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7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Eines der besten Stephen King Bücher überhaupt!, 11. November 2009
Mit Under the Dome ist Stephen King ein Meisterwerk gelungen. Es handelt sich nicht um einen reinen Horrorroman sondern auch um ein Gesellschaftsdrama, ( Psycho ) Thriller mit Sci-Fi Elementen und einer Kritik am Menschen selbst und wie grausam dieser in einer extremen Stresssituation werden kann ( Mord, Vergewaltigung etc. ). Zentrale Themen sind politischer Machtmissbrauch ( durch das Aufpeitschen von Angst ),Gier , Drogen, Umweltzerstörung, eine absolute Hilflosigkeit, Religion und natürlich Hoffnung. Die Charaktere sind sehr gut rausgearbeitet und handeln glaubwürdig. Natürlich gibt es neben einigen sehr grausigen Szenen auch Humor und viele Anspielungen auf die ( amerikanische ) Popkultur. Trotz der über 1000 Seiten liest sich das Buch sehr schnell ( große Buchstaben, viele Absätze und Unterkapitel )so dass man sich von der Länge nicht abschrecken lassen sollte. Ein absolutes, hoch spannendes Lesemuss das süchtig macht . Kaufen!
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Vielleicht sein zweitbestes Buch, 6. Januar 2010
»A used car dealer with a fierce smile and no warmth, hed given his heart to Jesus at age sixteen and had little left for his customers, his neighbors, or his dying wife and deteriorating son. The towns Second Selectman, hes used to having things his way. He walks like a man who has spent his life kicking ass.«
Wir lernen diesen Gebrauchtwagenhändler zur Genüge kennen. Besser, als uns lieb ist. Big Jim ist excuse my French ein A*loch. Wir kommen jedoch nicht darum herum, ihm immer wieder zu begegnen, denn Chesters Mill ist nun mal eine Kleinstadt., in der wir uns eine ganze Weile aufhalten. 1074 Seiten lang, um genau zu sein. Das ergibt wahrlich kein dünnes Buch. So etwas könnte ermüden, abschrecken, einschüchtern. Es könnte dazu verleiten, Seiten zu überblättern, während man auf dem langen Weg von Seite 1 zum Ende ist. Doch dieses Buch ist noch nicht einmal lang genug. Warum? Weil mein Lesevergnügen viel zu schnell vorüber war.
Allerdings nicht zu schnell für die Menschen, die den Roman bevölkern. Einige von ihnen, die ich kennen und schätzen lernte, schafften es nicht, bis zu den letzten Seiten zu überleben. Das war zu erwarten, aber manches Mal wünschte ich doch, der eine oder die andere hätte noch eine Chance oder überhaupt eine Chance bekommen.
In manchen Kritiken habe ich mit Verwunderung gelesen, das Buch hätte kürzer sein können oder sollen. Vermutlich bevorzugen solche Leser eine Tüte Pommes Frittes im Stehen statt eines Mahls am festlich gedeckten Tisch, einen 3-Minuten Song statt eines Albums, einen Sketch statt eines Spielfilmes? Natürlich hätte die Handlung ganz kurz umrissen und berichtet werden können: Eine Kleinstadt in Maine wird eines Vormittags vom Rest der Welt isoliert. Selbst die Versuche des Militärs, mit modernsten Waffen die Barriere zu durchdringen, scheitern. wie langweilig das doch wäre! Das wäre keine Erzählung, das wäre keine Reise in die Köpfe und Herzen der Menschen, denen solch ein Schicksal widerfährt. Gute Menschen und böse Menschen, mit allem, was ihr Leben ausmacht.
Stephen King hat seinen Leser mit Under the Dome ein weiteres Meisterwerk in die Hand gegeben, das zwar nicht ganz an The Stand heranreicht, das aber doch viele andere Bücher übertrifft. Von den 1074 Seiten hat mich keine einzige gelangweilt, nicht einmal ein kleiner Abschnitt war mir zu lang. Jeder Satz ist notwendig und jeder Satz hält die Spannung aufrecht, so dass man gelegentlich vergisst, wer und wo man ist. Im Nachwort gibt der Autor die Loorbeeren für den nicht abreißenden Sog der Erzählung weiter an seine Lektorin: »Nan Graham edited the book down from the original dinosaur to a beast of slightly more manageable size; every page of the manuscript was marked with her changes. Whenever I weakened she jammed her foot on top of mine and yelled (in the margins, as editors are wont to do), Faster, Steve! Faster!«
Eine der großen Stärken des Erzählers Stephen King ist zweifellos sein virtuoser Umgang mit der Sprache, wodurch die Charaktere lebendiger werden als durch bloße Beschreibungen. Ich fürchte, dass auch bei diesem Buch, oder vor allem bei diesem Buch, die Übersetzung in andere Sprachen einiges von dem Zauber auslöschen wird, der diesen Roman so lesenswert macht. Es mag immer noch besser sein, Under the Dome auf Deutsch zu lesen als gar nicht, aber schon der dämliche Titel Die Arena, den der Verlag gewählt hat, lässt überwiegend ungute Ahnungen in mir aufkommen. Ich will nicht behaupten, dass ich selbst mich an eine Stephen King Übersetzung herantrauen würde, obwohl ich mittlerweile schon etliche Bücher übersetzt habe. Höchstens für sehr viel Geld mit anschließendem Übersetzerschutzprogramm (Asyl, neue Identität). Ich wäre nämlich an manchen Stellen ratlos, wie ich das Gelesene in meiner Muttersprache adäquat wiedergeben könnte.
Wie auch immer. Wer sich das Abenteuer gönnt, Under the Dome zu lesen, der wird von der ersten bis zur letzten Seite gefesselt sein, und zwar auf eine Art, von der man wünscht, sie würde nicht enden. Das Ende kommt allerdings, und zwar nun ja. Das Ende eines Romans ist bei Stephen King mitunter nicht ganz nach meinem Geschmack. Bei Duma Key ging es mir so, bei Cell, bei Liseys Story. Auch bei diesem aktuellen Roman wünschte ich, der Autor hätte sich, was die Ursache der Isolation von Chesters Mill betrifft, etwas anderes ausgedacht. Ich will niemandem die Spannung verderben, daher sage ich hier nichts zur schrittweisen Auflösung des Geheimnisses auf den letzten etwa 50 bis 60 Seiten. Oder 100. Immer mehr deutet Seite für Seite darauf hin, und beim Lesen hatte ich noch gehofft, auf eine falsche Fährte gelockt zu werden, eine starke statt einer schwächelnden Auflösung zu bekommen vergeblich. Aber gut, zugegeben: eine andere Lösung fällt mir auch nicht ein. Und es geht letztendlich in diesem Roman kaum um das warum, sondern darum, wie die Menschen mit dem umgehen, was ihnen zustößt. Um das, was manche dabei ihren Mitmenschen zufügen, wenn Masken plötzlich fallen und das Böse entblößen. Wie andere über sich selbst hinauswachsen, wodurch das Gute, bislang unsichtbar verborgen oder vom Leben verschüttet, wirksam werden kann. Under the Dome ist ein moralisches Buch, das nicht moralisiert. Es hält unaufdringlich einen Spiegel vor die Seele des Lesers. Man kann hineinsehen oder wegblicken. Wer es wagt, sich darauf einzulassen, wird nach der Lektüre bemerken, dass einer der Sätze im letzten Kapitel des Buches während der Lektüre wahrgeworden ist: »For we saw as through a glass darkley, but now we see as if face to face.«
Doch auch ohne in den Spiegel zu schauen ist Under the Dome vor allem eins: Gnadenlos spannende, hervorragende Unterhaltung. Vielleicht sogar Stephen Kings zweitbestes Buch.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen
Ewig lang..., 2. Januar 2010
Ich bin sicherlich niemand der vor langen Stephen King Erzählungen zurückschreckt aber "Under the Dome" ist einfach viel zu lang(atmig)... Während ich die Black Tower Saga verschlungen habe und zehn Jahre lang auf jedes Buch gewartet habe um es dann mit Hingabe zu lesen, habe ich mich bei "Under the dome" immer wieder beim Überfliegen der Seiten ertappt. Die Idee ist großartig und auch die politischen Zwischentöne sind lesenswert, aber S..K macht einfach zu wenig aus der außergewöhnlichen Situation. Das Ende ist nach der Hälfte des Buches absehbar und die meisten Handlungsstränge benötigen nicht zwingend " the dome" als Hintergrund sondern könnten auch so passieren. 300-400 Seiten weniger hätten dem Buch gut getan, die flache Story wäre dann zumindest erträglich gewesen. Das Buch kann in keiner Weise an "The Stand" heranreichen, obwohl es mehr oder weniger ein vergleichbares Szenario ist.
Schade drum und ich muss zugeben, dass ich es nur zu Ende gelesen habe, da ich über die Feiertage genug Zeit hatte, ansonsten wäre es nach der Hälfte in den Schrank gewandert.
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