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Stalin: Am Hof des roten Zaren
 
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Stalin: Am Hof des roten Zaren (Gebundene Ausgabe)

von Simon Sebag Montefiore (Autor), Hans Günter Holl (Übersetzer)
3.6 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (19 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 900 Seiten
  • Verlag: Fischer (S.), Frankfurt; Auflage: 4., Aufl. (November 2005)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3100506073
  • ISBN-13: 978-3100506078
  • Größe und/oder Gewicht: 21,8 x 14,6 x 4,6 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.6 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (19 Kundenrezensionen)
  • Amazon.de Verkaufsrang: Nr. 273.290 in Bücher (Die Bestseller Bücher)

Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Stalin: Das Monster als Mensch wäre auch ein passender Titel für diese Biografie, mit der uns Simon Sebag Montefiore den Sowjet-Diktator vor allem als das zeigt, was die allgemeine Geschichtsschreibung bislang nur für am Rande erwähnenswert hielt: den Ehemann, Familienmenschen und Freund. Freilich: So wichtig es dem "roten Zaren" war, all seine Lieben und Mitarbeiter möglichst ständig um sich zu haben, so leicht fiel es ihm, einmal in den Verdacht der Untreue Geratene aus seiner engsten Umgebung direkt den Tod zu schicken.

Für Montefiore besteht das Faszinierende am absolut Bösen darin, dass es nicht ausschließt, dass der Diktator, nachdem er im Büro noch schnell ein paar Erschießungen angeordnet hat, mit denen er sich einiger unschuldiger Störenfriede entledigt, hinüber in seine Privaträume geht, ganz so, wie ein Buchhalter nach getaner Arbeit nach Hause, um dort mit seiner Frau über Alltäglichkeiten zu plaudern oder ihr im Falle der Abwesenheit ein Liebesbriefchen zu schreiben. Schon die Überschriften mancher Kapitel lesen sich vor dem Hintergrund und der Größe der stalinschen Verbrechen, wie eine Provokation: "Eine wunderbare Zeit: Stalin und Nadja" etwa, oder: "Lustige Gesellen: Stalin und Kirow". Der frösteln machenden Faszination der Gleichzeitigkeit von scheinbarer Liebe, freundschaftlichem Mitgefühl, rasendem Hass und absoluter Gefühlskälte in ein und derselben Person kann man sich indes tatsächlich nur schwer entziehen; auch wenn man immer wieder beschlichen wird von dem Verdacht, das Grauen der stalinschen Massenmorde werde durch die Belanglosigkeit des vor uns ausgebreiteten Privaten bagatellisiert.

Neben viel Lob hat der Autor nach Erscheinen der in Amerika und Großbritannien schnell zum Bestseller avancierten Originalausgabe für die Zwiespältigkeit der gewählten Perspektive eben deshalb auch Kritik einstecken müssen. Lesenswert aber ist diese außergewöhnliche, durch mehrere Fotostrecken aufgelockerte Biografie in jedem Fall! -- Andreas Vierecke



Pressestimmen

"Eine lebendige, überaus lesbare Darstellung korrumpierender Macht und derer, die sie ausüben - voll von düsteren und bezeichnenden Anekdoten und bislang unbekannten Zeugnissen." (Sunday Times)

"Simon Sebag Montefiore hat es geschafft, uns ein ungewöhnlich persönliches Bild vom alltäglichen Leben im Kreml zu geben. Eine packende Darstellung." (Robert Service, Oxford)

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12 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen Stalin für alle und niemanden, 28. September 2006
Von Marco Hoenig "marcohoenig" (München) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REVIEWER)    (REAL NAME)   
Stalin. Wer kennt den Namen nicht? Aber wer kennt eigentlich mehr als den Namen und ein paar allgemeine Schlagwörter zum Thema. Viele Menschen besitzen eine Art Halbwissen über gewisse Themen und das trifft ganz besonder für Europäer beim Thema Russland/Sowietunion zu. Vielleicht ist auch das Thema einfach zu groß, um sich heranzuwagen?
Der Autor (SSM) will uns Stalin und sein Umfeld vorstellen und erklären. Er möchte die vielfältigen Personen, die um die Kultperson Stalin wie Satelliten herumkreisten darstellen. Und immer mittendrin Stalin selbst: der Mann (ein Versager der seine Frau in den Selbstmord trieb), der Vater (seiner Kinder, beide protektioniert aber leidend unter der Grösse des Papas zerbrechend und scheiternd), der Kremlherrscher (welcher Zarengleich über eine Schar von Magnaten und Günstlingen herrschte und wie ein Puppenspieler mit teilweise wagen und daher lebensgefährlichen Andeutungen lenkte), der Kriegsherr (ohnmächtig ob der Unorganisiertheit seiner Armee aber doch ein Kontrolltyp der selbst kleinste Dinge selbst entschied) und auch der Mörder (der sich selbst die Hände nie schmutzig machte, aber Millionen in die absolute Vernichtung schickte und dem die Partei alles galt und das Individum nichts). Eigentlich ein kolossaler Stoff und eine Fülle von Material (und das Stand zur Verfügung) um ein Buch zu schreiben, welches wie Ian Kershaws "Hitler" zum Standardwerk werden könnte. Doch der Autor SSM lässt sich vom Stoff erdrücken und was kann er daraus für den Leser machen? Zu wenig, meine ich. Das Buch lässt zunächst eine klare Struktur vermissen und zwar vor allem auf der Ebene des Erzählstrangs innerhalb der Kapitel. Eigentlich könnte man Passagen aus dem letzten Kapitel nehmen, sie herausschneiden und in das erste Kapitel einfügen; man würde es nicht merken. Die Erklärung liegt nahe: SSM hat sein Buch nach der Methode Zettelkasten geschrieben. Eine Ansammlung von Einzelanekdoten und Episoden aber es fehlt die ordnende und sortierende Hand. Es fehlt die Sicht "über" den Dingen, der eigentliche "Kommentar"; es fehlen Verweise jenseits von Stalin (Hitler, der Gulag kommen nur an einigen wenigen Stellen vor); es fehlen wichtige Erklärungen zu Personen wie Beria, dem NKWD-Chef und Schlächter am Hof des "roten Zaren" und vor allem fehlt eine wirklich gut gemachte Generalübersicht der Personen, ihrer Abhängigkeiten untereinander und eine BEschreibung ihrer Aufgaben (der Anhang dazu ist lächerlich kurz) sowie mehr helfende Bilder, Karten und Zeitreihen. Wenn man über geopolitische und politikphilisophische Themen schreibt, wenn man ein Land in seiner Zeit erklären will und wenn man die Absurdität eines Diktators und seines Umfelds verständlich machen will, dann genügt ein bloßer Zettelkasten einfach nicht. Das große Buch zu Stalin muß erst noch geschrieben werden.
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16 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Spannender als jeder Krimi, 25. Oktober 2005
Dieses umfangreiche, aber sehr kurzweilige Buch konzentriert sich, wie der Untertitel bereits nahe legt, auf die Person Stalins und die Menschen, die ihn umgaben. Der Erzählstil des Historikers Simon Sebag Montefiore ist sehr unterhaltsam, aber noch beeindruckender ist die Fülle an neuem Material, die er in jahrelanger Recherche in verschiedenen Archiven und im Gespräch mit Zeitzeugen zu Tage gefördert hat.

Herausgekommen ist eine brillante Biographie Stalins, die nicht selten große Überraschungen bietet. Dabei wird das bisherige Bild des sowjetischen Despoten über Bord geworfen, der Leser bekommt eine sehr differenzierte Beschreibung der Zeit und der Umwelt Stalins geboten. Auch erfährt man eine Menge über die Zeit zwischen dem Ende des Zweiten Weltkrieges und dem Tod Stalins im Jahre 1953, eine Periode, die sonst eher im Nebel liegt.

Faszinierend ist die Beschreibung der engen Kreise, die in dieser Zeit Sowjetrussland regierten, die Darstellung ihrer Flügelkämpfe und ihrer Intrigen, die nicht selten in Blutbädern endeten. Das mit Zitaten und Anekdoten vollgespickte Buch schafft es mit Leichtigkeit, den Leser über mehrere hundert Seiten zu fesseln, ohne dabei im geringsten banal zu wirken.

Eine absolute Empfehlung für Menschen, die gerne politische Biographien lesen, oder sich für diese Epoche der Weltgeschichte interessieren, die der skrupellose Georgier maßgeblich mitgestaltet hat.

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12 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen Erschütternd, bedrückend und beklemmend, 4. Oktober 2005
Geschichte aus der Sicht des "Red Sets" im Kreml und in seinen Datschen: Über das russische Volk in dieser Zeit erfährt man nichts ausser Hungertoten-, Inhaftierten-, Verschleppten-, Folteropfer-, Gehenkten- und Kriegstotenzahlen. Politik wird in dem Buch als ein religiöser Wahn gezeigt, dem sich die Götter des Olymps sogar dann noch bejahend unterwerfen, wenn ihre eigenen Kinder und Frauen geopfert werden. Sachliche Fehleinschätzungen und Fehlprognosen mutierten in diesem System zu strafbarem Versagen und persönlicher Schuld. Steter Devotismus und ein ständiger Kotau boten die einzige Überlebenschance. Es ist ein schauderhafter Bericht, aber das Buch macht aufmerksam und der Leser sagt sich: "Nie wieder!". Gesamturteil:Sehr lesenswert.
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1.0 von 5 Sternen schwierig zu lesender Stoff
Ich habe mir mehr versprochen von diesem Buch. Mann wird in diesem Buch von Namen regelrecht erschlagen! Lesen Sie weiter...
Vor 3 Monaten von Thomas Bernhardt veröffentlicht

5.0 von 5 Sternen Massenmörder Stalin
Nach der Lektüre des Buches "Der junge Stalin" ist man erfreut, dass der Autor im gleichen Stil fortfährt. Der Selbstmord von Stalins Frau Nadja hat ihn tief getroffen. Lesen Sie weiter...
Vor 6 Monaten von Klaus-Werner Probst veröffentlicht

4.0 von 5 Sternen Ein Monstrum wird menschlich . . .
Hier bleibt Stalin nicht länger das abstrahierte Monstrum der Geschichtsschreibung, sondern wird auf einfache Art und Weise zum Menschen . . . Lesen Sie weiter...
Vor 9 Monaten von kiplies veröffentlicht

4.0 von 5 Sternen Lesenswert
Das Buch schildert in grosser Detailfülle das Leben und das Wirken von J. Stalin. Die Detailkenntnis des Authors ist wirklich erstaunlich! Lesen Sie weiter...
Vor 19 Monaten von PST veröffentlicht

2.0 von 5 Sternen Fleissarbeit
Man kann S.S.Montefiore bei Gott nicht mangelnden Fleiss vorwerfen. Dessen Resultat ist ein opulenter Wälzer von ca. Lesen Sie weiter...
Vor 20 Monaten von Heinz Abler veröffentlicht

4.0 von 5 Sternen Zu 2/3 fesselnd
Im ersten Drittel plätschert der "Hofbericht" leidlich dahin. Vieles wiederholt sich endlos und wird dennoch akribisch beschrieben: Singen, Tanzen, Wodka Trinken, mal wieder in... Lesen Sie weiter...
Vor 22 Monaten von Toni veröffentlicht

4.0 von 5 Sternen Spannend!
Sehr gut und spannend zu lesendes Buch, so daß man trotz 750
Seiten gut durch die Biographie kommt. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 30. August 2007 von Karl-Heinz Müller

5.0 von 5 Sternen Detailreiche Schilderung
Es kein einfaches Buch, das der Autor vorlegt. Vorkenntnise der Geschichte der Sowjetunion im 20. Jhdt sind unerläßlich. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 30. Dezember 2006 von Meknes

4.0 von 5 Sternen Monografie des Wahnsinns
Stalin ist sicher einer der grauenhaftesten Führer der Menschheitsgeschichte. Politik ist nichts abstraktes, sondern sie ist das Ergebnis vom Zusammenwirken vieler... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 18. März 2006 von Projekt Ich

4.0 von 5 Sternen Der Mensch im Mittelpunkt
Am Anfang war ich denn doch etwas skeptisch, habe ich doch schon mehrere Stalin Biographien hinter mich gebracht. Lesen Sie weiter...
Am 8. März 2006 veröffentlicht

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