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Der entzauberte Regenbogen. Wissenschaft, Aberglaube und die Kraft der Phantasie. [Taschenbuch]

Richard Dawkins , Sebastian Vogel
4.4 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (21 Kundenrezensionen)

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Taschenbuch, 2. Januar 2002 --  

Kurzbeschreibung

2. Januar 2002
Als Newton Sonnenlicht in die Spektralfarben zerlegte, warf man ihm vor, er habe den Zauber des Regenbogens zerstört. Doch das Wunderbare wird nicht weniger wunderbar, wenn wir es erklären können, sagt Richard Dawkins und liefert ein leidenschaftliches Plädyer für die Poesie der Wissenschaft. Mit der gleichen Verve entlarvt er Aberglauben und mystischen Kult als falsch verstandne Romantik und bewusste Irreführung. Er beweist mit diesem Buch, dass Wissenschaft alles andere als kalt, trocken und langweilig ist...


Produktinformation

  • Taschenbuch: 415 Seiten
  • Verlag: Rowohlt Tb.; Auflage: 2 (2. Januar 2002)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3499613379
  • ISBN-13: 978-3499613371
  • Größe und/oder Gewicht: 19,2 x 12,6 x 2,4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.4 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (21 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 402.189 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)
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Warum setzen Dichter und Künstler in ihren Arbeiten die Wissenschaft so oft herab? Und überhaupt -- warum schneiden soviele wissenschaftliche Bücher beispielsweise gegenüber dem Telefonbuch so schlecht ab? Nachdem sich der Biologe Richard Dawkins jahrelang mit Fragen dieser Art befasst hatte, hat er in Der entzauberte Regenbogen -- einer zutiefst humanistischen Untersuchung der Wissenschaft, des Mystizismus und der menschlichen Natur -- die Themen Bedeutung und Schönheit einer weitreichenden Betrachtung unterzogen. Dawkins, auffallend willensstark in einem Berufszweig, der aus Auf-Nummer-Sicher-Gehern und Abwarten-und-Tee-Trinkern besteht, entführt den Leser auf eine Reise durch die Welten der Natur und der Kultur, davon überzeugt, dass "die Wissenschaft, in ihrer besten Form, Raum für Poesie haben sollte". Inspiriert durch die nach der Veröffentlichung seines Buches Das egoistische Gen oft gestellte Frage, "Warum stehen Sie morgens überhaupt auf?", war Dawkins fest entschlossen zu zeigen, dass es einem nicht gleich die Lebensfreude nehmen muss, wenn man die Mechanismen der Natur versteht. Abwechselnd aufschlussreich und zum Verrücktwerden, wird Der entzauberte Regenbogen nachdenkliche Leser ansprechen, seien sie nun großäugige, erstaunte Technikfreaks oder aber mürrische, Hütten bewohnende Maschinenstürmer. Vernichtenden Kritiken von Tageszeitungs-Astrologiekolumnen folgen Zitate von Blake und Shakespeare, die sich wiederum zwischen vor Geist sprühenden, leicht mitzuverfolgenden Diskussionen über Wahrscheinlichkeit, Verhalten und Evolution wiederfinden. In der Welt von Dawkins (und -- so hofft er -- auch in unserer) ist Wissenschaft Poesie. Er beschließt seine Reise, indem er auf den Autor und das Thema seines Titels hinweist, und dabei behauptet: "Ein Keats und ein Newton, die einander zuhören, können möglicherweise die Galaxien singen hören." --Rob Lightner -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

Pressestimmen

«Richard Dawkins kann etwas, das Charles Darwin nicht konnte: phantastisch erzählen.» (New York Times) -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Taschenbuch .

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
83 von 88 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Mit Poesie quer durch die Wissenschaft... 14. Mai 2003
Von isy3 TOP 500 REZENSENT
Format:Taschenbuch
... führt dieses Buch von Dawkins.

Wenn man ein gut geschriebenes Buch über ein wissenschaftliches Thema, wie zum Beispiel über Evolutionsbiologie mit einem lecker belegten, nahrhaften Kanapee vergleicht, dann hat man mit Dawkins Buch gleich ein ganzes kaltes Buffet vor sich.

Es wird die Geschichte von der Entdeckung der Lichtbrechung bis hin zur Spektralanalyse erläutert, es kommen die Quantenphysik und die Neurobiologie zur Sprache. Anthropologie und Astrophysik, Ökologie und Vererbungslehre, dazu etwas Psychologie. Alles ist rechtschaffen und sauber belegt und dabei sehr humorvoll geschrieben.

Daneben wird mit allerhand Aberglauben aufgeräumt und seine Ursachen erklärt. Hier teilt Dawkins ordentlich aus und beschreibt witzig bis beißend-ironisch die typischen Erscheinungsformen des Aberglaubens vom Regentanz bis zum religiösen Massenwahn.

In dem Buch setzt sich der Autor vehement für die Poesie und die Phantasie in der Wissenschaft ein. Es werden zu den einzelnen Themengebieten klassische Gedichte in den Wissenschaftstext eingefügt. Das macht das Buch zu einem literarischen Vergnügen. Dawkins hat auch selbst schriftstellerische Qualitäten zu bieten. Er schreibt spannend, präzise, elegant und bleibt doch stets allgemeinverständlich, und er nennt auch seine Quellen.
Da Dawkins aus dem englischen Sprachraum kommt, zitiert er natürlich hauptsächlich Keats, Shakespeare und andere, um sein Anliegen zu illustrieren. Ein vergleichbarer deutscher Wissenschaftsautor fällt mir aber nicht auf Anhieb ein; ich wünschte, wir hätten einen solchen.

Ich las das Buch mit großem Vergnügen und wachsender Begeisterung. Es ist auch ein empfehlenswertes Geschenk für wissenschaftlich interessierte Leser.

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53 von 58 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Wissenschaft trifft Kunst 16. September 2003
Von Stevo
Format:Taschenbuch
Da ist Richard Dawkins, dem Autor des "egoistischen Gens" oder des "Blinden Uhrmachers" und zoologischen Rebell, wieder einmal ein Meisterstück gelungen. Ernsthafte Wissenschaft sucht man hier vergeblich, aber wie immer gelingt es Dawkins, wissenschaftliche Theorien so aufzuarbeiten, dass sie selbst für einen Laien verständlich werden.
Das beste an diesem Buch aber ist, dass es die Schönheit der Wissenschaft herausarbeitet. Es zeigt auf, wie faszinierend wissenschaftliche Erkenntnis sein kann und welche Anregung für Musik und Dichtung sie bieten könnte.
An Dawkins begeistert mich am meisten, dass es ihm gelingt, die Dinge auf den Punkt zu bringen. An vielen Stellen denkt man einfach "Ja, genauso ist es!" Gleich die ersten Seiten, wenn er darüber philosophiert, was für Glückskinder wir doch alle sind, bieten ein sprachliches und inhaltliches Highlight. Doch am meisten fasziniert mich das letzte Kapitel "Ein Ballon zum Denken" in dem er über Miniaturisierung sowie die Entwicklung der höheren menschlichen Fähigkeiten nachdenkt und wiederum einen Beitrag zur Memetik (seinem Lieblingskind) liefert. Grundtenor: Vielleicht liegt die Zukunft der "menschlichen" Kultur im Internet und wir werden als Träger derselben überflüssig.
Meine Wertung: interessanter und anregender Lesestoff - 4 Sterne
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7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Schwierig zu bewerten 22. März 2011
Von Lulu TOP 100 REZENSENT
Format:Taschenbuch
Mit einer Bewertung dieses Buches habe ich mich sehr schwer getan. Da ist einerseits das Hauptanliegen des Buches: Wissenschaft zerstört nicht etwa die Poesie des Lebens (das Märchenhafte am Regenbogen), sondern kann selbst gute Poesie sein. Auch können wissenschaftliche Arbeiten ähnlich kreative Leistungen sein, wie echte Kunst. In allen diesen Punkten hat Dawkins meine volle Zustimmung. Ich finde es gut, dass er sich diesem meist zu wenig beachteten Thema einmal ausgiebig gewidmet hat.

Gut gefallen haben mir auch einige Detaildarstellungen, z. B. zur Funktionsweise des menschlichen Gehirns und wie es mit Informationen umgeht (11 "Die Welt wird neu verwoben"). Da merkt man, wie gut und kenntnisreich Dawkins erzählen kann.

Weiterhin ist positiv anzumerken, dass sich Dawkins nicht zum Sklaven der politischen Korrektheit macht. So heißt es etwa auf S. 372: "Und nebenbei bemerkt, muss die Größe des Gehirns bei unseren Vorfahren auch einer genetischen Steuerung unterlegen haben. Wäre es anders gewesen, hätte die natürliche Selektion nichts gehabt, worauf sie wirken könnte, und dann wäre das Gehirn in der Evolution nicht größer geworden. Aus irgendeinem Grund halten viele Menschen die Vorstellung, manche Personen seien aus genetischen Gründen klüger als andere, für einen politischen Fauxpas."

Und auf den Seiten 249-252 werden dann ganze Salven gegen die sog. feministische Wissenschaft geschossen, sodass ich sogar ein wenig schmunzeln musste.

Insgesamt ist das Buch - wie für Dawkins üblich - sehr gut geschrieben und leicht lesbar. Soviel zu den positiven Aspekten.

Als störend empfand ich die aufdringliche Arroganz, die durch viele Zeilen strömt. Ganz entsprechend heißt es auf S. 398: "Ich habe mir gerade ein Wörterbuch des zeitgenössischen Slangs gekauft, denn zu meiner Beunruhigung erfuhr ich von Amerikanern, die das Manuskript gelesen hatten, einige meiner englischen Lieblingswörter würden jenseits des Atlantiks nicht verstanden. Das Wort 'mug' zum Beispiel, das 'dumm', 'einfältig' oder 'albern' heißt, kennt man dort in dieser Bedeutung nicht."

Vielleicht aus gutem Grund. Für Dawkins sind nämlich nicht nur Kreationisten, Mystiker, Esoteriker und Gesinnungsgenossen dumm, sondern viele seiner FachkollegInnen gleich mit. Ganz hart erwischt es Stephen Jay Gould (zu dem auch noch die Beleidigungen anderer Wissenschaftler angeführt werden), aber auch Lynn Margulis und stellenweise Stuart Kauffman. Deren Ausführungen seien zum Teil schlechte Poesie.

Dabei stößt man immer wieder auf Stellen wie (287): "Das ist verführerisch, aber oberflächlich. Und es zeugt auch von Faulheit. Um zu erkennen, was sich wirklich abspielt, braucht man ein wenig zusätzliche Denkarbeit." oder (380) "Ich halte das für eine recht phantasielose Schlussfolgerung." Ich halte so etwas für unnötig bis peinlich.

Dabei glänzt Dawkins - bekanntermaßen - selbst reichlich mit eigenen Thesen, die man als sehr weit hergeholt bezeichnen könnte. Ich möchte drei solcher Passagen herausstellen:

(278): "Die entscheidende Erkenntnis des Darwinismus lässt sich in genetischen Begriffen formulieren: Die Gene, die in der Population in vielen Kopien vorhanden sind, können gut Kopien von sich herstellen, und das heißt auch, sie können gut überleben."

Tatsächlich?

(283): "Aber so einheitlich und abgegrenzt ein einzelner Wolf oder Büffel auch sein mag: Es handelt sich nur um eine zeitlich befristete Einwegverpackung. Erfolgreiche Büffel vermehren nicht sich selbst, sondern sie vermehren ihre Gene. Von der wirklichen Einheit der natürlichen Selektion muss man sagen können, dass sie eine bestimmte Häufigkeit hat. Diese Häufigkeit nimmt zu, wenn der Typus erfolgreich ist, und sie sinkt, wenn er versagt. Genau das kann man über Gene in Genvorräten behaupten, nicht aber über einzelne Büffel."

Dawkins nimmt hier etwas als gottgegeben ("muss man sagen können") an, was z. B. seitens der Systemischen Evolutionstheorie längst bestritten wird.

(395) "In meinem Buch The Extended Phenotype habe ich dargelegt, warum man den einzelnen Organismus nicht als selbstverständlich betrachten sollte. Ich meinte damit nicht das Individuum im Sinn des Bewusstseins, sondern einen einzigen, zusammenhängenden Körper, der von einer Haut eingehüllt ist und sich dem mehr oder weniger einheitlichen Zweck des Überlebens und der Fortpflanzung widmet. Dieser individuelle Organismus ist nach meiner Argumentation kein grundlegendes Element des Lebendigen, sondern er entsteht, wenn sich Gene - die zu Beginn der Evolution getrennte, gegeneinander kämpfende Gebilde waren - als 'egoistische Kooperatoren' zu Gruppen zusammentun. Der einzelne Organismus ist keine richtige Illusion - dazu ist er zu konkret. Aber er ist ein sekundäres, abgeleitetes Phänomen, zusammengesetzt durch die Tätigkeit von grundsätzlich selbständigen und sogar feindlichen Akteuren. Ich möchte die Idee hier nicht weiterentwickeln, sondern nur in Übereinstimmung mit Dennett und Blackmore den Vergleich mit den Memen einfließen lassen. Vielleicht ist das subjektive 'Ich', die Person, als die ich selbst mich fühle, eine ganz ähnliche Halbillusion. Der Geist ist eine Ansammlung grundsätzlich unabhängiger und einander sogar bekämpfender Akteure."

Ich halte eine solche Vorstellung für völlig abwegig.
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5.0 von 5 Sternen Ich wusste nicht, was mich genau erwartet
Und so war es dann auch. Im Endeffekt folgt das Buch meiner Meinung nach nicht wirklich einem durchgehenden roten Faden. Lesen Sie weiter...
Vor 1 Monat von Zufriedener Kunde veröffentlicht
3.0 von 5 Sternen nicht so gut wie Gotteswahn
Richard Dawkins hat schon bessere Bücher geschrieben, z. B. Gotteswahn. Trotzdem bereue ich es nicht, das Buch gelesen zu haben
Vor 4 Monaten von dbeckel veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Wer nicht mehr glaubt
oder zweifelt am vorgegebenen Weltbild der christlich abendländischen Kultur sollte dieses Buch unbedungt lesen. Lesen Sie weiter...
Vor 5 Monaten von Stefan Räbiger veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Unterhaltsame Einführung & Zusammenfassung des (neuen) Atheismus
Das Buch eignet sich hervorragend um sich mit Sinn und Unsinn von Religion aus der Sicht des Atheismus auseinanderzusetzen. Lesen Sie weiter...
Vor 17 Monaten von Oskar12 veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Vom Wunderbaren in der Wissenschaft
Inhalt:
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Vor 20 Monaten von sabatayn76 veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Der entzauberte Regenbogen
Ein Buch für Freidenker, die sich mit religiösen Erklärungen ihr Neugierde nicht abspeisen wollen sondern nachvollziehbare und rationelle Antworten suchen.
Vor 24 Monaten von An Na veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Wahnsinnig interressant
Dawkins hat einen sehr angenehmen Schreibstil. Es macht einfach Spass, dieses Buch zu lesen. Das Buch war echt eine Berecherung meines Lebens und ich kann nur jedem empfehlen,... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 20. Mai 2011 von Markus Müller
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