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Die dunkle Seite des Mondes [Taschenbuch]

Martin Suter
4.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (163 Kundenrezensionen)
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Kurzbeschreibung

Dezember 2001
Der Wirtschaftsanwalt Urs Blank hat gelernt, keine Schwächen zu zeigen, die anderer aber um so mehr auszunutzen. Er bemüht sich intensiv um die schöne Lucille, die ihn in die magische Welt der halluzinogenen Pilze einführt. Bei einem Trip führt der Genuss eines ihm unbekannten zyanblauen Pilzes bei Blank zu einer erschreckenden Persönlichkeitsveränderung. Er fühlt sich gottgleich und gibt jeder Gefühlsregung sofort nach. Als er die damit verbundene Gefahr erkennt, flieht er in den Wald, wo er zur Ruhe zu kommen hofft und ein Gegengift sucht. Aber es gibt nur einen Weg, seinen Albtraum zu beenden.
-- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

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Produktinformation

  • Taschenbuch: 315 Seiten
  • Verlag: Diogenes Verlag; Auflage: 32., Aufl. (Dezember 2001)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3257233019
  • ISBN-13: 978-3257233018
  • Größe und/oder Gewicht: 17,8 x 11,2 x 2,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (163 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 595 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Produktbeschreibungen

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Auch bei seinem zweiten Roman hat sich Martin Suter ein psychologisch interessantes Thema ausgewählt. Während in Small World ein an Alzheimer Erkrankter im Mittelpunkt steht, geht es in Die dunkle Seite des Mondes um einen Mann, dessen Gewissen nicht mehr funktioniert.

Urs Blank, fünfundvierzig und als Wirtschaftsanwalt in einer angesehenen Kanzlei sehr erfolgreich, erwischt die Midlife-Crisis mit voller Wucht. Sein beruflicher Erfolg erscheint ihm abgestanden, seine Ehe ist über die Jahre schal geworden.

Da trifft er eines Tages Lucille, die einen Flohmarktstand mit indischen Räucherwaren und billigen Seidentüchern betreibt. Urs ist von ihr hin und weg. In seiner unbändigen Lust auf Abenteuer und Abwechslung, fährt er mit Lucille zu einem Selbsterfahrungs-Wochenende, um die Wirkung halluzinogener Pilze auszuprobieren. Doch der Trip wirft Urs völlig aus der Bahn. Er ist nicht weiter in der Lage, seine Aggressionen zu kontrollieren, Gefühle kennt er überhaupt nicht mehr. Plötzlich ist er mit seiner eigenen "dunklen Seite" konfrontiert.

Urs bemerkt seine Veränderungen, kann sich ihrer jedoch nicht erwehren und zieht sich immer mehr in den Wald zurück. Hier findet der ehemalige Stadtmensch jetzt Schutz und kennt das undurchdringlichste Dickicht bald so gut, wie früher die Hosentaschen seines Armani-Anzugs. Währenddessen wird er von der Polizei wegen Mordes gesucht.

Martin Suter hat einen außerordentlich guten psychologischen Roman geschrieben, der auf der ganzen Linie überzeugt. Die raffiniert gesetzten Thriller-Elemente sind dabei nur stimmiges Dekor. -- Manuela Haselberger -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

Pressestimmen

"Gelesen von Heikko Deutschmann, dessen nüchterne und dennoch warme Stimme und Diktion ein angenehmes Gegengewicht zur manchmal klirrenden Kälte der Geschichte bilden. Hörenswert!" WDR -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

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78 von 81 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Midlife-Crisis mit Folgen! 1. Juni 2007
Format:Gebundene Ausgabe
"Die dunkle Seite des Mondes" ist vielleicht Martin Suters bestes Buch! Leider konnte er mit seinen später erschienenen Büchern "Lila Lila" oder auch "Der Teufel von Mailand", allesamt Bestseller und auch lesenswert, nicht mehr an diesen so originellen und packend erzählten Roman anknüpfen.

Urs Blank ist erfolgreich. Seine Anwaltskarriere verläuft schnurgerade, sein Leben verläuft in klaren, geordneten Bahnen. Wenn da nicht der stets bohrende Gedanke wäre "War es das schon?", der so viele Männer anfällt, wenn die Haare grau werden...

Seine Mittagspausen verbringt Blank immer öfter in einem kleinen Park, in dem eine sehr junge Frau in indischen Klamotten Räucherstäbchen verkauft. Gerade weil sie ein kompletter Gegenentwurf zu seinem eigenen glatt gebügelten Leben ist (und auch zu seiner langjährigen Lebenspartnerin), fühlt er sich von ihr angezogen. Die beiden beginnen eine Affäre, die ihn anfangs beflügelt. Nie hat er seinen Job so effizient erledigt, sich selten zuvor so lebendig gefühlt. Doch als der Reiz des Neuen verflogen ist, sind auch die gleich Sinn-Fragen wieder da. Er mag jedoch nicht einfach die Beziehung beenden und lässt sich auf einen Pilztrip ein. Doch die eingenommenen Pilze haben eine weit verheerendere Wirkung, als ursprünglich angenommen. Urs kommt von seinem Trip nicht mehr herunter und sein Leben nimmt unerwartete Wendungen...

Martin Suter hat in diesem Roman eine Midlife-Crisis so ins Surreale gesteigert, dass Urs Blank am Ende dem Leser beinahe leid tut.

Die Stärke des Schweizer Gegenwartsschriftstellers ist, sehr realitätsnah geschilderte Menschen in Ausnahmesituationen dar zu stellen. Das dabei Wahnsinn und Realität sehr nahe beieinander liegen und Suter seine Protagonisten auch immer wieder auf verschiedenen Bewusstseinsebenen handeln lässt, lässt auch die Leser immer wieder in menschliche Abgründe schauen. Lakonisch und beinahe kalt seziert Martin Suter nahezu emotionslos diesen Urs Blank.

"Die dunkle Seite des Mondes" ist eines der Bücher, die einem sehr lange im Gedächtnis bleiben und nach denen man immer wieder sucht. Ein Unterhaltungsroman auf hohem Niveau und mit einer so eigenen Grundstimmung, dass er wie ein Solitär wirkt.
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18 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen spannend bis zum Schluß 30. April 2006
Von bosabe
Format:Taschenbuch
Dieses Buch ist etwas für alle, die sorgfältig rechertierte Plots mögen, die sprachlich sauber und logisch stringent dargestellt werden.

Das Buch ist ungeheuer spannend und zwar ohne daß es ein Krimi wäre. Es hat zwar einen kriminalistischen Erzählstrang, aber der ist nicht sehr stark ausgeprägt.

Bis zum Schluß möchte man das Buch in einem Zug durchlesen. An keiner Stelle hat man das Gefühl, daß die Spannung nachläßt, daß es einen Hänger gibt, irgendeine Stelle, über die sich der Autormit mühsamen Erklärungen hinweghilft.

Das Ende ist überraschend. Und es läßt einen nicht so schnell los. Noch ein paar Tage, nachdem ich das Buch zuende gelesen hatte, kam es mir immer wieder in den Sinn. Und es machte Spaß, sich die Schlußszenen nochmals vorzustellen und über die Bedeutung des Endes nachzudenken.

Ein anderer Rezensent hat geschrieben, daß es kein happy end sei. Ich bin da nicht so überzeugt. Es ist das richtige und passende Ende, egal ob happy oder nicht. (Im übrigen würde ich eher zu happy tendieren.)

Alle diese positiven Aspekte würden eigentlich 5 Sterne rechtfertigen. Trotzdem nur vier Sterne deshalb, weil die im Buch beschriebene "psychodelische Erfahrung" so vollkommen jenseits jeder Alltagserfahrung ist, daß man den Ausgangspunkt der Erzählung doch irgendwie abwegig finden muß.
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35 von 38 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Das Ende führt zurück zum Anfang 10. Januar 2010
Format:Taschenbuch
Der Inhalt des Romans ist jetzt schon zur Genüge resümiert.
Genügend hingewiesen ist dabei auf die Änderung von Blanks Charakter durch die Einnahme halluzinogener Pilze.
Ich frage mich, ob das stimmt; ob überhaupt eine Änderung stattfindet.
Das Ende, zu welchem sich die Entwicklung Blanks hinsteigert, ist eines, in dem keiner der ursprünglich Beteiligten mehr gewinnt. Alle verlieren (Blank, Ott, alle aus der Wirtschaftskanzlei).
Das radikale Ende führt wieder zurück zum Anfang des Romans und zu der Frage, ob die Entwicklung, die die Handlung nimmt, tatsächlich mit den Pilzen zusammenhängt, oder nicht doch mit etwas Grundlegenderem, das, pilzunabhängig, schon von Anfang an da war.

Hier sehe ich in diesem Suter-Roman eine Stärke, da die Spannung über das Romanende weiterläuft und zu einer Suche nach Spuren im Text führen kann, die vor lauter Pilzen leicht zu übersehen sind.

Die Grausamkeit, die Aggressivität bringen Blank, Ott, Fluri schon mit.
An der Oberfläche verhalten sie sich zivilisiert, zurückhaltend, freundlich sogar. Dieses Verhalten ist aber keines aus Überzeugung, sondern es ist eines, das den Geschäftsinteressen dient, es ist Kalkül, berechnende Strategie. Tatsächlich denken sie sich gegenseitig als Arschlöcher, wünschen sich, den anderen zu ohrfeigen, kultivieren ihren Hass über lange Zeit, um dann den finanziellen Ruin des anderen zu betreiben, und dies auf einer glatten wirtschaftlichen Oberfläche, mit Hilfe von Verträgen und Klauseln, an denen nichts Illegales ist. Die Boshaftigkeit tarnt sich mit Servilität (Blank) und finanziellen Investitionen (Ott), wobei einer dem anderen genau so viel dient, wie er für seinen Eigennutz muss.
Blank merkt "irgendwie", dass er an diesem System zu leiden beginnt.
Dass er es klar erkennt, wäre zuviel gesagt, denn der Änderungswunsch ist zu diffus. Eher wird Blank angerührt von Archaischem: vom Wald und vom Duft, von zwei Kräften, die Wünsche in ihm aufkommen lassen, von denen er nicht mal weiß, was sie ausmacht.
Es muss in seiner Vergangenheit eine Zeit gegeben haben, mit einem Mädchen, das nach Sandelholz gerochen hatte, aber Blank ist von jener Zeit so abgeschnitten, dass er sich nicht mal mehr an das Gesicht jenes Mädchens erinnert. Der Duft nach Sandelholz löst nicht, wie der Keksduft im berühmten Romanzyklus von Proust, eine Erinnerung aus. Was Blank bleibt, ist höchstens eine dumpfe Sehnsucht.
In einem kleinen Gespräch mit seinem Jugendfreund Wenger, der Psychiater ist, geht es denn genau um Änderungen und die Frage nach der Änderbarkeit. Wollen sich Menschen ändern? Können sie es? Wie geht das, wenn es geht? Die Fragen bleiben unbeantwortet.
Das Paradox, das nun folgt, ist, dass Blank just in dem Augenblick, in dem er eine Änderung will, in alle Änderungsfallen tappt, die es geben mag. Die Affäre mit dem Flohmarktmädchen Lucille ist vielleicht die Suche nach dem alten Sandelholzmädchen. Aber kein Flohmarktmädchen, und habe es noch so hellblaue Augen, kann zum verlorenen Sandelholzmädchen führen.
Und die Pilze, die sein Bewusstsein erweitern könnten, nageln ihn eher auf seinem Status Quo der Grausamkeit fest, in gesteigerter Form.
Der Wald, in den er sich zurückzieht, ist nicht wirklich eine Antiwelt zu der städtischen, in welcher er vorher lebte. So, wie er im Wald gleichzeitig Gejagter und Jäger ist, war er es vorher auch. Jetzt versteckt er sich im Unterholz, vorher versteckte er sich in Vertragsformulierungsdetails. Vielleicht lernt er von daher so schnell, in diesem Terrain zu überleben.
Ein weiteres Paradox ist, dass die größte kulturelle Leistung hier im Wald stattfindet. Hier erkennt Blank seine Gefährlichkeit für andere und versucht fast Übermenschliches, diesen zerstörerischen Zug in sich abzubauen. Die vielen technischen Details dienen dazu zu veranschaulichen, wie er, sowohl zurückgeworfen wie angestachelt durch seine Ausfälle ins Unmenschliche, versucht sich zu einem Menschen zu machen, der die Bewertung "Mensch" wieder verdient.
Das Abschlussparadox ist, dass es ihm gelingt, dass dieser Erfolg ihm aber nichts mehr für ein weiteres Leben nützt.
Für einen Augenblick, für den kurzen Augenblick des bewussten und willentlichen Verzichts auf das Töten, darf er die Früchte seiner mühsamen Änderungsarbeit genießen - und lächeln. Von daher hätte er - im Gegensatz zur obigen Aussage - doch gewonnen.
Gibt es also eine Änderung? Gibt es Erfolg?
Die Spannung höret nicht auf ...
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Die neuesten Kundenrezensionen
5.0 von 5 Sternen schnell und interessant
gut zum Lesen für Zwischendurch, ideal für den Schulunterricht, kann auch als Stück zum Aufführen einer Schulveranstaltung benutzt und dargestellt werden
Vor 1 Tag von schmidt ronald veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Teuflisch
Diese Seite des Mondes ist wirklich absolut finster und unerwartet. Teuflisch schildert M. Suter die Kehrseite einer integren Person und entführt uns somit in aberwitzige und... Lesen Sie weiter...
Vor 1 Tag von Marco Colombo veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Erfolgreicher Anwalt sucht einen Ausweg aus seinem spießigen...
Urs Blank ist einer der erfolgreichsten Wirtschaftsanwälte und steht kurz vor einem riesen Deal. Lesen Sie weiter...
Vor 13 Tagen von Sascha Berger veröffentlicht
1.0 von 5 Sternen Naja
Wir lesen diese Buch in der Schule, ist überhaupt nicht mein Fall.
Geht viel um Drogen-Pilze und die Veränderung der Hauptperson von angesehen zum Mörder. Lesen Sie weiter...
Vor 1 Monat von Lady Xelina veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen super gut
sehr gutes buch
musste es für die schule lesen.kann ich echt weiter empfehlen. spannung pur richtige action usw. tolles buch
Vor 2 Monaten von furnix veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen gutes Buch
Spannende, skurile Geschichte mit vielen unerwarteten Wendungen, Das Buch ist spannend und humorvoll geschrieben, Das Lesen hat viel Spass gemacht
Vor 2 Monaten von tolle ANlage veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Kein Krimi, aber Spannung auf hohem Niveau
Wer Martin Suters Bücher kennt, der weiß, dass er seine Protagonisten gerne in Ausnahmesitutionen darstellt. Lesen Sie weiter...
Vor 2 Monaten von Brigitte Teufl veröffentlicht
4.0 von 5 Sternen Prägend
Einfach geschrieben. Ohne viel philosophischen oder psychologischen Firlefanz dafür gewaltig im Nachhall aus der Sicht eines jungen Erwachsenen. Lesen Sie weiter...
Vor 3 Monaten von Helen Wiebe veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Genial
Ein genialer Roman. Kommt an den Roman "Der Koch" heran und hat mich über Allmen hinweggetröstet, der mir persönlich nicht gut gefällt.
Vor 3 Monaten von Martina Höglinger veröffentlicht
3.0 von 5 Sternen Buch für die Schule
Mein Sohn benötigte das Buch für die den Deutsch Unterricht. Der Lehrer machte keine Sammelbestelleung so haben wir es um Amazon bestellt.
Vor 3 Monaten von rosa veröffentlicht
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