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9 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Seher im Emmental, 29. Januar 2005
Der Autor Floco Tausin versteht sein Werk als »mystische Geschichte«, basierend auf einer wahren Begebenheit. Er lässt sein teils autobiographisches, teils fiktives Ich auf der Suche nach einem restaurationsbedürftigen Möbel auf den Wissenden Nestor stossen, der im schweizerischen Emmental zurückgezogen lebt. Die Restauration von Nestors »widerspenstigem« Sekretär wird zu Beginn auf eine etwas undurchsichtige Weise zum Problemfall: »Die Arbeit an diesem Möbel schien sich ungünstig auf meine körperliche Verfassung auszuwirken, so dass ich immer wieder gezwungen war, längere Pausen einzulegen« (S. 17). Dies ist aber unvermeidlich, da die Restauration zugleich Flocos Reise in die Tiefen des Bewusstseins darstellt. Tausin schildert in einer präzisen, teils ausschweifenden Sprache die Lehrzeit, begleitet von mystischen Erlebnissen, die dem lyrischen Ich »auf der linken Seite der Emme« zuteil wird. Und so wie Floco ausharren muss, bis sich endlich Fortschritte in der Restauration des Möbels einstellen, muss sich auch der Leser gedulden, bis die Kernaussage in Nestors Lehre greifbar wird: Bewusstseinsentwicklung geht einher mit einer durch Ekstasen herbeigeführten, veränderten Wahrnehmung, deren frappantestes Merkmal die Entwicklung einer »Leuchtstruktur« ist. Ein Fortschreiten innerhalb dieser Struktur führt zum »Sehen«, einer befreienden Erkenntnis dessen, was hinter unserer vertrauten Alltagswelt liegt. Bis hier hätte »Mouches Volantes« ein netter New-Age-Roman à la Castaneda abgegeben. Das provozierende Novum liegt darin, dass jene Leuchtstruktur mit dem entoptischen Phänomen Mouches volantes identifiziert wird: Jene im Blickfeld »schwimmenden« transparenten Punkte und Fäden, die weit verbreitet, manchmal lästig, meist aber harmlos sind und in der Augenheilkunde als Glaskörpertrübungen zu heilen versucht werden (so das Resultat von Flocos sorgfältigen und ausführlichen Recherchen), beschreibt Nestor als »erste Erscheinungen deines Bewusstseins ..., welches eine leuchtende Struktur bildet.« (S. 202). Die Rahmenhandlung von »Mouches Volantes«, die Restauration des alten Möbels, ist eher Beiwerk, wenn auch die Erfolge Flocos in der Restauration teils geschickt mit den Erfolgen in der Bewusstseinsentwicklung verknüpft werden. Der Roman überzeugt aber letztlich durch seine differenzierte und sprachlich gelungene Auseinandersetzung mit den Mouches volantes im Spannungsfeld zwischen der medizinischen Erklärung und den Lehren des Sehers Nestor - die allerdings erst in der zweiten Hälfte des beinahe 400-seitigen Werkes angerissen wird. Die Botschaft des Buches ist aber unmissverständlich: Mouches volantes sind weit mehr als »Teilchen im Auge«. Der Roman »Mouches Volantes« richtet sich damit gegen eine allzu starre wissenschaftliche Rationalität, bietet aber eine lesenswerte Alternative zwischen postmoderner Beliebigkeit und konsumorientierter Esoterik.
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7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Schau in Dich selbst!, 19. April 2007
Ich habe mir dieses Buch gekauft, da ich vor einiger Zeit in einem Forum etwas darüber gelesen hatte. Damals wurde diskutiert, ob der Lehrer "Nestor" der gleiche sei, wie in den Büchern Castanedas (was mittlerweile auf der Homepage des Autors dementiert wird).
Das Buch beschreibt einen Studenten, der aus Interesse alte Möbel restauriert, um sie anschließend wieder - teurer - zu verkaufen. Eines Tages entdeckt er im Emmental in der Schweiz ein Möbelstück, das ihn bereits von Anfang an fasziniert. Der Eigentümer, ein verschrobener Einzelgänger will es ihm aber nur verkaufen, wenn er es hier vor Ort bei im restauriert. Der Erzähler der Geschichte begibt sich nun also oft zu dem Mann, um an dem Möbel zu arbeiten. Dabei wird immer deutlicher, dass der Mann ein "Seher" ist und über tiefe Einsichten in die Grundstruktur des Bewusstseins verfügt. Diese vermittelt er im Laufe des Buches immer mehr an den Erzähler.
So nimmt der Leser daran teil, wie sich der Erzähler immer tiefer in sein eigenes Bewusstsein vordringt. Er fängt an die "Mouches Volantes" zu sehen - Energiestrukturen oder Trübungen des Glaskörpers im Auge, je nach Betrachtung. Schließlich steigert sich das Buch bis zu einem wahrhaft extremen Höhepunkt.
Ich fand das Buch am Anfang erst ein bisschen komisch, da ich befürchtete, dass die Analogie: Restauration des Möbels und Wachstum im spirituellen Bereich das ganze Buch bestimmen würde.
Das erste Drittel habe ich daher auch nur weitergelesen, weil ich gern solche Beschreibungen lese und weil ich mir schon wegen dem Inhaltsverzeichnis sicher war, dass das noch besser werden würde.
Dann im zweiten Drittel wurde das Buch wirklich äußerst interessant und der Autor beschreibt die Dinge trotz ihrer Unausdrückbarkeit doch sehr eingänglich. Mir gefiel außerdem, dass er manchmal ansatzlos Traumerlebnisse beschrieb, die sich erst später als diese rausstellen. Man war also nie ganz sicher, in welcher "Wirklichkeit" sich der Autor gerade bewegt.
Und der dritte Teil des Buches ist der absolute Wahnsinn und auf dem Gebiet das interessanteste, was ich seit langem gelesen habe.
Der Erzähler lässt einem an seinen Gefühlen teilhaben, wenn er merkt, dass er sich auch selbst verändert, bzw. dabei ist, seine gewohnte Persönlichkeit aufzulösen. Er beschreibt die Schwierigkeiten, die er hat, wenn er von gewohnten Mustern Abschied nimmt, weil seine bisherige Realität zusammenzubrechen droht, wie ein Kartenhaus. Das Ende ist grandios und wirklich packend!
Ich kann dieses Buch nur uneingeschränkt empfehlen!
P.S.: Das Phänomen, seine eigene Energie als sich (scheinbar außerhalb) manifestierende Lichtpunkte wahrzunehmen, gibt es auch in anderen Kulturen, wie auch dem tibetischen Buddhismus (z.B. Praxis des Tögyal). Auch dort gibt es umfangreiche Übungsysteme zu diesem Phänomen.
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9 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Mouches Volantes unsere biologische Matrix?, 19. Juli 2006
Ich lese nun das Buch Mouches Volantes Die Leuchtstruktur des Bewusstseins schon zum dritten Mal. Dies hat hauptsächlich zwei Gründe:
1. Mit dem Lesen des Buches wurde mir immer mehr bewusst, dass diese so genannte Leuchtstruktur wie sie die Mouches Volantes anscheinend bei energiereichen Bewusstseinszuständen bilden mit der Matrix der gleichnamigen Filme zu vergleichen sind. Der einzige Unterschied ist darin zu sehen, dass wir es in den Filmen mit einer nur schwer zu knackenden computererzeugenden Matrix zu tun haben, während im Buch der Lehrer Nestor von einer biologische Urmatrix spricht die wir durch Bewusstseinsentwicklung Sehen und auflösen können.
2. Das Buch ist in Romanform geschrieben, voll von schönen Naturschilderungen aus dem Emmental aber auch voll von exakt beschriebenen Uebungen, die mir schon jetzt geholfen haben die Mouches Volantes d. h. diese Punkte und Fäden die vor meinem Gesichtsfeld fliegen, festzuhalten und zum Leuchten zu bringen.
Floco wenn das wirklich stimmt mit dieser biologischen Matrix, dann bist du der Erste der der Menschheit ein konkretes sehbares Modell zur Bewusstseinsentwicklung lieferst das zur Erleuchtung führen kann! Auf alle Fälle ich warte und hoffe auf ein Nachfolgebuch deiner interessanten neuartigen Entdeckungen.
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