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Vincent
 
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Vincent (Gebundene Ausgabe)

von Joey Goebel (Autor), Hans M. Herzog (Übersetzer), Matthias Jendis (Übersetzer)
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 431 Seiten
  • Verlag: Diogenes; Auflage: 1., Aufl. (September 2005)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3257064853
  • ISBN-13: 978-3257064858
  • Originaltitel: Torture the Artist
  • Größe und/oder Gewicht: 18,4 x 12,6 x 2,8 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (38 Kundenrezensionen)
  • Amazon.de Verkaufsrang: Nr. 341.588 in Bücher (Die Bestseller Bücher)

Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Foster Lipowitz hat alles erreicht. Sein Unterhaltungsimperium hat das Land mit zynischen Soaps, seichten Songs und filmischen Werken, die Titel tragen wie „Blood Lust 1 –4“, förmlich überzogen. Nun, da der Krebs ihn rasch dahinrafft, wandelt der Medienmogul sich vom Saulus zum Paulus. Die wenige ihm verbleibende Zeit soll der Schaffung wahrer Werte dienen. Im tiefsten Indiana gründet er „New Renaissance“, eine Eliteschule, an der junge Künstler förmlich gezüchtet werden sollen. Der siebenjährige Vincent Spinetti, ein schriftstellerndes Wunderkind, ist einer der Besten!

Da, wie die Legende weiß, nur großes Leid große Kunst gebiert, bekommen die Schüler eine Art schwarzen „Schutzengel“ an ihre Seite gestellt. Über Vincent wacht von nun an Harlan Eiffler als Manager darüber, dass seinem Schützling Vincent auf dem Weg zum Genie nicht allzu wohl wird. Alles um der Kunst willen, versteht sich. Der in der Musikbranche gescheiterte Harlan, Ich-Erzähler dieser Satire, nimmt seinen Job zerstörerisch genau, wie schon der amerikanische Originaltitel Torture the Artist suggeriert. Quäl‘ den Künstler!

Goebels Roman umkreist genau diese Frage, ob künstlerische Großtaten durch bewusst zugefügtes Leid (und Harlans Einfallsreichtum ist diesbezüglich unerschöpflich), gerechtfertigt sind. Das Konzept scheint vordergründig aufzugehen. Aus dem wurzellosen Einzelgänger Vincent, gezeugt während eines One-Night-Stands einer unersättlichen Mutter, wird ein erfolgreicher Songwriter und Drehbuchschreiber. Je tiefer sein Kummer, desto größer sein künstlerischer Output. Da lässt die menschliche Katastrophe erfahrungsgemäß nicht lange auf sich warten.

Am Ende von Vincents Leidensweg, der auch eine giftige Standortbestimmung heutiger Popkultur ist, steht ein zerknirschter Harlan auf den Trümmern seines Lebens. Ihm präsentiert sich eine wahnsinnig gewordene Welt, getarnt als riesige Entertainment-Maschinerie, „die täglich dümmer wird, ihre Werte verliert, sich allmählich in eine riesige Orgie verwandelt, auf der die einzigen freundlichen Worte wollüstige Grunzlaute sind.“ -- Klassenziel Geniezuchtstation verfehlt. Eine bittersüße Abrechnung mit der strahlenden Glamourwelt. --Ravi Unger

Kurzbeschreibung

Wußten Sie, daß große Popsongs und Filme von einem unglücklichen, aber genialen Künstler stammen? Und damit einem solchen die Ideen nicht ausgehen, sorgen in diesem Roman 'Beschützer' dafür, daß ihm ständig neues Leid widerfährt. Denn das ist der Rohstoff, aus dem wahre Kunst entsteht. Bringt das Genie das Kunststück fertig, trotzdem ein glücklicher Künstler zu werden?Vincent - ein Chamäleon von einem Roman, der als Satire beginnt, sich in einen bizarren Alptraum verwandelt und am Ende zu Tränen rührt.Eine literarische Entdeckung aus Amerika. Joey Goebel lebt in Kentucky, schrieb mit fünf Jahren seine ersten Stories und tourte mehrere Jahre mit seiner Band The Mullets als Leadsänger der Punkrocker durch den Mittleren Westen.

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19 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Per aspera ad astra  ohne Leid kein Preis, 5. Oktober 2005
Von M. Schulte "mavis-23" - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REVIEWER)    (REAL NAME)   
"Vincent" ist ein Roman, der sich nicht so leicht in eine Schublade stopfen lässt. Ein großer Löffel Satire, eine Prise Utopie, ein Spritzer thrillerhaftes Drama, abgeschmeckt mit einer Messerspitze Herz-Schmerz. "Vincent" ist ein Roman, der sich jeglichem Vergleich zu entziehen scheint und der auf seine Art einzigartig ist. Nicht zuletzt auch deswegen ist die Lektüre ein ausgesprochener Genuss.

Harlan, Ich-Erzähler und Hauptfigur pflegt ein ganz besonderes Verhältnis zu dem jungen Nachwuchskünstler Vincent. Als sein Mentor spornt er ihn an, steht ihm als Freund zur Seite und fügt ihm dennoch ständig Leid zu, um seine künstlerische Schaffenskraft zu beflügeln. Das Verhältnis der beiden hat dadurch einen recht merkwürdigen Charakter. Man schließt Harlan als Leser dennoch ins Herz. Er ist sympathisch und man versteht ihn irgendwie, wie er gefangen ist, zwischen seinen Rollen als Don Quijote der Kultur und als Handlanger der Unterhaltungsindustrie. Vincent bleibt mehr oder weniger blass, fast schon abstrakt und fremd. Das ist nicht unbedingt ein Nachteil. Man kennt genügend leiderprobte Künstler, um sich ein Bild von ihm zu machen. Das Kurt-Cobain-Bild auf dem Buchdeckel ist da nur eine mögliche Assoziation, die sich aufdrängt.

Zu Beginn mag man "Vincent" in erster Linie für eine Satire halten. Der Roman hat seine unverkennbar humoristischen und sarkastischen Seiten. Wenn Harlan in der Chefetage des weltweit wichtigsten Medienkonzerns durch die Fernsehkanäle zappt und gnadenlos über alles herzieht, was dort zu sehen ist, während ihm gegenüber die Menschen sitzen, die genau diesen Unsinn verzapft haben, so ist das schon ganz besonders erheiternd.

Aber darüber hinaus ist "Vincent" auch die Geschichte einer besonderen Freundschaft zwischen Künstler und Mentor, eine Geschichte um wahre Kunst und echte Künstler und nicht zuletzt ein Drama um Liebe, Schwermut, Verlust, Enttäuschung und Ausbeutung. "Vincent" ist ein Roman, der wunderbar vielschichtig ist, der gleichermaßen unterhält und nachdenklich stimmt, der zum Lachen ermuntert und den Leser rührt.

FAZIT: "Vincent" ist ein außerordentlich erfrischendes und unterhaltsames Buch, das all denen besonders Spaß machen dürfte, denen der kommerzialisierte Mainstream zuwider ist. Eine originelle Geschichte, die sehr gelungen mit einer Mischung aus Satire und Dramatik umgesetzt wurde. Für mich zählt das Buch schon jetzt zu den Toptiteln des Jahres.

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7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen die Leiden des jungen Künstlers, 8. August 2006
Vincent heißt das hochbegabte Kind, welches in Joey Goebels gleichnamigen Roman ausgesucht wird, die Welt vor dem kulturellen Untergang zu bewahren. Dafür wird das Genie auf ein eigens dafür errichtetes Begabtenkollege geschickt, für das sich ein alternder, frustrierter Medientycoon namens Foster Lipowitz verantwortlich zeichnet, der zeit seines Lebens die Welt mit anspruchsloser, billiger Unterhaltung verseuchte. Sein schlechtes Gewissen brachte ihn auf ein, milde ausgedrückt, moralisch-verwerfliches Förderungs-Konzept seiner ausgesuchten Künstler in spe: fundierend auf der These maximale Kreativität durch maximales Leiden engagiert Lipowitz sog. Manager für jeden seiner Künstler, welche die Aufgabe haben, den virtuosen Genies das Leben schwer zu machen, um so aus ihnen die größtmögliche Kunst herauszuquetschen. Sein Konzept scheint aufzugehen: Harlan Eiffler, Vincents Manager, sorgt mithilfe aller erdenklichen Mittel für die nötigen Schicksalsschläge im Leben des begabtesten Schülers von Lipowitz Kollege, dafür gelingen Vincent auch die anspruchsvollsten Songtexte, Drehbücher und Serienkonzepte. Doch wie lange kann das gut gehen?
Dem Schriftsteller Joey Goebel gelingt mit Vincent ein herausragend-innovativer Roman, der gekonnt zwischen furchtbar traurigen und überraschend-witzigen Passagen hin und her springt. Hervorzuheben ist ebenfalls das überraschende Ende, welches sowohl bezüglich des Stils als auch des Inhalts einem Bruch gleichkommt. Und gerade diese Tatsache machte das Beiseitelegen des Romans gegen Ende für mich so schwierig. Denn der in Kentucky aufgewachsene Amerikaner trifft (und hält über 432 Seiten) einen angenehm unkomplizierten Ton, der auf weitere literarische Höhepunkte wie diesen hoffen lässt. Man könnte fast meinen, Vincent selbst habe den Roman verfasst
Großartig!
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6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen höchstleistung durch ständiges Leiden, 26. Oktober 2005
Von Peter Goebel (Hamburg, Hamburg Deutschland) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REVIEWER)    (REAL NAME)   
Nicht nur weil ich mir mit diesem Autor den Nachnamen teile finde ich dieses Buch äusserst gelungen. Der 25-jährige Joey Goebel hat einen tollen Roman geschrieben, der vor allem denjenigen gefallen dürfte, die von der heutigen Massenkultur im Pop/TV/Kino total genervt sind und richtig gute Kunst vermissen. Genau aus diesem Grund wird die Firma New Renaissance gegründet von einem älteren Mediengiganten, der zum Abschluss seines Lebens nochmal für gute Kunst sorgen will. Die Firma sucht unter vielversprechenden jungen Talenten einen aus, Vincent, dem ein Manager zur Seite gestellt wird, der dafür sorgen muss, dass diesem jungen Talent nie die Ideen ausgehen und er hochwärtige Songs und Drehbücher etc. verfasst. Dafür ist fast jedes Mittel recht. Damit Vincent richtig leidet und dies dann in seinen Werken verarbeitet, wird sein Hund umgebracht, seine Freundinnen werden so lange bearbeitet bis sie die Finger von ihm lassen, er wird zum Alkoholiker gemacht und und und. Das Resultat: Vincent schreibt tatsächlich hervorragende Songs und Drehbücher und andere stecken den Ruhm dafür ein. Ob irgendwann die Bombe platzt und Vincent von der totalen Manipulation erfährt, die sein Leben begleitet, will ich hier nicht verraten. Ein wirklich lohnenswertes Buch, dass die heutigen Medien aufs Korn nimmt und bei der ein und anderen Person des Romans lässt sich ziemlich schnell erraten, wer von unseren heutigen US-Promis gemeint ist. Toll geschrieben und absolut filmreif.
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Vor 8 Monaten von Esther veröffentlicht

5.0 von 5 Sternen herrlich bösartig!
Der siebenjährige Vincent wird im Rahmen einer Talentsuche als kulturell besonders begabtes Kind entdeckt. Lesen Sie weiter...
Vor 14 Monaten von Lesehörnchen veröffentlicht

3.0 von 5 Sternen Leiden für die Kunst
Harlan ist Manager des hochbegabten Vincent und soll dafür sorgen, dass dieser unglücklich bleibt, da man so bessere Kunst hervorbringt. Das tut er, in dem er z.B. Lesen Sie weiter...
Vor 16 Monaten von Neil Jung veröffentlicht

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Vor 17 Monaten von Calime veröffentlicht

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Vor 23 Monaten von H. Otto veröffentlicht

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