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Lila, Lila
 
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Lila, Lila (Gebundene Ausgabe)

von Martin Suter (Autor)
3.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (80 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 352 Seiten
  • Verlag: Diogenes; Auflage: 3., Aufl. (Februar 2004)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3257063865
  • ISBN-13: 978-3257063868
  • Größe und/oder Gewicht: 18,4 x 12,4 x 2,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (80 Kundenrezensionen)
  • Amazon.de Verkaufsrang: Nr. 42.393 in Bücher (Die Bestseller Bücher)

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    Nr. 17 in  Bücher > Belletristik > Romane & Erzählungen > Zeitgenössische Literatur > Deutschsprachige Autoren > Suter, Martin

Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.ch-Redaktion

David ist Kellner in einer Szenebar und damit natürlich für das Publikum erstmal uninteressant. Das stört ihn nicht besonders, bis die 24-jährige Marie im Esquina auftaucht. David verliebt sich in sie und wird wiederum erst interessant für Marie, als er sie bittet sein Romanmanuskript zu lesen. Sie findet die Liebesgeschichte ausgezeichnet, schickt das Werk an einen Verlag, der es prompt veröffentlichen will. So weit so gut, wäre da nicht das kleine Problem, dass David den Roman nicht selber geschrieben, sondern in einem Secondhand-Nachttischchen gefunden hat. Es kommt, wie es kommen muss. David wird zum gefeierten Nachwuchsautor, und die ständig dräuende Gefahr der Entdeckung seines Betrugs manifestiert sich eines Tages in der Form eines Penners. Jacky gibt vor, der eigentliche Autor zu sein und nimmt David kurzerhand mit leicht erpresserischen Mitteln unter seine Fittiche, das heißt vor allem dessen Honorare.

In der Folge zeichnet Martin Suter ein gnadenloses Bild des modernen Literaturbetriebs zwischen Lesungen in Provinzkäffern und besoffenen Abenden auf der Frankfurter Buchmesse, Verleger überstürzen sich in Vorauszahlungen und Lektorinnen bieten sich als Agentinnen an. Doch Jacky, mittlerweile in einem besseren Hotel wohnend, hat seinen Möchtegern-Schriftsteller im Griff. Der Ausgang der Geschichte sei hier natürlich nicht verraten, nur so viel: Martin Suter lässt den gefesselten Leser in einer doppelten Volte sanft auf dem Boden landen.

Ein stilsicherer Roman wie man es von Suter gewöhnt ist, humorvoll und nicht ohne bösartige Seitenhiebe. Die Personen sind glaubwürdig, David manchmal mit einer fast ärgerlichen Naivität geschlagen. Die Umgebungen skizziert Suter stimmungsvoll und mit einem sicheren Blick für den nebensächlichen Alltag. Ein feines Buch, feine Unterhaltung. --Martin Walker

Aus der Amazon.de-Redaktion
"Lila, Lila ist der Roman, auf den wir so sehnlich gewartet haben: Das Ende der Knabenwindelprosa." Wenn der gefürchtete Großkritiker Joachim Landmann eine Rezension mit diesen gemeißelten Worten beendet, lobt er nicht einfach ein Buch. Er lanciert eine Debatte. Diesmal: das Ende der postmodernen Literatur, die Rückkehr zu alten Werten und großen Themen. Folglich geschieht, wovon Legionen von Lektoren und Verlegern träumen: Lila, Lila, der bislang kaum beachtete Erstling des jungen David Kern, stürmt die Bestsellerlisten; die Medien reißen sich um den frisch gebackenen, schüchternen Star. Dumm nur: David ist nicht der Autor dieser tragischen, in den muffigen Fünfzigern spielenden Liebesgeschichte. Der unscheinbare Aushilfskellner hat das Manuskript in einem Nachttisch vom Trödler gefunden und gibt den Text, um die schöne Marie zu erobern, als eigenen Schreibversuch aus. Die beiden werden ein Paar, die allem Schöngeistigen heftig zugetane Marie schickt das Manuskript heimlich an einen Verlag -- und das Unheil nimmt seinen Lauf.

Zugegeben -- die Story um "Liebe, Treue, Verrat und Tod" besitzt nicht eben den Tiefgang eines Hochseedampfers. Doch aus der Feder eines Martin Suter, seien wir ehrlich, würde sogar das Telefonbuch zum Pageturner. Wer Suters Romane Small World und Die dunkle Seite des Mondes atemlos und in einem Rutsch ausgelesen hat, wird auch diesmal nicht enttäuscht. Lila, Lila schnurrt mit der Präzision einer Schweizer Herrenarmbanduhr ab. Ob schicke Szenebar, Frankfurter Buchmesse-Rummel oder das Elend eines Männerheims, Suter wechselt mit traumwandlerischer Sicherheit Schauplätze und Milieus, schreibt punktgenaue Dialoge und hält die Spannung bis zur buchstäblich letzten Seite.

Bei alldem ist Lila, Lila aber auch eine fein beobachtete und hochkomische Studie über das Making Of eines Bestsellers, ein Blick in den Bauch des Literaturbetriebs -- von Klappentextwahnsinn und Vertragspoker bis zu Buchmessesuff und der Tristesse einer Lesereise durch die Provinz. Eine Berufsgruppe, bislang kaum in den Annalen der Literaturgeschichte zu finden, hat auf Lila, Lila sicher besonders sehnlich gewartet: Der Verlagssekretärin setzt Suter das längst fällige Denkmal. Ihr Urteil, nicht verlegerischer Sachverstand, bringt das Manuskript zwischen Buchdeckel: "Ich habe jedenfalls geweint." --Niklas Feldtkamp



Hörbuch-Rezension

Subtil und entlarvend beschreibt Martin Suter die Geschichte des Kellners David, der durch eine dumme Lüge, mit der er eine Frau beeindrucken wollte, zum gefeierten Literaturstar wird. Den Text, dem er dies verdankt, fand er in einer Schublade eines Nachttischchens. Um Marie, die er von Anfang liebt, zu beeindrucken, gibt er sich als Autor der Liebesgeschichte aus. Marie hat nichts Besseres zu tun, als das Manuskript einem Verlag zu schicken. Man will ihn veröffentlichen … und David steckt mitten drin in einem vertrackten Lügengebäude.

Als Jackie, ein heruntergekommener Alkoholiker, behauptet, der wahre Verfasser des Textes zu sein, will er seinen Anteil am Erfolg. David kann die Fäden nicht mehr selbst ziehen; er ist zum Spielball Jackies, Maries, die ihn als gefeierten Schriftsteller liebt, und der Lektorin Karin Kohler, die ihn als Agentin richtig vermarkten will, geworden. Das Vorbild, die tiefe und reine Liebesgeschichte aus den fünfziger Jahren, nimmt in Davids Leben einen verheerenden, beängstigenden Lauf.

Mit Lila, Lila, erschienen 2004, schrieb Martin Suter eine Hochstaplergeschichte, parallel dazu gibt er tiefe Einblicke in den Literaturbetrieb. Martin Suter, 1948 in Zürich geboren, lebt und arbeitet in Spanien und Guatemala. Für seinen Debütroman Small World erhielt er 1998 den Prix du premier roman étranger. Der Drehbuchautor, Werbetexter und Kolumnist ist ein Meister der lakonischen Bosheit. Weitere Werke: Die dunkle Seite des Mondes (2000), Business Class. Geschichten aus der Welt des Managements (2000), Richtig leben mit Geri Weibel (2001) und Ein pefekter Freund (2001). Im März 2004 erhielt er die Goldene Diogenes Eule für eine Million verkaufte Bücher.

Daniel Brühl liest die Geschichte. Man hat den 1978 in Barcelona geborenen Schauspieler bereits in zahlreichen Kinofilmen gesehen u. a. in Good Bye Lenin.

Gekürzte Lesung, Spieldauer: ca. 357 Minuten, 5 CD. --culture.text -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.


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17 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen Martin Suters neuester Roman in lila, 15. August 2004
Von Der Buch-Vorleser "André Hanke" (Sachsen) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REVIEWER)   
Der Traum von der großen Liebe, eine unkonventionelle Idee, die Angebetete zu erobern, Meister Zufall und schließlich die Wahrheit der goetheschen Lebensweisheit um die Geister, die man ruft und dann nicht wieder los wird bilden das Handlungsgerüst von Martin Suters neuem Roman „Lila, Lila" (Diogenes Verlag). David ist Kellner und verliebt hat er in die unnahbar erscheinende Marie, deren Herz er schließlich mit einer Lüge erobert. Wie aber nun weiter, wenn die Lüge sich in unbeherrschbare Dimensionen ausweitet und doch die junge Beziehung nicht auf der Strecke bleiben soll. Martin Suter hat einen schonungslos ehrlichen Liebesroman über die Lust und die Last des Fühlens geschrieben: Meisterhaft.
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
1.0 von 5 Sternen Vom Aktionismus weit entfernt - trotz zahlreicher Handlungsfetzen, 7. April 2009
Diese Rezension stammt von: Lila, Lila (Taschenbuch)
Miserabel.
Ich hätte mir von einer Rezension (Suter sei an der Spitze der derzeitigen Literaten) eindeutig mehr versprochen! Außer, wenn die heutige Literatur von solch flachen Dialogen nur so übersät wird - das denke ich aber nicht.
Als Leser erwartet zu Beginn ein trostloser, skizzenhaft dargestellter Kellner, der im Endeffekt bis zum Ende des Buches kein Detail nur ansatzweise verdient hat; so erscheint Suters Erzählstil.
Nach dem Fund des Buches, das im Endeffekt nicht wirklich in das rechte Licht gerückt werden wollte, war die Geschichte anscheinend geschrieben. Doch für den Leser ist während der ganzen Lesezeit immer die Frage präsent, warum sich auf einmal die Beziehung zwischen David (der Kellner) und Marie (seiner Freundin) so schlagartig änderte, dass daraus plötzlich eine Liebesbeziehung entstehen konnte. Wenig plausibel und schon nahezu dilettantisch zeigt Suter, dass es wohl kein besonderes Sprach- oder Erzählempfinden braucht, um so eine Geschichte zu konstruieren. Jedes Kapitel endet an den unpassendsten Momenten, und jedes darauffolgende setzt an vollkommen neuen Geschehnissen an, die so schwer eine Brücke zurück schlagen können. Man möge es vielleicht als Suters Stil in "Lila, Lila" anmerken, Mut zur Lücke zu zeigen, doch was er macht, ist keine Lücke, sondern ein sehr fadenscheiniges NICHTS.
Er deutet nur schemenhaft die Geschichte von Peter Landwei (Peter Weiland) und seiner Verflossenen Sophie an. Doch wie soll diese Parabel, die ein Spiegel auf die Beziehung zwischen David und Marie darstellt, beim Leser auch nur den Hauch einer Emotion entfachen, wenn eben dieses Buch nur wenig platz im BUCH findet?
Schwer nachvollziehbar ist auch der Ablauf, als David als Literat an die Öffentlichkeit gerät. Viele Charaktere werden sinnlos. Allen Voran Karin Kohler, die alte Frau Haag und der "Watte". Man möge fast vergleichend eine Neonreklame aus Hollywood heranziehen, nur, dass bei Suter in seinem "Lila, Lila" schon alle Lichter aus oder nie an zu sein schienen.
Die zweite Seite des Buches - Davids Geheimnis um seine "Schriftstellerkarriere" bleibt auch sehr schwach zu bewerten. Es zieht sich in die Länge, ohne wirklich Spannungsmomente aufzubauen. Leider nur die letzten fünf Seiten konnten meine Begeisterung wecken; diese wurde aber getrübt, als es schon zu Ende war, obwohl die eigentliche Leselust erst kurz zuvor so wirklich einsetzen wollte. Jackys Offenbarung kurz vor seinem Tod ist so unpassend wie unachvollziehbar und es kommt dem Leser fast wie ein Schlag ins Gesicht vor, als Suter kurz vor Schluss noch einmal einen Wendepunkt einbauen wollte, doch wenn sein "Werk" die letzten 335 Seiten schon am Wegsterben war, wird dieser letzte Reanimationsversuch auch nichts mehr nützen - außer den wenig spektakulären Tod Jakobs.
Man hat den Eindruck, Suter wollte hier ein Jetset-Leben im Literarkreis präsentieren, eine Art Wanderbuch der Moderne, vielleicht sogar als versteckte Rezension der deutschen Hotels und Bars, jedenfalls kommt man als Leser in die paradoxe Gedankenwelt, die Speise- und Getränkekarte des Esquina und die Einrichtung der Zimmer des Frankfurter Hofs besser kennengelernt zu haben, als die wirklich wichtigen Charaktere - aber anscheinend waren sie das nicht.
Als rhetorisch und stilistisch zu bewerten (deshalb der einzige Stern)ist der durchaus nette Versuch, die Geschichte um Peter und Sophie neben die von David und Marie zu werfen ("parabolé").
Nur deshalb als grenzwertig lesenswert zu betrachten.
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14 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Wie weit geht Liebe?, 2. Juli 2006
Von G. Hautz "j-gerry" (Rum,Österreich) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REVIEWER)    (REAL NAME)   
Diese Rezension stammt von: Lila, Lila (Taschenbuch)
Die Handlung steht ja schon in der Amazon-Rezension. Da brauch ich nicht auch noch den Plot wiederzugeben. Lila Lila ist ein etwas anderer Suter. Aber wieder versteht er es, den Leser zu faszinieren. Diesmal mit einer doppelten Liebesgeschichte. Die Liebe aus dem gefundenen Manuskript deckt sich dann mit der Liebe des Protagonisten der Handlung. Und immer wieder möchte man dem eigentlichen Kellner David beim Lesen raten- sag doch endlich die Wahrheit- das ist nicht deine Geschichte. Das kann nicht gut gehen. Aber sehen wir doch in uns hinein . Wer gibt eine Lüge auf wenn darauf die Liebe seines Lebens gebaut ist? Wer bestitzt die Grösse, mit der Wahrheit den größten Verlust in Kauf zu nehmen, den er sich vorstellen kann? Immer am Rande des Abgrundes, immer in Sorge, es könnte doch auffliegen. Du weisst, es würde dich erleichtern aber um den Preis der Liebe? Ein herrliches Buch, ein Buch zum mitfühlen, ein Buch, das man nicht weglegen möchte und ein Buch das zum Gefühl wird, zum Gefühl, dass es nicht gutgehen wird. Und das Tragische dabei: Die Liebe geht - aber aus einem ganz anderen Grund. Wieder ein Volltreffer von Martin Suter.
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Ein Buch über einen, der ein Buch schreibt über einen, der ein Buch schreibt. So in etwa könnte man die sicher und klar geführte Handlung von Lila, Lila beschreiben, aus der eine... Lesen Sie weiter...
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Vor 10 Monaten von Beccaris veröffentlicht

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Vor 11 Monaten von Otto Otter veröffentlicht

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Eine Stärke dieses Buches ist: Man kann es auf verschiedene Weise lesen, nämlich
- als spannende Hochstaplergeschichte (mit Anklängen an "Kleider machen Leute")
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Vor 12 Monaten von Ulrich Hartmann veröffentlicht

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