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7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
2.0 von 5 Sternen
Don't believe the hype, 29. August 2007
I have no idea what possessed somebody at the New York Times Book Review to name this one of the ten best books of the year.
It's childish, the tone grates on the readers' nerves, and though broad in scope, it's rather narrow in perspective.
Don't get me wrong, I enjoy smart-ass books as much as the rest of you, but this was showing off with no real substance.
Over seven hundred pages (it is a bit chatty), practically every person making an appearance gets slagged, bad-mouthed, is commented unfavorably upon; their looks, their age, the way they talk, their intellectual abilities, the way that they are: you name it and either Blue van Meer (the person narrating her story) or her Ueber-father or some of the people Blue hangs out with but doesn't really like find a way of looking down on it. And it never stops. Well, the relentless smart-mouthing sure grated on my nerves, but maybe there was some point to it that I missed...? Also, I have some issues with the later turns of the plot which, in order not to spoil anything, I will summarize in the abstract as follows: Even though the book on the one hand is overdoing erudition on purpose, the underlying concepts (of, for example, good vs. evil, the workings of society and the analyses of political science) are naive and unfortunately remain unchallenged. And even though the heroine realizes that the things around her are not as she thought (but rather are something far more unlikely), this is not really a 'coming of age' novel, insofar as Blue does not seem to be doing any growing up. She tacks on a piece of uncomfortable knowledge to the rest of her beliefs rather than thoroughly revise her assumptions which I, at the end of seven hundred pages I bravely ploughed through, found rather disappointing.
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20 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Definitely one of my favorites..., 5. Juni 2007
...although not the easiest book to read.
This book is intelligent, funny, exciting and totally fascinating - only disturbed by the many book references (but in the end it turns out to be a fantastic stylistic device), if you find them too disturbing: just read them over - but you'll miss some funny innuendoes!
The author has a very different, unusual style in writing which is very refreshing, sometimes difficult but most of the time really captivating!
The story seems to be a usual high-school novel at a first glance and it's definitely not a CSI-like crime story à la Kathy Reichs or Tess Gerritsen. But getting deeper into it, it turns out to be a highly intelligent construction, sometimes really philosophic, that makes you laugh, bite your fingernails and sympathize with the heroine to 100%.
Absolutely wonderful - I will definitely read it again!
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16 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Ein Meisterwerk!!, 30. März 2007
Um es auf den Punkt zu bringen: Selten war ich von einem Roman so fasziniert, mitgerissen und begeistert, wie von Marisha Pessls Erstlingswerk mit dem recht ungewöhnlichen Titel: "Special Topics in Calamity Physics". Nun stehe ich vor dem Problem, wie ich mangels rhetorischer Fähigkeiten dem Leser dieser Zeilen meine Begeisterung über dieses kleine Meisterwerk vermitteln soll. Aber versuchen kann man es ja mal...
Erzähler des Romans ist die sechzehnjährige Blue van Meer, ein Genie mit einem IQ von 175. Seit dem Tod ihrer Mutter 1992 zieht sie mit ihrem Vater Gareth von Meer, einem Professor für Politikwissenschaften, von Staat zu Staat, von Stadt zu Stadt, von Lehrauftrag zu Lehrauftrag: "I calculated that, from my years six to sixteen we inhabited thirty-nine towns in thirty-three states, [...] and I thus attended approximately twenty-four elementary, middle and high schools" (25). Dieses Wanderleben hat ein Ende, als die van Meers beschließen in Stockton, North Carolina, vorerst sesshaft zu werden, damit Blue dort auf der St. Gallway High School ihren Abschluss machen kann.
Doch bereits die Einleitung verdeutlicht, dass "Special Topics in Calamity Physics" mehr ist als der Bericht eines Teeangers über Nöte und Sorgen ihrer Jugendzeit. Die von Blue gut ein Jahr nach der im Roman geschilderten Handlung verfasste Einleitung betont das zentrale Element, um die sich die dem Leser noch unbekannten Ereignisse drehen werden: Den Tod von Hannah Schneider. "She hang three feet above the ground by an orange electrical cord. Her tongue - bloated, the cherry pink of a kitchen sponge - slummed from her mouth. Her eyes looked like acrons, or dull pennies, or two black buttons off an overcoat kids might stick in the face of a snowman, and they saw nothing. Or else that was the problem, they'd seen everything" (6).
Der Roman beginnt als harmlose, wenn auch ungewöhnliche, Geschichte eines hochbegabten Teenagers. Hannah Schneider ist Lehrerin an Blues Schule und nimmt sie unter ihre Fittiche. Sie führt sie ein in die Gruppe der Bluebloods, Charles, Milton, Nigel, Jade und Leulah, die sich jeden Sonntag bei Hannah zum Essen, Trinken und Reden treffen. Nach anfänglichen Schwierigkeiten wird Blue auch ganz gut in die Clique integriert und zieht mir ihnen immer häufiger um die Häuser. Die Geschichte verdüstert sich, als sich die Gruppe bei einer von Hannah organisierten Kostümparty einschleicht, die mit einem Todesfall endet. Und als Blue Hannah, wie in der Einleitung beschrieben, an einem Baum hängend im Wind hin- und herschwingend findet, ist jedem Leser klar, dass die eingetliche Geschichte erst jetzt beginnt. Und so ist es dann auch. Die im Verlauf der bisherigen Handlung gestreuten Hinweise verdichten sich zu einem irre spannenden Plot, der Blues Leben für immer verändern wird: "Very few people realize, there's no point chasing after answers to life's important questions", philosophiert Blues Vater zu Beginn des Romans. "If you're patient, if you don't rush them, when they're ready, they'll smash into you. And don't be surprised if afterwards you're speechless and there are cartoon sweety birds chirping around your head" (107). "How right he was", kommentiert Blue. Dieser Einschätzung kann man nach 400 weiteren Seiten nur zustimmen.
Die Strukur des Romans liest sich wie ein Ausflug durch den Kanon abendländischer Literatur. Jedes der 36 Kapitel trägt die Überschrift eines Klassikers. Von Othello über Madame Bovary, Moby-Dick, Heart of Darkness, Bleak House bis Paradies Lost findet sich alles auf der "Leseliste". Kennt man die jeweiligen Werke, ist es ein großes Vergnügen, die mal mehr mal weniger offensichtlichen Parallelen zwischen Kapitel und Klassiker zu entdecken. Ebenso wimmelt es nur so von Anspielungen und Zitaten aus Klassikern des Films und der Weltliteratur. Und eitel wie der Mensch nunmal ist, freut er sich über jede wiedererkannte Anspielung.
WICHTIGER HINWEIS: Die, die den Roman noch nicht gelesen haben und sich die Spannung erhalten wollen: JETZT AUFHÖREN ZU LESEN! Handlung und Auflösung werfen viele Fragen auf, die ich jetzt kurz diskutieren möchte.
Hat sich Blues Mutter umgebracht, weil Gareth schon 1992 eine Affäre mit Hannah Schneider hatte? Wer tötete Hannah Schneider? Gareth selbst, da sie eine Bedrohung für die Nightwatchmen wurde? Andreo Verduga, der Gärtner, da Blue ganz am Ende in einem Kostüm ihres Vaters, das er auf Hannahs Party getragen hat, einen starken Eau de Toilette Geruch wahrnimmt? (vgl. S. 494) Dieser Geruch war ja auch typisch für Verduga. (vgl. S. 36) Oder doch Selbstmord, da Hannah sich verantwortlich für den Selbstmord von Blues Mutter (ihrer besten Freundin??) fühlt? Und schließlich: Wie zuverlässig ist Blue als Erzählerin? Ihr Vater scheint nicht der Superintellektuelle zu sein, als den sie ihn präsentiert. Frauen behandelt er wie Dinge. Er hat die jahrelang belogen und verlässt sei ohne mit der Wimper zu zucken, als sie hinter sein Geheimnis kommt. Ich freue mich sehr über Vermutungen und Schlussfolgerungen anderer Leser. Mein Mailadresse findet sich im Profil.
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