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Die Judenbuche
 
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Die Judenbuche (Taschenbuch)

von Annette von Droste-Hülshoff (Autor), Annette von Droste- Hülshoff (Autor), Helmuth Widhammer (Autor)
3.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (33 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Taschenbuch: 95 Seiten
  • Verlag: Klett (1986)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3123518000
  • ISBN-13: 978-3123518003
  • Größe und/oder Gewicht: 17,5 x 10,4 x 0,9 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (33 Kundenrezensionen)
  • Amazon.de Verkaufsrang: Nr. 380.004 in Bücher (Die Bestseller Bücher)
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Produktbeschreibungen

Buch der 1000 Bücher

Copyright: Aus Das Buch der 1000 Bücher (Harenberg Verlag)

Die Judenbuche
OA 1842 Form Novelle Epoche Biedermeier
Annette von Droste-Hülshoff schuf mit ihrem Sittengemälde aus dem gebirgichten Westfalen eine der bekanntesten deutschen Novellen. Der klaren, fast kargen Sprache und der genau durchkomponierten Struktur kontrastiert inhaltlich ein ständiges Spiel mit Schein und Sein, das den Leser in die Unsicherheit der Figuren hineinzieht.
Entstehung: Der Stoff geht auf eine wahre Begebenheit aus dem Umkreis der Dichterin zurück. Im Gutsbezirk ihres Großvaters erschlug 1783 der Knecht Johann Georg Winkelhagen den Juden Soestmann-Behrens, floh vor der Verhaftung aus seiner Heimat und geriet in algerische Sklaverei. Erst 1805 kehrte er zurück und erhängte sich bald darauf am Ort des Verbrechens. Neben der mündlichen Überlieferung diente Droste-Hülshoff vor allem die schriftliche Fassung dieses Vorfalls als Quelle, die ihr Onkel August von Haxthausen 1818 als Geschichte eines Algierer-Sklaven veröffentlicht hatte.
Inhalt: Friedrich Mergel wächst in der Mitte des 18. Jahrhunderts als Sohn des chronischen Trinkers Hermann Mergel und dessen zweiter Frau Margaret in einem abgeschiedenen Ort in Westfalen auf, in dem Gesetzesübertretungen an der Tagesordnung sind. Nach dem ungeklärten Tod des Vaters im Brederholz verfällt der zu aggressivem Stolz veranlagte Junge seinem diabolischen Onkel Simon Semmler, dem die Rolle eines Verführers zum Bösen zukommt. Mehr und mehr unterliegt Friedrich der im Dorf und in der Familie gegenwärtigen Ursünde des Hochmuts, die als Leitmotiv die Novelle durchzieht. Mit 18 Jahren wird er mitschuldig am Tod des Försters Brandis, den er wissentlich einer gefährlichen Bande von Holzfrevlern in die Arme treibt. Vier Jahre später erschlägt er den Juden Aaron, von dem er sich öffentlich gedemütigt fühlt, im Brederholz unter einer Buche. Er flieht gemeinsam mit seinem ständigen Begleiter Johannes Niemand aus dem Dorf und kann daher nicht für seine Tat belangt werden. Als 28 Jahre später ein verkrüppelter Mann aus türkischer Gefangenschaft ins Dorf zurückkehrt, glaubt man in ihm Johannes Niemand zu erkennen. Einige Monate später findet man ihn erhängt an der so genannten Judenbuche und identifiziert ihn durch eine Narbe als Friedrich Mergel. Das Doppelgängermotiv wird damit auf die Spitze getrieben, die beiden Figuren Friedrich und Johannes entpuppen sich als zwei Facetten ein und derselben Person. In Friedrichs Selbstmord erfüllt sich der hebräische Spruch, den die Juden nach dem Mord an Aaron an der Buche anbringen ließen: »Wenn du dich diesem Orte nahest, so wird es dir ergehen, wie du mir getan hast.« Unaufhaltsam hat der Baum den Täter zu sich herangezogen, bis er sich schließlich wie Judas – dieses ist der deutlichste von zahlreichen biblischen Bezügen – am Baum erhängt hat.
Wirkung: Von den Zeitgenossen zunächst wenig beachtet, verdankt Die Judenbuche ihre Popularität vor allem der Aufnahme in den Deutschen Novellenschatz (1876) von Paul Heyse (1830–1914). Heute ist sie millionenfach verbreitet, in viele Sprachen übersetzt und Gegenstand zahlreicher literaturwissenschaftlicher Forschungen. E. H.

Kurzbeschreibung

Friedrich Mergel wächst in der Mitte des 18. Jahrhunderts als Sohn des chronischen Trinkers Hermann Mergel und dessen zweiter Frau Margaret in einem abgeschiedenen Ort in Westfalen auf, in dem Gesetzesübertretungen an der Tagesordnung sind. Nach dem ungeklärten Tod des Vaters im Brederholz verfällt der zu aggressivem Stolz veranlagte Junge seinem diabolischen Onkel Simon Semmler, dem die Rolle eines Verführers zum Bösen zukommt. Mehr und mehr unterliegt Friedrich der im Dorf und in der Familie gegenwärtigen Ursünde des Hochmuts, die als Leitmotiv die Novelle durchzieht. Mit 18 Jahren wird er mitschuldig am Tod des Försters Brandis, den er wissentlich einer gefährlichen Bande von Holzfrevlern in die Arme treibt. Vier Jahre später erschlägt er den Juden Aaron, von dem er sich öffentlich gedemütigt fühlt, im Brederholz unter einer Buche. Er flieht gemeinsam mit seinem ständigen Begleiter Johannes Niemand aus dem Dorf und kann daher nicht für seine Tat belangt werden. Als 28 Jahre später ein verkrüppelter Mann aus türkischer Gefangenschaft ins Dorf zurückkehrt, glaubt man in ihm Johannes Niemand zu erkennen. Einige Monate später findet man ihn erhängt an der so genannten Judenbuche und identifiziert ihn durch eine Narbe als Friedrich Mergel. Das Doppelgängermotiv wird damit auf die Spitze getrieben, die beiden Figuren Friedrich und Johannes entpuppen sich als zwei Facetten ein und derselben Person. In Friedrichs Selbstmord erfüllt sich der hebräische Spruch, den die Juden nach dem Mord an Aaron an der Buche anbringen liessen: >>Wenn du dich diesem Orte nahest, so wird es dir ergehen, wie du mir getan hast.<< Unaufhaltsam hat der Baum den Täter zu sich herangezogen, bis er sich schliesslich wie Judas - dieses ist der deutlichste von zahlreichen biblischen Bezügen - am Baum erhängt hat.

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7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen Ein eingängiges Buch einer deutschen Autorin, 24. November 2006
Von T. Hofbauer "Lesekatze" (München, Bayern) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REVIEWER)    (REAL NAME)   
Annette von Droste-Hülshoff schaffte auf nur wenigen Seiten eine Szenerie der Gesellschaft des 18. Jahrhunderts. In einem abgeschiedenen Dorf B. entwickelt sich der Junge Friedrich zu einem schlecht integrierten "Möchtegern", der nach einer Reihe von kriminellen, nicht aufgeklärten Ereignissen (illegales Holzschlagen, Mord) mit seinem Freund Johannes flieht. Der Mord geschah an einer Buche und das Opfer war ein Mitglied der jüdischen Gemeinde (daher Judenbuche). Nach 28 jahren kehrt einer der Beiden zurück und endet schließlich erhangen an eben diesem Baum. Interessant ist besonders, ob nun der Erhangene Johannes (wie er von den Dorfbewohnern, als er wieder auftauchte, erkannt worden war) oder Friedrich ist. Genau geklärt ist dies meines Erachtens nicht.
Spannend zu lesen war die psychologische Aufarbeitung der Entwicklung des Protagonisten Friedrich. Sein Lebensweg und sein daraus entstehender Charakter wird von der Autorin durch widrige Lebensumstände, in denen er aufwuchs, erklärt. Auch das Verhalten der Dorfbewohner und die Behandlung von kriminellen Handlungen wird durch eine ausführliche Schilderung der Umstände des Dorfes und deren Gesellschaft dem Leser verständlich erklärt.
Somit ist dies nicht nur eine Geschichte über ein Individuum, das aufgrund aller Umstände gerade diesen Weg einschlagen muss, sondern auch über ein Gesellschaftsbild, das sich selbst gebildet hat.
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8 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
2.0 von 5 Sternen Oh, diese Deutschlehrer!, 5. April 2008
Von Lothar Müller-Güldemeister "Reißwolf" (Berlin Deutschland) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REVIEWER)    (REAL NAME)   
Diese Rezension stammt von: Die Judenbuche (Taschenbuch)
Die zahlreichen Rezensionen hier stammen fast ausschließlich von Schülern, für die diese Novelle offensichtlich Pflichtlektüre war. Dafür fallen die Beurteilungen insgesamt noch recht positiv und milde aus. Ist es Zufall, dass die Geschichte etwas von von einem düsteren Comic hat oder seine Kulisse an gruselige Computerspiele erinnert? Ich habe die Geschichte jetzt zum ersten Mal gelesen und finde sie nicht sonderlich attraktiv. Alle Figuren sind sehr holzschnittartig gezeichnet, die Handlung kommt nicht in Gang und das Ende ist recht moralinsauer.

Aufgrund welcher Kriterien dieses antiquierte Buch noch Lehrstoff im heutigen Deutschunterricht ist, ist mir ebenso unerfindlich wie die Tatsache, dass lauter zweitklassige Autoren des 19. Jahrhunderts, wie Droste-Hülshoff, aber auch Stifter und Gottfried Keller zum ewigen Repertoire der Literatur gehören, mit der die Deutschlehrer ihre Schüler pesten. Gibt es denn nicht Schillers "Geisterseher", "Die Räuber" oder den "Verbrecher aus verlorener Ehre"? Gibt es nicht die äußerst eleganten Novellen von Kleist, die hintersinnigen, rasanten und zugleich psychologisch tiefschürfenden Erzählungen von E.T.A. Hoffmann, den "Hyperion" von Hölderlin? Von Autoren des 20. Jahrhunderts ganz zu schweigen?

Nein, es muss offensichtlich die "Judenbuche" sein, mit der die Deutschlehrer schon zu ihrer eigenen Schulzeit geplagt wurden. Wie heißt es doch bei Goethe: "Es erben sich Gesetz und Rechte/Wie eine ew!ge Krankheit fort./Sie schleppen von Geschlecht sich zu Geschlechte/und rücken sacht von Ort zu Ort". Mehr als für Gesetz und Rechte scheint dies für die Lieblingsliteratur der Deutschlehrer zu gelten, die schon meinen Großvater unterrichtet haben.
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen Die Judenbuche, eine Novelle?!, 21. November 2005
-

Das Buch, geschrieben von A. von Droste-Hülshoff, ist eine Art der Darstellung von der verzweifelten Flucht vor dem Leben. (Zumindest meiner Meinung nach) Das Leben von Friedrich, der Hauptperson, wird sehr dramatisch aber auch glaubwürdig geschmackvoll dargestellt. Die Liebe zwischen Mutter und Sohn wird spätestens ab der Flucht von Friedrich, weil er des Mordes verdächtig wird, erkennbar und sogar fühlbar. Doch das Traurige Ende, das einfach nur aus Verzweiflung geschah(Friedrich beginnt Selbstmord, da er merkt, dass seine Flucht umsonst war) ist ein würdiges Ende des Buches.
Wir können das Buch sehr empfehlen( Wir lasen es als Klassenlektüre ), denn es regt zum Nachdenken an, denn vor allem die Rassistischen Andeutungen, den Juden gegenüber können auf die Gegenwart übertragen werden.

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5.0 von 5 Sternen Ein bis heute nicht ausgeMERGELtes Stück Literatur
Die Erzählung von Droste-Hülshoff, die streng genommen nicht als Novelle durchgehen kann, folgt dem Lebensweg des zwielichtigen Friedrich Mergel, dessen Vater, ein Trinker, früh... Lesen Sie weiter...
Vor 4 Monaten von Dr. Mehrens veröffentlicht

1.0 von 5 Sternen Wer liest sowas freiwillig?
Ich nicht. Deutschunterricht.
Das einzig gute: Es hat nur 55 Seiten und man kann es in einem Tag durchlesen... sonst nicht spannend oder interessant...
Vor 9 Monaten von F. Stepp veröffentlicht

4.0 von 5 Sternen Sittengemälde des 18. Jahrhunderts
Annette von Droste-Hülshoff schafft es in "Die Judenbuche" auf wenigen Seiten ein Bild der Gesellschaft des 18. Jahrhunderts zu zeichnen. Lesen Sie weiter...
Vor 12 Monaten von Danny Multani veröffentlicht

1.0 von 5 Sternen Wir mussten es für den Deutschunterricht lesen!
Dieses Buch ist langweilig, trocken und ohne Emotion. Ich habe mich wirklich durchgekämpft und es war echt schwer - Es gab keinen Spannungshöhepunkt, es gab generell keine... Lesen Sie weiter...
Vor 12 Monaten von S. Bruschi veröffentlicht

5.0 von 5 Sternen Krimi für Heimatverbundene
Die Handlung von »Die Judenbuche« spielt in der westfälische Provinz bei Höxter im 18. Jahrhundert. Sehr atmosphärisch schildert die Droste dabei die tiefen Wälder, das fast... Lesen Sie weiter...
Vor 15 Monaten von S. Bernard veröffentlicht

1.0 von 5 Sternen Langweilig, zu kurz und schlechte Anmerkungen
Nachdem ich diese Novelle gezwungenermaße im Deutunterricht lesen musste dachte ich mir ich halte mal freiwillige hiervon ab. Lesen Sie weiter...
Vor 21 Monaten von Ich Horst veröffentlicht

4.0 von 5 Sternen Lektüreaufgabe: Kundenrezension
Gleich auf der ersten Seite fiel mir auf, dass das Dorf, in dem die Geschichte spielt, nur "Dorf B." genannt wird. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 4. Mai 2007 von Larissa Sterzl

4.0 von 5 Sternen Trotz mancher Verwirrung ein sehr gutes Buch
Noch keine Novelle, die ich bisher gelesen habe, war so interessant und zugleich spannend wie die Judenbuche. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 31. Oktober 2006 von Mareike Schmidt

4.0 von 5 Sternen Es gibt schlimmere Bücher in Deutsch
Ich habe das Buch im Deutschunterricht gelesen und muss nach anfänglicher skepsis sagen, dass es mir ganz gut gefällt. Lesen Sie weiter...
Am 29. März 2006 veröffentlicht

2.0 von 5 Sternen Judenbuche
In dem Buch geht es um einen armen Dorfbürger namens Friedrich der nach dem Tod seines Vaters von seiner Mutter zu seinem Onkel Simon gegeben wurde später wird er... Lesen Sie weiter...
Am 21. November 2005 veröffentlicht

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