Kann die Location noch rauher und unwirtlicher werden als Island? Na klar, Grönland liegt doch um die Ecke! Also verfrachtet die Autorin ihre Handlung und ihre Protagonisten in die endlose Schneelandschaft. Hier sollen sie das Scheitern einer Forschungsstation und das Verschwinden einiger Mitarbeiter untersuchen. Dabei haben sie nicht nur mit dem Wetter und den Einheimischen zu kämpfen, sondern auch mit dem zunehmenden "Campkoller" und der Angst vor dem, was hier im Camp auf sie lauert...
Klingt interessant, oder? Nichts Neues (gab es so z.B. auch schon bei Akte X), aber definitiv eine gute Grundidee. Wie man die aber komplett herunterstuft, indem man alles so konfus, langatmig und klischeehaft umsetzt, wie nur möglich. Eine richtige Atmosphäre weiß die Autorin nicht zu erschaffen und auch die Inuit-Seite der Geschichte ist eher einer Telenovela ähnlich. Die Kriminalgeschichte ist unausgereift und zumindest teilweise sehr vorhersehbar.
Alles in Allem ist das Buch nicht wirklich schlecht und es liest sich auch ganz gut, wenn auch nicht eben flüssig. Die größte Schwäche ist einfach die verwirrenden Handlungssprünge, die vielen Handelnden und die ständigen Wiederholungen der immer gleichen Dialoge. Für mich grade noch 3 Sterne.