Mit dem 'Tod eines Centurio' ist es John Maddox Roberts wieder einmal gelungen, die römische Geschichte lebendig dem Leser nahezubringen. Allen, denen Caesars 'de Bello Gallico' zu langatmig ist, können hier einen Ausschnitt dieses Werkes 'live' miterleben und dem Lagerleben der X. Legion in der Nähe des heutigen Genfer Sees nachempfinden. Wieder einmal wird der Held seiner SPQR-Reihe, Decius Metellus, in den Strudel der politischen Wirren seines Umfeldes hineingezogen. Während seiner Ermittlungen zum Tod der 'Mutter der Legion', dem Pilus Primus, macht er sich wieder einmal bei so ziemlich seinem kompletten Umfeld so unbeliebt wie nur möglich und gerät von einer haarsträubenden Situation in die nächste. Dabei bringt Roberts wieder einmal gekonnt seine (für einen Römer) 'jugendliche Flegelhaftigkeit in Szene. Trotz allem erfährt der Leser vieles über den Verlauf der gallischen Krieges, die Bräuche und Sitten der Gallier und Germanen, ohne dabei jemals schulmeisternd zu wirken. John M. Roberts beweist in diesem Roman wieder einmal, das historische Romane nicht immer langatmig, kompliziert und todernst sein müssen, um die hervorragenden Recherchen des Autors zu betonen. Jedem, dem es beim Thema 'Römische Geschichte' graut, wird hier eines besseren belehrt. Ein auf jeden Fall lesenswertes und interessantes Buch, auch für Leute, die bisher nicht viel vom römischem Leben wissen. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)