Menschen, die in ihrer Kindheit seelisch traumatisiert worden sind, haben sich als Erwachsene ohnehin schon unbewußt von dem Kind, das sie einmal waren, abgespalten. Manche mehr, manche weniger. Wer sich bewußt von seinem Inneren Kind distanziert, verschlimmert dadurch die bereits bestehenden seelischen Verletzungen.
!Bei einem seelisch-körperlich gesunden Menschen gibt es keine Trennung zwischen dem Erwachsenen und dem Kind.
Um heilen zu können, braucht das Innere Kind die liebevolle Zuwendung eines Erwachsenen - egal, ob es traurig, ängstlich, panisch, haßerfüllt oder blindwütig ist.
Das verletzte Innere Kind braucht den verständnisvollen Erwachsenen, der sich dem Kind öffnet und ihm zuhört, es weinen (trauern) und schreien läßt. Das verletzte Kind leidet unter all den Tränen und Schreien, die es zurückhalten muß(te).
Aufgabe des Erwachsenen ist es, die Gefühle des verletzten Kindes in die richtigen Bahnen zu lenken, so daß z.B. Wut und Zorn durch Schläge auf eine Matratze (oder einen Boxsack) veräußert werden, anstatt sie an Menschen auszulassen.
Ein in der Kindheit seelisch traumatisierter Mensch ist ein schwacher Erwachsener, der anfangs Hilfe und Unterstützung eines geeigneten Körperpsychotherapeuten braucht.
Die Heilung des Inneren Kindes ist eine Lebensaufgabe. Die tiefen Verletzungen, die die meisten Menschen in sich tragen, heilen nicht über Nacht.
!Zu einer Aufspaltung ("viele Innere Kinder") kommt es nur bei außergewöhnlich schwer mißhandelten Kindern!
Ich empfehle die Bücher von:
* Alice Miller
* Alexander Lowen (Bioenergetik)
und ein Buch von Susan Forward: "Vergiftete Kindheit".
In "Vergiftete Kindheit" finden auch (nicht nur) Menschen, die als Kinder sexuell mißbraucht worden sind, Hilfe und Anleitung zu dem wichtigen, heilsamen Schritt der Konfrontation.