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16 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
A Raving Mad Trip through Darkness and Hell, 22. April 2003
Combining the stories of two men - Mungo Park, high-flying adventurer, and Ned Rise, resourceful scoundrel - the novel takes us deep into the black, forbidding continent of Africa and the murky gutters of low life London at the beginning of the 19th century. On his quest for the legendary river Niger, Park does not only have to face the adversities of a hostile natural environment and climate; he is also confronted with cultures and life forms so alien to Western civilization it makes the reader's hair stand on end. As the story unfolds, he is more and more drawn into a quagmire of barbaric rites, atrocities and utter cruelty in a world of atavistic instinct where the white man has no place and no right to be. In an ironic juxtaposition, Mungo's plight is echoed in Ned's struggle for survival in the streets of London where life is nothing but a faint reverberation, a mere parody of civilization. The destinies of the two men become inexorably entangled when they encounter each other on Mungo's fated second expedition along the Niger, which will turn out to be Dante's Inferno come alive.This may sound like a rather glum and gruesome account of the dark sides of 19th century life - but it isn't that at all - far from it! True - the story is an insane trip through darkness and hell. But it is a trip at times so comic and absurd it makes your sides split. Boyle mixes it all up and spills it out for us to gulp down - the hilarity and the horror, the irony and the compassion, the spirituality and the desecration, the commonplace and the bizarre, the beauty and the deformity. The result is a highly intense and intoxicating concoction that picks you up and flings you down, that makes you laugh and cry and wince almost at the same time. The story is just one great big hyperbole. There is too much of everything - it wallows in dirt, filth and excrement, it is gory, it is gross; it is full of depravity and (sexual) deviation, it is more often than it is not sick and disgusting - it is brilliant. Written by a lesser author it might just be revolting. But Boyle is a masterful plotter and a compelling storyteller. And his command of the language is absolute - he searches its deepest recesses and comes up with phrases so vivid and colourful and images so forcible they make you see, make you hear, make you feel, make you smell - and sometimes make you squirm. This book grips your imagination - once it has got hold of you it doesn't let go. The story keeps its relentless pace from the first page to the last - it is chock-a-block with action, brimming with monstrous, larger-than-life characters and gripping detail - it kept me spellbound until the very end. Water Music is yet another masterpiece adding to Boyle's reputation as one of the most versatile and imaginative writers of our times.
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13 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Brillant, genial, furios, mit nichts zu toppen!!, 28. Juni 2006
"Water Music" reißt einfach nur vom Hocker - welch eine gewagte und unglaublich gelungene Tour de Force! Kaum eine Inhaltsangabe kann dem Buch gerecht werden, und doch ist die Komplexität von "Water Music" alles andere als verwirrend, sondern super fesselnd und unfassbar furios.
Im wesentlichen gibt es drei Schauplätze der Handlung: Westafrika, London und die schottischen Highlands Ende des 18. Jh. Ebenso gibt es drei wesentliche Protagonisten: den (historischen) Entdecker des Niger, Mungo Park, den Gauner aus der Londoner Gosse, Ned Rise, sowie Parks Verlobte, Ailie. Besonders die Handlungsstränge in Afrika und in London suchen ihresgleichen:
Afrika wird eindringlich als zutiefst fremder und feindseliger Kontinent geschildert, durch den Mungo Park mit viel Glück und kaum mit Verstand stolpert und dessen komplexe Regeln und überaus hohe Gefährlichkeit er als Europäer nicht begreift. Dass er nur aufgrund der überragenden Cleverness seines einheimischen Führers, des hochgebildeten Ex-Sklaven Johnson, seine erste Niger-Expedition überlebt, wird Mungo Park nie klar.
Boyles zweiter großer Handlungsstrang ist mindestens genauso gelungen: London ist Ende des 18. Jh. auf seine Weise fast genauso gefährlich wie das unerforschte Afrika, und der Leser begleitet Ned Rise auf der atemberaubenden Achterbahnfahrt seines Überlebenskampfes in der knallharten Unterwelt Londons. In schier unglaublichen Wendungen des Schicksals treffen Mungo Park und Ned Rise in Afrika aufeinander, und am Ende des Romans schließt sich verblüffend und virtuos der Kreis aller Schicksale.
Der beste Roman, den ich je gelesen hab, und ich hab wirklich schon viele gelesen. 10 Sterne.
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Basierend auf Fakten, schriftstellerisch brilliant aufbereitet, 6. August 2008
Sprachliche Spannung ab der ersten Seite... T.C. Boyle erzählt ohne alle Tabus das Leben des Entdeckers Mungo Park, der Ende des 18 Jahrhunderts den Verlauf des Nigers erkundet hat. Dabei beschreibt er Situationen und Personen so deskriptiv, daß man wirklich meint dabei gewesen zu sein. Die manische Obsession des Entdeckers trotz schlimmer Krankheiten, erniedrigendster Umstände und tiefer Liebe zu seiner Ehefrau Ailie wird dem Leser glaubwürdig und überzeugend nahegebracht, ja sogar so vermittelt, daß man fast körperlich mitzuspüren scheint.
Weiterhin bin ich begeistert von der Klarheit und Überzeugungskraft der vielen Personen und Nebenpersonen, die T.C. Boyle beschreibt. Sei es die Ehefrau Ailie, die in der Sekundärliteratur nur als Name existiert, sei der Gauner Ned Rise oder die Nebenrolle der Fanny oder der traurigen Gestalt des Georgie Glegg. Alle erweckt Boyle zum Leben, gibt ihnen überzeugende und tiefe Charactere mit Bedeutung für den Verlauf der Dinge. Im Zusammenspiel runden die Figuren die Geschichte ab und stellen die Verbindung zwischen dem exotischen Afrika, dem dreckigen London der Dickens Zeit und dem abgelegenen Schottland sicher.
Ein anderer Rezessent war enttäuscht, daß Boyle sich so stark an die Fakten aus Mungo Parks "Travels through the interior of Africa" gehalten hat. Ich habe das Buch dann auch sofort gekauft und quergelesen und kann nur sagen, daß bei mir der Effekt genau umgekehrt war. Eben daß er sich so treu an die Fakten hält aber die Situationen und Personen durch so viel Kreativität, Fantasie und schriftstellerische Kunst zum Leben erweckt ist für mich einer der Gründe, warum ich das Buch für ganz große Literatur halte. Er hat sich von den Fakten ausgehend eine ganze Geschichte zusammengesponnen mit einem Netzwerk an Personen und Verflechtungen, die durchaus so passiert sein können...aber vorgelegt wurde ihm das niergends.
Ich kann nur sagen - lesen und entführen lassen.
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