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Middlesex
 
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Middlesex (Taschenbuch)

von Jeffrey Eugenides (Autor)
4.4 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (83 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Taschenbuch: 529 Seiten
  • Verlag: Picador USA; Auflage: Reprint (16. September 2003)
  • Sprache: Englisch
  • ISBN-10: 0312422156
  • ISBN-13: 978-0312422158
  • Größe und/oder Gewicht: 20,8 x 14 x 2,8 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.4 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (83 Kundenrezensionen)
  • Amazon.de Verkaufsrang: Nr. 211.023 in Englische Bücher (Die Bestseller Englische Bücher)

Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Wie machen die das bloß? Kaum hat man Die Korrekturen einigermaßen verdaut, legt mit Jeffrey Eugenides ein weiterer Amerikaner um einen Roman von epischer Wucht vor -- und gewinnt völlig zu Recht den Pulitzer-Preis.

Ähnlich wie bei Franzen geht es um Familienbande, Generationenkonflikte, um amerikanische Träume und Albträume. Außerdem ist Middlesex ein Roman über ethnische Identität und kulturelle Prägungen, weil Callies "kriminell verknallte Großeltern" vor Jahrzehnten aus dem damals griechischen Izmir in die USA geflüchtet sind. Desdemona und Lefty nutzen die Auswanderung, "um sich neu zu erfinden". Das hat für Callie dramatische Konsequenzen, denn "was die Menschen vergessen, bewahren die Zellen".

Zunächst jedoch deutet nichts darauf hin, dass es das Mädchen als "genetischer Kaspar Hauser" zu leidvoller Berühmtheit bringen wird. Nachdem die Familie sich im Detroit der Nachkriegszeit schlecht und recht durchgeschlagen hat, gerät sie ausgerechnet durch den "Krieg in meiner Heimatstadt" -- die blutigen Rassenunruhen Ende der 1960er-Jahre -- über Nacht auf die Sonnenseite.

Das ist einer der eleganteren Kurzschlüsse zwischen globaler Geschichte und persönlichen Geschichten, während das Türkei-Kapitel zuweilen zum historischen Bilderbogen verkommt. Und manch hübsche Ironie wird dadurch getrübt, dass man uns wie begriffsstutzige Schüler mit der Nase darauf stößt. Aber dank dieser kleinen Schnitzer ahnen wir die genialische Kraftanstrengung, mit der Eugenides seine Saga komponiert hat.

Alles in allem wirken die Odysseen vom bäuerlich-frommen Kleinasien ins hippie-hedonistische San Francisco, vom multikulturellen Handelsplatz Smyrna in die Industriemetropole Detroit wie Desdemonas Seidenfäden -- von zarter Hand gesponnen, schwerelos, doch reißfest. Das Spiel mit geschichtsmächtigen Mythen erinnert an Salman Rushdies Mitternachtskinder, die verschlungene, detailfreudige Familienchronik (mit teils hanebüchenen Zufällen) liest sich -- famos übersetzt -- ebenso glatt wie die eines John Irving. Gebannt begleitet man die "zutiefst historische Großmutter" auf ihren Abenteuern im modernen Amerika, verfolgt Callies Romanze ("Sandkastensex") mit einer Schulkameradin.

Das Buch stimuliert Herz und Hirn gleichermaßen: eine Zeitreise aus der mythischen Landschaft Homers in die schöne neue Welt der Genetik; eine anrührende Schilderung pubertärer Irrungen und Wirrungen; eine Studie über Menschen zwischen den Kulturen und eine zwischen den Geschlechtern. Sagenhaft! --Patrick Fischer -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Gebundene Ausgabe .

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"I was born twice: first, as a baby girl, on a remarkably smogless Detroit day in January of 1960; and then again, as a teenage boy, in an emergency room near Petoskey, Michigan, in August of 1974." And so begins Middlesex, the mesmerizing saga of a near-mythic Greek American family and the "roller-coaster ride of a single gene through time." The odd but utterly believable story of Cal Stephanides, and how this 41-year-old hermaphrodite was raised as Calliope, is at the tender heart of this long-awaited second novel from Jeffrey Eugenides, whose elegant and haunting 1993 debut, The Virgin Suicides, remains one of the finest first novels of recent memory.

Eugenides weaves together a kaleidoscopic narrative spanning 80 years of a stained family history, from a fateful incestuous union in a small town in early 1920s Asia Minor to Prohibition-era Detroit; from the early days of Ford Motors to the heated 1967 race riots; from the tony suburbs of Grosse Pointe and a confusing, aching adolescent love story to modern-day Berlin. Eugenides's command of the narrative is astonishing. He balances Cal/Callie's shifting voices convincingly, spinning this strange and often unsettling story with intelligence, insight, and generous amounts of humor:

Emotions, in my experience aren't covered by single words. I don't believe in "sadness," "joy," or "regret." … I'd like to have at my disposal complicated hybrid emotions, Germanic traincar constructions like, say, "the happiness that attends disaster." Or: "the disappointment of sleeping with one's fantasy." ... I'd like to have a word for "the sadness inspired by failing restaurants" as well as for "the excitement of getting a room with a minibar." I've never had the right words to describe my life, and now that I've entered my story, I need them more than ever.

When you get to the end of this splendorous book, when you suddenly realize that after hundreds of pages you have only a few more left to turn over, you'll experience a quick pang of regret knowing that your time with Cal is coming to a close, and you may even resist finishing it--putting it aside for an hour or two, or maybe overnight--just so that this wondrous, magical novel might never end. --Brad Thomas Parsons -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Gebundene Ausgabe .


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25 von 26 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen Junge und/oder Mädchen, 11. November 2004
Von marielan - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 50 REVIEWER)   
Diese Rezension stammt von: Middlesex (Taschenbuch)
Cal Stephanides, Enkel griechischer Einwanderer, die sich in Detroit niedergelassen haben, erzählt seine Familiensaga ausgehend vom Aufbruch der Großeltern aus Smyrna bis zu seinem Leben als Hermaphrodit.
Von Anfang an lässt der Erzähler den Leser nicht im Ungewissen über seine Eigentümlichkeit, Merkmale beiderlei Geschlechts zu besitzen, was bei ihm genetisch bedingt ist. Um den genauen Weg des Gens zu verfolgen, das, über Generationen rezessiv vorhanden, nun bei ihm dominant geworden ist, setzt er bei seinen Großeltern Lefty und Desdemona an, die zwar von Geburt her sowohl Geschwister als auch Cousins sind, aber dennoch später ein Ehepaar werden. Ihr gemeinsamer Sohn Milton heiratet auch eine direkte Cousine.
Der Autor erzählt die Geschichte, die in weiten Teilen eine Leidensgeschichte ist, leicht und locker, melancholisch zwar, aber ohne Jammer oder Sentimentalität. Auffallens ist die Langsamkeit und die epische Breite schon in diesem Teil des Buches, der eigentlich nur Vorgeschichte ist.
Der Moment, auf den hin sich die Spannung des Buches aufbaut, ist die Entdeckung der Zweigeschlechtlichkeit und die Frage, wie Cal dies verkraftet und wie es sein weiteres Leben beeinflusst. Doch vorher lebt er zunächst 14 Jahre als Mädchen; er entdeckt Besonderheiten an sich - seine pubertäte Entwicklung ist nicht die eines Mädchens - und empfindet Liebe und sexuelles Hingezogensein zu Mädchen. Als Leser steht man daneben und fragt sich fassungslos, wieso in all den Jahren sowohl der Mutter (z.B. beim Wickeln) als auch den Ärzten die Zweigeschlechtlichkeit verborgen blieb. Der einzige, der feststellt, dass er anders ist als die andern und sich daher z.B. vor Umkleidekabinen drückt, ist Cal selbst, aber was mit ihm/ihr nicht stimmt, weiss er/sie natürlich nicht.
Der in meinen Augen beste, weil komprimierteste und damit dichteste Teil ist die Phase zwischen Entdeckung und Rückkehr. Auch für den Leser wird es Zeit, Cals häusliche Enge und die feste Bindung an die ganze griechisch-stämmige Verwandtschaft zu verlassen und sich in ein neues Umfeld zu begeben.
"Middlesex" ist ein ansprechendes gutes Buch; wenn die Langsamkeit und das schleichende Erzähltempo (muss man wirklich eine halbe Seite lang den Inhalt des Kosmetikschrankes einer 13jährigen beschreiben?) gelegentlich von schnelleren Passagen unterbrochen wären, denn nicht alle Begebenheiten sind gleich wichtig, hätte ich 5 Sterne gegeben.
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62 von 66 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen hinreißend, klug, unwiderstehlich, 7. Mai 2003
Von Ein Kunde
Diese Rezension stammt von: Middlesex (Gebundene Ausgabe)
Ach, ein wundervolles Buch: Auch wenn ich es anfangs nicht lesen wollte – Hermaphroditen gehörten bisher nicht auf die Hitliste der Themen, die mich brennend interessieren –, kann man sich der Geschichte schon nach der ersten Seite gar nicht mehr entziehen: Eugenides erzählt eine hinreißend berührende, humorvolle und ganz und gar dramatische Familiengeschichte, die um 1920 in einem kleinen Dorf in Griechenland mit einem Geschwisterpaar beginnt und auf dem Weg nach Amerika eine inzestuöse Wendung nimmt, und nach langen Jahren in Detroit schließlich im heutigen Berlin landet. In der Geschichte des Mädchens Callie, die nach einer verwirrenden Liebesgeschichte erst nach einem Unfall in ihrer Pubertät endlich erfährt, warum sie so anders ist, als die anderen Mädchen, geht es dabei auch gar nicht um Abnormalität: Callie oder Cal und ihre/seine erstaunliche Suche nach dem eigene Geschlecht verkörpern die ewigen Fragen danach, wer man eigentlich ist, woher man kommt, und wohin man gehört. Eugenides erzählt nicht nur eine sensationelle Geschichte, die man noch nie gehört hat, sondern verliert innerhalb seines komplexen Romans nie das Gleichgewicht, beschreibt alle häufig verunsichernden Facetten mit Einsicht, Intelligenz und großer Wärme.
Und wenn man plötzlich am Ende dieses Romans angekommen ist, bleibt einem als Trost nur, dass man ja gleich wieder von vorne anfangen kann.
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38 von 42 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Fulminante Reise zwischen den Geschlechtern, 10. Februar 2007
Von Heike Geilen (Dresden) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 50 REVIEWER)    (REAL NAME)   
Diese Rezension stammt von: Middlesex (Gebundene Ausgabe)
Um gleich mit der Tür ins Haus zu fallen: die Lektüre dieses Buches ist ein Genuss - in jeder Hinsicht.

Eigentlich geht es um die Geschichte eines Hermaphroditen, jenen zwittrigen Lebewesen, die die Merkmale beider Geschlechter tragen. Aus der Sagenwelt entnommen, die Kinder von Hermes und Aphrodite; in der realen Welt schon mal die Nachkommen aus inzestuösen Verbindungen von Geschwisterpaaren. Doch letztlich erzählt der Roman eine ganze Familiensaga, geht intensiv auf einzelne Persönlichkeiten der Familie Stephanides ein und zieht sich über drei Generationen.

"Middlesex" ist trotz seines Umfangs ein Buch, das nicht zu Ende gehen sollte. Die Geschichte ist fesselnd, sie entwickelt nie Längen oder Hänger und die Figuren sind durchweg überzeugend gezeichnet und liebenswert noch dazu. Doch was ebenfalls zum berechtigten Erfolg von "Middlesex" beigetragen hat, ist die vollendete Sprache.
Es erfüllt nahezu alle Ansprüche, die man an einen guten Roman stellen kann: Gefühl und Witz, Geschichte und Gegenwart, Nähe und Distanz, eine gute Story und viele, manchmal fast noch bessere Nebenstränge. Die Freude am Erzählen und Fabulieren ist immer spürbar und vertieft die Freude, die man selbst beim Lesen erfährt. Stilistisch ist es bis ins Kleinste ausgefeilt, jeder Satz ist überlegt, abgesehen von den Dialogen, die schnörkellos und natürlich daherkommen.

Jeffrey Eugenides ist es gelungen ein meisterhaftes Buch zu schreiben. Anders kann ich es einfach nicht sagen. Ich wurde schnell von der Handlung gefesselt. Der flüssige, angenehm ausgeschmückte Schreibstil lässt den Leser wünschen immer weiter und mehr zu lesen. Man fühlt mit den Charakteren und kann sich völlig in die Erzählung einbringen.

Absolut und ohne Einschränkung empfehlenswert !!
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5.0 von 5 Sternen Pulitzer-Bestseller
Es wird die Lebensgeschichte eines Hermaphroditen aus Detroit erzählt. Calliope ist Nachkomme griechischer Einwanderer aus den 20er Jahren. Lesen Sie weiter...
Vor 8 Tagen von Ben veröffentlicht

5.0 von 5 Sternen Eine einfühlsame Familiensaga
Der Roman beleuchtet das Leben 3er Generationen einer Familie grieschischer Abstammung, die in den frühen 20er Jahren nach Amerika flüchtet, auf eindrucksvolle und sehr... Lesen Sie weiter...
Vor 1 Monat von A. Juckel veröffentlicht

5.0 von 5 Sternen Was für ein Buch!
Eigentlich bin ich keine Freundin solcher Bücher. Familiengeschichten, die sich über 700 Seiten ziehen - muss ja nicht sein. Lesen Sie weiter...
Vor 5 Monaten veröffentlicht

4.0 von 5 Sternen Die Achterbahn eines Gens
"Ich wurde eigentlich zweimal geboren." - Mit diesem Satz beginnt einer der aufregendsten Romane der letzten Jahre. Lesen Sie weiter...
Vor 6 Monaten von Herodot veröffentlicht

5.0 von 5 Sternen Ein traumhaftes Buch
Das ist eins der schönster Bücher , was ich je gelesen habe, ein wunderbarer Familienroman und Liebesroman. Ich habe die Figur geliebbt. Danke
Vor 12 Monaten von M. Baeuml veröffentlicht

5.0 von 5 Sternen A brilliant read!
Beautiful, funny, lyrical, surprising, affecting.
In his poetic style Eugenides creates unique characters that really grow on you, above all the funny, endearing,... Lesen Sie weiter...
Vor 12 Monaten von Soffy veröffentlicht

4.0 von 5 Sternen Tolle Geschichte
Der Autor erzählt eine Familiegeschichte. Dabei erzählt der Held von dem Leben seiner Eltern und Großeltern, vor seiner Geburt, als ob er selbst schon anwesend gewesen wäre. Lesen Sie weiter...
Vor 12 Monaten von M. Thurin veröffentlicht

3.0 von 5 Sternen hmmmm....
Ich habe nun 3 x angefangen, etwas zu schreiben - und habs jedes Mal wieder gelöscht. Das zeigt mir ganz deutlich noch mal meine Verwirrung hinsichtlich dieses Buches. Lesen Sie weiter...
Vor 15 Monaten von Fluschilda veröffentlicht

5.0 von 5 Sternen Erzählkunst auf höchstem Niveau
Cal alias Calliope Stephanides kommt als Hermaphrodit zur Welt. Der Grund? Ein schwerer Fall von Inzucht in der Familie. Lesen Sie weiter...
Vor 19 Monaten von Peggy veröffentlicht

3.0 von 5 Sternen Geschmacksache
Der Anfang ist spannend: Bruder und Schwester und ihre heimliche Liebe zueinander. Ein schmaler Grad, zwischen dem was sein darf und was nicht. Lesen Sie weiter...
Vor 21 Monaten von Weinpflaume veröffentlicht

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