Die hilfreichsten Kundenrezensionen
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84 von 96 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen
Gehobenes Mittelmaß - Nicht den Hype wert, aber durchaus unterhaltsam, 22. September 2009
Sollte es Ihnen so vorkommen, als redete ich ein bisschen um den heißen Bei herum - dann ist das auch so. Ich möchte bei dieser Rezension gerne so genau wie möglich sagen, was ich warum wie empfinde, OHNE aber zuviel von der Handlung preiszugeben: diese Rezension ist also Spoiler-frei.
Worum es in der Geschichte geht, erklärt die Produktbeschreibung, hier geht es nur um die Bewertung.
The Lost Symbol kann meiner Meinung nach nicht mit den Vorgängern mithalten. Vielleicht liegt es daran, dass Langdons Herangehensweise an seine "Fälle" gerade das ist, was die Bücher ausmacht. Und DAS lockt bei Buch drei niemanden mehr hinter dem Ofen vor. Alles schonmal da gewesen. Und ganz im Gegenteil: Seine Einstellung und seine Sprüche klingen doch oft SEHR dick aufgetragen.(Beispiel "Ich gehöre auch einer Geheimorganisation an, und knie alle sieben Tage am Tag des Sonnengottes vor einem antiken Folterinstrument und nehme Blut und Menschenfleisch zu mir" - als Anspielung auf das Christentum und das Abendmahl, mit der er seine Studenten schockt.). Das ist zwar ein, zwei Mal echt lustig, aber man wird das Gefühl nicht los, das Dan Brown krampfhaft versucht, besonders schlau und gewitzt zu wirken.
Natürlich gibt es auch dieses Mal wieder ein großes Geheimnis, das es zu lüften gilt. Was nervt ist, der sich STÄNDIG wiederholende Dialog zwischen Langdon und so ziemlich allen anderen Charakteren des Buches: "Es gibt ein Geheimnnis, Mr Langdon" - "Nein, gibt es nicht" - "Da Geheimnis existiert, Mr Langdon" - "Nein, es ist ein Mythos" - "Es gibt dieses Geheimnis wirklich, Mr Langdon" - "Nein, das gibt es nicht" usw etc pp. In jedem Kaptiel, in dem Langdon mitspielt gibt es einen derartigen Dialog und nach einem Drittel des Buches weiß man immer noch so viel wie am Anfang. LANGWEILIG! Währen man in Davinci Code und Illuminati noch Puzzlteile Stück für Stück zusammengeführt hat, wird in The Lost Symbol die ganze Zeit das gleiche beredet, um dann relativ schnell gegen Ende des Buches zu einer Erleuchtung zu kommen.
Was ich am schlimmsten finde, ist jedoch die Logik der Hauptdarsteller, die Dan Brown für das Heranschreiten des Plots opfert. Also nehmen wir einmal an, wir seien Wissenschaftler, die an einem SO geheimen Projekt forschen, dass wir in einem hermetisch abgeriegelten, von der Stromversogung unabhängigen, geheimen Labor arbeiten. Wir haben SO viel Angst, dass unser Projekt an die Öffentlichkeit gerät, dass wir noch nicht einmal unsere Handys benutzen, wenn wir arbeiten, aus Angst, jemand könnte IRGENDWIE etwas über unsere Ergebnisse erfahren. Würden Sie nun jemanden, der plötzlich über HörenSagen in ihrem Leben auftauch, der ihnen nur indirekt auf höchst auffällige Art und Weise über den Weg läuft, einfach mal so - weil er neugierig ist- Zutritt zu diesem Labor geben? nein? Ich auch nicht. Aber die weibliche Hauptperson schon. Aber vielleicht war das Labor ja auch gar nicht sooooo toll, denn schließlich hatte man kein Geld für Nachtsichtgeräte mehr, um sich im Fußballfeld-langen Korridor, der zu unserem Geheimlabor führt zu orientieren. Wir laufen lieber immer drei Minuten durch absolute Finsternis - schließlich ist das spannender, wennd der Bösewicht kommt.
Verräterische Handys kann man auch nur ausschalten, indem man sie aufklappt und sich durch das Licht verrät - einfach die Batterie rauszunemhmen kommt uns natürlich nicht in den Sinn.
Apropos - auch der Bösewicht ist nicht der schlaueste. Wir wollen also etwas organisches, dass nicht von einem Metalldetektor entdeckt werden kann ins Capitol schmuggeln. Wie machen wir das? NATÜRLICH! Indem wir etwas metallenes (einen Ring), den wir auch einfach an unserer Hand tragen könnten, in dem Behältnis lassen, dass wir schmuggeln - von dem wir eigentlich NICHT wollen, dass es Aufsehen auf sich zieht - zum Beispiel, weil der Metaldeektor Alarm schlägt, wegen besagten Ringes.
Die Logik stimmt also hinten und vorne nicht. Und das kommt von mir - ich bin normalerweise jemand, der Ungereimtheiten auch mal akzeptiert und sich in ein Buch "fallen lässt". Dennoch musste ich hier ständig mit dem Kopf schütteln.
Positive sei jedoch erwähnt, dass man knapp 20h Lesezeit ganz gut rumkriegt und sich dabei unterhalten fühlt, wenn man auch manchmal beide Augen zudrüken muss. Und das ist für mich die Hauptsache. Daher auch drei wohlgemeinte Sterne. Fünf sind es abe beim besten Willen nicht - denn hervorragend ist dieses Buch nicht. Gutes Mittelmaß trifft es glaube ich ganz gut
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30 von 35 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
1.0 von 5 Sternen
Dan Brown kann alles... sogar langweilen, 30. September 2009
Das Beste, was ich noch über "The Lost Symbol" sagen kann, ist, dass es mich sehr motiviert hat, die US-Hauptstadt zu besuchen und mir ihre architektonischen Schätze selbst anzuschauen. Ansonsten ist das Buch ein unglaublicher Langweiler.
Unser brillanter Harvard-Symbologe Robert Langdon taucht also diesmal in die Welt der Freimaurer ein. Ein geheimnisvoller Bösewicht entführt Langdons Freund, der ein hochrangiger Freimaurer ist, und erpresst Langdon dazu, für ihn auf die Suche nach einer ebenso geheimnisvollen Pyramide zu gehen, auf der sich wiederum eine geheimnisvolle Karte befindet, die angeblich zum noch geheimnisvolleren Versteck der allergeheimnisvollsten "Ancient Mysteries" führen soll. Die will der Bösewicht haben, weil er sich davon den Schlüssel dazu erhofft, seine eigene Verwandlung in einen allmächtigen Dämon zu vollenden. Aha.
Dann kommt noch die geheimnisvolle Direktorin einer geheimnisvollen CIA-Abteilung ins Spiel, die bereit ist, dem Bösewicht zu geben, was er will, und dafür sogar das Leben von Langdons entführtem Freund und auch das von Langdon selbst zu opfern. Grund dafür ist angeblich der Umstand, dass noch viel mehr auf dem Spiel steht als nur die Geheimnisse der Freimaurerei und das Leben eniger Leute, sondern - Trommelwirbel - eine geheimnisvolle nationale Sicherheitskrise!
Das Dumme ist nur, dass der Leser erst gegen Ende des Buches erfährt, was das denn für eine Krise sein soll. Dan Brown missachtet hier völlig den ersten Grundsatz der Spannungserzeugung: Der Leser muss wissen, was auf dem Spiel steht. Allerdings hat Brown auch allen Grund dazu, das so zu machen, denn als dann endlich herauskommt, was es mit der "Krise" auf sich hat, entpuppt sie sich als Rohrkrepierer. Mehr als eine mittelschwere PR-Krise ist es nämlich eigentlich nicht. Wenn Brown wirklich nicht mehr auf der Pfanne hatte, war es vielleicht tatsächlich noch das Beste, den Offenbarungseid so lange wie möglich hinauszuzögern.
Apropos Offenbarung: Natürlich gibt es auch in "The Lost Symbol" wieder die Dan-Brown-typische überraschende Wendung auf Seite 448. Nur überrascht sie da leider niemanden mehr. Der Leser hat sie nämlich schon spätestens seit Seite 221 kommen sehen.
Dasselbe Problem besteht bei den wiederum Dan-Brown-typischen Rätselspielen, die ja normalerweise eines der Merkmale sind, die an seinen Büchern am meisten Spaß machen. Hier jedoch sind sie so schlichtsinnig, dass die Frage, wieso Langdon immer so lange braucht, um dahinter zu kommen (und wieso man dafür überhaupt einen Harvard-Symbologen braucht), noch das Rätselhafteste daran ist. Manche Lösungen springen einem förmlich ins Gesicht, und dann muss man sich noch durch ein Dutzend Seiten quälen, bis Langdon es endlich auch geschnallt hat. Vielleicht sollte der Professor allmählich ans Emeritieren denken.
Der größte Mangel des Buches ist aber, dass es eigentlich nur aus "McGuffins" besteht - so nannte Hitchcock leere Versatzstücke in einer Geschichte (wie etwa den Aktenkoffer mit "geheimen Dokumenten" in "39 Steps"), die als Spannungselemente nur so lange funktionieren, solange sich niemand fragt, was es mit ihnen eigentlich auf sich hat. In "The Lost Symbol" führt immer nur ein McGuffin zum nächsten, der Inhalt des "Koffers" kommt nie zum Vorschein. Kann er auch nicht, es gibt nämlich keinen. Erst ganz am Schluss, als eigentlich schon alles vorbei ist, sieht Brown sich genötigt, seine Helden noch ein bisschen in der dünnen mystisch-philosophischen Suppe vom "Anzapfen der ungenutzten Potenziale des menschlichen Geistes" herumrühren zu lassen - auch wieder nur ein Versatzstück.
Bis dahin ist der Leser freilich vor Langeweile so benebelt, dass er sich vielleicht gar nicht mehr die Frage stellt, was denn an dieser umwerfenden Offenbarung so geheimhaltungswürdig gewesen sein soll.
"Angels and Demons" war ein richtig guter, intelligenter Thriller. "The Da Vinci Code" war zwar inhaltlich albern, aber wenn man ein Auge zukniff und so tat, als wüsste man nichts über Kirchengeschichte, immerhin recht spannend. In "The Lost Symbol" zeigt Dan Brown, dass er nicht nur albern sein, sondern auch langweilen kann.
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16 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen
Das wahre Geheimnis hinter dem Roman, 4. Oktober 2009
Dieser Bericht verrät, welche Geheimnisse die meisten Leser beim neuen Dan Brown Roman übersehen haben!!! Auch exklusiv die ersten Eindrücke des nächsten Robert Langdon Buches!!
Man muss es Dan Brown lassen. Er versteht es wirklich aus einem Potpourri an Schnipseln, die er aus den Legenden der ganzen Welt zusammensucht, eine spannende Geschichte zu konstruieren, oder besser gesagt ein spannendes Rätsel. Denn die literarische Qualität des Buches ist (wie bei den Vorgängern) eher dürftig. Das Buch ist konzipiert als "page turner" und basiert auf dem guten alten "cliff hanger" Prinzip. Am Ende jedes der vielen kurzen Kapitel lässt der Autor den Leser in der Luft hängen. Allerdings übertreibt er es diesmal etwas, und schleppt selbst die Auflösung von Trivialitäten hinüber ins nächste oder übernächste Kapitel. Weniger wäre mehr gewesen, kann man nur feststellen. Rätselfreunde werden jedoch auf ihre Kosten kommen.
So will ich auch gerne zugestehen, dass einen das Buch etwa ab der Mitte packen kann, zumindest wenn man sich zusammen reißt, und nicht dauernd über die Ungereimtheiten nachdenkt. Doch leider störten bei mir einige Dinge den Lesegenuss.
Zum einen ist das Buch ein weiterer Robert Langdon Klon. Und wie bei jedem Klon geht einem das identische Muster irgendwie auf den Geist. Wieder ein Psychopath (Illuminati Spinner, Opus Dei Mönch und nun Tätowierter Freimaurer/Okkultist/Zauberlehrling), wieder eine brünette Frau an der Seite des Helden, wieder wissende Mächte um ihn herum, wieder eine Schnitzeljagd von einem Rätsel zum anderen. Muss man sich immer zu 100 % kopieren, um erfolgreich zu sein, und vom Leser Geld zu bekommen?
Was dieses Werk jedoch von den beiden anderen Langdon Geschichten unterscheidet ist die finale Trivialität der ganzen Angelegenheit. War man bei Angels and Demons noch neugierig hinter die Geheimnisse des Vatikans und der Kunstschätze Roms zu blicken, und interessierte man sich beim da Vinci Code noch für die fraglich historischen Hintergründe hinter all dem Jesus und Maria Magdalena Spuk, den gnostischen Evangelien und dem Grals Mythos, so hinterlässt das Thema dieses Romans am Ende der Geschichte nichts als ein Achselzucken.
Vermutlich saßen Dan Brown und sein Verleger über einem guten Rotwein zusammen und der Verleger schlug ihm vor, doch endlich mal was über amerikanische Geschichte zu schreiben, und nicht immer nur dieses europäische Getüdel, von dem die meisten US Leser sowieso keine Ahnung hatten, und das sie sowieso nicht interessierte. Und wenn man schon dabei wäre, das Tourismus Büro aus Waschington DC hat eine großzügige Spende gemacht, und wünscht, dass möglichst viele Gebäude der Hauptstadt darin mit mysthischen Spekulationen auftauchen mögen. Nun inzwischen bereiten sie sicherlich die "Dan Brown - Lost Symbol - Washington DC" Bustouren vor. Nun, leider ist da nicht viel an echter Geschichte zu holen. Gebäude, deren historisches Alter man im direkten Vergleich mit der Walhalla in Regensburg oder dem Völkerschlachtdenkmal in Leipzig vergleichen könnte, sind nun mal nicht in derselben Liga wie der Petersdom in Rom oder das Werk von Leonardo da Vinci.
So entpuppt sich das (zugegeben aufwendig konstruierte) Rätsel um die verborgene Pyramide der Freimaurer am Ende als nichtssagend, und des Rätsels Lösung steht bei jedem daheim im Bücherschrank, wenn auch bislang missverstanden. Lobet den Herren. Und das Göttliche ist in jedem von uns. Am Ende spielt es keine Rolle wie viel von diesem Roman eigentlich halbwegs historische Fakten sind, und wie viel davon erfunden ist. Es interessiert nicht und hat auch keine Relevanz. Der ganze Hype um die Freimaurer ist nach Dan Browns Buch nichts anderes als ritualisiertes Bewahrertum von Binsenweisheiten, als geheime und verlorene Wahrheiten verklärt, deren "Schutz" und Verbergen in einem komplexen Rätsel, das von Generation zu Generation bewacht wird, keinem vernünftigen Menschen auch nur halbwegs einleuchtet. So ist man danach nicht schlauer als davor und vermisst schmerzlich die vielen Stunden Lebenszeit, die einen die Nichterkenntnis gekostet hat.
Anders als im da Vinci Code, wo man sich mit Freunden ganze Abende über die historischen und theologischen Aspekte austauschen konnte, und wo jeder Leser, der danach sich etwas ernsthaft mit dem Thema beschäftigt hat, auf die eine oder andere Art bereichert wurde.
So, wer jetzt eine Antwort auf den ersten Satz dieses Berichts erhofft hat, den muss ich enttäuschen. Allerdings hat er nun einen kleinen Vorgeschmack auf das Gefühl erhalten, dass ihn nach dem Ende der Lektüre des Buches erwartet. Ich wünsche mir nun als Berliner als nächsten Dan Brown Thriller einen entsprechenden Robert Langdon Roman über meine Stadt. Hier gibt es genug schöne Inschriften voller Symbole und jede Menge Geschichte. Sicher kann man Siegessäule und Brandenburger Tor, mit dem Deutschen Dom verbinden, vor allem wenn morgens der Schatten des Fernsehturms auf das dritte Pferd der Quadriga fällt, der Schlüssel dafür steckt in der Büste der Nofretete, um diesen zu finden muss man in den geheimen Tagebuchaufzeichnungen von Friedrich dem Großen nachlesen, zu finden unter seiner Grabplatte im Schlosspark von Sanssouci, wobei man bedenken muss, dass sein Leichnam noch von den Nazis aus Potsdam verschleppt wurde und sich also das wahre Vermächtnis, der verschwundene Schatz des Priamos von Troja, hinter einer geheimnen Schrankwand von Göhrings ehemaliger Villa im Grunewald verbirgt, die während der Teilung von einem hochrangigen Nato Offizier bewohnt war, der wiederum der extrem geheimen Bilderberger Bewegung angehört und nach dem Mauerfall im Stasi Archiv den unwiderlegbaren Beweis dafür gefunden hat, dass tief unter dem alten Flughafen Tempelhof eine bereits von den Tempelrittern gegründete Kultstädte liegt, in der eine Bestie, der berühmte Berliner Bär, das größte Geheimnis der Menschheit bewacht.
Fazit: Wer sollte das Buch als teure Hardcopy Ausgabe lesen?
- Amerikaner (möglichst mit Hang zu New Age Esoterik), die endlich mal einen Robert Langdon Thriller in Amerika haben wollen
- Hardcore Fans von Dan Brown
- Freunde von Kreuzworträtseln, Sudoku, Verschwörungstheorien
Wer könnte das Buch als billige Taschenbuchausgabe lesen?
- Leser mit viel Zeit
- Sammler, die unbedingt alles von Dan Brown gelesen haben wollen, um darüber mitreden zu können
Wer sollte sich das Buch sparen?
- Leute mit wenig Zeit zum Lesen (es gibt bessere Bücher und wie schon im Buch erklärt wird, unsere Lebenszeit ist endlich...)
- Erstleser von Dan Brown (soweit es die überhaupt gibt), die sollten zunächst den Da Vinci Code lesen
- Leute die hoffen, nach dem Da Vinci Code kommt noch mehr (nun, nicht hier....)
- Leute die hoffen, ähnlich gut unterhalten zu werden wie bei den vorherigen Büchern des Autors (leider nein)
- Europäer, die sich wenig für die Freimaurer und all den amerikanischen Zirkus darum herum interessieren
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