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Kundenrezensionen

4,3 von 5 Sternen9
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"Das Buch ist keine Veröffentlichung über das Für und Wider des Englischen als globale Sprache."
(Vorwort der Autoren)
Bereits mit der Vorstellung der promovierten Buchautoren (Seite 3) wird deutlich, dass den Leser im "dtv-Atlas Englische Sprache" ein hohes Maß an historischen Fakten erwartet. Denn Prof. Dr. Wolfgang Viereck und Dr. Heinrich Ramisch sind nicht nur Anglisten, sondern auch Mediävisten. Aber auch über das Mittelalter hinaus bietet das Sachbuch eine Fülle an (nicht nur historischen) Informationen, denn Dr. Karin Viereck hat als dritte Buchautorin Arbeiten zu geolinguistischen Aspekten und Sprachkontakten publiziert.......
Nach einem Abkürzungs- und Symbolverzeichnis gibt es im ersten von insgesamt 14 Kapiteln zunächst eine Allgemeine Einführung in Linguistik. Hierbei werden Begriffe wie Phonetik, Syntax, Semantik etc. erläutert. Im zweiten Kapitel, das der Vorgeschichte und Altenglischen Periode gewidmet ist, gibt es einen Überblick über Sprachfamilien und ihre Besonderheiten. Einer näheren Betrachtung der Indoeuropäischen/-germanischen Sprachfamilie und den ihr zugehörigen germanischen Sprachen folgt die Darstellung der Herkunftsgebiete der Angelsachsen (Sachsen, Angeln und Jüten, die ihre Runenschrift mitbrachten) und der Christianisierung Englands. Danach gibt es Ausführungen zu vorindogermanischen, keltischen und (relativ wenigen) rein lateinischen topografischen Begriffen und den Aktivitäten der Wikinger, die zu einem starken skandinavischen Einfluss in der englischen Sprache führen sollten. Mit der normannischen Eroberung (1066) gelangten schließlich auch französische Sprachelemente auf die Insel, wo die in Kapitel drei beschriebene Mittelenglische Periode mit verschiedenen Dialekten einsetzte. Den Schwerpunkt der beiden nachfolgenden Kapitel bilden weitere strukturelle Wandlungen, wie z. B. Lautverschiebungen des englischen Idioms, sowie geografische Unterschiede und Besonderheiten. Neben einer Betrachtung zur Benutzung des bestimmten Artikels sind hier auch Ausführung zum Rückgang und Aussterben der keltischen Sprachen Kornisch und Manx zu finden Die Kapitel 6 - 8 sind, erneut mit einer Vielzahl von historischen Details, der besonderen Entwicklung der englischen Sprache in den Ländern Wales, Schottland und Irland, aber auch deren eigenständigen keltischen Sprachen gewidmet. Spezielle Anmerkungen gibt es auch zu der auf den Kanalinseln anzutreffenden Sprache. Mit der kolonialen Expansion Großbritanniens beginnt die Geschichte vom Aufstieg des Englischen zur Weltsprache, dem die letzten sechs Buchkapitel gewidmet sind. Zum Thema Nordamerika und Karibik werden regionale und ethnologische Aspekte vorgestellt. Das gleiche gilt für die sprachliche Entwicklung in Afrika, Asien und Ozeanien (z. B. Pidgin). Der Rolle Australiens (aber auch Neuseelands) aufgrund Siedlungsgeschichte, sprachlicher Merkmalen und Variationen ist ein ganzes Kapitel gewidmet. Unter der Überschrift "Weltsprache Englisch" gibt es zum Schluß eine Bestandsaufnahme, die sich auch mit den Versuchen zur Schaffung einer Welthilfssprache (Esperanto, Volapük und BASIC-English) und dem Einfluss von Englisch auf andere Sprachen beschäftigt. Hierzu gehören auch die fortschreitende Nutzung von Anglizismen und die damit verbundenen Hybridisierungen zu "Denglish", "Spanglish" oder "Franglais"....
Die von dem Grafiker-Designer Werner Wildermuth erstmalig oder neu gezeichneten 130 Seiten mit farbigen Landkarten, Schemata, Diagrammen, Tabellen pp. nehmen fast die Hälfte des 275seitigen Buches ein und bieten eine erstklassische und übersichtlichem Visualisierung der einzelnen Themen. Ein Literaturverzeichnis, ein Abbildungsnachweis und je ein Personen und Sachregister runden das wissenschaftliche Werk ab. Sehr empfehlenswert und mit 5 Amazonsternen zu bewerten, sollte der "dtv Atlas Englische Sprache" in keinem Bücherregal (sprach)historisch interessierter Leser fehlen.
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am 2. Dezember 2006
Ich habe mir kürzlich dieses Buch zugelegt, hauptsächlich um ein Nachschlagewerk zu haben, in dem ich die geschichtlichen Ereignisse und Veränderungen der Sprache nachlesen kann, da ich zu diesem Thema gerade ein Seminar an der Universität besuche.

Was ich aber bekam war mehr als das. Das Buch enthält nicht nur einen hervorragenden Überblick (Wiegesagt, Überblick. Wer Referate, Hausarbeiten, etc. zu speziellen Themen der einzelnen Epochen schreiben will, wird sicherlich noch auf andere Werke zurückgreifen müssen), sondern auch gleichzeitig in die phonetische Aussprache und Lautbildung des Englischen. Hierbei werden auch die Unterschiede zwischen einzelnen Variationen des Englischen klar gemacht. (z.B. Worin besteht der genaue Unterschied in der Lautbildung zwischen Amerikanischen und Britischem Englisch?)

Dieses Buch ist sicherlich für alle Studenten und die, die sich für Englisch interessieren sehr sinnvoll, da es die Kenntnisse in de renglischen Sprache sinnvoll abrundet.
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Sprache ist etwas Historisches. Sie entsteht, breitet sich aus oder schrumpft und entwickelt sich. Das können Karten und Grafiken gut veranschaulichen, und das tun sie auch im "dtv-Atlas Englische Sprache". Ich kannte bereits das Gegenstück für Deutsch, wobei eine Englisch-Variante wohl mehr historisch und geografisch werden musste. Englisch hat nun einmal verschiedene Sprech-Orte auf dem Globus und verschiedene, mehr oder minder hörschöne Varianten.

Inhaltlich dürfte der Anspruch irgendwo zwischen Englisch-LK und Anglistik-Propädeutikum liegen. Doch Vorbildung ist eigentlich nicht vonnöten. Es gibt interessante Trivia für den inneren Besserwisser, Erklärungen und wissenschaftliche Ansätze. Verständlich und lesbar präsentiert ist der dtv-Atlas, ich las ihn in mehreren Schüben gemütlich in der Bahn. Vier bis viereinhalb Sterne.
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am 5. Oktober 2014
Im Vorwort klingt ein bisserl durch, dass die Lektorin nicht immer der gleichen Meinung war wie die Autoren.
Und ich muss sagen, dass ich ahne, was die Lektorin gemeint haben könnte. Das ist nicht nur die eigenwillige Art der Einrückungen, deren Systematik sich mir bis zum ende nicht erschlossen hat. Es ist vielmehr so, dass man merkt: Die Autoren sind sicherlich gewohnt, in peer-reviewed journals zu publizieren. Wenn man dort einen Review-Artikel platziert, dann muss solide und umfangreich zitiert werden, genauso bei wissenschaftlichen Monographien. Aber ein dtv Sprachatlas ist eigentlich doch etwas anderes. Da sollte es um mehr als nur darum gehen, dass jede wichtige Studie erwähnt wird. Wenn ich die Originalarbeiten suche, finde ich die auf Google Scholar sowieso schneller (Einwand: Den gab es 2001 noch nicht? Antwort: Aber heute eben schon! Daher der Titel dieser Kritik.)

Und wenn sich Wissenschaftler so richtig in Ihrem Fachgebiet zuhause fühlen, wird auch gerne an den Kollegen gekrittelt, mit denen man mutmasslich schon in den 70ern akademisch die Klingen gekreuzt hat. Mehrfach werden Studien als methodisch unzureichend kritisiert und deren Mängel diskutiert - als ob das mich als Leser interessiert, dass bei einer Studie von 1951 genau 211 Fragen gestellt wurden und in einer zweiten Welle 207 Fragen bei einem Rücklauf von 2700 Antworten (s. Seite 127).
Wenn wir schon beim Rumkritteln sind, dann darf ich jetzt aber auch mal: Wenn Kollege Macaulay 1978 eine Studie gemacht hat, bei der er Gruppen von je 16 (sechzehn! s. Seite 135) Personen interviewt hat, dann ist das eine gelinde gesagt ziemlich kleine Fallzahl. Statistisch kann man sicher ein paar Aussagen über dem Einfluss von Alter, Geschlecht oder sozialer Schicht machen. Aber bitte nicht alles gleichzeitig: Das gibt so eine kleine Fallzahl einfach nicht her. Sage ich als Statistiker. Da wäre eine Rüge bezüglich der Methodik angebracht, oder? Aber so eine ähnliche Methode haben offenbar auch andere angewendet, z.B. Chambers und Hardwick 1986 mit Gruppen zu 15 Personen. Auf ein paar solcher interviewter Grüppchen wird offenbar eine ganze Theorie von "Fronting" und "Canadian Rising" aufgebaut (S. 183). Und die Ergebnisse werden sogar noch in Grafiken im Atlas dargestellt - prozentuiert! Na, bei den 15 interviewten Nasen muss man sich nicht wundern, wenn die Prozentzahlen Vielfache von 100 geteilt durch 15 sein sollten... Gute Statistiken sehen anders aus.

Apropos Grafiken: Da sind ja ziemlich viele unterschiedliche Arten im Schwange. Fundstellen einzelner Worte als Punkte; Iso-, Heteroglossen, Verbreitungskarten. Teilweise kommen Landkarten, die im Prinzip gleichartig aufgebaut sein könnten, extrem unterschiedlich aufgemacht daher (vgl. z.B. Grafiken auf den Seiten 128, 144, 158D, 160B, besonders ausgefallen 164C, und 186B). Manchmal ein bisschen unübersichtlich, wenn mehrere Sachverhalte in einer Karte dargestellt werden. Da weiss man dann gar nicht, ob in Maine niemand das Wort "ivy" verwendet oder ob dort nur niemand dazu befragt wurde.

Den Vogel bezüglich Unübersichtlichkeit schiesst aber eine von den bepfeilten Grafiken ab (Seite 220 Grafik A). Also wirklich! Wie kann man bei sowas derart viele sich überkreuzende Grafiken einzeichnen. Dabei könne alles so einfach sein: Exakt die gleiche Grafik wäre auch ohne eine einzige Überkreuzung möglich, und die könnte man dann sogar so legen, dass die nördlichen Einflüsse oben die westlichen Einflüsse links zu liegen kommen.

Dieser dtv-Atlas zur Englischen Sprache fällt also im Vergleich zu seinem deutschen Amtskollegen (den ich praktisch vorbehaltlos empfehlen kann) ziemlich stark ab. Die unbestreitbare Kompetenz der Autoren hat dem buch nicht geholfen; es ist eine verpasste Chance, oder eine Chance für einen Neustart, wenn sich jemand anders an das Thema wagen sollte.

Nun genug genörgelt. Ach nee, eins noch: Die letzte Seite zum Thema "Jeans" ist auch nicht mehr ganz auf dem neuesten Stand, glaube ich. Siehe Titel dieser Kritik.
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am 2. Mai 2002
Ähnlich aufgebaut wie der dtv-Atlas der Deutschen Sprache bietet der dtv-Atlas für Englische Sprache einen vielseitigen Überblick über die Sprachgeschichte, geographische Sprachunterschiede und Sprachentwicklungen in England. Landkarten, Bilder und Sprachbeispiele (z. B. Gälisch) lockern das Buch nicht nur optisch auf. Die Sprache ist durchaus verständlich gehalten, so dass auch ein Laie Freude am Lesen hat. Für Freunde der Englischen Sprache und ihrer Entwicklung, sowie ihrer geographisch orientierten Feinheiten ein absolutes MUSS.
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am 18. August 2013
sehr gut Atlas sehr gut information am Geschichte Englische sprache und Keltische sprache besonders fur alle philologists und die Lehrer
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am 5. März 2003
Nicht gleich unbedingt ein MUSS, dafür aber höchst zufriedenstellend auch für alle vom alltäglichen Englisch weniger Begeisterten.
Lohnendes Preis-Leistungs-Verhältnis... gute Karten (z.B. in welchen US-Staaten die Bevölkerungsmehrheit deutscher, englischer, irischer, französischer, hispanischer usw. Abstammung ist), dafür aber sogar ein paar zu viele Detailanalysen der Wortunterschiede im Dialekt... eine lobenswerte Darstellung der Geschichte der Englischen Sprache bzw. seiner Dialekte. Interessant übrigens, daß wir wesentliche Erkenntnisse über die englischen Dialekte ausgerechnet Napoleons Bruder verdanken.
Zwei kleine Schönheitsfehler allerdings:
(1.) Ob erhofft oder verflucht, Englisch setzt sich global im Schatten der US-Weltherrschaft durch - allerdings eben nicht wirklich "Englisch". Einerseits sind es vielmehr Pansch-Sprachen wie Spanglish oder Denglisch (letzteres auch als "Engleutsch" oder "Deutlish" bezeichnet), in weit geringerem Maße auch Franglais, Portingles und Russgliski, denen eine zweifelhafte, aber breite Zukunft offensteht. Andererseits wird auch gerade das US-Englisch selbst zunehmend von Spanglish durchsetzt - alles nur eine Frage der Zeit, wie statistische Hochrechnungen vorhersagen. Diese Tatsache kommt zu kurz.
(2.) Ebenso ignoriert das Buch trotz seiner ausführlichen globalen Dialektanalyse, daß es sich speziell beim US-"American Bad English" längt nicht mehr nur um ein Dialekt, sondern wegen stark abweichender Grammatik und Orthographie schon um eine andere Sprache handelt - Schwedisch und Dänisch sind ja auch nicht mehr einfach nur Dialekte des Nordischen.
Dennoch das Fazit:
Schade, daß es einen solchen dtv-Atlas nicht auch über die Französische oder Spanische Sprache, geschweige denn über die Arabische Sprache gibt. Zumindest aber für Deutsch gibt es ein ebenfalls empfehlenswertes dtv-Äquivalent!
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am 21. Dezember 2006
das konzept dtv-sprachatlas finde ich super, aber der englische fällt insgesamt etwas ab. auf jeden fall findet man hier sehr viel spannendes und wissenswertes, grafisch toll aufgearbeitet.
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am 9. Juni 2007
Nach dem bewährten dtv-Atlas Konzept von linksseitiger Grafik und rechtsseitigem Text glänzt auch der dtv-Atlas Englische Sprache mit gleichzeitig kompakter wie auch anschaulich präsentierter Information.

Nicht nur studienbegleitend nützlich und motivierend, sondern auch allgemein jedem Anglophilen ans Herz zu legen.
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