Die hilfreichsten Kundenrezensionen
26 von 26 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Mehr als ein Nachschlagewerk, 25. Oktober 2006
"Wie man von Wortschatz spricht, so kann man auch mit gutem Grund auch vom Namenschatz sprechen. Das vorliegende Buch möchte dazu beitragen, dass viele, und nicht nur Fachkundige, diesen großen Reichtum besser kennen und schätzen lernen." ( Der Autor Konrad Kunze in seinem Vorwort) Nach einem Abkürzungs- und Symbolverzeichnis gibt es im ersten von insgesamt 18 Kapiteln zunächst eine Einführung in Eigenart und Einteilung der Namen, sowie eine Zusammenstellung der wichtigsten Lexika. Die nachfolgenden Kapitel beschäftigen sich mit germanischer und fremdsprachlicher Herkunft der Rufnamen, der Geschichte der Rufnamen vom Spätmittelalter bis zum 19. Jahrhundert und schließlich mit der Vornamensgebung im 19. und 20. Jahrhundert. Neben der Herkunft theophorer Namen und der Ausbreitung von Heiligennamen wurden hierbei weitere Schwerpunkte auf die etymologische Bedeutung, sowie Entwicklungstendenzen in der Vornamensgebung gelegt. Mit dem Kapitel "Entstehung der Familiennamen", die zum Teil aus Rufnamen entstanden sind, beginnt der mit insgesamt zehn Kapiteln umfangreichste Abschnitt des Buches. Zur Geschichte der Familiennamen werden neben Landschaft, Ort, Ethnien-, Religions-, Gruppen- und Berufszugehörigkeit usw. auch die Aspekte des Habitus, Charakters und Verhaltens dargestellt. Das Kapitel "Personennamengebrauch im Alltag" ist u. a. dem Namensrecht, Namenswechsel, den Pseudonymen, Kosenamen etc. der Gegenwart gewidmet. Die letzten beiden Kapitel befassen sich mit der "Personenamenauswertung in der Wissenschaft" innerhalb verschiedener Disziplinen und mit der Analyse von "Telefonanschlüssen als namenkundliche Quelle" für Deutschland, Österreich und die Schweiz. Die von dem Grafiker Hans-Joachim Paul für die 4. Auflage (2004) gezeichneten farbigen Landkarten, Schemata, Diagramme, Tabellen pp. nehmen fast die Hälfte des 275seitigen Buches ein und bieten eine erstklassische und übersichtlichem Visualisierung der einzelnen Themen. Ein Literaturverzeichnis, ein Abbildungsnachweis und je ein Sach- und Personenregister runden das wissenschaftliche Werk ab, das auch mit einem 25seitigem "Register der Namen und wichtiger Namenglieder" (Aar bis Zwölfer) dem Leser die Möglichkeit bietet, etwas über die Bedeutung seiner eigenen Namen etwas in Erfahrung zu bringen. Sehr empfehlenswert und mit 5 Amazonsternen zu bewerten, sollte der "dtv Atlas Namenskunde" in keinem Bücherregal an Namensgebung und/oder (sprach)historisch interessierter Leser fehlen.
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58 von 63 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Ein rundum gelungenes, wichtiges Nachschlagewerk, 2. September 1999
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: dtv - Atlas Namenkunde. Vor- und Familiennamen im deutschen Sprachgebiet. (Broschiert)
Die dtv-Atlanten zeichnen sich gewöhnlich dadurch aus, dem Einsteigenden in eine wissenschaftliche Materie, meistens Schülern oder Studierenden, einen groben Überblick über das Fachgebiet zu verschaffen. Ist man dann erst einmal tiefer in den Stoff eingedrungen, erscheinen einem die Bücher jedoch eher oberflächlich und nicht mehr länger verwendbar. Dies ist etwa beim dtv-Atlas Psychologie der Fall. Beim dtv-Atlas Namenkunde hingegen liegt die Sache gänzlich anders, hier könnte man fast sogar von einem Standardbuch sprechen. Es gibt nur wenige wissenschaftliche Publikationen zur Namenkunde, meistens handelt es sich dabei um mehrbändige, sehr teuere Werke, die sich auf ein stark begrenztes Gebiet (z.B. auf eine bestimmte Region) beziehen oder aufgrund ihres Alters kaum mehr den Anforderungen entsprechen, die man heutzutage an nützliche Sekundärliteratur stellt. Der dtv-Atlas hingegen bündelt auf verständliche Weise das Grundwissen, das zur Namenkunde besteht. Jedoch noch mehr: Der Band widmet sich nämlich einem von der bisherigen Forschung vernachlässigten Gebiet, nämlich der Personennamen-Geographie, also der Verbreitung von Personennamen über den deutschen Sprachraum, und zeigt Familiennamen-Karten, die eigens für diesen Atlas erst erarbeitet wurden. Mit anderen Worten: Bei dem Buch handelt es sich also tatsächlich auch um einen Weiterführung der bisherigen Forschung und nicht nur um eine Zusammenfassung. Ein weiteres Plus ist auch, daß sich das Buch in begrenztem Maße auch für die interessierten Laien eignet, die sich über die Herkunft eines bestimmten Namens erkundigen wollen. Also: Ein rundum gelungenes, wichtiges Buch. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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12 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Standardwerk & Klassiker für Einsteiger in die Namenskunde, 25. Mai 2001
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: dtv - Atlas Namenkunde. Vor- und Familiennamen im deutschen Sprachgebiet. (Broschiert)
Konrad Kunze ist es gelungen die meisten nützlichen Informationen zur Namenskunde (wenn auch mit unterschiedlichen regionalen Schwerpunkten) in einem gut lesbaren Taschenbuch zusammen zufassen. Dieses Buch darf eigentlich in keinem Bücherregel von landeskundlich, geneaologisch und auch allgemein-historich interessierten Lesern fehlen.
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