Die hilfreichsten Kundenrezensionen
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2 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
das doppell-leben des ludwig wittgenstein ..., 9. Februar 2005
"Man kann sich leicht eine Sprache vorstellen, die nur aus Befehlen und Meldungen in der Schlacht besteht, oder eine Sprache, die nur aus Fragen besteht und einem Ausdruck der Bejahung und Verneinung. Und unzählige andere. Eine Sprache vorstellen heißt, sich eine Lebensform vorstellen." Wittgenstein wird weniger nach seinem ersten Werk als Logiker sondern vielmehr entsprechend seiner zweiten Arbeitsphase als Sprachphilosoph einsortiert. Einer, der auf etwas masochistische Weise philosophische Einflußnahme sehr relativierte. "Wenn man etwa Spinoza oder Kant Glauben schenkt, gerät man in Widerspruch mit seinem religiösen Glauben. Wenn man mir Glauben schenkt, geschieht nichts derartiges." Der ursprüngliche Förderer Wittgensteins, Russel, war tief enttäuscht von solch einer hyper-neutralistischen Position, die dem Anspruch ernsten Philosophierens regelrecht in den Rücken fiel. Masochistische Entscheidungen kann man in Wittgensteins Biographie viele ausmachen. 1919 teilte er sein nicht unbeträchtliches Vermögen (allein die jährlichen Zinserträge beliefen sich auf 327.000 Euro) an seine Geschwister auf, ergriff selber den Beruf eines Dorfvolksschullehrers und arbeitete, als er in diesem Beruf scheiterte, als Hilfskraft in einem österreichischen Klostergarten. Der amerikanische Philosophie-Professor William W. Bartley III machte denn auch in seiner Wittgenstein-Biographie einzig eine homosexuelle Ausstrahlungskraft auf die Cambridger Universitätselite für Wittgensteins Vorankommen innerhalb der dortigen akademischen Hierarchie verantwortlich. Natürlich haben die Verwandten und Nachlassverwalter empört und mit Androhung von Zivilklagen darauf reagiert. Womit man, um wie Wittgenstein zu kommentieren, vom philosophischen über das psychoanalytische ins juristische "Sprachspiel" hinübergewandert wäre. und keine Sprachregion hätte, so Wittgensteins Theorie, das Recht, über die andere zu Gericht zu sitzen - sie müßten unzensierbar nebeneinander bestehen bleiben. Am meisten Verpflichtung zum Schweigen habe allerdings die Philosophie, weil sie am wenigsten mit Sicherheit feststellen könne. Kein Wunder, dass sich Wittgenstein bei Philosophen auch heute noch keiner großen Beliebtheit erfreut...
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4.0 von 5 Sternen
The Man, The Myth, The Philosophy., 18. Oktober 1999
Von Ein Kunde
This was an enjoyable read. I was surprised, and happy, to see that not very much time was spent on Wittgenstein's homosexuality and supposedly torrid affairs, but was instead spent discussing how his years as a schoolteacher influenced his later philosophy. Also, any of Wittgenstein's actual philosophy that was present in the book was presented in a clear, concise manner so that practically anyone could understand it. The amount of space discussing Austrian school reform in the 1930s was a little odd, though...
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5.0 von 5 Sternen
Terribly beautiful, 19. August 1998
Fantastic book, full of drama in the deepest sense. I just couldn't stop reading it, and hoped that, like Borges' "Book of Sand", it would have no end. The experiences of the philosopher as a teacher in a lost alpine village in Austria are here beautifully and terribly described.
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