Die hilfreichsten Kundenrezensionen
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18 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Unbeschreiblich - ein Erlebnis, 31. Januar 2005
Goethes "Faust - Der Tragödie erster Teil", erstmals 1808 vollständig veröffentlicht, gehört unbestritten zum Größten, was die Literatur je hervorgebracht hat. Viele Jahre Beschäftigung mit dem Stoff, den Goethe schon im „Urfaust" (1775) und „Faust - ein Fragment" (1790) bearbeitet hatte und eine außergewöhnliche sprachliche Brillanz sind in das Drama eingeflossen, dessen Komplexität und Vielfalt sowohl sprachlich als auch inhaltlich Maßstäbe setzen. Die Geschichte um den erkenntnisbesessenen Faust, der einen Pakt mit dem Teufel schließt und daraufhin mit ihm auf eine Weltfahrt geht, ist von Goethe sehr humorvoll, spannend und auf hohem Niveau realisiert worden. Hier treffen hoher Anspruch und Unterhaltung in einer Weise zusammen, wie ich es selten erlebt habe. Es steht mir nicht zu, abschließend über diesen Meilenstein zu urteilen, aber für mich persönlich war es ein unvergleichliches Erlebnis, ebenso wie der zweite Teil. Da der Inhalt überaus anspruchsvoll und vielseitig ist, empfehle ich die kommentierten Ausgaben von Erich Trunz und Ulrich Gaier, welche mit profunden Erläuterungen aufwarten, welche das Verständnis und den Zugang ungemein erleichtern.
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14 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
DER Klassiker , 24. Juli 2006
Ich kenne kaum einen Menschen der den "Faust" nicht lesen musste. Doch eigentlich müsste es heißen, der den Faust nicht lesen "durfte". Nicht umsonst ist Goethes "Faust" so ein bedeutendes Werk in der Literatur, denn es überzeugt durch die Vielschichtigkeit der Handlung. So fängt alles an mit der Wette zwischen Mephisto und Gott und endet mit Gretchen im Kerker. Faust macht viele Stationen z.B. hält er bei "Mephistos Reich" (Walpurgisnacht). Faust schrittweise Entwicklung wird anschaulich dargestellt. Goethes Schreibstil ist auch nicht wie viele meinen "sehr schwer". Gerade mit "Faust 1" schafft Goethe ein Werk für "jederman/frau". Sicherlich sind einige Informationen unerlässlich und machen das Stück verständlicher. So wäre z.B. empfehlenswert sich mit Goethes Leben und anderen Werken und vor allem mit dem gesellschaftlichen Hintergrund auseinanderzusetzen.
Da steh ich nun ich armer Tor! Und bin so klug als wie zuvor...
Ich hoffe doch nicht, denn dann wäre meine Rezension ja umsonst gewesen ;-)
Zusammenfassung: Super Werk, man sollte es gelesen haben!
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7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
"Das" Werk der deutschen Literatur, 22. Oktober 2001
Von Ein Kunde
Goethe und „Faust" - das ist die Kombination „des" deutschen Schriftstellers und „des" Theaterstückes der deutschen Literatur. Aus diesem Grund sei hier noch einmal nachhaltig empfohlen, dieses Werk zu lesen. Man unterscheidet zwischen dem „Urfaust", „Faust I" und „Faust II". Wenn man von „Faust spricht, meint man gewöhnlich „Faust I". Dieses Werk hat Goethe etwa in der Mitte seines Lebens geschrieben, während ihn der Faust-Stoff ein Leben lang beschäftigt hat. In „Faust - der Tragödie erster Teil" geht es einerseits um eine Wette, andererseits um einen die Grenzen seines Wissens und Könnens nicht akzeptierenden Wissenschaftler und drittens um eine tragische Liebesgeschichte, die mit einem Kindsmord endet. Goethe gelingt es, diese drei Themen kunstvoll miteinander zu verweben. So wetten Gott und der Teufel um die Seele Fausts, der berühmte Wissenschaftler und Forscher Faust möchte mit Hilfe des Teufels sein Wissen, vor allem aber seine Erfahrungen erweitern und das hübsche Gretchen lässt sich von Faust ein Kind andrehen. Zwischendurch treten noch einige Geister, geile Hexen, mannstolle Witwen, dusslige wissenschaftliche Hilfskräfte, studentische Erstsemester und besoffene Dauerstudenten auf. Aktuell wird das Werk allerdings durch die sehr ambivalente Auseinandersetzung zwischen Gut und Böse, durch die Brillanz der Dialoge und Figurenzeichnung und die Vielschichtigkeit des Geschehens - ein Werk, das man mindestens dreimal lesen und dreimal im Theater sich in verschiedenen Inszenierungen anschauen sollte.
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