Aus der Amazon.de-Redaktion
Dieser Titel ist in englischer Sprache. Als 1993
Science Fiction. Die illustrierte Enzyklopädie auf Englisch erschien, war den Autoren bereits klar, daß auch der Fundus der phantastischen Literatur nach einem solchen Werk verlangte. Erst 1997 war dann die
Encyclopedia of Fantasy publikationsreif. Entgegen oberflächlichen Ähnlichkeiten unterscheiden sich die beiden Werke in der Tiefe radikal voneinander.
So befand man es für notwendig, nicht nur traditionelle thematische Begriffe wie "Commedia dell'Arte" neu zu fassen, sondern auch völlig neue Begriffe zu prägen: "crosshatch", "polder", "face of glory" sind nur einige der am häufigsten anzutreffenden Begriffe. Sie werden zu einem "Baum der Motive" zusammengefaßt, der die Struktur vieler phantastischer Geschichten bestimmt.
Im Gegensatz zum Begriff der Science Fiction ist Fantasy nur schwer zu begrenzen. Es ist einfacher, sie als "unscharfe Ansammlung" (fuzzy set) aufzufassen, für die es sehr viele Beispiele gibt. Daher fiel es den Autoren nicht schwer, Fantasy in ihren Formen Kunst, Film, TV, Theater, Musik, Comic usw. zu beschreiben und auch in den verschiedenen Untergruppen darzustellen: Horror (am Rande), Supernatural Fiction (recht zentral), Dark Fantasy, Weird Fiction, Otherworld-Stories, Wonderland, Magischer Realismus usw. Hierzu gehören auch abenteuerliche Phantasien wie etwa Homers Odyssee.
In der Behandlung der Autoren liegt der Schwerpunkt eindeutig auf allen innovativen und produktiven Autoren und Autorinnen von ca. 1815 (als sich feste Publikationsformen bildeten) bis Ende 1995 (als Redaktionsschluß war), angefangen mit E.T.A. Hoffmann und Edgar Allan Poe über George MacDonald, C.S. Lewis, Lewis Carroll und John Ronald R. Tolkien (4,5 Seiten) bis zu Marion Zimmer Bradley, Fritz Leiber und Walt Disney (6,5 Seiten!!). Die Zeitalter davor reichen zurück bis zum Gilgamesch-Epos, den griechischen Mythen und nordischen Göttersagen.
Ausgelassen wurden nur Autoren bzw. Werke in den Bereichen Horror, Supernatural Fiction oder TV/Film, die nicht zum Fantasy-Genre beigetragen haben. Doch sicherlich wäre es falsch gewesen, Stephen King komplett auszulassen (Drei. Der dunkle Turm ist ein Fantasy-Beitrag), daher ist er berücksichtigt, Richard Laymon, sein Kollege, aber nicht.
Fazit: The Encyclopedia of Fantasy ist -- trotz des hohen Preises -- für den ernsthaft Interessierten unverzichtbar. Für den Liebhaber von Fantasy ist sie eine schier unerschöpfliche Fundgrube, die auf jeder Seite eine Überraschung bereithält. Auszeichnungen bis Dezember 1998: HUGO Award, Locus Award, Mythopoeic Award und World Fantasy Award -- das sind praktisch alle wichtigen Preise in diesem Bereich. --Michael Matzer
-- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe:
Gebundene Ausgabe
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This masterful follow-up to the 1993
Encyclopedia of Science Fiction is an essential purchase for anyone who's serious about fantasy. Those who are serious about horror will also find it an excellent reference. The works of prolific and confusing authors such as Michael Moorcock, as well as authors such as J R R Tolkien, who have many posthumously published fragments are explained with admirable clarity. Especially fascinating are the numerous terms for motifs and themes, constituting what the editors call a map of the many "fuzzy sets" in the universe of fantasy fiction--terms such as "crosshatch," "polder" and "water margin." There are many entries on horror movies and the better-known horror writers (only writers who write no fantasy, such as Richard Laymon, are excluded). You'll also find carefully written definitions of horror, dark fantasy, supernatural fiction, gothic fiction, sychological thrillers and weird fiction. Locus calls
The Encyclopedia of Fantasy "massive and welcome" and writes: "This will be the standard reference for years to come." --
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-- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.