Möchten Sie verkaufen?
Hier verkaufen
 
 
Hammerklavier
 
Größeres Bild
 

Hammerklavier (Gebundene Ausgabe)

von Yasmina Reza (Autor)
3.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)

Erhältlich bei diesen Anbietern.


3 gebraucht ab EUR 4,05

Kunden, die diesen Artikel gekauft haben, kauften auch

Adam Haberberg (Vintage International)

Adam Haberberg (Vintage International)

von Yasmina Reza
4.6 von 5 Sternen (7)  EUR 10,99
KUNST

KUNST

von Yasmina Reza
4.5 von 5 Sternen (4)  EUR 14,90
Eine Verzweiflung

Eine Verzweiflung

von Yasmina Reza
4.5 von 5 Sternen (4)  EUR 4,90
Drei Mal Leben: Trois versions de la vie

Drei Mal Leben: Trois versions de la vie

von Yasmina Reza
4.5 von 5 Sternen (2)  EUR 10,50
Im Schlitten Arthur Schopenhauers

Im Schlitten Arthur Schopenhauers

von Yasmina Reza
EUR 12,90
Weitere Artikel entdecken

Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe
  • Verlag: Ammann (1998)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3250600237
  • ISBN-13: 978-3250600237
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)
  • Amazon.de Verkaufsrang: Nr. 1.357.974 in Bücher (Die Bestseller Bücher)

Produktbeschreibungen

Neue Zürcher Zeitung

Etüden, Attitüden

Yasmina Rezas «Hammerklavier»

Erfolgreiche Autoren haben es schwer. Wir verwöhnten Leser legen sie gern fest auf ein Thema, einen Stil, ein Genre, eine Masche. Yasmina Reza ist die Autorin des weltweit erfolgreichen Theaterstücks «Art», das Paradebeispiel eines «well-made play»: skurrile Typen, pfiffige Dialoge, seelische Abgründe. Die Anführungszeichen um den Begriff «Kunst» rufen urkonservative Affekte auf, ironisieren clever das bürgerliche Dilemma zwischen dem Wunsch, Kunst zu quantifizieren (zu erwerben), und dem schieren Unverständnis gegenüber den Provokationen der Moderne. Der Standort der Autorin ist dabei nicht recht auszumachen, aber das Stück selbst ist auf Anhieb plausibel und unterscheidet sich darin von der Sorte Kunst, über die es verhandelt.

Der nun vorliegende erste Erzählband der erfolgreichen Dramatikerin spiegelt wenig wider von der scharf kalkulierten, wirkungssicheren Fröhlichkeit des Bühnenstücks. Zu lachen gibt es wenig, und staunen darf man allenfalls über die Kaltschnäuzigkeit, mit der hier eine Sammlung von Gelegenheitsarbeiten mittels eines emphatischen Gattungsbegriffs zu einer ganz neuartigen Kunstform veredelt wird. «Eine Sonate» nennt sich der Band in einem Anfall erfolgsverwöhnten Grössenwahns im Untertitel, als wäre das nicht eine besonders strenge musikalische Gattung, während «Hammerklavier» in Wahrheit nichts anderes darstellt als eine Art Tagebuch: locker aneinandergefügte Episoden aus dem Alltag der Verfasserin, Erinnerungen an ihren verstorbenen Vater oder an eine Agentin – schwankend zwischen Rührseligkeit und Humor, vage verbunden durch das sehr dehnbare Thema «Zeit». «Was habe ich, wenn ich ehrlich bin, anderes getan, als mein Leben dem Ereignis entgegenzuschleudern? Dass die Dinge geschehen, dass die Stunden stürmisch vergehen, dass tönt, was tönen muss, dass die Zeit, meine engste Feindin, die Zeit vergeht, ohne dass ich sie vergehen sehe.»

Vielleicht hätte der Übersetzer (Eugen Helmlé) das Pathos solcher Bekenntnisse und Floskeln («wenn ich ehrlich bin» – wer wollte es denn bezweifeln?) abmildern sollen; es hätte nichts daran geändert, dass der Narzissmus, mit dem die Autorin sich selbst als Hauptperson ihrer Prosa installiert, in dem Augenblick befremdet, da das Tagebuch nicht als solches ausgewiesen ist, sondern, zum Beispiel, als «Sonate». Hier erwartet der Leser nicht in erster Linie, eine intime Bekanntschaft mit der unverpuppt und unvermummt auftretenden Autorin zu schliessen, sondern jenen Kunstverstand und -ehrgeiz, der «Kunst» auszeichnet. Und er fragt sich, woran es wohl liegt, dass in «Hammerklavier» selbst markantere Episoden literarisch matt bleiben; etwa dort, wo das jüdische Kind das Kreuzzeichen schlägt: «In allen normalen Geschichten, bei der Comtesse de Ségur oder in den Märchen der Brüder Grimm, beteten die braven Kinder so, wie ich es gerade getan hatte. Alle sahen das sehr positiv.» Der arglose Witz dieser Bemerkung, der mit der scharfen Rüge der Mutter kontrastiert, wird sogleich unter einem Wust von Kommentaren und Selbsterklärungen begraben. Als Dramatikerin hat Yasmina Reza reüssiert, weil sie aus minimalen Anlässen abenteuerliche Wirkungen und eine beträchtliche Komik hervorzutreiben versteht. Ihre Prosa hat einen ähnlichen Verzauberungseffekt schnöde verweigert.

Martin Krumbholz



Kurzbeschreibung

'Hammerklavier' gleicht einer Sonate, und fast musikalisch strukturiert beschreiben die einzelnen Abschnitte einen Bogen, von ihrem Vater zu der Autorin hin: Eine Kammermusik mit kurzen Monologen, großen Arien, Duetten, Terzetten, mit plötzlichen Wechseln aus dem nachdenklichen Adagio ins amüsante Scherzo. Es sind sehr feine, wunderbar hintergründige Geschichten einer klugen Erzählerin, die sich an keiner Stelle des Textes vordrängt, aber stets im Hintergrund mitschwingt. Yasmina Reza verfügt über die Gabe, ihr persönliches Leben, alltägliche Begebenheiten und die stillen Momente des Glücks - eben jene heiteren Augenblicke von unbegründetem Optimismus - so einzufangen, daß sich jeder Leser darin wiederfindet.

Was kaufen Kunden, nachdem sie diesen Artikel angesehen haben?

Hammerklavier
66% kaufen den auf dieser Seite vorgestellten Artikel:
Hammerklavier 3.5 von 5 Sternen (2)
Adam Haberberg (Vintage International)
18% kaufen
Adam Haberberg (Vintage International) 4.6 von 5 Sternen (7)
EUR 10,99
Eine Verzweiflung
9% kaufen
Eine Verzweiflung 4.5 von 5 Sternen (4)
EUR 4,90
Im Schlitten Arthur Schopenhauers
5% kaufen
Im Schlitten Arthur Schopenhauers
EUR 12,90

Tags

 (Was ist das?)
Bei einem Tag handelt es sich um ein Schlagwort, das zum Produkt passt.
Tags erleichtern allen Kunden die Suche und die Sortierung ihrer Lieblingsprodukte.
 

 

Kundenrezensionen

2 Rezensionen
5 Sterne:
 (1)
4 Sterne:    (0)
3 Sterne:    (0)
2 Sterne:
 (1)
1 Sterne:    (0)
 
 
 
 
 
Durchschnittliche Kundenbewertung
3.5 von 5 Sternen (2 Kundenrezensionen)
 
 
 
 
Sagen Sie Ihre Meinung zu diesem Artikel:
Die hilfreichsten Kundenrezensionen

 
4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen lesen!, 17. Januar 2003
Von Martin Loehnig - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REVIEWER)    (REAL NAME)   
ein kleines feines buch. über das verhältnis der icherzählerin zu ihrem vater. über ihre sozialisation in paris. über das jüdischsein. über verschiedene arten, mit dem menschsein zurechtzukommen. über philosophie, lebensphilosophie. über das aufwachsen in einer kleinbügerfamilie mit einem geltungsdsüchtigen familienoberhaupt (wunderbar, wie er seine tochter, die icherzählerin einem des wegews kommenden politiker als das kunsttalent schlechthin vorstellt - und die situation nicht peinlich wird, obwohl sie nur peinlich werdne kann) ständig in gefahr, banal zu werden, ohne der gefahr zu erliegen, was heißt: ein einfaches, präzioses, weises buch - wenn man sichz darauf einläßt.
Kommentar Kommentar | Kommentar als Link | War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein (Rezension unzumutbar?)



 
1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
2.0 von 5 Sternen alltägliche Erinnerungen wohl dosiert, 26. Oktober 2005
Von Bernd Kotz (Essen, Germany) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Yasmina Rezas Roman sind 44 kurze Variationen, die sie an den Vater, ihren Freunden und Freuden im Leben erinnern. Sie stellt diese Geschichten ohne Verknüpfung nebeneinander. Die Verbindung zu den einzelnen Erzählungen ist ihr eigenes Leben. Man kann diese auch in eine andere Reihenfolge zusammenstellen und lesen, ohne dass sich dabei etwas ändert, da jede Erzählung für sich selbst steht. Sie nimmt Notiz von einer Gefühlslage und bringt uns diese näher. Dabei nimmt sie den Leser mit in ihr Leben und lässt uns daran teilhaben. In den Erzählungen reflektiert sie ihre Beziehung zu ihrem Vater, die Musik von Beethoven erinnert sie stark an ihm, sie schreibt über Altar ihre Tochter, über Literatur und ihre jüdische Herkunft.
Der Roman ist wie ein schöner Herbsttag. Man erfreut sich über die Farbenpracht der Natur, wünscht sich aber lieber den Sommer zurück.
Kommentar Kommentar | Kommentar als Link | War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein (Rezension unzumutbar?)


Sagen Sie Ihre Meinung zu diesem Artikel: Eigene Rezension erstellen
 
 
 
Nur in den Rezensionen zu diesem Produkt suchen



Kunden diskutieren

Das Forum zu diesem Produkt
Diskussion Antworten Jüngster Beitrag
Noch keine Diskussionen

Fragen stellen. Meinungen austauschen. Neues erfahren.
Neue Diskussion starten
Thema:
Erster Beitrag:
Eingabe des Log-ins
 


Aktive Diskussionen in ähnlichen Foren
Diskussion Antworten Jüngster Beitrag
Suche harte und doch romatische Erotik 808 Vor 3 Stunden
Was haltet ihr von Poetry Slams? 9 Vor 3 Stunden
der dichtende saunameister 5 Vor 3 Stunden
aus liebe wurde angst, enttäuschung oder hass... 17 Vor 3 Stunden
Frohe Weihnachten? 1 Vor 5 Stunden
Kleine Gedichte... 503 Vor 6 Stunden
WANTED! Bücher, die faszinieren 52 Vor 7 Stunden
   
Ähnliche Foren
  • romane  (1023 Diskussionen)


Lieblingslisten


Ähnliche Artikel finden


Ihr Kommentar


Für Sie dokumentiert

 (Was ist das?)

Sobald Sie sich Produktseiten oder Suchergebnisse angesehen haben, finden Sie diese Seiten zu Ihrer Information hier aufgeführt.