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Sergio Leones Klassiker
Für eine Handvoll Dollar war der Startschuss für den Italowestern und für eine der größten Filmkarrieren überhaupt: die Rede ist von Clint Eastwood.
Es gibt in der gesamten Filmgeschichte nur wenige Filme, die ihr Genre grundlegend veränderten. Für eine Handvoll Dollar verwandelte den Western für immer. Großartige Meilensteine des Genres wie Sam Peckinpas The Wild Bunch oder sogar später Eastwoods Unforgiven wären ohne diesen Film schlichtweg undenkbar. Und für Leone selbst war Für eine Handvoll Dollar bekanntermaßen der Auftakt der Dollartrilogie, in der er immer konsequenter an den Möglichkeiten seiner stylistischen Vision, einer Symbiose aus Western und Oper, wenn man so will, schraubte.
Die Handlung orientiert sich stark an Akira Kurosawas Meisterwerk Yojimbo, dennoch ist es wohl eher irreführend von einem Remake zu sprechen. Die Bedeutung des Films ist vor allen Dingen auf der formalästhetischen Ebene zu finden. Die Handlung selbst ist vergleichsweise unspektakulär, die Art und Weise wie Leone die Geschichte erzählt, umso spannender. Zu Beginn des Films taucht ein gewisser Joe (Clint Eastwood) im mexikanischen Kaff San Miguel auf. Wenig später liegen vier Typen tot im Staub. Sie hatten sich über seinen Esel lustig gemacht. Joe hat keine Vergangenheit und würde er nicht unfassbar schnell und behende mit seinem Schießeisen umgehen, er hätte sicher auch keine Zukunft. In dem gottverlassenen Nest kämpfen zwei vergleichbar geldgierige Familien um die Vormachtstellung: die Baxters und die Rojos. Joe entscheidet sich die Klans gegeneinander auszuspielen. Er hat es aufs Geld abgesehen.
Selbst aus dieser kurzen Inhaltsangabe lässt sich Leones Wille zur Dekonstruktion ablesen. Man kann sich heute den Schock nicht mehr vorstellen, den der Film damals ausgelöst haben muss. Ein Held, der wie alle anderen Figuren vollkommen amoralisch handelt, ein Sarkasmus, der respektlos mit abgehangenen Klischees aufräumt. Dazu kam der ennervierend opulente Score von Ennio Morricone, die pathetischen Streichersätze, die immer kurz davor schienen ins Atonale abzugleiten. Überhaupt eine ungewöhnlich sorgsame Behandlung der Tonspur, die erzählend in die Geschichte eingreift. Man hat später oft vom Realismus des Italo- oder Spaghettiwesterns gesprochen. Die Besetzung der Nebenrollen bis hinein ins Heer der Statisten mit schmierigen Personal, die Close-ups von bohnenfressenden Widerlingen oder die durchgehend dreckverschmierte Kleidung der Protagonisten: bei aller filmhistorischen Bedeutung ist und war immer auch und gerade ein B-Movie, der sich seine Freiheiten mit niedrigem Budget und verschärften Produktionsbedingungen erkaufen musste. --Thomas Reuthebuch
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Ein namenloser Fremder kommt in ein Dorf in New Mexico, das von zwei rivalisierenden Gangster-Banden terrorisiert wird. Der clevere Revolverheld erkennt die Situation und lässt sich von beiden Familien anheuern, um sie zu seinen Gunsten gegeneinander auszuspielen und sich von beiden rechtschaffen bezahlen zu lassen. Als beide Seiten am Boden liegen, wird das Gold in den Taschen des Fremden unübersehbar schwerer und schwerer.
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Bahnbrechener Spaghetti-Western von Sergio Leone, der die Karriere von Clint Eastwood einleitete. Da Leone 1964 noch nicht darauf vertraute, dass das Publikum in dieser rein amerikanischen Domäne einen italienischen Film für glaubwürdig halten könnte, nannte er sich selbst Bob Robertson. Die Sorge war unbegründet: "Für eine Handvoll Dollar" wurde ein Welterfolg, brachte ein Sequel hervor und etablierte den Italowestern als eigenständiges Subgenre - zu einer Zeit, zur der dem US-Western merklich die Luft ausgegangen war. Der Film ist ein verkapptes Remake des japanischen Samurai-Films "Yojimbo, der Leibwächter" von Akira Kurosawa.
Blickpunkt: Film
Der Anfang des Italo-Westerns und der Karriere von Clint Eastwood, in dem ein einsamer Unbekannter zwei rivalisierende Gangstersippen, die ein Dorf in New Mexico unsicher machen, gegeneinander ausspielt und sich dafür von beiden Seiten gut bezahlen läßt.
Blickpunkt: Film Kurzinfo
Beginn der Ära von Spaghetti-Western und Clint Eastwood: Ein einsamer Unbekannter spielt zwei rivalisierende Gangstersippen in New Mexico gegeneinander aus.
Kurzbeschreibung
Ein unbekannter kommt nach Miguel, einem Nest an der mexikanischen Grenze. Die Einwohner nennen ihn einfach Joe. Schnell gewinnt er an Popularität: Zielsicher schießt er gleich vier Sippenangehörige der rivalisierenden Baxters und Roccos nieder. Aber es bleiben immer noch genug Schurken übrig, die den Ort beherrschen und terrorisieren. Joe verdingt sich bei den Roccos. Mit List aber hält er sich bei dem Überfall auf einen Geldtransport heraus. Joe erfindet einfach die Geschichte von zwei den Transport begleitenden Soldaten, die überlebt hätten und als mögliche Zeugen der Tat sich jetzt verwundet auf dem Friedhof aufhielten. Das verwirrt die Roccos. Sie wollen die vermeintlichen Mitwisser mundtot machen. Nach der wilden Schlacht auf dem Friedhof wird den Roccos klar, dass Joe falsch spielt. Sie schlagen ihn halbtot. Trotzdem kann er entkommen, nachdem er vorher noch das Haus in Brand gesteckt hat. Die Roccos glauben nun, er sei bei den Baxters. Sie zünden deren Besitz an und schießen alle Mitglieder der Sippe nieder. Joe bleibt verschwunden, und als er unvermutet wieder auftaucht, tötet er die letzten fünf Roccos. Mit dem erbeuteten Gold zieht er weiter.
Produktbeschreibungen
Joe (Clint Eastwood) ist ein cooler, schweigsamer Revolverheld. Seine Markenzeichen sind ein Zigarillo im Mundwinkel und der Poncho. Wie gut er wirklich ist, lernen ein paar Banditen in einem kleinen Nest nahe der mexikanischen Grenze auf die harte Tour: Als sie ihn herausfordern, legt er die vier Ganoven zielsicher um. Joe erkennt, dass der Ort von zwei rivalisierenden Familien beherrscht wird, den Roccos und den Baxters. Er sieht seine Chance, die beiden Clans gegeneinander auszuspielen, und verdingt sich bei den Roccos "Für eine Handvoll Dollar". Doch Joe treibt sein eigenes Spiel - bis zum letzten,