Dieses Buch ist eine Wohltat: Die unterschiedlichsten Mütter erzählen aus ihrem Leben, wie der Alltag abläuft, wie es ist mit den Kindern, dem Mann der Arbeit. Manche Frauen leben mit Familie, andere alleinerziehend, manche sind berufstätig, manche nicht. Irgendeiner Gruppe gehört schließlich jede Mutter an, und man denkt doch oft, nur einem selbst geht es so, daß einen sofort das schlechte Gewissen piesackt, wenn man mal nicht auf Abruf für die lieben Kleinen parat steht, spielt, kocht, was auch immer. Das ist das Gute an diesem Buch: Man merkt, daß es anderen Müttern so ähnlich geht wie einem selbst, man findet sich in fast allen Erzählungen mehr oder weniger wieder, und man wirft ganz schnell Vorurteile über Frauen über Bord, die vielleicht anders leben als man selbst (also für mich heißt das, daß ich die ?Hausmütterchen? jetzt ganz anders sehe, letztlich wollen alle nur Gutes für unsere Kinder...). Mich hat das Buch beruhigt, denn ich habe gemerkt: Auch ich bin nicht besser oder schlechter als andere, eigentlich völlig okay als Mutter. Eine tolle Leseerfahrung. Was auch gut war: Auch ein Vater, der sich zu Hause um die Kinder kümmert, hat seine Geschichte eingebracht; zwei junge Frauen, die noch keine Kinder haben, erzählen ganz lebendig, warum sie keine wollen beziehungsweise eben doch welche möchten.
Fazit: Voll aus dem Leben, kein Super Nanny Wahnsinn, nichts Abgedrehtes, einfach nur herrlich normal aus dem Alltag und dabei sogar unterhaltend. Werde ich oft an Freundinnen verschenken...