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Im Sog der dunklen Mächte. Ein Fall für Bernhard Gunther.
 
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Im Sog der dunklen Mächte. Ein Fall für Bernhard Gunther. [Broschiert]

Philip Kerr
3.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (10 Kundenrezensionen)

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Taschenbuch EUR 8,90  
Broschiert, 1995 --  


Produktinformation

  • Broschiert: 285 Seiten
  • Verlag: Rowohlt Tb. (1995)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3499431653
  • ISBN-13: 978-3499431654
  • Größe und/oder Gewicht: 18,8 x 11,4 x 1,8 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (10 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 1.439.110 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Fesselnd, düster, böse 8. Dezember 2005
Format:Broschiert
Nachdem ich Philip Kerrs ersten Bernhard-Gunther-Roman eher verwirrend und unausgegoren fand, habe ich den zweiten Teil der Triologie lange unbeachtet im Regal stehen lassen. Zu Unrecht, wie ich jetzt feststellen mußte.

IM SOG DER DUNKLEN MÄCHTE hat alles, was ein fesselnder Thriller braucht. Und insbesondere die Schwächen des ersten Teils, nämlich die wahllose Überfrachtung des Romans mit historischen Schauplätzen und Ereignissen, der großtuerisch-unpassende Gestus des Ermittlers und die diffuse Bedrohungslage, sind hier in ein ausgewogenes, angemessenes Maß zurückgefahren.

Die Ausgangssituation indes erinnert an einen der großen Klassiker der amerikanischen Detektivliteratur, an den Malteser Falken: Gunthers Partner in der Detektei wird bei einer Überwachung ermordet und Gunther will diesen Mord aufklären. Daß dies in einer inzwischen bis ins Mark vom nationalsozialistischen Gedankengut durchtränkten deutschen Gesellschaft des Jahres 1938 nicht einfach wird, muß er bald feststellen.

Außerdem macht ein Massenmörder die deutsche Hauptstadt unsicher: Junge, arisch-archetypische Mädchen werden von einem scheinbar wahnsinnigen Psychopathen auf bestialische Weise gefoltert und umgebracht. Gunthers ehemaliger Vorgesetzter wirbt den aus der Behörde ausgeschiedenen Ex-Polypen für die Dauer der Ermittlungen als leitenden Kommissar an. Die Berliner Polizei „ermittelt“ durch die Personalpolitik seit 1933 nun auf SA-Niveau, die Polizeiarbeit ist von der Rekonstruktion von Tathergängen zur Erpressung von Tatgeständnissen übergegangen. Durch ein erpresstes Geständnis jedoch hören die Morde nicht auf. Und Gunther, der noch von seinem Ruhm als Überführer des Mörders Gormann zehrt, scheint trotz seiner aktenkundigen Abneigung gegen das Regime die einzig mögliche Wahl zu sein.

In der Folge vermengt Kerr auf faszinierende Weise noir-Elemente mit dem okkultistischen Spleen weiter Kreise der NSDAP-Anhängerschaft, er ergänzt das Whodunnit-Repertoire des Krimis mit bestechenden (und im Gegensatz zum Vorgänger deutlich glaubwürdigeren) Charakteren und zeichnet nebenbei ein Sittengemälde einer sich selbst zerfleischenden Gesellschaft, in der auch der Hauptcharakter nicht vermeiden kann, zum Wolf zu werden.

Eigentlich aber ist es nur ein Krimi. Ein wirklich lesenswerter. Ich bin schon gespannt auf den dritten Teil.

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7 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Mehr als 1 Sternchen 1. September 2008
Format:Taschenbuch
kann ich leider nicht vergeben. Mit diesem Zwitterding von Geschichts-Krimi (ist m.E. nach keins von beiden richtig) hab ich mich 2 Wochen schwergetan. Selten so was Kaltes gelesen.

Historisch zu seicht, thrillermäßig zu langweilig.

Vor allem weit und breit kein Sympathieträger. Der Held (Gunther) kommt so markig und kernig daher, als wolle er Philip Marlowe in einem film noir nachahmen. Es wird zwar immer betont, daß er gegen die Nazis ist, aber er ist trotzdem ein Ar.... "Moralisch fragwürdig" wurde hier schon gesagt. Bin gar nicht so pol. korrekt, aber das trifft für mich hier zu.
Es gibt eine Szene, wo er ein forsches BDM-Mädel (fast) vernascht, um ihr "eine Lehre zu erteilen" (was für eine Macho-Heuchelei-Szene !). Es gibt eine Szene (die einzig spannende), in der er ein Haus des nachts ausspioniert, und dann kommt folgendes (sry, das muß ich mal zitieren):

"Den Gestank in der Toilette zu ertragen war mir schwer genug gefallen, doch was jetzt folgte, war noch abscheulicher. Ich konnte weder genau erkennen, was passierte, noch ein Wort verstehen. Aber das Geräusch, das zwei Schwule verursachen, wenn sie sich lieben, ist unverkennbar und erfüllte mich mit einem Gefühl tiefen Ekels. Als sie ihre schmutzige Tätigkeit schließlich wiehernd zum Abschluß gebracht hatten und fortgingen, kichernd wie zwei verkommene Schuljungen, fühlte ich mich so erbärmlich, daß ich ein Fenster öffnen mußte, um ein wenig frische Luft einzuatmen."

Der Gipfel des Unsympathisch-Seins mit diesem Buch ist jedoch, daß es einem nicht ermöglicht wird, auch nur mit einem einzigen der Opfer mitzufühlen. Die Opfer bleiben bloße Schemen, ihre Eltern ebenso.

Die Ermittlungen werden bloß episodenhaft dargestellt. Gunther delegiert und delegiert an noch größere Kretins als er selbst einer ist, deckt den Mord seines Kollegen Becker an einem (womöglich verdächtigen) Flüchtenden, und exekutiert gegen Ende einen Bösewicht. Und geht eine (arschkalte) Affäre ein mit der Stiefmutter eines der Opfer.

Seine Getue mit Heydrich, seine "freche Schnauze", sein "Ruf" als bester Ermittler: pfui, drauf gepfiffen. Ein bißchen Angst, Demut, Bescheidenheit, Menschlichkeit, das alles fehlt.

Ein Ärgernis, dieses Buch. In jeder Beziehung eisekalt.
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7 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Taschenbuch
"Im Sog der dunklen Mächte" war mein erster Roman der Gunther-Triologie den ich gelesen habe und ich weiß, ich werde die Anderen auf jeden Fall auch noch lesen! Kerr hat einen außergewöhnlichen Schreibstil und das Ende ist jedesmal absolut überraschend. Das gefällt mir. Trotzdem gibt es nur 4 Sterne, denn für den Roman braucht man schon ein sehr gutes Geschichtswissen. Es spielt im Nazi-Deutschland 1938, aber Hintergründe werden nicht eingehender erläutert, es ist also hilfreich, wenn man sich privat gerne mit diesem Teil unserer Geschichte beschäftigt. Noch zu sagen ist, dass die Morde sehr grausam dargestellt sind und deshalb ist dieser Roman nichts für Zartbeseitete!!!
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Die neuesten Kundenrezensionen
spannender Krimi vor imposanter Kulisse
Berlin im Sommer 1938: auch die drückende Hitze kann die Kriegslust und den Rassenwahn der Nazis nicht bändigen. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 5. April 2010 von tabula_rasa2605
Geniale Idee
Darauf muss ein Autor erstmal kommen. Er platziert einen Privatdetektiv in das Berlin der Nazis der 30-iger Jahre. Allein diese Idee macht das Buch lesenswert. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 25. September 2006 von Matthias Harder
Moralisch fragwürdig
Der zweite Krimi seiner Berlin-Trilogie lässt Kerr im Jahre 1938 spielen. "Arische" Mädchen verschwinden und werden tot aufgefunden, Juden stehen unter Verdacht. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 8. März 2005 von F. Althoff
Im Auftrag des Teufels
Berlin zur Zeit des Dritten Reiches ist ein gefährliches Pflaster, doch Privatdetektiv Bernhard Gunther ("Ich"-Erzähler) meistert alle an ihn gerichteten Aufgaben mit... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 19. März 2004 von Nicole Franke
Gunther-Trilogie
Meiner Meinung das schwächste Buch in dieser Reihe. Überhaupt das schwächste Buch, daß ich von Philip Kerr gelesen habe. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 7. Februar 2003 von "pd02616"
Ein spannendes Buch
So wie die anderen Bücher über Bernhard Gunther SEHR spannend und interessant. SEHR EMPFEHLENSWERT!
Veröffentlicht am 26. November 2001 von Daniel P.
Spannender Krimi aus einer dunklen Zeit
Einer von drei spannenden Romanen über den Privatdetektiv Bernhard Gunther. Ein Serienmörder versetzt Berlin, kurz vor Kriegsausbruch, in Angst. Lesen Sie weiter...
Am 2. April 2001 veröffentlicht
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