In 8 Kapiteln (Zusammenbruch; Fachkraft oder Unternehmer; Erste Schritte; Werte, Strategie und Vision; Persönlichkeitsentwicklung; Durchbruch; Zielgerade; Ernte) und ein paar Anhängen (Dank, Literaturhinweise) führt uns der Autor wie in einem Krimi auf 436 wirklich spannenden Seiten durch ein halbes Jahr im Leben des Unternehmers Thomas Willmann (Software, Internet, 15 Angestellte), Mitte 30.
Dieser war als Programmierer im Jahr 2002 arbeitslos geworden, weil sein damaliger Arbeitgeber Pleite ging und er für die nicht mehr betreuten Altkunden dann in die Bresche sprang. Er war erfolgreich und baute nach und nach sein eigenes Unternehmen auf. Mit den üblichen Fehlern, die man als neuer Unternehmer so macht: Alles muss man selber machen, keiner ist so gut wie man ihn bräuchte, die Woche hat 7 mal 24 Stunden und Schlaf ist etwas für die anderen.
Bis ihm erst seine Partnerin und dann seine besten Mitarbeiter davonlaufen und er zusammenklappt und drei Wochen ins Krankenhaus muss. Die Firma steht auf der Kippe.
Er verpflichtet wider Willen den Unternehmenscoach Wolfgang Radies.
Und jetzt beginnt die Geschichte. Wir begleiten Coach und Schüler bei einem einzigartigen Lernprozess, einem Grundkurs in Unternehmereinsichten, Strategien, Maßnahmen, in denen genau die Probleme auftauchen und gelöst werden, die einen immer verfolgen: Zu viel Arbeit, keine Struktur, keine Prioritäten, kein eigenes Selbstbild, keine - die ganze lange Litanei von Fehlern, die wir Unternehmer immer wieder machen. Weil es keine Unternehmensschule gibt, sondern das Leben uns die Dinge vorbeiträgt, wie es nur das Leben macht und wir immer mit den gleichen Fehlern darauf reagieren. Unter anderem, weil wir nicht gelernt haben, was eine Fachkraft, was ein Manager und was ein Unternehmer ist. Auch das lernen wir, als der Coach seinen Schüler in die drohende Insolvenz lässt - und ihm dabei hilft, sich an den eigenen Haaren wieder aus dem schwarzen Loch zu ziehen.
In diesem Buch stimmt einfach alles. Auch die Brüche, Rückfälle, Fehlhandlungen, Gemeinheiten. Dem Leser wird nichts geschenkt. Aber er darf erleben, dass alles, wirklich alles machbar ist. Auch wenn Thomas Willmann gescheitert wäre - man darf sich darauf verlassen, dass er aus dem Scheitern gelernt und ein neues Unternehmen aufgebaut hätte. Natürlich kommen sie alle vor: Stephen R. Covey, Bodo Schäfer, Michael E Gerber, Kerstin Friedrich und die gute alte EKS. Natürlich auch Siegfried Vögele, Reinhold Würth und NLP.
Der Leser merkt: Der Autor kennt sich aus. Und präsentiert das alles in einem Lesebuch, das man leider zweimal lesen muss: Einmal wie einen Krimi und das zweite Mal langsam und mit Genuss und am Schreibtisch. Als Gebrauchsanleitung für den Alltag des erfolgreichen Unternehmers. Mit der man heute startet. Und in einem halben Jahr sein Unternehmen auf Erfolgskurs getrimmt hat.
Donnerwetter. Bravo. Da Capo!