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Ende eines Familienromans. Roman.
 
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Ende eines Familienromans. Roman. [Broschiert]

Peter Nadas
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Taschenbuch EUR 7,50  
Broschiert, 1993 --  
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Produktinformation

  • Broschiert: 184 Seiten
  • Verlag: Rowohlt TB-V., Rnb.; Auflage: Neuübers. (1993)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3499133105
  • ISBN-13: 978-3499133107
  • Größe und/oder Gewicht: 18,8 x 11,4 x 1,4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 890.108 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Péter Nádas
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Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Peter Nadas' Roman führt ins Ungarn der Stalin-Ära und der Schauprozesse, doch behandelt er die Zeit nicht nach politschen Denkschemata, sondern aus der Kinderperspektive. Ein kleiner Junge berichtet vom Terror der totalitären Außenwelt, in die sein Vater verstrickt ist, von der zweitausendjährigen Leidensgeschichte des Judentums, die ihm sein Großvater erzählt hat, und vom mythischen Universum seiner Kindheit. Die literarischen Möglichkeiten dieses keineswegs naiven Blickwinkels nutzt Nadas, um das ganze Ausmaß des psychischen Skandals jener Jahre vor Augen zu führen.

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Dazwischen 12. Juni 2003
Format:Gebundene Ausgabe
" Und als Gott aus dem sechsten Himmel auf uns herabblickte, nahm ein König den Abraham, der früher Abram genannt wurde, eine seiner Frauen weg, womit er sich gegen das Glück der Familie versündigte." So endet das Frage- und Antwortspiel, in dem der jüdische Großvater seinem Enkel, dem Ich-Erzähler in Peter Nadas`Erzählung "Ende eines Familienromans " , erklärt, warum sich Gott in den siebten und letzten seiner Himmel zuurückgezogen habe, weit von der Welt der Menschen entfernt. Das Kind versteht. Seine Welt ist keine heile Welt, in der es sich gut leben lässt. Allenfalls im Spiel mit den Nachbarskindern entsteht ein Leben, das es sich erträumt. Zwischen Flieder- und Haselnusssträuchern, unter einem Holunderstrauch (!) gibt es im Spiel eine Mutter, die in der Küche mit dem Geschirr klappert, einen Vater, der Geschichten erzählt,und ein Kind, das zu Bett gebracht wird. Vollständige Familen gibt es in der realen Welt der Kinder nicht. Der Vater der Freunde ist schon im Ausland und eines Tages fehlt die ganze Familie. Ein anderes Kind vermerkt, dass es selbst ja wenigstens nicht mit diesen Kindern befreundet gewesen sei. Bedrohlich ist auch das Leben des Vaters, der ab und zu in Uniform auftaucht und wieder verschwindet. Ein Streit zwischen Vater und Großvater lässt die Spannungen deutlich werden. Der Großvater bittet für einen verhafteten Freund, der Vater aber wehrt ab, er sei selbst das Wild und nicht der Jäger. Das hehre Pathos des Großvater kotze ihn an.
Ein Fisch, von der Großmutter gekauft und am Ende vom Großvater zerlegt, wandert durch das Buch wie die Fische auf den Bildern Chagalls. Der Tod des Fisches und der Tod der Großeltern bilden eine Einheit.
Dem Vater wird wegen Staatsverrat der Prozess gemacht und das Kind wird in ein Internat gebracht, wo es umerzogen werden soll. Es hat keine Zukunft, denn das Buch endet mit einem vermutlich tödlichen Sturz.
Peter Nadas verleiht seinen Figuren Leben, indem er sie Geschichten erzählen lässt. Das ist sehr reizvoll, auch wenn die Erzählungen manchmal überdehnt werden. Er wechselt ständig die Zeitebenen, so dass ein konzentriertes Lesen nötig ist.
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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Ein Kunde
Format:Taschenbuch
Die Geschichte erzählt von einem Jungen namens Peter Simon. Er wächst bei seinen Grosseltern in Ungarn während der 50er Jahre auf. Seine Mutter ist verstorben, sein Vater ist Parteioffizier und kommt nur selten zu Besuch. Zum lesen ist die Geschichte sehr verwirrend, da sie nicht chronologisch geordnet ist und gewisse Ereignisse, wie z.B. der Tod des Grossvaters, der Grossmutter und seines Hundes, mehrmals geschildert werden. Der Junge beschreibt auch seine Träume, was zum lesen äusserst anstrengend ist, da es sehr abstrakte Situationen sind. Ausserdem ist der Text nicht in Abschnitte gegliedert und somit sind Themenwechsel nur sehr schwer ersichtlich. Der Schreibstil ist darauf zurückzuführen, dass die Geschichte aus der Sicht eines kleinen Jungen erzählt wird. Leider stimmt die Sprache nicht damit überein, da sie für ein Kind oft zu philosophisch und intelektuell gewählt ist. Ein zentrales Thema des Buches ist die Geschichte des Judentums. Wie es die Tradition verlangt, erzählt der Grossvater die Ueberlieferungen seiner Vorfahren seinem Enkel Peter. Die verschiedenen Generationen sind in sieben Kreise eingeteilt, Peter Simon befindet sich im siebten Kreis. Im Judentum ist die Zahl sieben eine vollkommene und heilige Zahl. Diese Tatsache, der unklare Schluss und das Motiv "Tod", das sich durch das ganze Buch zieht, lassen uns daraus schliessen, dass der Junge am Ende des Buches stirbt. Wir fanden das Buch sehr mühsam zu lesen, eben wegen dieser Verworrenheit und der vielen Unklarheiten, die bis zum Schluss nicht gelöst werden. Was geschieht mit Peters Vater und was ist genau dessen Beruf? Was bedeuten Peters Träume und die Geschichten, die er und seine Freunde erzählen? Viele Fragen bleiben offen, aber wer bereit ist, Zeit in dieses anspruchsvolle Buch zu investieren, der wird es sicher nicht bereuen. Man gewinnt einen interessanten Einblick in die ungarische Geschichte während des totalitären Regimes und in die des Judentums - einmal auf eine ganz andere Art!
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Etwas abschreckend 6. April 2012
Von Glabowski
Format:Taschenbuch
Dieses Buch ist etwas besonderes. Die Sprache des Autors ist wunderbar und nicht schwer oder gar hölzern. Schwierig gestaltete sich für mich eher der Zugang zum Plot und auch mein mangelndes Interesse an dem Thema, die die vorigen Rezensenten schon ansprachen. Sowas hat man natürlich öfter, es gibt so viele Bücher für deren Thema man sich erst nicht brennend interessiert sondern erst überhaupt einmal etwas vom Autor lesen will. Bei guten Büchern wird dann auch das Interesse automatisch geweckt indem der Leser die Erzählung liest und die Figuren sehr mag oder hasst, jedenfalls entwickeln sich Gefühle. Hier ist es mir nicht passiert, leider. Denn ich versprach mir sehr viel von diesem Buch. Einzelne Geschichten die hier erzählt werden sind wirklich blendend, einfach nur groß (z.B. wo der Junge von seiner Eva spricht oder den Großeltern), andere dann eher nicht (z.B. wo der Großvater dem Enkel erklärt warum er Simon heiße, was das bedeute im Zusammenhang mit dem Judentum usw.). Nicht dass ich mich für so etwas nicht begeistern kann, mir erscheint gerade jene Schilderung als äußerst verrückt und stößt mich ab, da der Großvater hier wohl aauch in seinen letzten Lebenszügen ist und nicht mehr ganz bei Sinnen ist. Der Stalinismus spielt auch eine große Rolle hier, jedoch ist durch die eigenwillige Umsetzung der Plot nicht greifbar, denn er verschwindet förmlich in den Geschichten zwischen den Geschichten. Teilweise gibt es auch traumsequenzhafte Erzählungen des Jungen, der der Hauptprotagonist hier ist, mir haben auch sie nicht gefallen, auch wenn die Sprache sehr angenehm ist und vielschichtig dabei bleibt. Auch wenn ich sehr konzentriert lese, springt der Funke nicht über, zumal Nadas manchmal mit einem Satz von Zeitebene zur anderen huscht, sowas kann mitunter frustrieren aber wirkt auch innovativ in der Form. Bei Uwe Johnson fand ich so etwas aber besser gelöst oder bei Faulkner. Dadurch dass auch keinerlei Absätze in dem Buch existieren wird es dem Leser noch schwerer gemacht dran zu bleiben. Ich lese wirklich gerne auch anspruchsvolle Literatur die sich gerne auch in Traumprosa verliert (Wolfgang Hilbigs Alte Abdeckerei) hier finde ich aber keinen Zugang oder wenn, dann nur für ein paar Seiten. Sehr schade, denn eigentlich wollte ich die Parallelgeschichten von Nadas lesen, dieses Buch hier galt als Appetithäppchen. Nun traue ich mir größere Werke von Peter Nadas nicht mehr wirklich zu.
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