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Gesammelte Werke: Die offene Gesellschaft und ihre Feinde I. Studienausgabe: Der Zauber Platons: BD 5
 
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Gesammelte Werke: Die offene Gesellschaft und ihre Feinde I. Studienausgabe: Der Zauber Platons: BD 5 (Taschenbuch)

von Karl R. Popper (Autor), Hubert Kiesewetter (Herausgeber)
4.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (21 Kundenrezensionen)
Preis: EUR 29,00 Kostenlose Lieferung. Siehe Details.
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Gesammelte Werke: Die offene Gesellschaft und ihre Feinde I. Studienausgabe: Der Zauber Platons: BD 5 + Alles Leben ist Problemlösen: Über Erkenntnis, Geschichte und Politik + Auf der Suche nach einer besseren Welt: Vorträge und Aufsätze aus dreißig Jahren
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Aus der Amazon.de-Redaktion

Nur wenige sind fähig, eine politische Konzeption zu entwerfen und durchzuführen, aber wir sind alle fähig, sie zu beurteilen. (Perikles von Athen)

Die offene Gesellschaft und ihre Feinde ist ein sozialphilosophisches Hauptwerk dieses Jahrhunderts. In Deutschland lange Zeit unterschätzt bzw. absichtsvoll missverstanden, nicht zuletzt durch Diffamierungen aus dem Umkreis der Frankfurter Schule ( Adorno, Habermas et al.), gilt es heute selbstverständlich als ein Standardwerk zum Thema Totalitarismus und Geschichtsphilosophie.

Popper versteht unter offenen Gesellschaften die diversen Formen der Demokratie, vom klassisch-demokratischen Athen bis hin zu den modernen Gesellschaften der "western civilization", im Unterschied zu den geschlossenen (statischen) Gesellschaften der Stammeskulturen, der antiken Diktaturen und Tyranneien, bis hin zu den diktatorischen Regimen unseres Jahrhunderts.

Von 1939 bis 1942, Anlass war der Einmarsch der Deutschen Wehrmacht in Österreich, hat Popper an den beiden Bänden der Offenen Gesellschaft geschrieben: Gegen Hitler und Stalin; gegen Nazismus und Kommunismus.

Im ersten Band geht es vor allem um eine Kritik an Platon, insbesondere an der platonischen Staatsphilosophie und Ideenlehre: "So ging ich auf Spurensuche in der Geschichte; von Hitler zurück zu Platon: dem ersten großen politischen Ideologen, der in Klassen und Rassen dachte und Konzentrationslager vorschlug."

Ohne die nicht zu überschätzende Bedeutung des griechischen Genies für die Philosophie und die Entwicklung des abendländischen Denkens zu schmälern, findet Popper in den staatsphilosophischen Schriften Platons politische Programme, die man mit gutem Recht als totalitär bezeichnen kann: Strenge Klasseneinteilung, Identifikation des Schicksals des Staates mit dem Schicksal der herrschenden Klasse, starre Regeln zur Züchtung und Erziehung dieser Klasse, Kollektivierung aller ihrer Interessen, Alleinrecht dieser Klasse auf militärische Ausbildung. Der Staat selbst ist unwandelbar, da er als "Idealstaat" (Platon) ohnehin nicht zu verbessern ist; der durch seine Weisheit legitimierte Herrscher ist als Herr und Kenner der "historischen Gesetzmäßigkeiten" (Lenin, Stalin, Hitler lassen grüßen!) ohnehin legitimiert und, auf die Stimmen des Volkes, der "Herde", nicht angewiesen, darf er "..Lügen verbreiten und die Feinde sowie die eigenen Bürger zum besten des Staates..täuschen, und kein anderer darf dieses Vorrecht anrühren." ( Platon, Der Staat, 389b) Popper ist es ausdrücklich nicht darum zu tun, große und größte Geister herabzusetzen, aber: "Große Männer können große Fehler machen, und ich versuche hier zu zeigen, das einige der größten geistigen Führer der Vergangenheit einen immer wieder erneuerten Angriff auf Freiheit und Vernunft unterstützt haben" (Popper 1945). Eine auch im Lichte der neuesten Geschichte überaus aktuelle Bemerkung.

Platon lesen? Unbedingt! Aber nehmen wir auch große Geister nicht in allem allzu wörtlich und hüten wir uns, unter Vorgabe sozialtherapeutischer Offenbarungen offene Gesellschaften in geschlossene zu verwandeln. --Dietrich Thieden -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

Klappentext

Dieses politische wichtigste Werk Poppers ist ein Wegweiser zur Demokratie, deren Aufgabe nicht die Volksherrschaft ist, sondern die Vermeidung der Despotie. Wie das Buch zeigt, kann die Despotie nur durch die dauernde Wachsamkeit derer vermieden werden, die für Freiheit und Verantwortlichkeit zu kämpfen bereit sind. -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

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17 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Die "offene Gesellschaft" als Ideal des "Kritischen Rationalismus", 19. Mai 2007
Von Tartschthomas "thomastartsch" - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REVIEWER)    (REAL NAME)   
Karl R. Popper hat mit der "offenen Gesellschaft" eines der Schlagwörter der Politikwissenschaft des 20. Jahrhunderts geschaffen.
Auch wenn er der Entstehungszeit entsprechend gegen Hitler und Stalin schreibt, gilt seine Kritik Platon, Hegel und Marx, deren Denken erst totalitäre Regime begründen konnten.
Popper ist Vertrer des "Kritischen Rationalismus", die davon ausgeht, dass es keine vorurteilsfreien Erfahrungen geben kann. Gegen Kant geht er auch davon aus, dass es gültigen erfahrungsfreien Erkenntnisse (Erkenntnisse a priori) gibt. Alles Wissen ist damit vorläufig. Und Offenheit und die Fähigkeit zur Revision sind die Grundtugenden des Wissenschaftlers.
Damit wendet sich Popper gegen den Historizismus in den Geistes- und Sozialwissenschaften, der sich in bisherige Ideale und Utopien ausdrückt, die unweigerlich zur Gewalt gegen den Menschen und der Beschenidung seiner Freiheit führen.
Popper stellt dem das normative Ideal einer "offenen Gesellschaft" gegenüber, dem sich moderne Staaten annähern sollen.
Freiheit in dieser offenen Gesellschaft ist negative Freiheit als Schutz vor Zwängen und Repressalien, die staatlich garantiert und geschützt werden. Dabei ist Poppers Freiheit nicht eine schrankenlose Freiheit, sondern die Freiheit des einen endet bei der Beeinträchtigung der Freiheit des anderen. Dabei spricht er wie John Stuart Mill von "Verbeserung" der Gesellschaft und Politik, macht aber nur selten konkrete Vorschläge, wie dieses Ideal verwirklicht werden kann.
Explizit wendet er sich gegen Platons Lehre der Philosophenherrschaft die fragt: "Wer darf regieren". Sondern Popper fragt: "Wie wird man schlechte Regierungen wieder los?"
Dabei nähert sich die pluralistische Demokratie mit institutioneller Gewaltenteilung, periodischen Wahlen, Interessenkonkurrenz und Meinungspluralismus am ehesten der "offenen Gesellschaft" an.
Auch wenn Popper konkrete Vorschläge vermissen läst, berührt seine Theorie die politische Grundfrage, wie die individuelle Freiheit zu gewährleisten ist. Mithin die Wähler vor den Gewählten geschützt werden können.
Auch im 21. Jahrhundert eine brennende Frage.
Sehr empfehlenswert.
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20 von 25 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Dieses Buch ist Gold wert, 7. Dezember 2002
Karl Popper hat meine Ansichten über die Welt und die Menschen verändert. Er hat meinen Zynismus gebrochen. Durch ihn lernte ich verstehen, was Demokratie eigentlich bedeutet, nämlich die Einschränkung der Macht und das Damoklesschwert des Volksgerichts über der Regierung eines Landes. Die Offene Gesellschaft und ihre Feinde ist eine Waffe gegen alle alten und neuen Gegner und Zweifler der Demokratie. Der Höhepunkt des Buches ist zweifelsohne die Kritik am Marxismus. Popper operiert mit Logik, Vernunft und der richtigen Dosis Leidenschaft, läßt dabei auch nie Eintönigkeit oder Langeweile aufkommen. Er hebt sich wohltuend von der intellektuellen Pseudoelite ab. Die Tugend der Bescheidenheit liegt seinem philosophischen Werk zugrunde, und das macht es auch so viel glaubwürdiger und akzeptabler.
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24 von 31 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen Kalte Abrechnung mit Herrn Hegel, 13. Januar 2003
Von Nicolas van Bruenen (Borken) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REVIEWER)   
Bevor man über das Buch urteilt, sollte man hören, was Popper zu Beginn des ersten Kapitels selbst sagt: "Ich muß daher den Leser daran erinnern, daß das, was ich hier zu bieten habe, nicht mehr ist als einige verstreute Bemerkungen, die den geschichtlichen Hintergrund der modernen Formen dieser Ideen beleuchten sollen. Die lange Geschichte ihrer Entwicklung darzustellen ... ist eine Aufgabe, die über den Rahmen dieses Buches weit hinausgeht."
Popper lehrt uns in diesem Buch, mit der Schere des Rationalismus umzugehen. Er steht für eine Philosophie, die in Sichtweite einer kritischen Wissenschaft - mit dem Paradigmen-Kanon der Naturwissenschaft - bleibt und von Abenteuern und Experimenten - sei es Theosophie, Freimaurerei oder gar Idealismus - nichts wissen will.
Die vernichtende Analyse der Hegelschen Ansätze ist beinahe brutal. Hier schneidet die Schere des Rationalismus eine blutende Wunde.
Vor 18 Jahren hatte ich das Buch zum ersten mal in den Händen. Damals konnte ich Poppers Hegel-Kritik - die das Weltbild vieler Naturwissenschaftler nachhaltig geprägt hat - blind folgen. Inzwischen sehe ich allerdings auch die unumstößlichen Verdienste Hegels.
Popper hat das Vorwort zur ersten englischen Ausgabe der 'offenen Gesellschaft' im April 1944 verfaßt. Damals stand die Zukunft der Welt in Frage - Nationalsozialismus und Kommunismus verwandelten ursprünglich philosophische Ideen in Blut und Zerstörung. Vor diesem historischen Hintergrund wird die Schärfe der Hegel-Kritik nachvollziehbar.
Popper hält die Hegelschen Theorien für "Trivialitäten, die sich in das Gewand einer orakelnden Philosophie gekleidet haben".
Ich denke, dass man Popper lesen sollte, BEVOR man sich intensiver mit Philosophie beschäftigt. Quasi als eine Art geistiger Schutzimpfung. Klare und engagierte Sätze wie "Die Geschichte der Machtpolitik ist nichts anderes als die Geschichte internationaler Verbrechen und Massenmorde" aus dem 15. Kapitel gehören ins Stammbuch aller potentiellen politischen Schwärmer.
Dennoch: Man kann die grundlegeneden Auffassungen Poppers akzeptieren und sich gleichzeitig für Hegels Philosophie ernsthaft interessieren. Hier wäre als Lektüre dann eher Ernst Bloch (insb. "Subjekt - Objekt") zu empfehlen, da Bloch offenbar seinen Hegel sehr gründlich gelesen hat.
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Die offene Gesellschaft und ihre Feinde ist das vielleicht wichtigste politische Buch des 20. Jahrhunderts und der Aufklärung. Lesen Sie weiter...
Vor 4 Monaten von T. Krings veröffentlicht

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Vor 8 Monaten von Werner Stichs veröffentlicht

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Platon und seine am kontinuierlichen Verfall der Ideen orientierte Lehre von den Wesenheiten und seine Überlegungen diese metaphysischen Annahmen auf den Bereich der Gesellschaft... Lesen Sie weiter...
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Einer der größten Philosophen des Jahrhunderts neben Bertrand Russell.
Unbedingt lesen. Seine Gegner sind, wie sollte es anders sein, im Lager der dumpfen und unklaren... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 23. Dezember 2007 von Rezensentin/Rezensent

5.0 von 5 Sternen Aufklärung!!!
Popper sei Dank, kann ich nur sagen. Er zeigt dem Leser die Inhumanität falscher Ideologien auf. Unter den vielen falschen Philosophen, ist er einer der wenigen wahren... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 6. September 2007 von Rezensentin/Rezensent

5.0 von 5 Sternen Das ist Philosophie.
Erst durch Popper habe ich viele unmenschliche Ideologien durchschaut. Die Lektüre ist jedem zu empfehlen.
Veröffentlicht am 2. August 2007 von Rezensentin/Rezensent

4.0 von 5 Sternen Ein rationalistischer oder humanistischer Standpunkt
Karl Popper versucht im ersten Band die Lehre Platons zu entzaubern. Dabei hat er zwei verschiedene Ansichten der Sozialwissenschaften. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 21. März 2007 von Bernd Kotz

5.0 von 5 Sternen Der Kampf gegen das totalitäre Böse
Mit der "offenen Gesellschaft" prägte Karl Popper ein Schlagwort, das das Selbstverständnis vieler moderner Demokratien mitbestimmt hat. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 8. Dezember 2005 von Rolf Dobelli

5.0 von 5 Sternen Der Kampf gegen das totalitäre Böse
Mit der "offenen Gesellschaft" prägte Karl Popper ein Schlagwort, das das Selbstverständnis vieler moderner Demokratien mitbestimmt hat. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 8. Dezember 2005 von Rolf Dobelli

5.0 von 5 Sternen Eines der wichtigsten politischen Bücher überhaupt
Popper's "Offene Gesellschaft" kann nach wie vor als ein ungemein wichtiger Beitrag zum politischen Diskurs des 20. Jahrhunderts (und nicht nur diesem) gewertet werden. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 27. Juli 2004 von Matthias Kaiser

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