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Die Juden: Ein Lustspiel in einem Aufzuge. Verfertigt im Jahre 1749
 
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Die Juden: Ein Lustspiel in einem Aufzuge. Verfertigt im Jahre 1749 (Taschenbuch)

von Gotthold Ephraim Lessing (Autor), Wilhelm Grosse (Herausgeber)
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Produktinformation

  • Taschenbuch: 86 Seiten
  • Verlag: Reclam, Ditzingen; Auflage: Durchges. Ausg. (2002)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 315007679X
  • ISBN-13: 978-3150076798
  • Größe und/oder Gewicht: 14,9 x 9,6 x 0,7 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)
  • Amazon.de Verkaufsrang: Nr. 150.194 in Bücher (Die Bestseller Bücher)

Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Das 1749 uraufgeführte und 1754 erschienene "Lustspiel in einem Aufzuge", 'Die Juden', gehört zu den frühen Werken Gotthold Ephraim Lessings. Es handelt von einem judenfeindlichen Baron, der von Räubern, die sich zur Tarnung als Juden verkleidet haben, überfallen, aber von einem Reisenden gerettet wird. Aus Dankbarkeit verspricht er dem Reisenden die Hand seiner Tochter. Als dieser bekennt, Jude zu sein, werden die allseits geäußerten antisemitischen Vorurteile des Barons ad absurdum geführt. Lessing, der sich mit der Unterdrückung des jüdischen Volkes und der jüdischen Minderheit im Lande auseinandergesetzt hatte, brachte mit der Figur des Reisenden den ersten positiv gezeichneten Juden auf eine deutsche Bühne - bis dahin waren Juden nur als Schurken oder schachernde Krämer auf den Theaterbühnen zu sehen.

Text in neuer Rechtschreibung. - Mit Anmerkungen, Dokumenten zur Entstehung und Wirkung, Literaturhinweisen sowie einem Nachwort von Wilhelm Grosse.


Klappentext

Über sein 1749 verfaßtes Lustspiel Die Juden schrieb Lessing: Es war das Resultat einer sehr ernsthaften Betrachtung über die schimpfliche Unterdrückung, in welcher ein Volk seufzen muß, das ein Christ, sollte ich meinen, nicht ohne eine Art von Ehrerbietung betrachten kann... Ich bekam also gar bald den Einfall, zu versuchen, was es für eine Wirkung auf der Bühne haben werde, wenn man dem Volke die Tugend da zeigte, wo es sie ganz und gar nicht vermutet."

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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Ein Lustspiel über ein trauriges Thema, 1. Juli 2006
Von Klaus Prinz (Hagenbach) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REVIEWER)    (REAL NAME)   
Zwei als Juden maskierte Verbrecher überfallen einen Baron, der von einem zufällig des Weges kommenden Reisenden gerettet wird. Dass es Juden gewesen sein sollen, wird als natürlich angesehen. Der Baron lädt den gebildeten und zuvorkommenden Reisenden zu sich ein. Als der Reisende die Verbrecher, die in den Diensten des Barons stehen, entlarvt, bietet der Baron dem Reisenden aus Dankbarkeit sogar seine Tochter zur Frau. Doch dann gibt sich der Reisende selbst als Jude zu erkennen ...

Nach Erscheinen des Stückes im Jahre 1754 konnte man einen Rezensenten vernehmen, der den edlen Charakter des Reisenden als zu unwahrscheinlich annahm. Nicht der Charakter an sich sei unwahrscheinlich, aber "unter einem Volk (mit) den Grundsätzen, Lebensart und Erziehung", womit natürlich die Juden gemeint waren, sei so ein Mensch nicht anzutreffen. Dieser Rezensent war Orientalist und - man ahnt es bereits - Theologe.

Dreißig Jahre nach "Den Juden" veröffentlichte Lessing den Nathan, worin er sich demselben Stoff auf eine reifere und abstraktere Art näherte. Aber dieses kleine Stück lohnt das Lesen auch.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen leider bis heute ein aktuelles Thema: Intoleranz und Vorurteile, 1. Juni 2007
Schon aufgrund seiner Kürze sollte dieses Buch Pflichtlektüre in allen Schulen dieser Welt sein!

Lessing gelingt eine schnörkellose aber dennoch einfühlsame Darstellung der größten Menschheitsprobleme Intoleranz, Ignoranz und Vorurteile, die als eigentliche Ursache aller zwischenmenschlichen Krisen dingfest gemacht werden.

Die kurze Geschichte:
Ein Edelmann des 18. Jahrhunderts wird von Räubern überfallen und in letzter Sekunde von einem Reisenden gerettet. Aus Dankbarkeit wird dem Reisenden Gastfreundschaft gewährt und in den Gesprächen, die sich dann entspinnen, werden als mutmaßliche Täter "die Juden" verdächtigt.

Nach einiger Zeit werden jedoch die wahren Täter ermittelt: es sind Angestellte des Edelmannes, Männer, denen er vertraute aber noch eine Steigerung ist möglich:
Der Reisende gibt sich nun selbst als Jude zu erkennen!
Ausgerechnet der Retter und Wohltäter gehört zu jener Personengruppe, der man per se nichts Gutes zutraute.

Das Stück endet mit einer gewissen Betretenheit aller Beteiligten und der Hoffnung des Autors, aus diesen Ereignissen etwas zu lernen.

Lessing ist für mich einer der größten Literaten aller Zeiten. Geschickt gelingt es ihm immer wieder, so auch in diesem Stück, zwischenmenschliche Schwächen aufzuzeigen, ohne dabei den drohenden Zeigefinger zu erheben. Lessing wird nie belehrend, so ist auch das Stück: "Die Juden" ein Lustspiel, in dem man sich als Leser wohlfühlt. Am Ende ist man gern bereit, über seine eigenen Schwächen nachzudenken und vielleicht auch daran zu arbeiten...

Wer "Die Juden" gelesen hat, sollte danach "Nathan, der Weise" lesen, wenn er es nicht schon getan hat.

Aus den Stücken Lessings kann ein aufmerksamer Leser mehr über das Leben und die Menschen lernen, als aus manchem zeitgenössischen Fachbuch.
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4 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Einer der besten Klassiker, 24. Januar 2001
Von Ein Kunde
Dieses Stück ist Lessing auf bestem Niveau.

Nimmt man sich Zeit über das Stück nachzusinnieren, merkt man, dass Lessing mit seinen Idealen und den Problemen, die er darstellt auch und gerade heute modern ist und zum Nachdenken einlädt.

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3.0 von 5 Sternen Zu Einfach
Ich bin der Meinung, es war zu einfach geschrieben. Ich dachte, es gäbe Schwierigkeiten, man hätte Probleme. Lesen Sie weiter...
Am 13. August 1999 veröffentlicht

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