen, Ängstlichen, fast Autistischen bahnt Süskind dem Leser einen Eingang,die Räume, das innere, zwanghafte Gefangensein des Jonathan in seiner Welt läßt er den Lesenden ähnlich intensiv spüren und nachempfinden wie die Macht des Duftes im "Parfüm". Plötzlich wird Jonathans abgeschottet-friedlicher Lebensraum durch das bloße Auftauchen, der kurzen Begegnung mit einer verirrten Taube aus dem Lot gerissen. Komplett und scheinbar unwiderruflich scheint sein sorgsam aufgebauter Mini-Kosmos zerstört. In völliger Not gerät Jonathan in schier ausweglose Panik und mit ihm der Leser, der einerseits nicht versteht, warum eine Taube eine solche Wirkung haben kann, der andererseits aber mitgefangen ist in Jonathans Hilflosigkeit, die Süskind so vortrefflich darstellt in detaillierten, fesselnden Beschreibungen, in oft Thomas-Mann-artigen Satzlängen und kunstvoller Darstellungen menschlicher Neurosen und Zwänge. Einmal in die Hand genommen, legt man das Buch erst mit der letzten Seite wieder fort. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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18 von 24 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen Ein eleganter, schöner Literatursnack, 22. Juni 1999
Von Ein Kunde
Der erste Satz sagt eigentlich alles: "Als ihm die Sache mit der Taube wiederfuhr, die seine Existenz von einem auf den anderen Tag aus den Angeln hob, war Jonathan Noel schon über 50 Jahre alt, blickte auf eine zwanzigjährige Zeitspanne von vollkommener Ereignislosigkeit zurück und hätte niemals mehr damit gerechnet, daß ihm überhaupt noch irgendetwas anderes wesentliches würde wiederfahren können als dereinst der Tod. Und das war ihm durchaus recht."

Süskind malt wie in DAS PARFÜM wieder das Bild eines Einzelgängers, der einen Aspekt seines Lebens bis zum Exzeß steigert. Hier ist es ein Bankangestellter, der aus Angst vor Welt und den Menschen sein Leben in eine vollkommene, absolute Routine verwandelt, so absolut, daß die Nichtigkeit einer Taube auf seiner Türschwelle für ihn ein unüberwindliches Hindernis wird. Sie zwingt ihn aus seinem bequemen leblosen Leben und seiner Wohnung in die Gefahren des Alltags: Im Freien essen! Die Hose stopfen lassen! Ein Hotelzimmer mieten! Im Laufe dieser Erlebnisse erfährt Noel, wie die Routine ihn beherrscht, was die Ursache seiner Angst ist, und erlebt eine Wandlung, die ihn als einen freieren Menschen hinterläßt.

Das alles erzählt Süskind mit seiner eleganten, leicht dahinfließenden Sprache in schönen, plastischen Bildern, so daß man die Geschichte in einem Rutsch durchliest (es sind bloß 100 großgedruckte Seiten).

"Ernsthaften" Literaten mag DIE TAUBE etwas zu plakativ und offensichtlich sein. Schöne Literatur bleibt sie allemal. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)

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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen durch die Pfützen gepatscht, ein unbeschreibliches Vergnügen, 1. August 2004
Von D. Claudio "eule777" (Zürich) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Nach dem ersten Durchlesen fällt die Detailtreue auf. Meisterhaft die Beschreibung des Zusammentreffens von Jonathan Noel mit der Taube. Ihr kaltes ausdruckloses Auge, das ihm das Blut in den Adern gefrieren lässt (vielleicht dem „Geierauge" des Alten aus der Kurzgeschichte „Das verräterische Herz" von Edgar Allan Poe entlehnt?).
Meiner Meinung nach lebt das Büchlein von den Begebenheiten, die allesamt banaler nicht sein könnten, im pedantischen Räderwerk des Wachmannes aber zur existentiellen Bedrohung werden: die regungslos verharrende Taube vor seinem Zimmer, der Wechsel ins Hotelzimmer, das Mittagessen im Park unweit eines Clochards, der rücklings auf der Bank sein Mittagsschläfchen hält, der Riss in der Hose...
Gegen den Schluss der Geschichte verfliegt die Verzweiflung und die Wut des Hauptdarstellers, er scheint gar Lust am neuen Lebensgefühl zu bekommen, indem er mit kindlicher Freude und Ausgelassenheit auf dem Nachhauseweg keine Pfütze auf den Gehsteigen Paris auslässt und sich über die Spritzer amüsiert. Ein geradezu anarchistisches Gebaren für Jonathan Noel ...
Unklar bleibt mir der Schluss, wo der ordentliche Wachmann alles wieder so vorfindet, wie ers Jahrzehnte hindurch gewohnt war. Kein Taubenkot mehr verspritzt auf der Diele, weit und breit auch keine Taube mehr. Kehrt Jonathan Noel in sein gewohntes Leben zurück als wär alles nur ein böser Traum gewesen? Oder werden die so einschneidenden Erlebnisse ihn aus seiner Bahn werfen? Der Schluss lässts offen.
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4.0 von 5 Sternen Herrlich absurd
Das Buch sei allen empfohlen, die es gern etwas absurd mögen. Eine Taube bringt hier das Lebenskonzept eines Pariser Wachmannes vollkommen aus den Fugen. Lesen Sie weiter...
Vor 3 Monaten von [:m] veröffentlicht

5.0 von 5 Sternen Ein perfekter Süßkind
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Vor 18 Monaten von Fairwale veröffentlicht

5.0 von 5 Sternen eine Taube hinterlässt Spuren, nicht nur vor der Tür.......
Jonathan ist Jude und der Shoah nur dadurch entkommen, da man ihn versteckt hat. Doch was macht er mit diesem geretteten Leben? Lesen Sie weiter...
Vor 19 Monaten von Joroka veröffentlicht

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Vor 20 Monaten von Kritischer Leser veröffentlicht

5.0 von 5 Sternen Geniale Erzählung, die berührt.
Erster Satz: "Als ihm die Sache mit der Taube widerfuhr, die seine Existenz von einen Tag zum andern aus den Angeln hob, war Jonathan Noel schon über fünfzig Jahre alt, blickte... Lesen Sie weiter...
Vor 23 Monaten von Kerstin Buch veröffentlicht

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As other reviewers have pointed out it is less than a fully developed novel but a bit more than a short story. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 19. November 2007 von Stephen Schwartz

5.0 von 5 Sternen Die Taube verändert das Leben...
Die herrliche Erzählung von Patrick Süskind, in der die Begegnung mit einer Taube alles auf den Kopf stellt, hat auch viele meiner Ansichten verändert. Lesen Sie weiter...
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5.0 von 5 Sternen Ein Geniestreich!
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