Das beeindruckendste Buch aus der Minuten-Manager-Reihe (vgl. dazu auch die Bände des bei anderen Werken als Co-Autors auftretenden K.Blanchards)! Denn hier werden Kinder zu einem besserem Verhalten angeleitet!
Auch wenn es der deutsche - im Gegensatz zum englischen - Titel nicht vermuten lassen würde: hier handelt es sich um einen weiteren Band aus der Minuten-Manager-Reihe. (Besonders empfehlenswert sind hier die Bücher "Führungsstile", "Hochleistungsteams" und "Das Verkaufstalent"; ganz hervorragend ist auch "Ja oder Nein" von Spenser Johnson).
Bereits an dieser Stelle ist der eingängie Schreibstil von Sp. Johnson hervorzuheben.
In den o.g. Büchern lernt der Leser u.a. wie man Produkte an mehr oder weniger zufriedene (erwachsene) Kunden verkauft, sowie die praktische Umsetzung einer vier-Stufen-Technik zur Führung einzelner (untergeordneter) Mitarbeiter im Betrieb und schließlich in Fortsetzung dieses Gedankens, die Anwendung des Minuten-Manager-Systems bei der Gruppenarbeit.
Während zur Durchsetzung einer gedeihlichen betrieblichen Zusammenarbeit beispielsweise in einer Forschungsgruppe auf die einzelnen Mitglieder "Druck", durch wie auch immer geartete Drohungen, ausgeübt werden könnte und unwillige und / oder unfähige Mitarbeiter durch einen Hinweis auf den drohenden Verlust des Arbeitsplatzes bw. Einbußen beim Entgelt "aufgeweckt" und "eingenordet" werden könnten, liegt es ganz offensichtlich auf der Hand, daß bei 5jährigen Kindern Drohungen mit Taschengeldentzug oder "Rausschmiß" zur Durchsetzung von Zielen und Verhaltensweisen denkbar ungeeignet sind, um dadurch eine entsprechende Veränderung des (negativen) Verhaltens herbeizuführen.
Um bei Kindern eine Änderung "vom Negativen zum Positiven herbeizuführen", müssen die Eltern in einer kindgerechten Form angemessene Ziele sowie den jeweilig lohnendsten Weg dorthin aufzeigen und - das ist nicht minder anstrengend - die Einhaltung der neuen Regelungen auch ständig überwachen.
Nach dem ersten Lesen habe ich zwischenzeitlich die (grundsätzliche) Wirksamkeit dieser Methode bei mehreren Kindern erproben können. Und weil die Methode (sogar) bei Kindern klappt, wird dadurch zugleich die Richtigkeit der den "Erwachsenen-Büchern" zugrundeliegenden Ausgangspunkte bestätigt.