"Wie ich einmal vergaß, Schalke zu hassen" ist natürlich kein Schalke-, sondern ein Fußball-Buch. Vereins-Folklore darf man vom Journalisten Christoph Biermann (schreibt u.a. für "Der Spiegel") nicht erwarten. Es ist ein Buch, das das Fußballgeschäft einmal aus einem anderen Blickwinkel betrachtet. Losgelöst vom Tagesgeschäft und vom Starkult erzählt der Autor kleine Geschichten und Anekdoten, die mich ganz oft haben schmunzeln und nicht seltener haben nachdenken lassen. "Wie ich einmal vergaß, Schalke zu hassen" ist ein netter Zeitvertreib für alle, die beim Fußball ihren Kopf eingeschaltet lassen. Allerdings sollte man nicht jedes Wort, das Biermann schreibt, auf die Goldwaage legen.