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Voluptuous Panic: The Erotic World of Weimar Berlin
 
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Voluptuous Panic: The Erotic World of Weimar Berlin [Illustriert] (Taschenbuch)

von Mel Gordon (Autor)
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Produktinformation

  • Taschenbuch: 274 Seiten
  • Verlag: Feral House,U.S.; Auflage: Ill (10. Februar 2001)
  • Sprache: Englisch
  • ISBN-10: 092291558X
  • ISBN-13: 978-0922915583
  • Größe und/oder Gewicht: 27,8 x 21,5 x 1,9 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (1 Kundenrezension)
  • Amazon.de Verkaufsrang: Nr. 551.340 in Englische Bücher (Die Bestseller Englische Bücher)

Produktbeschreibungen

From Publishers Weekly

An intriguing cache of recently discovered erotica from 1920s Berlin (photographs, theater programs, guidebooks and pictorial magazines) is on display in Voluptuous Panic: The Erotic World of Weimar Berlin. U.C. Berkeley theater professor Mel Gordon (The Grand Guignol) enhances the compelling visual images with snippets of personal memoirs, interviews and other sociological accounts that describe a sexually charged city brimming with prolific prostitution, homosexuality and drugs in the heady days before the Nazis came into full power.

Copyright 2001 Cahners Business Information, Inc.



Book Description

Between 1921 and 1933, Berlin developed a reputation for debauchery unrivaled by any city before or since. Unlike European capitals like Paris, Barcelona, and Amsterdam, where brothel districts were extensive but discreet, in Berlin sexual tourism was a primary industry. On any given evening, over 600 establishments, from massage parlors to sex clubs to cabarets to private torture dungeons, promised unique sights and pleasures. Using tourist guidebooks that appeared before the Nazi period, historical memoirs, and more than 400 specialized journals and books, Mel Gordon has put together a controversial exploration of Berlin's erotic demiworld and its relationship to the rise of Nazism.

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11 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Berlin als Weltstadt, 6. August 2006
Von Niclas Grabowski "niclas grabowski" (Berlin) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 50 REVIEWER)    (REAL NAME)   
Gerade kommt Anita Berber wieder schrecklich in Mode. Und da hilft es, sich daran zu erinnern, dass "die Berber" ja nur eine der vielen Protagonisten der Zeit war, als Berlin wirklich als eine von drei führenden Metropolen auf der Welt galt: In den verrückten, manchmal feiernden, aber immer etwas wirren 20er Jahren. Weimar hatte das Kaiserreich abgelöst. Und für ein paar wenige Jahre war es nicht in Mode, Deutsch oder National zu sein. Und mit dem Kaiserreich hatten auch viele der bürgerlichen Werte abgedankt, zerschossen in den Schützengräben des 1. Weltkriegs. Aber so ist das manchmal bei Konkursen: Es entsteht etwas neues, etwas kreatives. Grenzen fallen, Schranken verschwinden, insbesondere die in den Köpfen. Und plötzlich geht was.

So konnte sich die Moderne Kunst sehr plötzlich in der Stadt durchsetzen. Und mit der Moderne kam das neue Theater, neue Literatur, neue Sinnlichkeit, neue Drogen. Und immer ging es auch um eines: Um Erotik, um Sex, um diesen Teil der Wirklichkeit, der sowohl im Viktorianischen England und als auch im Willhelminischen Deutschland irgendwie zu kurz gekommen war.

Man soll nicht vergessen, dass dies eine Zeit bitterer Armut für eine Mehrheit der Bevölkerung war. Und so führte die Armut, verursacht durch den Krieg und die folgende Inflation auch zu einer ungewöhnlichen Welle von Prostitution in der Stadt. Und so konnte man Dinge kaufen, die besser niemals hätten kauflich sein sollen.

Beide Entwicklungen - Intellektuelle Offenheit von oben, Not der Prostitution von unten - verbanden sich zu der besonderen Atmossphäre, die dann das berühmte Berlin der 20er Jahre ausmachte. Innovativ, spannend, freizügig, verdorben. Manchmal schon etwas streng riechend, so dass man glaubte, die nachfolgende Katastrophe des Dritten Reiches auch schon in der Nase zu haben. Im Film "Cabaret" ist die Ambivalenz dieser Zeit großartig dargestellt.

Dieser Band zeigt nun, was hinter den Legenden, den Büchern, den Geschichten von damals stecht: Das Nachtleben, die Prostitution, die Freikörperkultur, das homosexuelle Leben - bei Männern und Frauen, die Perversionen, die gewagten Photos von damals. Durchaus mit Freude am Detail und nicht immer jugendfrei. Am Schluss des Buches gibt es einen Stadtplan, an dem die wichtigsten Institutionen des damaligen Nachtlebens im Detail beschrieben sind. Auch die Reaktion der Nazis auf diesen "Sündenpfuhl" wird beschrieben.

Die Stärke sind für mich die offenen Texte über dieses Thema, sowie die Bilder und Zeichnungen aus der damaligen Zeit. Das Verständnis von Schönheit und Erotik hat sich seit damals doch sehr gewandelt, so dass nicht wirklich erotische Spannung entsteht - aber dafür erhält man wohl den ehrlichsten Einblick in die "goldenen" Zwanziger, den man überhaupt haben kann.
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