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Die Krankheitserfinder. Wie wir zu Patienten gemacht werden.
 
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Die Krankheitserfinder. Wie wir zu Patienten gemacht werden. (Gebundene Ausgabe)

von Jörg Blech (Autor)
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 256 Seiten
  • Verlag: Fischer (S.), Frankfurt; Auflage: 9 (2003)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 310004410X
  • ISBN-13: 978-3100044105
  • Größe und/oder Gewicht: 20,6 x 13,4 x 2,6 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (45 Kundenrezensionen)
  • Amazon.de Verkaufsrang: Nr. 82.879 in Bücher (Die Bestseller Bücher)

Produktbeschreibungen

Perlentaucher.de

Buchnotiz zu : Süddeutsche Zeitung, 29.09.2003
Dieses Buch wird weder bei Ärzten und der Pharmaindustrie, noch bei Patienten Freude auslösen, sagt Lorenz Beckhardt voraus. Autor Jörg Blech versucht darin nachzuweisen, dass viele Krankheiten gar keine sind, sondern lediglich dem Absatz von Medikamenten dienen, fasst der Rezensent die Hauptthese des Buches zusammen. Er führt einige Beispiele des Autors wie die Osteoporose oder ADHS an und lobt die Argumente Blechs als ziemlich überzeugend. Die "Stärke" der Darstellung sieht Beckhardt in der wiederholten Demonstration, wie aus einem "harmlosen Zipperlein" eine behandlungswürdige Krankheit wird. Nur bedauert er, dass der Autor Zusammenhängendes über verschiedene Kapitel ausbreitet und dies wegen der "blumigen" Überschriften schwer auffindbar ist. Und dass dem Patienten in diesem Buch kein Rat zuteil wird, was er tun soll, wenn an ihm eine der vermeintlichen Krankheiten diagnostiziert wird, findet der Rezensent auch schade.

© Perlentaucher Medien GmbH

Spektrum der Wissenschaft

Eigentlich, sollte man meinen, gibt es auf Erden von Natur aus genügend Krankheiten, und man muss nicht noch weitere hinzufantasieren. Aber genau das tun bestimmte Interessengruppen, behauptet der Journalist Jörg Blech in seinem neuen Buch. Dem markigen Titel »Die Krankheitserfinder« hat der Verlag die Anweisung »Lesen Sie dieses Buch, bevor Sie zum Arzt gehen!« hinzugefügt. Und der Rücktitel spricht von einem »Aufklärungsbuch«, in dem der Autor »enthüllt, wie wir systematisch zu Patienten gemacht werden«.
So viel Anmache macht misstrauisch. Schon wieder einer dieser endlos vielen Gesundheitsratgeber über Analfisteln, Pilzbefall oder das Zappelphilippsyndrom, die beim Leser außer Panik nichts bewirken?
Der provokante erste Eindruck täuscht: Der Inhalt des Buchs stimmt weniger nutzlos-aufgeregt als zutiefst nachdenklich. Jörg Blech will an diversen Beispielen aufzeigen, wie Krankheiten erfunden werden, um pharmazeutischen Unternehmen neue Märkte für ihre Produkte zu erschließen und Arztpraxen schleichend in Verkaufsstätten umzuwandeln. Dies gelingt zumeist, indem hinlänglich bekannte Krankheitsbilder so erweitert oder umgedeutet werden, dass aus einem Gesunden ein Kranker oder zumindest irgendwie Behandlungsbedürftiger wird.
Da gibt es etwa das »Aging Male Syndrome«, die Menopause des Mannes. Die wissenschaftliche Basis für die »männlichen Wechseljahre« ist dürftig. Nichtsdestotrotz propagieren Hormonfirmen die »Andropause« als ernste, weit verbreitete Erkrankung mit Symptomen wie Stimmungsschwankungen, Schlafstörungen und Leistungsabfall, denen mit Testosteron-Gelen in Monatspackungen ab 65 Euro abzuhelfen sei.
Ein besonders schönes Beispiel dafür, wie man sich therapiebedürftige Menschen generieren kann, ist die sexuelle Unlust der Frau. Zur »weiblichen sexuellen Dysfunktion« pathologisiert, soll sie ausgerechnet mit dem Medikament kurierbar sein, das den Hersteller Pfizer zur weltgrößten Pharmafirma hat aufsteigen lassen: der Männerpille Viagra – einzunehmen, wohlgemerkt, von der Frau.
Keine »Indikationserweiterung«, sondern eine Erfindung im wörtlichen Sinn ist wohl das »Sissi-Syndrom«, eine Krankheit, die erstmals 1998 in den Medien auftauchte. Menschen, die darunter leiden, wurde behauptet, sind aktiv und lebensbejahend, allerdings nur dem Anschein nach. Denn im Grunde sind sie depressiv und damit Kandidaten für Psychopharmaka, wie die legendäre und in dem gleichnamigen Film verewigte österreichische Kaiserin Elisabeth (»Sissi«). Mediziner der Universitätsklinik in Münster, schreibt Blech, haben das benannte und angeblich drei Millionen Menschen quälende Leiden mittlerweile als Schöpfung der Industrie enttarnt.
Der Autor lässt es nicht bei der Aufzählung mehr oder weniger eindrücklicher Beispiele für »neue« Krankheiten bewenden. Er zeichnet vor allem die raffinierten Marketingstrategien nach, mit denen die Gesundheitsindustrie ihre Kunden – Ärzte und ihre Patienten – erreicht. Da werden vermeintlich unabhängige Meinungsforschungsinstitute angeheuert, teure PR- und Werbeagenturen beauftragt, Professoren angesehener Universitäten als Meinungsbildner – bei Insidern »Mietmäuler« genannt – gedungen und Journalisten als unkritische »Multiplikatoren« benutzt. Der enormen Medienpräsenz des genannten Sissi-Syndroms, die von Fachzeitschriften über »Spiegel« und »Stern« bis zur Yellow Press reichte, rühmt sich beispielsweise noch heute eine PR-Firma aus Oberursel auf ihrer Internetseite. Man habe, heißt es dort, eine »neue Depression« etabliert, die mittlerweile von Medizinern und Patienten akzeptiert sei. Zu den Erfolgen des Unternehmens zählt auch ein lanciertes Sachbuch, verfasst von einer Ärztin und Medizinjournalistin und eingeleitet vom Chefarzt einer neurologischen Fachklinik. Bis zu 80 Prozent aller Artikel und Beiträge zu Medizinthemen in den Medien, schreibt Blech, sollen auf eine derart gezielte, von langer Hand geplante Öffentlichkeitsarbeit zurückgehen.
Man sollte das Buch nicht lesen, wenn man wirklich zum Arzt muss. Wer krank ist, braucht nicht noch mehr Beunruhigung, sondern Vertrauen. Aber man sollte das spannend und populär geschriebene Buch lesen, um sich die fließende Grenze zwischen Gesund- und Kranksein zu vergegenwärtigen und sich die kritische Frage zu stellen, ob es klug ist, den Medizinbetrieb allein den Trivialgesetzen des Marktes zu überlassen.
-- Claudia Eberhard-Metzger

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91 von 99 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Heutzutage ist jeder Blutdruck gefährlich.., 18. April 2005
So wirklich verstehe ich manche Rezensionen vor mir nicht. Der Autor behauptet ja nicht, es gäbe keine Krankheiten. Die Hauptaussage des Buches ist die, dass normale Vorgänge im Körper als Krankheiten verkauft werden um Tabletten in die Welt zu werfen. Welcher Schulmediziner verschreibt bei etwas erhöhtem Blutdruck schon Kneippsche Güsse? Es gibt doch Betablocker. Welcher Arzt lößt einen Husten durch Inhalation von Kamilledämpfen? Es gibt doch Chemie. Welcher Doc empfiehlt einem Schlaffi es mal mit einer neuen Bekanntschaft zu versuchen, wo sich doch Liebe heute über Viagra steuern lässt? Zwar viel teuerer dafür ohne Aufwand. Einfach Rezeptblock auf den Tisch geknallt und den hörigen Patienten zu einem netten Apotheker schicken; schließlich muß der ja auch seinen Porsche zahlen.
Das der Autor wohl recht hat, wurde kürzlich im TV wieder klar. In einer eigentlich seriösen Sendung über Blutdruck lies sich der eingeladene Arzt sinngemäß zu folgender Aussage herab: "Jeder Blutdruck über 120/80 gehört medizinisch behandelt sonst sinkt die Lebenserwartung um bis zu 15 Jahre" Mich würde interessieren, wie viel Kohle sich der nette Weiskittel in den selbigen stopfte und welcher Pulverproduzent das Geld dezent überreichte. Nun sind alle Menschen aber irgendwie Individuen und es gibt sicher einen Haufen Leute, die mit 135/90 topfit und gesund sind und ein stolzes Alter erreichen werden. Sterben wir denn auch früher, wenn wir nicht durchschnittlich blond sind? Es ist also im Prinzip egal. Blutdruck an und für sich scheint in den Augen der Mediziner langsam schon tödlich zu sein - im Prinzip hatten schließlich alle Toten als sie lebten einen Blutdruck - das gilt als bewiesen und nun sind sie tot; welchen Blutdruck auch immer. Die gefährlichen Obergrenzen von "was auch immer" werden nun mal von irgend jemandem festgelegt. Und das hier Geld eine Rolle spielt ist doch klar. Und wenn irgendwelche Gremien, die aus Pharmavertretern und ein paar Pillenverschreibern festlegen, dass zukünftig nur ein Blutdruck von 60/12 als gesund gelten kann und wir das alle glauben, dann haben wir ein echtes Problem... Ich wünsche gute Gesundheit. Ach eines noch: Medikamente über Jahrzente eingenommen könnten dummerweise auch zu einem rechtzeitigen Ableben verhelfen. Aber das wissen wir ja... Begierig sehnen wir uns aber nach Unsterblichkeit, nie endender Potenz und dem Aussehen von Romy Schneider bei Lebensalter 150. Genau das Wissen die CEOs aus Leverkusen und Co und genau das verkaufen die uns auch!
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19 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Überfällige Attacke gegen Rattenfänger, 23. November 2004
"Not lehrt beten!" - die Religionen wussten das schon immer und verstanden es, den Menschen mit Angsterregern einzuheizen. Das damit verbundene Geschäft war lukrativ.
Beten ist aus der Mode gekommen. Wäre wohl auch mit zu viel Aktivität verbunden. Da das Etikett "krank sein" entlastet, Zuwendung verbürgt und Märkte öffnet, tun sich bequemere Wege auf. Immerhin schon 7 Prozent der Bevölkerung leiden unter "ausgeprägten Krankheitsängsten" - eine Zahl, die sich steigern lässt durch "healthism", "eine von der Medizin eingehauchte Angst vor lächerlichen oder nicht existeten Gesundheitsgefahren" (S. 222).
Die eingeredete Not lehrt die Segnungen der Medizin zu nutzen. Jörg Blech trägt reichlich überzeugendes Material zusammen, das die Krankheitserfinder entlarvt und aufdeckt, wie wir an der Nase herumgeführt und zu Patienten gemacht werden.
Man wird ihm Einseitigkeit vorwerfen. Man wird an die wirklich Kranken und ihre schwer erträglichen Beschwerden erinnern. Doch solche mitmenschlich-sozialen Plädoyers schaffen das Phänomen nicht aus der Welt, dessen Existenz der Autor belegt und das eine Verhöhnung der von Krankheit Geschlagenen ist. Die Attacke gegen Rattenfänger, die unter Gesunden Kranke rekrutieren, war überfällig.
Seine fünf Vorschlägen (S. 228 - 231), diese Entwicklung einzudämmen, wünscht man alsbaldige Realisierung und Erfolg:
1. eine "Stiftung Warentest" für Krankheiten zur Enttarnung erfundener Leiden;
2. Studien zu Krankheiten und Therapien durch unabhängige Forschungspools;
3. von der Industrie unabhängige Fortbildungskurse für Ärzte;
4. Offenlegung der Verbindungen zwischen Pharmafirmen und Ärzten (Ehrenkodex der Ärzte);
5. Rigorose wissenschaftliche Kontrolle der Heilkunde unter dem Gesichtspunkt des Nutzens ("evidenzbasierte Medizin").
Es ist dem Autor dafür zu danken, dass er "Zwölf Fragen zum Erkennen von "erfundenen" Krankheiten und unsicheren Behandlungen" (S. 235 - 236) angehängt hat, die es ermöglichen, dass man selbst die Verantwortung wahrnehmen kann und auf diese Weise gefeit davor ist, krank geredet zu werden.
Wie überhaupt das Buch eine Botschaft enthält, die leicht überhört werden kann, aber sehr tröstlich ist: wir sind gesünder, als wir glauben.
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152 von 168 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen "STELLEN SIE SICH VOR, SIE SIND GESUND  UND WISSEN ES NICHT, 13. August 2003
Von Schulthe, Hendrik "pengoblin" (Rheinhessen) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REVIEWER)    (REAL NAME)   
"Wer sich nicht für krank hält, ist nur noch nicht gründlich genug untersucht worden." - Dies ist, wenn man dem Wissenschaftsjournalist Jörg Blech glauben will, einer der Leitsprüche eines Großteils der Institutionen unserer Schulmedizin. Ärzte, Pharmakonzerne, Kliniken und Massenmedien - sie alle sind an einer Verschwörung gegen den wünschenswertesten und (solange er währt) selbstverständlichsten Zustand des Menschen beteiligt: der physischen und psychischen Gesundheit. Krankheiten werden frei erfunden und gezielt propagiert, damit die entsprechenden Behandlungen auf breiter Basis vermarktet werden können, Arztpraxen und Therapiezentren optimal (d.h. gewinnträchtig) ausgelastet sind und stets noch ein wenig mehr Geld vom leidenden Verbraucher für die Wiedergewinnung seines entschwundenen Wohlbefindens aufgewendet wird.

Denn unendlich krank sind wir alle, wie die alarmierenden Statistiken der Gesundheitsbeilagen in TV-Zeitschriften beweisen: wir leiden an Modekrankheiten wie dem "Aging Male Syndrom" oder am "Sissi-Syndrom", unsere Kinder sind Opfer des "Aufmerksamkeits-Defizit-Hyperaktivitäts-Syndroms" (ADHS) und so fort. Lt. Blech sind äußerst viele dieser neuen Krankheiten lediglich künstlich medikalisierte Alltagsphänomene, "Befindlichkeiten in der Grauzone zwischen krank und gesund" (S. 51) oder über willkürlich festgesetzte Normwerte erst erschaffene Krankheitsbilder (wie im Falle der Cholesterinphobie). Man ist z.B. nicht mehr einfach nur schüchtern, sondern leidet an "Sozialphobie", die man aber zum Glück jetzt endlich mit Psychopharmaka behandeln kann. Der beste Arzt ist nicht etwa jener, der kranken Menschen das gibt, was sie tatsächlich brauchen (vielleicht nur Ruhe und einen Zuhörer), sondern der, der bei jedem Menschen eine furchterregende Krankheit findet und wunderbarerweise auch stets gleich eine Therapie dazu verkaufen kann.

Es geht Blech nicht darum - wie oft in mehr oder weniger wissenschaftlichen alternativmedizinischen Abhandlungen der Fall -, die gesamte Schulmedizin in Bausch und Bogen zu verdammen. Aber er verweist auf ihre auf Selbsterhaltung und Zugewinn ausgerichteten Strukturen, denen das ursprünglich primäre Ziel Gesundheitsbewahrung und -wiederherstellung mehr und mehr zum Opfer fällt.

Das Buch enthält eine auf breiter Ebene recherchierte Vielzahl von Einzelbeispielen aus den letzten Jahrzehnten, und einiges davon wird so ziemlich jedem Lesenden (u.U. aus eigener Erfahrung) bekannt sein. Besonders in den Bereichen der psychischen und geriatrischen Erkrankungen (oder eben: Pseudoerkrankungen) ist die Industrie der Krankheitserfinder dabei offenbar äußerst rege. Wie schrieb schon Harry Rowohlt so schön: "Früher, wenn man sich Namen nicht mehr merken konnte, hieß das vergeßlich. Heute heißt das Alzheimer. Und schon wie-der muß man sich einen Namen merken."

Worauf Jörg Blech nicht eingeht (und es vielleicht in diesem Rahmen nicht kann), sind - neben der Gewinnorientiertheit - die tieferen Hintergründe für diese ungesunde Entwicklung unserer Zivilisation. In einer auf Leistung und Perfektion getrimmten Gesellschaft stellt Krankheit eine der letzten akzeptierten Möglichkeiten für Nichtperfektion dar. Und indem wir unter dem Druck des permanenten Konsumterrors zusammenbrechen und erkranken, werden wir einfach zu Konsumenten anderer Art und somit wieder zu funktionierenden Beiträgern des Systems.

Was Blech ebenfalls nicht erwähnt (weil es ein eigenes Thema wäre): zahlreiche alternativmedizinische Richtungen weisen mittlerweile durch-aus vergleichbare Strukturen auf.

"Die Krankheitserfinder" regt - obwohl manchmal eine Spur zu reißerisch geraten, um ohne Stirnrunzeln zitierfähig zu sein - zu einer kritischen Neubewertung des eigenen Verhältnisses zu Krankheit und Gesundheit an. Es beantwortet nicht die vielleicht wesentlichste Frage - warum sich so viele Menschen so bereitwillig ihre eigene Verantwortlichkeit dem eigenen Befinden gegenüber aberziehen lassen. Es zeigt allgemeine Kriterien auf, die auch dem Laien eine kritischere Bewertung so manchen aus dem Nichts auftauchenden Syndroms vielleicht etwas leichter machen, indem bestimmte Verkaufs- und Überzeugungsstrategien bloßgelegt werden. Umgekehrt ist leider die ebenfalls beigefügte Checkliste von "Fragen zur Erkennung von Nicht-Krankheiten" für den Nichtmediziner unverwertbar, da ihm die erforderlichen Grundlagen für eine Beantwortung (mangels unverfälschter Zahlen, wie Blech selbst wiederholt schreibt) fast immer fehlen dürften.

Dennoch läßt das Buch aufmerksamer werden gegenüber dem merkwürdig verbreiteten hypochondrischen Streben, bei jeder Symptombeschreibung eines neuen 'Volksleidens' mit grimmiger Befriedigung festzustellen, "He! Davon paßt etwas ja auch auf mich!" Und das ist u.U. schon eine ganz gute Impfung gegen die Infektion durch eine erfundene Krankheit.

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5.0 von 5 Sternen Krankheitserfinder
Die Krankheitserfinder: Wie wir zu Patienten gemacht werden

ein sehr gutes Buch . Sollten viele Menschen lesen. Sie würden dann anders über ihre " Krankheit " denken
Vor 1 Monat von Postbank Giro veröffentlicht

3.0 von 5 Sternen Wie immer liegt die Wahrheit in der Mitte
Mir war sofort klar bei der Lektüre, daß hier jemand schreibt, den es noch nie ernstlich erwischt hat... glücklicher Mensch... ist ja noch jung der Autor... Lesen Sie weiter...
Vor 2 Monaten von Alexa Rostoska veröffentlicht

5.0 von 5 Sternen Buch: sehr gut! Hörbuch: nicht zu empfehlen...
Schade, dass es auf Amazon.de nicht möglich ist, Hörbücher getrennt vom zugrundeliegenden Buch zu rezensieren. Lesen Sie weiter...
Vor 5 Monaten von AmaZone veröffentlicht

4.0 von 5 Sternen Sollte überarbeitet werden
Mir gefällt das Buch. Aber Jörg Blech sollte "Die Kranheitserfinder" noch einmal überarbeiten. Die Fakten sprechen für sich und bedürfen einer eher nüchternen, sachlichen... Lesen Sie weiter...
Vor 7 Monaten von FRANK-PETER SCHULTZE veröffentlicht

5.0 von 5 Sternen Eine wahre Begebenheit...
Dieses Buch beschreibt, wie wir von den Pharamfirmen vorgeführt werden. Denen geht es nicht um unsere Gesundheit sondern nur um unser Geld. Lesen Sie weiter...
Vor 12 Monaten von K. Guntram veröffentlicht

4.0 von 5 Sternen Zwiespältig
An dem, was der Autor schreibt, ist viel Wahres -- ein Teil der Pharma-Unternehmen (aber bitte NICHT "die Pharmaindustrie") versuchen, Krankheiten zu erfinden und ihre Medikamente... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 25. Januar 2008 von Matthias Urlichs

4.0 von 5 Sternen Fundiert, spannend und leicht verständlich
Ein super Buch, das einem die Augen mal ein gutes Stück weit öffnet. Ich bin kein Homöopathie-Fetischist und schlucke bereitwillig mal eine Pille, wenn nötig. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 18. Dezember 2007 von S. Janssen

5.0 von 5 Sternen Goldesel Mensch
Hm, ein reichlich kontroverses Buch, kommt doch schnell der Eindruck auf, hier soll den wirklich Kranken abgesprochen werden, sie seien krank. Den Eindruck habe ich nicht. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 28. April 2007 von Threejay Tasker

5.0 von 5 Sternen Auf jeden Fall sehr lesenswert und informativ
Rund 250 Milliarden Euro kassieren Politik, Pharmaindustrie, Ärztelobby und Krankenkassen Jahr für Jahr. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 3. Januar 2007 von Renate Winkler-werner

3.0 von 5 Sternen Nur die eine Seite der Medaille
Das Buch ist an sich sehr informativ geschrieben und sicherlich zuverlässig recherchiert (hoffe ich jedenfalls). Lesen Sie weiter...
Am 26. Februar 2006 veröffentlicht

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