Hi an alle Interessierten,
die Rezession ist etwas länger geworden als erwartet, deswegen gleich zu Beginn die kurze-kurze Zusammenfassung:
1) Gerät war bei lieferung defekt - Internes Kabel war abgefallen (-)
2) Verarbeitung scheint schlecht (-)
3) Stecker lassen sich nur sehr schwer einstecken (-)
4) langes kabel, gute Funktion (nach selbst-reparatur) (+)
5) Eigenstromverbrauch ~1.5W, maximaler Leistungsverbrauch: 575W (Master) und 2.3kW (Slaves)
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Wer die Geschichte lesen will, hier die lange Fassung:
ich hab lange nach einer weiteren Master-Slave-Steckdosenleiste gesucht, und hab mich dann für eben diese entschieden - was ein großer Fehler war:
Ich bekam die Steckdose, hab meinen Computer angeschlossen (Tower als Master, Monitor, Boxen, ... als Slaves), und, oh wunder: der Tower (= Master) lässt sich nicht einschalten. Ich hab hier zwar schon von einigen gelesen dass sich die Slaves nicht mehr AUSSCHALTEN ließen, aber dass der Master ansich nicht geht - das war komisch, da dieser ja eigentlich (fast) direkt durchgeschliffen sein sollte. Darüber hinaus konnte ich die Slaves mittels des zusätzlichen Manuellen schalters einwandfrei einschalten.
Nachdem ich mehrere Geräte durchprobiert hab und auch alle Schalter mal hin und her gschalten hab, wusste ich nicht mehr was ich sonst noch tun sollte, somit blieb nur mehr: zurückschicken oder aufschrauben und die Garantie riskieren? Hab mich mal "gewagt" und die ersten Schrauben entfernt, bis ich auf ganz komische Schrauben gestoßen bin: diese sind so gebaut, dass man sie nur 1x zuschrauben, aber kaum/nicht mehr aufbekommt, da man keine Kanten zum ansetzen hat (normalerweise *gg*). Dieses Problem überwunden hab ich das ding offen und mach (zum spaß zum herzeigen) ein paar Fotos des Innenlebens: die Platine geht über den gesamten Bereich der nicht direkt von den Steckdosen verbraucht wird. Dabei ist mir auch schon die Ursache des Problems ins Auge gesprungen:
DIE KABEL ZUR MASTER-STECKDOSE WAREN NICHT (MEHR) ANGESCHLOSSEN
und hingen im Gehäuse herum. Zur Erklärung: ALLE Kabel in dieser Steckdosenleiste sind (wahrscheinlich aus Kostengründen) weder an die Stromschienen angelötet noch angeschraubt, schlicht nur angepresst und halten dadurch nur begrenzt - Das Phasen-Kabel zum Master war bei mir hald runtergegangen (man konnte die Druckstelle wo es eigentlich sein sollte sehen, es war also irgendwann mal dort angepresst). Was mich dabei aber am meisten verwundert hat: sogar der Schutzleiter ist mit dieser minderwertigen Methode angeschlossen, dieser geht sogar direkt vom Eingangskabel auf die erste Schiene, und weiter vorne dann erst auf die Elektronik+Master - somit sind die Geräte nicht geschützt wenn das Kabel direkt am Eingang runtergeht - und man bekommt es nicht mal mit bis etwas passiert.
Naja, da ich eh nen Lötkolben zuhause hab, war das für mich soweit kein problem, ich hab hald dann gleich alle Kabel angelötet (zur Sicherheit) - nun funktioniert alles.
Ein paar weitere Details zum Gerät:
1) Anschlusskabel sind sehr lang (+)
2) Master-Slave Funktion funktioniert super (+), hab den Regler einfach auf der niedrigsten Stufe gelassen und hat gepasst - ob die Slave-Funktion ausfällt wie bei den anderen Rezessionen kann ich natürlich jetzt noch nicht sagen, is ja bei den Anderen auch erst nach Wochen/Monaten aufgetreten
Schaltschwelle kann von ~8W bis 70W eingestellt werden - da die meisten Geräte im StandBy <2W brauchen und im Betrieb >50W kann mans einfach auf dem niedriegstem Niveau lassen (+)
3) Beim SCHALTEN der Slaves (nicht im Betrieb) ist das Relai deutlich hörbar - könnt man jetzt natürlich als Nachteil sehen, aber ich weiß dann zumindest dass da irgendwo eine physikalische Trennung vom Stromnetz stattfindet (+-)
4) Stromverbrauch:
Man muss natürlich berücksichtigen dass diese Steckdosen-Watt-Messgeräte für bis zu 3 kW bei wenigen Watt kaum eine Genauigkeit haben, aber trotzdem:
Laut meinem Messgerät braucht die Steckdosenleiste ansich ~1.5W (wenn weder Master noch Slaves angeschlossen sind) - wer also Geräte mit niedrigerem StandBy-Verbrauc hat sollte lieber gleich auf diese Stromleiste verzichten (-).
Dieser Leistungs-Offset lässt sich auch im Betrieb mit angeschlossenen Geräten nachvollziehen.
Da ich das Gerät ja offen hatte sah ich auch dass da drinnen KEINERLEI SMD-Bauteile verbaut sind - haufenweise gute alte Wiederstände, Spulen, usw....deswegen wohl auch dieser Eigenleistungsverbrauch.
5) Was (zumindest ich) vorher auch nicht wusste: der Master ist auf 575W (2.5A) und die Slaves (gesamt) auf 2.3kW (10A) begrenzt (-)
6) Auf der Seite ist ein sogenannter "Reset"-Taster, k.a. für was der gut sein soll, aber die Phase wird direkt über diesen Taster geführt (es ist nicht die Sicherung, die ist direkt auf die Platine gelötet), wird wohl eine der Schutzfunktionen sein (+?-)
7) Qualität:
Schon das Gehäuse schien mir beim Auspacken schlecht verarbeitet, aber das Innenleben hat mir dann entgültig das "wahre Gesicht" gezeigt: das Gerät ist hald im allgemeinen ein Billigprodukt. Da die Dose aber eh meistens irgendwo unterm Tisch vergraben wird, ist mir die Verarbeitung relativ egal (~)
8) Die Steckdosen sind mit einer "Kindersicherung" versehen, wobei die Kontakte beim Herausziehen des Steckers verschlossen werden, was ja im allgemeinen eine gute idee ist (+)
ABER: ich musste manche meiner Stecker MIT ZWEI HÄNDEN reinquetschen, da sie sonst nicht reingegangen währen (--)
Benotung:
FÜR MICH funktioniert nun dieses Gerät zur zeit einwandfrei, aber die meisten hätten es wahrscheinlich zurückschicken müssen aufgrund der abgelösten Phase des Masters. Hätt ich beim support angerufen hätte man mir sicher gsagt "dass das NOCH NIEEEEEE passiert wäre". Es ist zwar immer möglich dass ich genau "das 1 schlechte Produkt der Serie" erwischt habe, aber der Gesamteindruck des Geräts lässt mich daran zweifeln.
Grundsätzlich hätte ich ja die schlechteste Bewertung hergegeben, aber da die Steckdosenleiste ja nun zumindest funktioniert vergebe ich 2 Sterne.
mfg
Klaus Doppelhammer