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Die dunkle und wilde Seite der Seele. Briefwechsel mit seinem Psychoanalytiker Josef Bernhard Lang. 1916-1944.
 
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Die dunkle und wilde Seite der Seele. Briefwechsel mit seinem Psychoanalytiker Josef Bernhard Lang. 1916-1944. [Gebundene Ausgabe]

Hermann Hesse , Josef Bernhard Lang , Thomas Feitknecht
4.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 442 Seiten
  • Verlag: Suhrkamp Verlag; Auflage: 1 (27. März 2006)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3518417576
  • ISBN-13: 978-3518417577
  • Größe und/oder Gewicht: 20,2 x 13 x 3,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 424.520 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Produktbeschreibungen

Pressestimmen

»Ohne den Psychoanalytiker Josef Bernhard Lang sähe das Werk Hermann Hesses anders aus. ... [die] Therapie bei dem Schweizer Arzt ...erst verwandelte 1916 den bis dahin traditionellen Formen verpflichteten Unterhaltungsschriftsteller in jenen modernen Visionär der Seele, als der Hesse in die Literaturgeschichte einging. ... Im Demian, dem unmittelbaren Resultat ihrer Gespräche, verewigte Hesse seinen Therapeuten in der Gestalt des Organisten Pistorius. Ein solcher Sonderling, entlaufener Klosterschüler und Experte für Esoterik - wie im Roman - war ... Lang tatsächlich. ...Die Dynamik dieses Verhältnisses und Langs tragisches Schicksal machen den Briefwechsel über seinen Wert für die Hesse Biographik hinaus zu einem faszinierenden document humain.« (Oliver Pohlmann Frankfurter Rundschau )

Kurzbeschreibung

Eine der ungewöhnlichsten Gestalten aus Hesses Freundeskreis ist der Psychoanalytiker Josef Bernhard Lang (1881-1945). Ohne diesen, C.G. Jung nahestehenden, Arzt wäre es dem Dichter wohl kaum geglückt, die tiefe Depression zu überwinden, in die ihn der Erste Weltkrieg gebracht hatte. Die Zäsur in Hesses Werk, die mit dem Demian einsetzte, sein Weg vom traditionsverbundenen Erzähler zum experimentierfreudigen Visionär künftiger Entwicklungen, nahm damals ihren Anfang. Durch J.B. Lang, der u.a. ein Buch unter dem Titel Hat ein Gott die Welt erschaffen? publizierte, lernte Hesse das Weltbild der Gnostiker und deren Abraxas-Symbolik kennen, die lange vor Nietzsche das traditionelle Denken in Frage stellte."Andre Leute mögen dies und jenes von Kunst verstehen", schrieb Hesse an Lang,"aber die dunkle und wilde Seite der Seele versteht niemand so gut wie du."Die sich schon bald zur Freundschaft entwickelnde Beziehung zeigt Lang als Hesses Agenten bei der Bewältigung seiner familiären Probleme, zugleich aber auch, wie sich die Rolle von Arzt und Patient allmählich umkehrte. Von Schicksalsschlägen getroffen, war Lang schließlich selbst auf Hesses Hilfe angewiesen.
Lang war es auch, der Hesse den Anstoß zur Aquarellmalerei gab. Im Verlauf ihrer Gesprächstherapie forderte er ihn auf, seine Träume nicht nur mündlich, sondern auch bildnerisch darzustellen. Dabei entdeckte Hesse sein Talent zum Malen und Zeichnen.
Bis heute galt diese Korrespondenz als verschollen. Überraschend ist sie nun aufgetaucht und wird hier erstmals vollständig publiziert. Der Briefwechsel gibt einen faszinierenden Einblick in eine Beziehung, die im April 1916 beginnt und 1945 mit dem Tod Langs als Patient jener psychiatrischen Klinik endet, in der seine ärztliche Laufbahn begann.

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16 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen hesse, sehr privat !, 1. Mai 2006
Von 
J. Fromholzer "fromholzer" (berlin) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)    (VINE®-PRODUKTTESTER)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Die dunkle und wilde Seite der Seele. Briefwechsel mit seinem Psychoanalytiker Josef Bernhard Lang. 1916-1944. (Gebundene Ausgabe)
Dieser Briefwechsel Hesses mit seinem Psychiater Lang, bietet sehr viele intime und persönliche Details aus Hesses Leben (das schwierige Verhältnis zur Familie und Verwandschaft, die eigene Lebenskrise). Ganz ausführlich bekommt der Leser das Scheitern von Hesses erster Ehe, am Ende des ersten Weltkriegs, mit. Hesse ist weitgehend haltlos, Arbeit, Rotwein und Opium trösten ihn. Der Briefwechsel dauert bis zu Langs Tod, 1944. Das klassiche Arzt - Patienten Verhältnis löst sich bereits in der ersten Jahren der Korrespondenz. Freundschaft tritt an seine Stelle. Darüberhinaus: auch ohne die oben genannten Probleme war Hesses Leben im Tessin nicht wirklich einfach. Bis zum Nobelpreis war er immer auf Gönner angewiesen. Auch das erfahren wir ausführlich in diesem Buch. Dieser Band liest sich, im Gegensatz zu manch anderen Briefwechsel Hesses, sehr sehr spannend und kurzweilig! Meine Empfehlung hat er.
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7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen Hesse von einer ganz anderen Seite, 21. September 2008
Rezension bezieht sich auf: Die dunkle und wilde Seite der Seele. Briefwechsel mit seinem Psychoanalytiker Josef Bernhard Lang. 1916-1944. (Gebundene Ausgabe)
Hermann Hesse konsultiert 1916 einen Psychoanalytiker, Josef Lang, bei dem er nicht nur Sitzungen hat, sondern auch in Briefkontakt steht. Anfangs fallen diese Briefe noch eher kurz aus und konzentrieren sich nur auf den Zeitpunkt der nächsten Sitzung oder vielleicht auf ein besonderes Ereignis. Mit der Zeit entwickelt sich aber eine Freundschaft zwischen dem Schriftsteller und dem Therapeuten, die hauptsächlich über Briefe stattfindet. Josef Lang unterstützt Hermann Hesse in privaten Angelegenheiten, kümmert sich um die Einweisung seiner Frau in eine Nervenklinik und um die Unterkunft seiner Kinder. Wärend dem regen Briefwechsel tauschen die beiden Schreibenden aber oft auch ihre Rollen, und so wird Hesse zum Berater von Josef Lang und muss ihm aus Depressionen und Selbstmitleid wieder rausholen.

Der Briefwechsel überdauert den 1. Weltkrieg und fast den Zweiten und endet mit dem Tod Langs.

Dieses Buch ist für jene lesenswert, die etwas mehr als die üblichen Biographien über Hesse lesen wollen. Man lernt ihn von einer ganz anderen Seite kennen, die zeigt, dass auch Hesse mit Alltagsproblemen, sowie Alter und Gesellschaft zu kämpfen hat. Da die Briefe sich höchstens über zwei Buchseiten erstrecken, ist das Buch sehr kurzweilig zu lesen. Das Vorwort am Anfang hilft, den roten Faden zwischen den Briefen nie zu verlieren.

Besonders interessant war es für mich persönlich, da ich parallel auch "Das Glasperlenspiel" gelesen habe, auf das er in seinen Briefen öfters anspricht. Leider habe ich so auch den Schluss dieser Erzählung erfahren.
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5.0 von 5 Sternen "Heut Nacht (Traum) Coitus mit meinem zweiten...", 28. Januar 2012
Rezension bezieht sich auf: Die dunkle und wilde Seite der Seele. Briefwechsel mit seinem Psychoanalytiker Josef Bernhard Lang. 1916-1944. (Gebundene Ausgabe)
Es sind schon sehr dunkle Seiten der Seele, die uns da aufgedeckt werden, Ninon Hesse hätte folgende Stelle sicher herausgeschnitten (so, wie sie nach Ihrem Gutdünken ja auch in den Tagebuch-Notizen aus jener Zeit vor der Veröffentlichung herumzensiert hatte, zum Glück ist dieses Dokument hier lange nach ihrem Tode erschienen, unzensiert dank des grossartigen Volker Michels und seiner Frau):

"Heut Nacht ein seltsames Bruchstück, ein Coitus mit meinem zweiten, achtjährigen Buben, wobei fast ohne Erektion eine reichliche Samenabgabe erfolgte." (Seite 50)

Einmal mehr wird uns Hesse als jemand gezeigt, der alles andere als ein Heiliger, ein unbefleckter Guru war, was ihn mir noch näher bringt, als er mir eh schon seit Jahrzehnten ist. Seit 1985 begleiten mich tröstend besonders seine "Ausgewählten Briefe", der "Siddhartha" und "Das Glasperlenspiel".

Parallel zu diesem Briefband zwischen Hesse und seinem Analytiker las ich den Band "Liebes Herz", Briefe zwischen Hesse und seiner Frau Ruth, geb. Wenger, was gerade die Briefe, die um 1920 geschrieben wurden, zu einer extrem spannungsgeladenen Lektüre macht, war doch J B Lang zum gleichen Zeitpunkt in Ruth verliebt, als diese die ebenfalls spannungsreiche Beziehung zu Hesse begann.

Noch ein Wort zu Volker Michels. Einmal mehr erweist er sich in würdiger Nachfolge Siegfried Unselds als Statthalter Hermann Hesses auf Erden. Was Michels mit seinen zahllosen Veröffentlichungen zu diesem meinem geliebtesten Autor geleistet hat, lässt sich mit Worten kaum ausdrücken - Danke Volker Michels!
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