Kurzbeschreibung
Gustav Hackendahl, genannt der eiserne Gustav, einst Wachtmeister bei den Pasewalker Kürassieren, ist Herr über einen florierenden Droschkenbetrieb, über dreißig Pferde, eine Frau und fünf Kinder. Doch an einem Junimorgen des Jahres 1914 ist nicht mehr alles wie sonst. Die Kinder gehen andere Wege als sein strenges Reglement vorschreibt, und in Sarajevo sind Schüsse gefallen - es wird Krieg geben. Aber Gustav Hackedahl bleibt eisern, während seine Welt birst und zusammenfällt. Spät dämmert ihm, der Kinderstube mit Kaiserhof verwechselte, daß vieles falsch gelaufen ist in seinem Leben.
Über den Autor
Rudolf Ditzen alias Hans Fallada wurde 1893 in Greifswald als Sohn eines hohen Justizbeamten geboren. Er besuchte, ohne es abzuschließen, das humanistische Gymnasium und absolvierte eine landwirtschaftliche Lehre. Zwischen 1915 und 1925 war er Rendant auf Rittergütern, Hofinspektor, Buchhalter, zwischen 1928 und 1931 Adressenschreiber, Annoncensammler, Verlagsangestellter. 1920 Roman-Debüt "Der junge Goedeschal", seit 1931 freiberuflicher Schriftsteller. Mit dem vielfach übersetzten Roman "Kleiner Mann - was nun?" (1932) wurde Fallada weltbekannt. In der Zeit des Faschismus lebte er als "unerwünschter Autor" zurückgezogen auf seinem Sechs-Morgen-Anwesen in Mecklenburg. 1945 siedelte er nach Berlin über und starb dort 1947. Weitere wichtige Werke: "Bauern, Bonzen und Bomben" (1931), "Wer einmal aus dem Blechnapf frißt" (1934), "Wolf unter Wölfen" (1937), "Der eiserne Gustav" (1938), "Geschichten aus der Murkelei" (1938), "Jeder stirbt für sich allein" (1947).
-- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe:
Broschiert
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