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Ich habe einfach Glück [Taschenbuch]

Alexa Hennig von Lange
3.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (21 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Taschenbuch: 256 Seiten
  • Verlag: rororo; Auflage: 3 (2. Dezember 2002)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3499212498
  • ISBN-13: 978-3499212499
  • Vom Hersteller empfohlenes Alter: 16 - 15 Jahre
  • Größe und/oder Gewicht: 21,4 x 14,8 x 2,8 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (21 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 325.723 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Alexa Hennig von Lange
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Produktbeschreibungen

Neue Zürcher Zeitung

Überlebenskünstlerinnen im Schutzanzug

Postfeministische Mädchenbilder in Jugendbüchern Eigenartige Glückskinder bevölkern derzeit die Mädchenliteratur. Sie wachsen in brüchigen oder schon zerbrochenen Familien auf, doch alle Schwierigkeiten perlen an ihnen ab. Hinter diesen Mädchenfiguren steht ein postfeministisches Konzept: die Absage an normierte Identitätsentwürfe und die Anerkennung radikaler Differenzen. «Ich bin ein Glückskind», behauptet die 15-jährige La Vaughn. Dabei lebt sie allein mit ihrer berufstätigen Mutter im Slum, «in einem armen Viertel in einer scheusslichen Zeit». Als Kleinkind hat sie ihren Vater verloren, der zufällig in eine Schiesserei zwischen zwei Banden geraten ist. Obwohl dieses Mädchen für sein junges Leben viel Elend erfahren hat, hält es sich mit erstaunlichem Mut und Überlebensgeschick nicht nur über Wasser, sondern sogar für glücklich. Die beiden Bände «Wenn dir das Leben eine Zitrone gibt, mach Limonade draus» und «Fest dran glauben» der amerikanischen Jugendbuchautorin Virginia Euwer Wolff zeichnen in knapper, unverblümter Sprache eine Protagonistin, die flexible psychologische Abwehrkräfte entwickelt hat, eine Art imprägnierten Schutzanzug zu tragen scheint, der all die Widrigkeiten des Lebens abstösst. Im Innern dieser Hülle befindet sich ein Ich, das in Auseinandersetzung mit seiner schwierigen Umwelt immer stärker wird, ohne je in einer festen Identität zu erstarren. Während die Heldin im ersten Band bei einer siebzehnjährigen zweifachen Mutter mit Babysitting ihr Collegegeld verdienen möchte, jedoch immer mehr in deren Notsituation mit hineingezogen wird, muss sie sich im zweiten Band mit verschiedenen Zurückweisungen abfinden. Normative Vorgaben bezüglich konkreter, positiver Rollenbilder gibt es in La Vaughns Verhältnissen nicht. Flexibel muss dieses Ich offensichtlich sein, um sein fixes Rahmenziel zu erreichen: «Eines Tages, in nicht zu ferner Zukunft, würde ich hier rauskommen.» Deutsche Mittelschichtsverhältnisse Das deutsche Mittelschichts-Pendant zu La Vaughn ist Lelle. «Ich habe einfach Glück» heisst der inzwischen preisgekrönte zweite Band einer Trilogie der Berliner Autorin Alexa Hennig von Lange . Auch diese Hauptfigur ist 15 Jahre alt und schildert in Ich-Perspektive ihr Teenager-Dasein. Die Autorin vermischt das berichtete Geschehen geschickt mit Abschweifungen und Phantasien zu einem gewollt subjektiven, turbulenten Familienporträt. Lelles Leben in einer bürgerlichen Kleinfamilie verläuft – verglichen mit La Vaughns – zwar dem Schein nach harmonisch. Aus den erzählten Episoden geht allerdings hervor, dass die Schwester im Jähzorn Geigen zertrümmert, die Mutter ihre Töchter so stark überbehütet, dass diese mit dem Messer auf sie losgehen, während der Vater ständig vor allen Konflikten davonrennt. Auch in diesem Roman stellt die Heldin sich immer neu auf akute Situationen ein, schottet sich jedoch innerlich – mit lakonischer bis sarkastischer Distanz – gegen ihre nächste Umgebung ab. Nur für die Lesenden werden die Konsequenzen als Überforderung erkennbar: Lelle ist magersüchtig und verweigert so ihr Frauwerden. Wie nebenbei erzählt und von der Protagonistin unreflektiert belassen, wird diese Thematik gänzlich undogmatisch als Folge der unsicheren Identitäts- und Rollenmuster dargestellt – und dies alles mit einer solchen Leichtigkeit und Lockerheit, dass es einem kalt den Rücken hinunterläuft. Reaktion auf den Postfeminismus Warum nur werden diese weiblichen Helden von ihren Autorinnen in so missliche Verhältnisse hineingeschrieben? Dieses jugendliterarische Verfahren ist wohl als eine Reaktion auf den Postfeminismus zu sehen. Der meint nicht etwa eine Verabschiedung des Feminismus, sondern vielmehr einen konzeptionellen Wandel, nach dem binäre Festschreibungen zugunsten einer Anerkennung radikaler diskursiver Differenzen aufgegeben werden. Indem die aktuellen Mädchenbücher nun Verhältnisse kreieren, in denen konkret positive, normativ vorgegebene (Geschlechts-)Identitäten von vornherein ausgeschlossen sind, müssen ihre Protagonistinnen neue, flexible Lebensentwürfe erproben. Der amerikanische Autor Brock Cole geht dabei in seinem Roman «Was wisst ihr denn schon» sogar noch weiter als Wolff und Hennig von Lange. Ein Mord ist der Auslöser, dass Linda einer Sozialarbeiterin ihr Leben – geradezu unheimlich emotional unbeteiligt – berichtet: Ihre beziehungsgestörte, alkoholsüchtige Mutter überlässt die 13-Jährige sich selbst und lädt ihr auch noch die Verantwortung für die Geschwister auf. Ein väterlicher «Freund» hält sich Linda schliesslich als Geliebte, bis er vor ihren Augen vom Exfreund der Mutter erschossen wird. Die Strategien, die Linda wie La Vaughn und Lelle entwickelt, um zu überleben, sind freilich fragil und brüchig, lassen aber dennoch, immerhin, ganz persönliche Glücksgefühle zu, die die Lesenden in Staunen versetzen.

Perlentaucher.de

Buchnotiz zu : Frankfurter Rundschau, 13.11.2002
Dass Alexa Henning von Lange für ihr Buch mit dem Deutschen Jugendliteraturpreis ausgezeichnet wurde, war eine richtige Entscheidung, findet Petra Hartlieb. Das "Spice-Girl der Literaturszene" erzähle die Geschichte der 15 Jahre alten Lelle und ihrer ganz normalen Familie in "hingerotzten Sätzen", mit "bitterbösen Betrachtungen" und "ohne jede Interpretation". Diese Sprache, so die Rezensentin, kommt direkt aus den chat-rooms der "New Generation". Zwar sei die Autorin schon 30, könne sich aber noch gut daran erinnern, wie es sich anfühle, fünfzehn zu sein. Ob eine 15-jährige Rezensentin das auch geschrieben hätte?

© Perlentaucher Medien GmbH

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Taschenbuch
In diesem Buch leiden alle, zuvorderst Lelle - die hat eine Essstörung, ...und einen pädophilen Vater, ...und eine sich selbst verstümmelnde Schwester, ... und eine grenzdebile Mutter, ...die eine Affäre hat, ...und auf die Lelle mal eben so mit dem Messer losgeht, da gibt es dann noch den ebenfalls gestörten Nachbarsjungen, der auch leidet... und natürlich den Leser...und der leidet ganz besonders. Das liegt nicht nur an der grenzenlos unrealistischen und überzogenen Story, sondern auch an der hoffnungslos unsymphatischen Protagonistin, die mit ihrem Leid und ihrem ständigen Genörgel nur noch nervt. Literarisch arm, inhaltlich unspannend und banal ist dieses Buch leider nicht geeignet, die in Einzelform sicherlich auftretenden Problemfelder angemessen zu behandeln, sie werden, ganz im Gegenteil, banalisiert und karikiert. Verständnis für Jugendliche dieses Alters oder gar Mitgefühl kommen da nicht auf. Frau von Langes Aussage, sich immer noch gut in Jugendliche hinein versetzen zu können, muss nach diesem Roman zutiefst bezweifelt werden....wenigsten wäre dies zu hoffen....andernfalls: Prost Mahlzeit!!
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11 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Taschenbuch
Lelle. Die durch und durch gestörte Protagonistin des Buches nervt. Sie ist essgestört, hat Angst vor möglichen Übergriffen ihres Vaters, will sich mit einem Ton-Penis entjungfern, schwärmt für den "kranken" Nachbarsjungen und hat nur Müll im Kopf. Jeder ist mit 15 irgendwie gestört oder nervig oder beides, aber NICHT IMMER oder GAR AUSSCLIESSLICH !!!! Magersucht beschäftigt einen, verliebtsein auch, auch der Vater, auch die Mutter, aber immer alles gleichzeitig?! Wenig Realismus, was auch die "realistische" und offene Sprache der Autorin nicht zu überdecken vermag. Ich habe Tage gebraucht um dies Buch zu lesen, so sehr strengte es mich an mich immer wieder darauf ein zu lassen, obwohl es mich immer wieder "quälte". Bücher sollen einen bereichern - gleich welcher Art - und einem nicht die Lust am lesen verderben! Also Finger weg!
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17 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Taschenbuch
Also ich werde bald 14 und dieses Büch ist einfach zu übertrieben. Ich find das soo viele Probleme einfach in keiner Familie auftauchen und es zu weit hergeholt ist.
Besonders die Entjungverrung mit dem selbst getöpferten Penis hat mich geschockt. Hatten sie jemals Ton der nicht gebrand oder angemalt wurden ist in der Hand er ist hart und rau. Ausserdem wurde niemand auf die Idee kommen so was zu machen und man wurde es sich, glaube ich sofort wieder anders überlegen nach dem den getrocknetten Ton in der Hand gehalten hat.

Aber letzten endes bleibt es jedem selbst überlassen diese Buch zu lesen.

Die Leute die meinen das sie sich so in die Rolle eines Jugendlichen hinei versetzen können deren Kindheit muss weit zurückliegen.

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Die neuesten Kundenrezensionen
schrecklich
Dieses Buch war ein echter Fehlkauf!
Ich würde es keinem weiterempfehlen ... es ist einfach nur übertrieben, langweilig und niveaulos. Lesen Sie weiter...
Vor 14 Monaten von Sabrina Unfer veröffentlicht
Etwas enttäuscht
Ich muss sagen, dass ich von dem Buch etwas mehr erwartet hätte. Vielleicht ist es auch eher was für Jugendliche, aber mir erscheint es an manchen Stellen doch alles... Lesen Sie weiter...
Vor 21 Monaten von student87 veröffentlicht
Locker, leicht erzählt
Vier Sterne:
Die Fünf Sterne hat es meiner Meinung nicht ganz verdient, da es an machen Stellen einfach zu übertrieben ist, dennoch ist es aufgrund der... Lesen Sie weiter...
Am 23. August 2009 veröffentlicht
doppelbödig
Schon der Titel hat es in sich. Da erwartet man eher eine "heile Welt", doch was die 15jährige Protagonistin in der Ich-Perspektive von sich und ihrer Familie zu erzählen... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 12. Januar 2008 von nora
Übertrieben... lustig!
Ich habe während ich, um mich vor meinen Deutschhausaufgaben zudrücken, in meinem Deutschbuch herumgeblättert hab plötzlich einen Ausschnitt aus dem Buch... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 20. November 2007 von Peter Heinrich
ein gutes Buch
Das Buch "ich habe einfach Glück" ist ein schönes Buch für Jugendliche zwischen 13 und 15 jahren. Ich selbst habe es vor ca 3 jahren gelesen. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 16. September 2006 von lisa
Das ganz normale Familienchaos?
Eine Mutter, die sich die ganze Zeit einen Herzinfakt herbeisehnt, ein Vater, der bei jedem Problemchen ins Geschäft fährt, oder im Keller Schuhe putzt, eine Schwester,... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 17. Mai 2006 von Lela
Lelle und ihre Welt
Ich musste ein Buchreferat in der Schule halten, bin in die Bücherrei gegangen und nach 10 Minuten suchen viel mir dieses Buch von Alexa Hennig auf - "Ich habe einfach... Lesen Sie weiter...
Am 27. Februar 2006 veröffentlicht
Naja
Von einem Buch das den Jugendliteraturpreis 2001 gewonnen hat,hätte ich echt mehr erwartet.Das Buch ist ja gut geschrieben doch den den Inhalt finde ich sehr verwirrend. Lesen Sie weiter...
Am 23. August 2005 veröffentlicht
Habe schon besseres gelesen...
Wir nahmen dieses Buch gerade in Deutsch durch und ich finde es ziehmlich zu weithergeholt.
Lelle lebt in einer ziehmlich gestörtwen Familie und jeder hat seine eigenen... Lesen Sie weiter...
Am 15. April 2005 veröffentlicht
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