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Für einen Bissen Fleisch
 
 
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Für einen Bissen Fleisch [Broschiert]

Karlheinz Deschner
4.4 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (5 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Broschiert: 88 Seiten
  • Verlag: Asku-Presse / Asku Books; Auflage: 3., Aufl. (2011)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3930994100
  • ISBN-13: 978-3930994106
  • Größe und/oder Gewicht: 19,4 x 12 x 1,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.4 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (5 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 630.478 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Karlheinz Deschner
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Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

"Da die Krone der Schöpfung der Mensch, die Krone des Menschen der Pfaffe ist, läßt sich von ihm für das Tier am wenigsten erhoffen. Auch befiehlt, auf der ersten Bibelseite, Gott selber seinen Ebenbildern, zu >herrschen über die Fische im Meer und die Vögel unter dem Himmel und über das Vieh und alle Tiere des Felds<. Um gleich abermals zu heischen: >... und machet sie euch untertan und herrschet ...< Und dann noch einmal: >Furcht und Schrecken vor euch über alle Tiere ... in eure Hände seien sie gegeben. Alles, was sich regt und lebt, sei eure Speise< - zwar ein >Kulturbefehl< angeblich, >ein Imperativ der Freude und Fröhlichkeit<, tatsächlich das umfassendste Unterjochungs- und Todesverdikt der Geschichte, infernalischer Auftakt der Deformierung eines Sterns zum Schlachthaus." Karlheinz Deschner

Autorenporträt

Karlheinz Deschner, geboren 1924 in Bamberg. Im Krieg Soldat; studierte Jura, Theologie, Philosophie, Literaturwissenschaft und Geschichte. Sein Roman -Die Nacht steht um mein Haus- (1956) erregte Aufsehen, das sich ein Jahr später bei Erscheinen seiner Streitschrift -Kitsch, Konvention und Kunst- zum Skandal steigerte. Seit 1958 veröffelntlicht Deschner seine entlarvenden und provozierenden Geschichtswerke zur Religions- und Kirchenkritik. Der forschende Schriftsteller lebt in Haßfurt am Main. 1988 wurde er mit dem Arno-Schmidt-Preis ausgezeichnet.


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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Vegetarierbund TOP 1000 REZENSENT
Format:Broschiert
In den vergangenen Jahrzehnten war Karlheinz Deschner mit der Abfassung seiner großangelegten und vielbändigen Kriminalgeschichte des Christentums vollauf beschäftigt. Daher ist "Für einen Bissen Fleisch" leider nur ein schmaler Band geworden. Stünde ihm ein zweites Leben zur Verfügung - dies äußerte Deschner in persönlichen Verlautbarungen wiederholt -, würde er es der Sache der Tiere verschreiben.

Der Band vereint intensive Aphorismen und kleinere Beiträge Deschners, die als Beiprodukte seiner Kriminalgeschichte des Christentums angesehen werden können. Ihr Grundton: Die größte Tragödie auf Erden ist nicht die menschliche, sondern die der Tiere; und das Christentum hat eine schreckliche Schuld daran, dass es dazu gekommen ist.

"Da die Krone der Schöpfung der Mensch, die Krone des Menschen der Pfaffe ist, lässt sich von ihm für das Tier am wenigsten erhoffen." Um das zu benennen, was Deschner dem Christentum als Kulturkriminologe vorwirft, müsste man das Wort Tierschmähung erfinden. Er belegt seinen Standpunkt mit biblischen Kulturbefehlen wie diesem: "Furcht und Schrecken vor euch über alle Tiere... in eure Hände seien sie gegeben. Alles, was sich regt und lebt, sei eure Speise." Mildernde Umstände lässt Deschner nicht gelten.

Zwar brüste sich die Christenheit damit, das Tieropfer schon in ihrer Frühzeit abgeschafft zu haben, was durchaus zutreffe. "Und doch hat sie mehr Tiere geopfert als jede andere Religion - nur nicht mehr Gott, sondern dem eigenen Bauch."

Für den Umstand, keine umfassende Kriminalgeschichte des Fleischkonsums vorgelegt zu haben, entschädigt uns Deschner mit unsterblichen Aphorismen wie folgendem: "Die Speisekarte - das blutigste Blatt, das wir schreiben."

Der Band schließt mit einem Nachwort von Nelly Moia, in dem die Autorin der Frage nachgeht, wie es die "biblisch infizierte Gesellschaft der Tierschänder" geschafft hat, die Menschen so einzulullen, dass sie ihren Leithammeln blind folgen, ohne zu merken, dass etwas nicht stimmt: Wie es sein kann, dass ein allgütiger Schöpfer zahllose seiner tierischen Geschöpfe entschädigungslos zugrundegehen lässt.

Ein Buch ohne Furcht und Tadel, wäre da nicht der Umstand, dass andere Kulturen offenbar keine christlichen Kulturbefehle nötig hatten und nötig haben, um sich gegen Tiere vergleichbar schändlich zu verhalten. Deschner findet in der Bibel "das umfassendste Unterjochungs- und Todesverdikt der Geschichte, infernalischer Auftakt der Deformierung eines Sterns zum Schlachthaus."

Nebenbei erwähnt er tierverachtende Tendenzen im Islam. Aber auch in den nicht jüdisch-christlich-moslemischen Teilen unseres Planeten ereignet sich das, was Deschner mit Gandhi das schwärzeste aller Verbrechen nennt. Von daher verliert der von ihm konzipierte Gegensatz zwischen dem "Monismus der alten Asiaten, Indianer" einerseits und den "monotheistischen Gottesanbetern" (Juden, Christen, Moslems) andererseits leider täglich an Bedeutung, weswegen "Für einen Bissen Fleisch" von den Angehörigen aller Kulturen gelesen werden sollte.

Karim Akerma, Vegetarierbund Deutschland e.V. (www.vebu.de)
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28 von 32 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Ein Kunde
Format:Broschiert
Inhalt: Dass man Tiere ohne moralische Bedenken grausam behandeln und ausbeuten darf, sind die Folgen einer anthroprozentischen Denk- und Lehrweise der christlichen Kirchen, die ihren Anhängern suggerieren, daß der Mensch der Mittelpunkt der Welt sei und es Gottes Wille ist, daß alle Kreaturen den menschlichen Bedürfnissen zur Verfügung stehen sollen. Diese zentrale These wird natürlich von Deschner genaustens belegt und er entlarvt so eine wichtige Wurzel der weitverbreiteten, gewinnorientierten Mensch/Tierbeziehung.

Aufbau: kleines Büchlein mit umfassendem hinführenden Teil und sehr gutem Nachwort. Die Kürze ist eine der großen Stärken dieses Buches, da die Qualität des Inhaltes stimmt.

Fazit: hochinteressante und gut verständliche Analyse der ethischen und religiösen Zusammenhänge von Kirche, Mensch und Tier, empfehlenswerte für Tierschützer, Philosophen, und Einsteiger in diese Thematik.

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6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Broschiert
Mit einer ungezähmten Wut fällt Deschner über die fleischfressenden, tierquälenden Christen und Menschen her. Anfangs mit einigen Aphorismen. Dann hält er den Testamentlern die eigenen Aussagen vor und überführt sie damit der Lüge. Das Nachwort von Nelly Moia hat mich ein wenig geärgert:
Sie ergänzt über ca. 25 Seiten - weit weniger brilliant, weit weniger tiefsinnig, aber durchaus lesenswert Deschners Ausführungen, sofern diese der Ergänzung bedürfen. Sich selber als "Pfaffenfresserin" bezeichnend, ist sie eine feministische Tieschützerin aus Luxemburg, geb. 1938. Sie bemängelt in diesem (oder auch den anderen Werken?) Deschners den mangelhaften Einsatz Deschners für die Rechte der Frauen - erstens tritt Deschner immer wieder als machtvoller Ankläger der Kirche und des Christentums für die Rechte der Frauen ein, stellt deren Unterordnung bloß seit zwei Jahrtausenden, besonders in seinem Werk "Das Kreuz mit der Kirche - über den Umgang mit der Sexualität" - zweitens ist das nicht Deschners Hauptaufgabe. Seine Aufgabe ist, die Kirche und das Christentum anzuklagen, er kann nicht auch noch die Frauen retten - schön wärs, wenn er's könnte. Fünf Sternderln für Deschner, drei für Moia, macht im Schnitt vier.
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