Das Buch ist spannend. Da erzählt ein Informatiker, wenn auch ein sehr bekannter wie Joseph Weizenbaum, einer Journalistin (Gunna Wendt), wie er zu den Computermythen steht; und das ganze ist nicht trocken und von Fachausdrücken zerfasert, sondern richtig schön spannend und verständlich. Es wird ein weiter Bogen gezogen. Nicht nur die Informatik, die Wissenschaft allgemein wird kritisch betrachtet. Und dabei wimmelt es von interessanten Anekdoten und viel Weisheit, die man einem Informatiker gar nicht zutrauen möchte.
Weizenbaums Botschaft ist aber nicht: "Oh, wie schrecklich ist doch der Computer". Ist er ja auch nicht. Aber man muß schon ein bißchen nachdenken, wofür man ihn verwenden sollte - und wofür nicht. Dabei geht Weizenbaum auch darauf ein, daß die Menschen auch ihre Fähigkeiten besitzen, und in vielen Dingen dem Computer überlegen sind. Und daß ist doch eine schöne Botschaft. Wir sind doch keine lebendigen Computerteile, die nur zur Bedienung da sind ... (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)