Die hilfreichsten Kundenrezensionen
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Das Bindeglied..., 7. Februar 2005
...und zwar in mehr als einer Hinsicht. Obwohl in ‚The Golden Fool' die Handlung nur wenig offensichtlichen Fortschritt bringt, sind dennoch fast alle Ereignisse bedeutsam. Wobei ich jetzt erst nach der Lektüre von ‚The Fools Fate' richtig würdigen kann, wie weit der Wurf ist, zu dem die gute Robin Hobb (Megan Lindholm) da ausgeholt hat. Tom Badgerlock alias FitzChivalry Farseer hat nach seiner Rückkehr nach Buckkeep den Kampf mit sich und seinen Problemen aufgenommen, aber erhebliche Schwierigkeiten damit fertig zu werden: Prinz Dutiful (Pflichtgetreu) soll in der Skill ausgebildet werden, weswegen Fitz einen inoffiziellen Posten als Skillmaster übernehmen muss. Übel, da die Gabe bei Dutiful stärker ist als Fitz und dieser als nur Halbgebildeter deswegen das Gefühl hat, gewissermassen als kurzsichtiger Einäugiger den Blinden zu führen. Oder besser: die Blinden, denn er hat mit dem in der Skill extrem starken, aber geistig zurück gebliebenen Thick und einem ehrgeizigen (aber in der Skill schwachen) Chade gleich zwei weitere Problemfälle. Dann sind da noch die teilweise verwickelten Geschichten am Hofe, etwa mit der geplanten Verlobung Dutifuls mit der Outislander-Prinzessin Ellania. Diese trägt ein dunkles Geheimnis mit sich herum und verlangt aus unbekannten Motiven von Dutiful, ihr den Kopf des im ewigen Eis von Aslevjal liegenden Drachen Icefyre zu bringen. Und auch die Probleme mit der Wit sind noch nicht behoben, die neue Linie der Königin gefällt trotz der relativen Ruhe immer noch nicht jedem der Fürsten. Auch Hap, sein Adoptivsohn bereitet ihm Kopfzerbrechen. Denn trotz guter Startbedingungen hat dieser ebenfalls Probleme, mit seiner neuen Lehre und wegen einer Frau. Letzteres ist ein Punkt, in dem sich Fitz mit seinen Vaterpflichten überfordert fühlt. Und schliesslich hat Fitz auch noch selbstgebraute Probleme, zum einen die ungelöste Frage bezüglich seiner Tochter Nettle, der Verlust von Nighteyes und seine Entfremdung vom Narren. Alles zusammen droht Fitz hin und wieder im Selbstmitleid versinken zu lassen, aber er wehrt sich tapfer....Technisch gesehen passiert in diesem Band nicht so furchtbar viel, weil kein einziges Problem gelöst, ja nicht einmal der Ansatz einer Lösung irgendeines der Probleme aufgezeigt wird. Im Gegenteil: je heftiger Fitz strampelt, umso schlimmer wird alles. Hobb führt dabei den leicht prosaischen Stil des ersten Bandes weiter. Dabei werden ziemlich viele Fäden miteinander zu einem dichten Netz verwoben, inklusive mehrerer kleinerer Crossovers zur Liveship-Trilogie. Fitz' Charakter entwickelt sich widerwillig hier weg vom Meuchelmörder hin zum -leider zunächst vergleichsweise erfolglosen- Lehrer und Politiker. Wo das alles mal endet, lässt sich am Ende kaum erahnen. Aber aufgrund der Anlage zur Trilogie fand ich, dass sich das auch so gehört ;-) Klasse, 5 Sterne.
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8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Einfach genial, 18. Oktober 2002
Wer die anderen Bücher von Hobb kennt (Farseer und Liveship Traders) wird dieses Buch lieben! Schon der erste Band der von "The Tawny Man" war bemerkenswert aber "Golden Fool" übertrifft diesen noch denn in "Golden Fool" treffen die Liveship traders von Bingtown und Fitz aus der Farseer Trilogie zusammen. Ein muss für alle, die beide Werke kennen! Für die anderen besser mit der Farseer Trilogy beginnen weil erst dann kann man "Golden Fool" so richtig geniessen;) Bemerkenswert wie es Robin Hobb immer wieder schafft ein Buch zu schreiben, dass man in einem Zug durchliest und die Fortsetzung kaum erwarten kann.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Endlich wieder ein ganz großer Wurf!, 18. April 2006
Nach dem etwas enttäuschenden Ende der Farseer-Trilogie sowie dem holprigen ersten Teil der Tawny-Man-Trilogie zeigt Robin Hobb im zweiten Teil endlich wieder ihr großes Erzähltalent. "The Golden Fool" ist wirklich gelungen! Man vergisst vor Spannung völlig, dass das Buch als zweiter Teil einer Trilogie eine undankbare Position hat, weil ein zweiter Teil i.d.R. vor allem dazu dient, den letzten Teil vorzubereiten. Dies ist auch hier so - aber es schmälert das Lesevergnügen überhaupt nicht!
Der Roman spielt fast ausschließlich in Buckkeep - und das ist seine allergrößte Stärke. Auch wenn keine exotischen Länder bereist werden, so kommen doch deren interessanteste Vertreter nach Buckkeep, nämlich die Delegationen der Outislander, der Bingtown Trader und dem Old Blood. Und hier, in einem räumlich begrenzten, vermeintlich action-armen Setting, spielt Hobb ihre stärkste Seite aus: ihre gelungenen Figuren und Dialoge. Im Zentrum des Romans steht wie immer Fitz, der sich durch ein Meer aus Intrigen und Lügen (auch den eigenen) kämpft, an dem alle Interessensgruppen zerren, der sich von der Vielzahl der Rollen, die er spielen soll, überfordert fühlt - und sich sogar noch mit dem Fool überwirft. Das Figurenensemble um Fitz ist gelungen wie selten zuvor; Prince Dutiful und Chade sind wie immer klasse, der Fool wird tragikomisch von seiner Vergangenheit überrollt, und mit Thick hat Hobb voller Mut eine ganz außergewöhnliche und komplexe neue Figur geschaffen.
Mit "Golden Fool" zeigt Hobb ihre beste Leistung seit "Assassin's Apprentice" - endlich wieder ein ganz großer Wurf!
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