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Das ist wahrlich ein ungewöhnliches Buch. Die Geschichte von einem Anwaltsfuzzi, der den Ausstieg aus seinem gutsituierten Leben im großen Stil vollzieht. Das Hippie-Mädchen ist dabei nur Mittel zum Zweck. Durch sie kommt er mit Kreisen in Kontakt, die durch die halluzinogene Wirkung kleiner, lustiger Pilze, die auf alten Kuhfladen oder unter Eiben wachsen, sich den besonderen Kick verschaffen wollen. Leider geht bei ihm dabei etwas schief und er ist anschließend nur noch sehr rudimentär in der Lage, seine aggressiven Emotionen unter Kontrolle zu halten. Er tritt die Flucht nach vorne, das heißt in seinem Fall: die Flucht in den Wald an. Wie ein Tier versteckt er sich in einer Tannenschonung (jedoch mit dem entsprechenden Hightech-Equipment ausgestattet). Doch bald schon ist die Jagd eröffnet. Die Jagd auf ihn.....

Ein ungewöhnliches Buch: Da wie gerade beschrieben mit einer außergewöhnlichen Geschichte. Darüber hinaus ist es auch kein Buch für zartbesaitete Seelen, da doch das eine oder andere Opfer zu beklagen ist.
Die sonnenabgewandte Seite des Mondes ist ausgesprochen dunkel. Der Titel des Buches führt also diesbezüglich nicht in die Irre.
Viele Infos über die Pilze sind gut recherchiert. Die beschriebene Kombiwechselwirkung ist jedoch auf dem Mist der Phantasie erwachsen. (Sehe ich da einen erhobenen Zeigefinger, sich ja nicht auf solche gefährlichen Experimente einzulassen??!!)
Mich hat das Buch jedenfalls umfassend gut unterhalten. Für seine besondere Art hat es die 5 Sterne redlich verdient.
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am 30. April 2006
Dieses Buch ist etwas für alle, die sorgfältig rechertierte Plots mögen, die sprachlich sauber und logisch stringent dargestellt werden.

Das Buch ist ungeheuer spannend und zwar ohne daß es ein Krimi wäre. Es hat zwar einen kriminalistischen Erzählstrang, aber der ist nicht sehr stark ausgeprägt.

Bis zum Schluß möchte man das Buch in einem Zug durchlesen. An keiner Stelle hat man das Gefühl, daß die Spannung nachläßt, daß es einen Hänger gibt, irgendeine Stelle, über die sich der Autormit mühsamen Erklärungen hinweghilft.

Das Ende ist überraschend. Und es läßt einen nicht so schnell los. Noch ein paar Tage, nachdem ich das Buch zuende gelesen hatte, kam es mir immer wieder in den Sinn. Und es machte Spaß, sich die Schlußszenen nochmals vorzustellen und über die Bedeutung des Endes nachzudenken.

Ein anderer Rezensent hat geschrieben, daß es kein happy end sei. Ich bin da nicht so überzeugt. Es ist das richtige und passende Ende, egal ob happy oder nicht. (Im übrigen würde ich eher zu happy tendieren.)

Alle diese positiven Aspekte würden eigentlich 5 Sterne rechtfertigen. Trotzdem nur vier Sterne deshalb, weil die im Buch beschriebene "psychodelische Erfahrung" so vollkommen jenseits jeder Alltagserfahrung ist, daß man den Ausgangspunkt der Erzählung doch irgendwie abwegig finden muß.
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TOP 500 REZENSENTam 30. Dezember 2012
Urs Blank hat mehr erreicht, als er sich zu Beginn seines Jurastudiums hätte träumen lassen. In einer Schweizer Wirtschaftskanzlei ist er innerhalb kurzer Zeit zu einem hoch bezahlten Staranwalt aufgestiegen. Seine Klienten sind steinreiche Männer mit erheblicher Macht, die sie skrupellos zu mehren wissen, und der auf Fusionsverhandlungen spezialisierte Advokat hilft Ihnen dabei. Doch irgendetwas stimmt nicht mit dem smarten Volljuristen. Es schimmert eine dunkle Seite in ihm auf, und er muss sich bisweilen stark zurückhalten, um seine Gesprächspartner nicht zu ohrfeigen oder in den Arsch zu treten.

Als Blank eines Tages auf einem Flohmarkt das Hippiemädchen Lucille kennen lernt, bekommt seine heil scheinende Welt einen erheblichen Riss. Die beiden beginnen ein Verhältnis, Blank verlässt seine bisherige Beziehung und zieht in ein Hotel, wo er sein bisheriges Leben mit dem einzigen Unterschied fortsetzt, dass er jetzt eine junge Freundin hat. Lucille öffnet ihm den Weg in eine andere Welt, und Urs nimmt künftig nicht nur einen tiefen Zug aus kreisenden Joints, er riskiert auch einen Trip mit halluzinogenen Pilzen.

Unter den Magic Mushrooms befindet sich jedoch ein Pilz, dessen Genuss fatale Auswirkungen auf die Psyche des Anwalts hat. Der dreht unter der Droge völlig ab und versinkt im Inneren einer Wiese: „Dort war es hell, wie in einer Sonne. Das Licht drang durch seine Augenlider und verwandelte sich in Bildpunkte, die in grellen Farben explodierten. Er war ein gläserner Behälter, der sich bei jeder Explosion mit einer anderen Farbe füllte. Zitronenfaltergelb, Himbeersiruprot, Pistazieneisgrün.“

Der Trip verändert Blank total, und eine seit seiner frühesten Kindheit unterdrückte dunkle Seite seines Charakters gewinnt die Oberhand. Der einstige Staranwalt flieht in den Wald und geht auf in der Natur. Er wird zu einem Waldläufer, der schließlich sogar seinen eigenen Tod vortäuscht.

In einem kontinuierlich steigenden Spannungsbogen versteht es der Autor, seinen Helden Kontakt zu dessen früherem Leben aufnehmen zu lassen, wo er sich Zugang zu geheimen Daten der einstigen Kanzlei verschafft. Dies ruft Geister auf den Plan, die um ihre Existenz fürchten. Blank wiederum glaubt, dass er nur dann aus dem Teufelskreis der Persönlichkeitsveränderung herauskommen kann, wenn er noch einmal jenen seltenen Pilz, der das psychische Inferno in ihm auslöste, findet, um mit einem erneuten Genuss vielleicht wieder in geordnete Bahnen eines sozialen Miteinanders kommen zu können …

Nach dem Roman „Small World“ bildet die auf den psychedelischen Hit „The Dark Side of the Moon“ der britischen Band Pink Floyd anspielende Kriminalgeschichte den zweiten Teil von Suters „neurologischer Trilogie“. Er arbeitet damit einige seiner zentralen literarischen Themata weiter aus: die schleichende Persönlichkeitsveränderung und zunehmende Orientierungslosigkeit sowie die Bipolare Affektive Störung des menschlichen Charakters.
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am 10. Januar 2010
Der Inhalt des Romans ist jetzt schon zur Genüge resümiert.
Genügend hingewiesen ist dabei auf die Änderung von Blanks Charakter durch die Einnahme halluzinogener Pilze.
Ich frage mich, ob das stimmt; ob überhaupt eine Änderung stattfindet.
Das Ende, zu welchem sich die Entwicklung Blanks hinsteigert, ist eines, in dem keiner der ursprünglich Beteiligten mehr gewinnt. Alle verlieren (Blank, Ott, alle aus der Wirtschaftskanzlei).
Das radikale Ende führt wieder zurück zum Anfang des Romans und zu der Frage, ob die Entwicklung, die die Handlung nimmt, tatsächlich mit den Pilzen zusammenhängt, oder nicht doch mit etwas Grundlegenderem, das, pilzunabhängig, schon von Anfang an da war.

Hier sehe ich in diesem Suter-Roman eine Stärke, da die Spannung über das Romanende weiterläuft und zu einer Suche nach Spuren im Text führen kann, die vor lauter Pilzen leicht zu übersehen sind.

Die Grausamkeit, die Aggressivität bringen Blank, Ott, Fluri schon mit.
An der Oberfläche verhalten sie sich zivilisiert, zurückhaltend, freundlich sogar. Dieses Verhalten ist aber keines aus Überzeugung, sondern es ist eines, das den Geschäftsinteressen dient, es ist Kalkül, berechnende Strategie. Tatsächlich denken sie sich gegenseitig als Arschlöcher, wünschen sich, den anderen zu ohrfeigen, kultivieren ihren Hass über lange Zeit, um dann den finanziellen Ruin des anderen zu betreiben, und dies auf einer glatten wirtschaftlichen Oberfläche, mit Hilfe von Verträgen und Klauseln, an denen nichts Illegales ist. Die Boshaftigkeit tarnt sich mit Servilität (Blank) und finanziellen Investitionen (Ott), wobei einer dem anderen genau so viel dient, wie er für seinen Eigennutz muss.
Blank merkt "irgendwie", dass er an diesem System zu leiden beginnt.
Dass er es klar erkennt, wäre zuviel gesagt, denn der Änderungswunsch ist zu diffus. Eher wird Blank angerührt von Archaischem: vom Wald und vom Duft, von zwei Kräften, die Wünsche in ihm aufkommen lassen, von denen er nicht mal weiß, was sie ausmacht.
Es muss in seiner Vergangenheit eine Zeit gegeben haben, mit einem Mädchen, das nach Sandelholz gerochen hatte, aber Blank ist von jener Zeit so abgeschnitten, dass er sich nicht mal mehr an das Gesicht jenes Mädchens erinnert. Der Duft nach Sandelholz löst nicht, wie der Keksduft im berühmten Romanzyklus von Proust, eine Erinnerung aus. Was Blank bleibt, ist höchstens eine dumpfe Sehnsucht.
In einem kleinen Gespräch mit seinem Jugendfreund Wenger, der Psychiater ist, geht es denn genau um Änderungen und die Frage nach der Änderbarkeit. Wollen sich Menschen ändern? Können sie es? Wie geht das, wenn es geht? Die Fragen bleiben unbeantwortet.
Das Paradox, das nun folgt, ist, dass Blank just in dem Augenblick, in dem er eine Änderung will, in alle Änderungsfallen tappt, die es geben mag. Die Affäre mit dem Flohmarktmädchen Lucille ist vielleicht die Suche nach dem alten Sandelholzmädchen. Aber kein Flohmarktmädchen, und habe es noch so hellblaue Augen, kann zum verlorenen Sandelholzmädchen führen.
Und die Pilze, die sein Bewusstsein erweitern könnten, nageln ihn eher auf seinem Status Quo der Grausamkeit fest, in gesteigerter Form.
Der Wald, in den er sich zurückzieht, ist nicht wirklich eine Antiwelt zu der städtischen, in welcher er vorher lebte. So, wie er im Wald gleichzeitig Gejagter und Jäger ist, war er es vorher auch. Jetzt versteckt er sich im Unterholz, vorher versteckte er sich in Vertragsformulierungsdetails. Vielleicht lernt er von daher so schnell, in diesem Terrain zu überleben.
Ein weiteres Paradox ist, dass die größte kulturelle Leistung hier im Wald stattfindet. Hier erkennt Blank seine Gefährlichkeit für andere und versucht fast Übermenschliches, diesen zerstörerischen Zug in sich abzubauen. Die vielen technischen Details dienen dazu zu veranschaulichen, wie er, sowohl zurückgeworfen wie angestachelt durch seine Ausfälle ins Unmenschliche, versucht sich zu einem Menschen zu machen, der die Bewertung "Mensch" wieder verdient.
Das Abschlussparadox ist, dass es ihm gelingt, dass dieser Erfolg ihm aber nichts mehr für ein weiteres Leben nützt.
Für einen Augenblick, für den kurzen Augenblick des bewussten und willentlichen Verzichts auf das Töten, darf er die Früchte seiner mühsamen Änderungsarbeit genießen - und lächeln. Von daher hätte er - im Gegensatz zur obigen Aussage - doch gewonnen.
Gibt es also eine Änderung? Gibt es Erfolg?
Die Spannung höret nicht auf ...
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am 19. September 2007
Das Buch ist wirklich fabelhaft. Wieder einmal beweist Martin Suter, dass er ein Meister der "gespaltenen" Charaktere ist.
Diesmal gelingt ihm dieser Spagat, indem er seinen Hauptdarsteller, einen vermögenden Wirtschaftsanwalt namens Urs Blank, in die Welt der bewusstseinserweiternden Pilze führt.
Dies tut er, wie in allen seinen Büchern, wieder mit sehr viel Witz und Raffinesse, sodass ein sehr schönes kurzweiliges Buch entstanden ist.

Die Geschichte ist abwegig, aber nicht unmöglich und daher wird man als Leser ganz schnell in den Bann genommen und will unbedingt erfahren, wie es weitergeht.

Jeder, der verrückte, komische aber dennoch nicht plumpe Geschichten mag, wird dieses Buch mit Freude lesen. Ich kann es nur empfehlen, so wie bislang jedes Buch von Martin Suter...
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am 9. Oktober 2010
Ich habe dieses Buch im Zusammenhang mit meiner derzeitgen Schule erworben und während des Lesens immer mal wieder inne halten müssen. Die anfängliche Geschichte ist interessant, da sie aus einem vollkommen fremden Blickwinkel spielt, den man anfänglich noch relativ gut versteht, später aber eher weniger.
Der verdrießliche Urs Peter Blank arbeitet als angesehener Wirtschaftsanwalt mit schweizer-amerikanischer Beziehung. Er ist relativ angesehen und hat es geschafft Partner in einer Kanzlei zu werden. Soweit so gut. Nur leider geht ihm momentan alles auf den Sack und dann trifft er sie, Lucille. Das weitaus jüngere Hippiemädchen zieht in mit ihrem Charme in ihren Bann, woraufhin es für ihn beschlossene Sache ist seine derzeitige Freundin Evelyne Vogt zu verlassen und etwas mit Lucille anzufangen. Sie gewährt ihm den Einblick, den er schon lange nicht mehr genießen durfte - Das einfache alltägliche Leben. Angefangen bei Waldspaziergängen bis über zum simplen Entspannen mit Räucherstäbchen.

Da nimmt das ganze eine jähe Wandlung. Sie läd ihn ein mit ihr auf einen Pilztrip zu gehen. Nur leider wusste er nicht, dass dieser Trip eine veherende Wandlung in ihm heraufbeschwören würde und er darauffolgend Dinge tut, die sein bisheriges Leben wie ein Kartenhaus zusammenstürzen lassen. Er verliert die Kontrolle über sich udn seine Handlungen... und wird zum Waldmenschen.

Makaber, aber wirklich spannend und fesselnd.
Ich würde sagen alleine wegen der Andersartigkeit, lohnt es sich dieses Buch zu lesen.
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am 13. Juli 2012
Urs Blank, erfolgreicher Anwalt, hat sein Leben und seine Gefühle im Griff. Das Unplanbare, der Nervenkitzel hält in Form seiner unkonventionellen, asiatisch angehauchten Geliebten Lucille in seinem Leben Einzug. Eines Tages nimmt er bewusstseinsverändernde Pilze zu sich, ab diesem Zeitpunkt erwachen in ihm animalische, gewalttätige Triebe, deren er nicht mehr Herr wird.

Die Handlung des Buches: interessant, aber mehr noch: einfach brillant geschrieben. Sätze knapp und präzise hingemeißelt - ein echter Lesegenuss!

"Was ihn jetzt beunruhigte, war weniger, dass er die Kontrolle über das längst domestizierte Tier in ihm zu verlieren schien, als die Tatsache, dass es ihm egal war. Es gab nichts und niemanden, auf den er Rücksicht nehmen musste."

Die Drogenszene: zum Brüllen komisch (abschreckend). In erster Linie beschreibt das Buch jedoch eine animalische Jagd. Urs Blank strauchelt und fällt schließlich aus dem Leben, da er sich nicht weiter den Konventionen des Lebens unterordnen kann. Mit seinen neuen Fähigkeiten sucht er sein Überleben in der Wildnis. Ihm auf den Fersen der durch Blanks geschäftlichen Knebelvertrag ruinierte Pius Ott, scharfsinnig, drahtig, Typ Vladimir Putin. Von Anfang an ergibt sich ein ständig wachsender Spannungsbogen. Man kann die Jagd der beiden Männer aufeinander schmecken und riechen.

Hochspannend, intelligent, intensiv - Chapeau Herr Suter!
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am 1. November 2005
Endlich wieder eines von diesen Büchern, die leise und zurückhaltend anfangen, dich jedoch von Beginn an fest im Griff haben. Die Spannung steigt so unmerklich, dass man längst dem Buch verfallen ist, bevor man es merkt.
Ich liebe Bücher, die mich die Welt um mich herum vergessen lassen und dazu brauche keine psychodelischen Wirkstoffe. Denn, deren Wirkung und Folgen hat Herr Suter so detailiert beschrieben, als wäre ich selbst die Hauptdarstellerin.
Wunderbares Buch! Grossartige Mischung aus Wissen, Sprache, Thrill, Gesellschaftskritik, und mehr. Unbedingt zu empfehlen.
Text & Co - Irene Bassal
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am 17. Februar 2007
Urs Blank ist ein erfolgreicher Staranwalt im Wirtschaftsrecht und entspricht in allen Facetten seines Lebens dem Klischee eines solchen. Mit der frisch akquirierten, jungen Hippie-Geliebten geht es vom Nobelrestaurant ab in den Wald zum Psychedelic-Pilze-Naschen, und danach ist er anderer. Einer, der tötet ohne Reue, ohne schlechtes Gewissen und ohne Bedenken. Das Back-to-Nature-Experiment hat in Urs Blank nicht das Gute, Wahre, Schöne zum Vorschein gebracht, sondern eine ethikfreie, kaltblütige Grausamkeit, die über das nahrungsmittelbeschaffende Töten der Tierwelt weit hinausgeht...

Martin Suters Erzählung ist meisterlich geschrieben und extrem spannend sowie pointiert schockierend. Wer ein an sich kuscheliges Verhältnis zu Tieren hat, sollte sich beim Lesen warm anziehen, denn Suter zeigt ganz schonungslos, wie einer ist, der ohne Gewissen tötet, der keine emotionalen Bindungen mehr hat, der außerhalb einer Gesellschaft steht, die für ihn schlicht keine Bedeutung mehr hat und nicht länger ein Wertesystem darstellt.

Man kann das Buch als äußerst spannenden Krimi lesen oder, wenn man will, als Geschichte von einem, der auszog, seine ganz persönliche dunkle Seite zu entdecken. Wie auch immer: "Die dunkle Seite des Mondes" ist eine exzellente Erzählung mit nachhaltiger Wirkung auf den Leser.
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am 23. Januar 2008
Diese war das erste Buch, das ich von Martin Suter las. Und ich bin begeistert!
Auch wenn es mir auf den ersten Seiten etwas Mühe gekostet hat, mich in die Welt der Anwälte hineinzudenken. Die Geschichte nimmt einen gefangen. Ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen, weil ich nicht erwarten konnte, wie Suter die Story weiter vorantreiben würde.
Die Sprache ist flüssig, der Sprachstil auf distanzierte Weise fesselnd, schockierend, aber nie gleichgültig.
Auch thematisch ist dieser Roman meiner Ansicht nach super recherchiert. Das nötige Wissen, das man benötigt, um dem Roman und des Themas folgen zu können, wird einem gutverständlich, sachlich und vor allem authentisch wirkend vermittelt.
Der Grund, warum ich "nur" 4 Sterne gebe, liegt in dem etwas zu abrupten Ende er Erzählung. Mit einem Mal ist das Buch ausgelesen und der Leser fühlt sich irgendwie allein gelassen. Auch wenn dieses Ende die logische Konsequenz seines Handelns ist und jede andere Reaktion seinen Zustand des Wahns weiterhin bekräftigt hätte, fiel das Ende etwas zu karg aus.
Trotzallem ein tolles Buch, das einen auch nach dem Lesen noch einige Zeit beschäftigt...
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