James N. Frey sagt es ganz klar: Die Grundprinzipien des Thrillers kennt man seit tausenden von Jahren, seit Homers Odysseus. Und man erzeugt Spannung nicht dadurch, dass man dem Leser etwas vorenthält, sondern durch das, was man dem Leser zeigt, was Appetit auf künftige Ereignisse in der Geschichte macht.
Der Schurke ist dabei der neue beste Freund des Autors, weil er für den Plot hinter dem Plot sorgt, oder zumindest die böse Kraft verkörpert. An ihm misst sich die Stärke des Helden, denn der Schurke ist stets erbarmungslos und clever, und anscheinend nicht aufzuhalten. Wie man einen solch starken Schurken und den dazu passenden Helden kreiert, erklärt James N. Frey anhand etlicher Literatur- und Film-Beispiele, ebenso wie das geschickte Plotten. Ziel des Schreibens ist es immer, den Leser durch die Magie der Geschichte zu fesseln. Und das bedeutet auch, dem Leser nicht nur Versprechungen zu machen, sondern diese auch zu halten.
Fazit: '"Wie man einen verdammt guten Thriller schreibt'" punktet vor allem durch die zahlreichen anschaulichen und sehr gut analysierten Beispiele. Darunter sind Thriller-Vorbilder wie 'Der Schakal', 'Alien', 'James Bond', 'Die Bourne-Trilogie', 'Der Knochenjäger', 'The Green Mile' oder 'Sakrileg'. Wer also genau solche Analysen sucht, ist mit diesem Ratgeber gut bedient.
Zum Schluss noch ein Hinweis: Bevor man sich mit Freys Thriller-Ratgeber beschäftigt, sollte man mit den Grundlagen aus 'Wie man einen verdammt guten Roman schreibt Teil 1' vertraut sein und schon über etwas Schreiberfahrung verfügen.