Die hilfreichsten Kundenrezensionen
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22 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
2.0 von 5 Sternen
Überwiegend enttäuschend, 20. August 2003
Entgegen vielen anderen gefiel mir "Pillars of Creation" ganz gut, weil es zeigt, wie falsche Informationen und Vorurteile die Perspektive verzerren können. Aber schon hier fielen mir Brüche und unlogische Stellen in der Handlung auf, ganz zu schweigen von dem aufgesetzten Schluss. Ein ordentlicher Lektor hätte vielleicht etwas ausrichten können...Noch viel schlimmer bei "Naked Empire". Die ersten 300 Seiten sind weitgehend überflüssig, erschöpfen sich überwiegend darin, wie Richard wechselnden Personen erzählt, was bisher passierte und seine halbausgegorene Philosophie erklärt - wieder und wieder und wieder! Die ganze Action ist auf den letzten 100 Seiten zusammengedrängt, und da langt's einfach nicht mehr für einen logischen Aufbau der Handlung, so dass wieder der "Deus ex machina" in verschiedenen Formen hermuss (will ja nicht zuviel verraten). Dazu ein blasser und unwahrscheinlicher neuer Schurke ("Slide", also bitte - warum nicht gleich ein 2. Dreamwalker?) und ein noch unsäglicherer Schluss als im letzten Buch. Die Haupthandlung, nämlich der Krieg gegen Jagang, wird nicht ein Stück weitergeführt. Was mir am meisten fehlt, ist die Emotionalität, das unbedingte Mitfühlen mit den Figuren, was mich besonders in den Teilen 1-4 so gefesselt hat. Im Moment ist mir Richard nicht sonderlich sympathisch - "Beweis durch Wiederholung der Behauptung" ist eine Strategie, die mich die Wände hochtreibt! Der Grund, warum ich noch 2 Sterne vergebe, ist, dass in den Stellen, die wegblenden von Richard und hin zu Zedd und dem Geschehen in der Wizard's Keep (leider viel zu wenig), diese Emotionalität und Spannung plötzlich wieder da ist. Ich habe den Eindruck, Mr. Goodkind will seine Fans mit Belanglosigkeiten hinhalten, um sie soweit wie möglich zu melken. Bei mir hat er seine jetzt seine letzte Chance: Ist Band 9 genauso schlecht und führt nicht endlich die Haupthandlung weiter, ist es das letzte, was ich von ihm lese. Wer das Buch unbedingt lesen will, sollte auf das Taschenbuch warten oder es sich leihen, alles andere wäre Geldverschwendung.
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19 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
1.0 von 5 Sternen
Üble Propaganda, 13. September 2003
"Ein Mörder verwirkt durch seine Tat das Recht auf sein eigenes Leben und muss deswegen ebenfalls getötet werden."So ungefähr lautet eines der vielen populistischen Argumente des ach so moralischen Helden Richard Rahl in diesem "Werk" von Terry Goodkind. Der achte Teil der 'Sword of Truth'-Reihe bringt die eigentliche Geschichte um Lord Rahl, Kahlan, Zedd usw. nur minimal voran. Statt dessen teilt uns Goodkind durch Richard Rahl seine politische Auffassung einer gerechten Welt mit, die sich mit einem Satz zusammenfassen lässt: es lebe die Todesstrafe, Rache ist Gerechtigkeit, Gnade ist Schwäche. Vielmehr als diese Botschaften und seitenlange Zusammenfassungen der bisherigen Geschehnisse sind in "Naked Empire" nicht enthalten. Das Buch stellt den (vorläufigen) Tiefpunkt einer mit fortlaufender Dauer immer schlechter werdenden Serie dar. Verschwunden ist der sympatische Held der ersten 4 Bücher. An seiner Stelle treibt ein moralistischer Fantasy-Republikaner sein Unwesen. Es ist eine Qual sich durch die Passagen mit Richard's Erklärungen und den darin enthaltenen, immer wiederkehrenden, in sich unstimmigen Argumentationsketten lesen zu müssen. Richard's Ausführungen erinneren mehr an eine Pressekonferenz von George W. Bush als an eine stringente Gesellschaftsphilosophie. Zu empfehlen ist das Buch eigentlich nur wirklichen Hardcore-Fans, denen es ziemlich egal ist was sie lesen, Hauptsache Richard und Khalan kommen darin vor. Ich persönlich werde die weiteren Bücher der Reihe nicht mehr lesen - und sei es nur um mir den fantastischen Eindruck der ersten 4 Teile nicht noch weiter zu vermiesen. Zum Glück gibt es ja noch George R.R. Martin...
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17 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
1.0 von 5 Sternen
ekelhaft, 6. September 2004
Ich habe mich bei der Lektüre eines Buches noch nie so aufgeregt wie bei diesem wirklich abstossenden Werbeprospekt für den Krieg gegen den Terrorismus. Selbst dem politisch unbedarftesten ist spätestens nach ein paar Kapiteln klar was Goodkind uns da verkaufen will, und entsetzlicherweise hört er trotzdem nicht auf sondern legt eher noch nach. Ewige Monologe des selbstgerechten (und auch ständig kranken und leidenden) Richard wechseln sich ab mit einer unglaublich offensichtlichen schwarz-weiss Malerei, als Leser fragt man sich schnell ob Goodkind einen für dumm verkaufen will. Ich habe das Buch zu Ende gelesen weil ich immer noch die Hofnung hatte, dass sich am Ende herausstellt, dass alles ganz anders gemeint ist, eine Art Schockeffekt, denn "Faith of the Fallen", das Buch mit dem die meisten Fans der Serie wohl ausgestiegen sind, hat mich beeindruckt, da ich das Gefühl hatte Goodkind will endlich auch mal die andere Seite zeigen, eben nicht alles schwarz und weiss malen. Doch davon kann in dem letzten Buch der Serie das ich lesen werde keine Rede sein, und ich frage mich was in der Zwischenzeit passiert ist. Anscheinend kann ein Ereignis wie der elfte September sowas in einem ansonsten zwar nicht brillianten aber durchaus talentierten Autor anrichten. Ich frage mich allerdings, ob er dabei seinen eigenen Ansprüchen gerecht wird, denn immerhin schwingt er persönlich ja auch lieber die Feder irgendwo im Wald als das Schwert im Irak... Ich muss zugeben, dieses Buch hat mich derart fassungslos zurückgelassen, dass ich manchmal heimlich Hoffnung hege, dass im nächsten Buchh alles anders ist, und Goodkind alles wieder gut macht, die vorher aufgestellten Behauptungen als Unsinn entlarvt. Doch dafür müsste er seinen Helden, der inzwischen untrennbar mit diesen Ansichten verflochten ist blossstellen, und ehrlich gesagt, soviel schriftstellerische Grösse traue ich ihm nicht zu. Dafür muss man sich ja bloss mal die Widmung in "Pillars of Creation" anschauen, und man weiss: Terry Goodkind hat sich irgendwo zwischen Band eins und Band sieben der Serie verloren. Dieses Buch hat mir die ganze Serie versaut, für mich wird Richard jetzt immer George W. Bush in Strumpfhosen sein.
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