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Für eine Handvoll Dollar


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Produktinformation

  • Darsteller: Clint Eastwood, Marianne Koch, Wolfgang Lukschy, Gian Maria Volonté, Sieghardt Rupp
  • Komponist: Ennio Morricone
  • Künstler: Massimo Dallamano, Arrigo Colombo, Sergio Leone, Roberto Cinquini, Duccio Tessari, Giorgio Papi, Victor A. Catena
  • Format: Dolby, PAL, Widescreen
  • Sprache: Deutsch (Dolby Digital Mono), Englisch (Dolby Digital Mono), Englisch (5.1 Upmix)
  • Untertitel: Deutsch, Englisch
  • Region: Region 2
  • Bildseitenformat: 16:9 - 2.35:1
  • Anzahl Disks: 1
  • FSK: Freigegeben ab 16 Jahren
  • Studio: Universum Film GmbH
  • Erscheinungstermin: 22. Februar 2013
  • Produktionsjahr: 2005
  • Spieldauer: 96 Minuten
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.4 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (192 Kundenrezensionen)
  • ASIN: B00A990CRS
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 5.618 in DVD & Blu-ray (Siehe Top 100 in DVD & Blu-ray)

Rezensionen

Kurzbeschreibung

Clint Eastwood wurde als der "Mann ohne Namen" mit dem halben Zigarillo im Mund und dem Poncho weltberühmt - für eine Rolle, für die er (im Vergleich zu heute) tatsächlich nur eine "Handvoll Dollar" bekam... Eastwood, in diesem Film ein zynischer Revolverheld, lässt sich vom Rojo-Familienclan anheuern, um im Bandenkrieg gegen die Baxters, die die Stadt ebenfalls für sich beanspruchen, seine tödlichen Fähigkeiten unter Beweis zu stellen. Doch der Mann ohne Namen hat seine eigenen Pläne - und beginnt, die rivalisierenden Clans gegeneinander auszuspielen. Sein Plan, dabei auch an das Gold der Rojos zu gelangen, wird jäh von dem wahnsinnigen Ramon gestört - und bald stehen sich die Rojos und der Fremde in einem finalen Duell gegenüber.

Erstmals inklusive der Wiederaufführungs-Synchronisation von Rainer Brandt von 1979/1980!

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Sergio Leones Klassiker Für eine Handvoll Dollar war der Startschuss für den Italowestern und für eine der größten Filmkarrieren überhaupt: die Rede ist von Clint Eastwood.

Es gibt in der gesamten Filmgeschichte nur wenige Filme, die ihr Genre grundlegend veränderten. Für eine Handvoll Dollar verwandelte den Western für immer. Großartige Meilensteine des Genres wie Sam Peckinpas The Wild Bunch oder sogar später Eastwoods Unforgiven wären ohne diesen Film schlichtweg undenkbar. Und für Leone selbst war Für eine Handvoll Dollar bekanntermaßen der Auftakt der Dollartrilogie, in der er immer konsequenter an den Möglichkeiten seiner stylistischen Vision, einer Symbiose aus Western und Oper, wenn man so will, schraubte.

Die Handlung orientiert sich stark an Akira Kurosawas Meisterwerk Yojimbo, dennoch ist es wohl eher irreführend von einem Remake zu sprechen. Die Bedeutung des Films ist vor allen Dingen auf der formalästhetischen Ebene zu finden. Die Handlung selbst ist vergleichsweise unspektakulär, die Art und Weise wie Leone die Geschichte erzählt, umso spannender. Zu Beginn des Films taucht ein gewisser Joe (Clint Eastwood) im mexikanischen Kaff San Miguel auf. Wenig später liegen vier Typen tot im Staub. Sie hatten sich über seinen Esel lustig gemacht. Joe hat keine Vergangenheit und würde er nicht unfassbar schnell und behende mit seinem Schießeisen umgehen, er hätte sicher auch keine Zukunft. In dem gottverlassenen Nest kämpfen zwei vergleichbar geldgierige Familien um die Vormachtstellung: die Baxters und die Rojos. Joe entscheidet sich die Klans gegeneinander auszuspielen. Er hat es aufs Geld abgesehen.

Selbst aus dieser kurzen Inhaltsangabe lässt sich Leones Wille zur Dekonstruktion ablesen. Man kann sich heute den Schock nicht mehr vorstellen, den der Film damals ausgelöst haben muss. Ein Held, der wie alle anderen Figuren vollkommen amoralisch handelt, ein Sarkasmus, der respektlos mit abgehangenen Klischees aufräumt. Dazu kam der ennervierend opulente Score von Ennio Morricone, die pathetischen Streichersätze, die immer kurz davor schienen ins Atonale abzugleiten. Überhaupt eine ungewöhnlich sorgsame Behandlung der Tonspur, die erzählend in die Geschichte eingreift. Man hat später oft vom „Realismus“ des Italo- oder Spaghettiwesterns gesprochen. Die Besetzung der Nebenrollen bis hinein ins Heer der Statisten mit schmierigen Personal, die Close-ups von bohnenfressenden Widerlingen oder die durchgehend dreckverschmierte Kleidung der Protagonisten: bei aller filmhistorischen Bedeutung ist und war immer auch und gerade ein B-Movie, der sich seine Freiheiten mit niedrigem Budget und verschärften Produktionsbedingungen erkaufen musste.

Für ein paar Dollar mehr ist der zweite Teil aus Sergio Leones Dollartrilogie. Clint Eastwood, Lee van Cleef und nicht zuletzt Klaus Kinski brillieren in diesem Meilenstein des Italowestern.

Clint Eastwood spielt wie schon in Für eine Handvoll Dollar den mysthischen Fremden (hier nennt er sich Monco), dem in Für ein paar Dollar mehr jedoch ein Gegenspieler zur Seite gestellt wird. Lee van Cleef, bis dahin lediglich als Nebendarsteller in Erscheinung getreten, verkörpert den Kopfgeldjäger Colonel Douglas Mortimer, ein exzellenter Scharfschütze, der bislang noch jeden Gauner zur Strecke brachte. Nachdem der gemeingefährliche Psychopath „El Indio“ (Gian Maria Volonté) aus dem Gefängnis ausgebrochen ist und seine alte Gang um sich schart (darunter der unvergessene Klaus Kinski) kommen sich Monco und der Colonel auf der Jagd in die Quere. Sie realisieren schließlich, dass sie nur eine Chance haben „El Indio“ zu schnappen. Wenn sie zusammenarbeiten.

Leone hat die radikale Umarbeitung des Genres in Für ein paar Dollar mehr konsequent weiterbetrieben. Man könnte womöglich sogar behaupten, dass in diesem Film zum ersten Mal überdeutlich Leones Handschrift zum Vorschein kommt. Die Opulenz der Bilder, die expressive Behandlung der Tonspur, das Desinteresse an konventionellen Schnitttechniken, die sich nie dem Fluss der narrativen Handlung entgegenstemmen. Am nachhaltigsten wirkt vielleicht der Umgang mit dramaturgisch strukturierenden Elementen, soll heißen: Leone reißt den Zuschauer durch die überdeutliche Akzentuierung von Bild oder Ton, etwa durch extreme Close-ups oder in den Vordergrund gerückte Toneffekte aus dem Handlungsfluss. Er verwendet Flash-Backs, wechselt zwischen langsamen, dialoglastigen Sequenzen und kurzen, explosiven Schießereien. Das führt zu einer spürbaren Verunsicherung, entwickelt dadurch im besten Fall aber auch einen hypnotischen Sog, der durch Ennio Morricones Musik noch verstärkt wird. Leone hat sich dahingehend auch deutlich geäußert, dass er die Zeit als seinen wichtigsten Hauptdarsteller empfindet.

Obwohl Für ein paar Dollar mehr im Vergleich zu seinem Vorgänger der in sich geschlossenere Film ist, in dem auch der Inszenierungswille seines Regisseurs eine passendere Form gefunden hatte, bleibt der Film in der öffentlichen Wahrnehmung hinter Für eine Handvoll Dollar zurück. Die Tür war eben bereits geöffnet. Leone musste bei dieser Arbeit nur noch hindurchtreten. --Thomas Reuthebuch -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen

73 von 78 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Violetta Leon am 23. Dezember 2005
Format: DVD
Es gibt zwei Kinoversionen
Zu diesen beiden Western „Für eine handvoll Dollar“ und „Für ein par Dollar mehr“ gibt es zwei Kinoversionen mit zwei verschiedenen Synchronisationen.
Zuerst merkte ich es auch nicht, bezieht sich auf die zweite Synchronisation, die auch auf der VHS Fassung genommen wurde, da Clint Eastwood von ein und derselben Stimme (Klaus Kindler gestorben 2001) gesprochen wurde. Dann fielen mir mehrer Sätze auf, an die ich mich überhaupt nicht erinnern konnte. Irgendwie war auch der Biß hin. Die beiden Filme wirkten irgendwie vollkommen anders. Dann las ich in einer Kinofachzeitschrift, daß sich Rainer Brandt der neuen Synchronisationen angenommen hatte. Nichts gegen Rainer Brandt, er ist mit Sicherheit eine Ikone auf seinem Gebiet und hat so manch lahmer TV Serie mit seiner unwiederbringlichen Art auf die Sprünge geholfen, aber bei diesen beiden Meisterwerken hat er meines Erachtens vollkommen daneben gelegen.
Der ganze Charme der ersten sehr guten Synchronisation war dahin und man hörte dieselben Sprüche wie bei „Al Mundi“ oder „Jason King“. Damit wurde die Ernsthaftigkeit der beiden Filme in Frage gestellt. Sie verloren total. Später kamen sie in derselben Form auf Video heraus. Das die Filme bei der Zweitaufführung auch noch erheblich gekürzt wurden brauch ich sicher nicht extra zu betonen.
Die DVD hat nun aber wieder die alte werkgetreue Synchronisation bei beiden Dollar Filmen.
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44 von 47 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von TheHutt am 23. Februar 2013
Format: Blu-ray Verifizierter Kauf
Mit den ersten beiden Dollar-Filmen von Sergio Leone hat es in Deutschland ungewöhnlich lange gedauert. War der dritte Teil, "Zwei glorreiche Halunken", von MGM quasi zur Anfangszeit der BluRay-Ära auf den Markt gekommen (und litt entsprechend an den Kinderkrankheiten wie DNR und falsche Tonhöhe), so wurden die beiden anderen Dollar-Filme in anderen Ländern schon längst veröffentlicht, ohne dass es zu einer VÖ in Deutschland kam.

Das Warten hat sich dennoch gelohnt. Denn für die BluRay-Version konnte TOBIS auf die Restauration aus Italien zugreifen, die MGM verwehrt wurde - und das bewiesenermaßen das qualitativ beste Bild weltweit hatte. Die Italo-BluRay hatte sogar englischen Ton mit an Bord - aber nur italienisches Bonusmaterial. Die deutsche BluRay hat dagegen Englisch in DTS-HDMA 5.1 und restauriertem Mono.

Auch wurde der deutschen DVD-Auflage von TLE Films (Paramount/Tobis) seinerzeit vorgeworfen, nur die ursprüngliche Kinosynchro von Constantin verwendet zu haben (da diese ungekürzt war, im Gegensatz zur Wiederveröffentlichungssynchro von Rainer Brandt). Viele Fans der jüngeren Generation kannten den Film allerdings nur aus dem TV, wo er mit der Brandt-Synchro lief - und so wollten sie auf das Maultier "Alfons" nicht verzichten, das zugegebenermaßen nur ein Phantasiegebilde von Rainer Brandt darstellt. Dieser Wunsch wurde mit der BluRay nun erfüllt: die BluRay enthält beide deutsche Synchros (die dann an den gekürzten Stellen mit Erstsynchro bzw. OV aufgefüllt wurde).

Auch das Bonusmaterial kann sich sehen lassen und ist das umfangreichste weltweit.
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44 von 48 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von TheHutt am 23. Februar 2013
Format: Blu-ray Verifizierter Kauf
Das wichtigste vorweg: bei der hier vorhandenen BluRay von Tobis handelt es sich um ein Unikat weltweit. Alle anderen existierenden Versionen, sei es die italienische oder amerikanische BluRay-Version waren mehr oder weniger suboptimal. Die MGM-Version hatte ein besseres Bild (was Schärfe, Details und größeren Bildausschnitt angeht), war aber etwas gekürzt. Die italienische Version war fast ungekürzt (ein 1-Sekunden-Schnitt), hatte aber ein etwas unschärferes, matschigeres Bild, und obendrein nur italienischen Ton.

Was Tobis aber mit dieser Scheibe liefert ist das "Best of Both Worlds". Astreiner MGM-Transfer (alle, die ein Bild auf DVD-Niveau attestieren, sollten mal einen Optiker bemühen) und eine weltweit ungekürzte Fassung. Die Stellen, die bei der MGM-Version fehlten, wurden nämlich aus dem Italo-Transfer ergänzt. Dazu der englische Ton in DTS-HDMA 5.1 und restauriertem Mono. Hier ein Bildvergleich zwischen der deutschen und der italienischen BluRay:
[...]

Aber auch sonst wurde bei Teil 2 nicht gekleckert, sondern geklotzt. Hatte die DVD noch ausschließlich die Original-Kinosynchro mit an Bord, beschwerten sich viele deutsche Käufer, die den Film nur vom TV her in der neueren Wiederaufführungssynchro von Rainer Brandt kennen ob ihres Fehlens. Für die BluRay wurde dieses vermeintliche Manko behoben, und die Brandt-Synchro fand ihren Weg ebenfalls mit auf die Scheibe. Die damals gekürzten Stellen wurden aus der restaurierten Kinosynchro ergänzt, weil es natürlich sonst nicht anders ging.

Das Bonusmaterial ist größtenteils von MGM bzw.
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