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6 Partiten Bwv 825-830
 
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6 Partiten Bwv 825-830 [Doppel-CD]

von Andras Schiff (Künstler), Johann Sebastian Bach (Komponist)
4.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Komponist: Johann Sebastian Bach
  • Audio CD (28. August 2009)
  • SPARS-Code: DDD
  • Anzahl Disks/Tonträger: 2
  • Format: Doppel-CD
  • Label: Ecm Records (Universal)
  • Spieldauer: 133 Minuten
  • ASIN: B002FEUOA0
  • Weitere Ausgaben: MP3-Download
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)
  • Amazon.de Verkaufsrang: Nr. 12.806 in Musik (Die Bestseller Musik)

 
1. Six Partitas

Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Nach seinem viel gelobten Beethoven-Zyklus kehrt András Schiff zu Bach zurück: Bei einer Matinée im Neumarkter Reitstadl nahm er 2007 die großartigen sechs Partiten auf, die Bach selbst 1731 als allererstes seiner Werke publizierte, weil er eine einzigartige Synthese der traditionsreichen Suitenform in ihnen verwirklicht sah. Verglichen mit seiner Londoner Studioaufnahme von 1983 demonstriert die neue Version Schiffs interpretatorische Entwicklung hin zu mehr Freiheit, Klangreichtum und der schieren Lust an der Phrasierung. Eingeflossen sind auch die Erfahrungen des Pianisten als Dirigent der großen Bachschen Chorwerke.

Nach den zuletzt erschienenen Beethoven-Sonaten klingt Schiffs Bach strenger, organischer, bezwingender als früher. Durchaus noch romantisch – man höre, wie er die D-Dur-Allemande, das wohl großartigste Stück der Sammlung, als unendliche Melodie über dezent begleitender linker Hand mit sehnsuchtsvoller Agogik anlegt. damit paart sich aber eine scharf geschliffene Artikulation, die einerseits auf die Alte-Musik-Praxis verweist, andererseits darauf, wie grandios Schiff gerade Haydn, Bartok, Janacek spielt. So bohrt sich diese Musik mit zunehmendem ernst dann doch als schlüssiger Zyklus ins Bewusstsein des Hörers. - Süddeutsche Zeitung


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6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen Besonderes Meisterstück, 8. Dezember 2009
Von Andreas S. "AS" (München) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REVIEWER)   
~
András Schiff ist einfach ein Meister und es lohnt sich immer mal hinzuhören, wenn er gastiert oder eine seiner Aufnahmen zur Hand ist. Niemand schlägt so gefühlvoll die Tasten an und spielt gleichzeitig so exakt wie er. Manchmal scheint es er sei für die Referenz und die anderen für die Varianten zuständig, aber das würde ihm nicht gerecht. Was ihn auszeichnet ist vielleicht, dass er es versteht, seinen neutralen wie gefühlvollen und immer akkuraten Stil zu wahren und trotzdem dem jeweiligen Komponisten im Höchstmaß gerecht zu bleiben.
Selbst hier bei dieser Neuaufnahme der sechs Bach Partiten bleibt er sich wieder irgendwo treu, auch wenn er sich nun von seiner eigenen Interpretation von 1983 für DECCA überaus weit entfernt. Diese entsprach allem oben gesagtem vorzüglich und wirkt doch im Verhältnis vergleichsweise verträumt.

Schiff hat eine großartige Neuinterpretation geschaffen, es scheint, als habe er die Werke in sich reifen lassen, scharf analysiert und neu durchdrungen, um sie mit unvergleichlicher Exaktheit und unvergleichlichem Elan neu zu fassen und wiederzugeben. Er spielt die Anschläge auch bei höchstem Tempo - viel schneller als damals - so sauber und fast hintereinander, als wären sie wie Perlen auf eine Schnur gereiht. Auch wenn die Perlen so verschwindend klein sein mögen und eine klar definierte Linie bilden, so scheint es, als seien sie dennoch - könnte ein Standbild erzeugt werden - eine von der anderen unverschmolzen, jede für sich allein sichtbar. Dabei klingt das keineswegs abgehackt sondern bietet einen wundervollen Fluss.
Das ist beeindruckend und eine Meisterleistung, aber hat fast etwas akademisches. Akademisch natürlich im besten Sinn, denn es läd ein zur Auseinandersetzung mit diesem Werk und mit dieser Interpretation. Und so muss es auch unweigerlich Fragen aufwerfen, insbesondere für jeden, der noch keine Aufnahme der Partiten besitzt.

Es drängt sich ein Vergleich mit der zweiten ebenfalls noch frischen Aufnahme von Murray Perahia Partitas 1,5 & 6 passend zu Bach: Partitas Nos. 2, 3 & 4 an. Im Vergleich macht Perahia wahre Mätzchen mit den Stücken. Mit ungleich viel mehr Emotion, lässt er keinen Zweifel daran, dass Bach die Partiten als Tänze schuf, was bei ihm jedoch auch auf Kosten von Stringenz und Stetigkeit geht. Er begeistert wenn er losprescht, aber genauso bestürzt er, wenn er sich anschließend wieder zügeln muss. Zumindest ist das der Eindruck, der bleibt, wenn zum Vergleich die Neuinterpretation von Schiff erst mal im Ohr ist.

Wo liegt jetzt die Lösung? Nun "eine" Lösung kann es nicht geben, da wir Bach nicht mehr fragen können. Die zur Zeit rundeste, temperamentvollste Interpretation und Gesamteinspielung der Tanzsuiten, die dabei zugleich luftig und dennoch gefühlvoll klingen, hat wohl Angela Hewitt vorgelegt The 6 Partitas. Ihr Spiel erscheint im Vergleich wie die logische Konsequenz aus dem der beiden Herren, so flink und temperamentvoll, sowie gleichzeitig exakt und akzentuiert wirkt es. Sie hat Gefühl für die Leichtigkeit der Tänze, Gefühl für die Pausen und Wendungen, Gefühl für den Fluss der Emotionen.
Das passt zur Zeit, aus der die Tänze stammen und wie sie vermutlich damals Verwendung fanden, nachdem Bach sie beginnend 1726 mit Opus 1 sukzessive jährlich veröffentlichte und schließlich 1731 als Gesamtwerk anbot.

Unabhängig davon stellt aus heutiger Sicht diese Meisterleistung von Schiff ebenso eine Lösung dar, wenn es darum geht, die Vorlage zu eigenständigem, schlüssigem, akkuratem und überaus virtuosem Leben zu erwecken.
Hier lautet die Frage weniger ob Bach das so gedacht hatte, als ob er es so geschätzt hätte.
Ein Meisterstück! Ob es "das" Meisterwerk ist bleibt Geschmacksache und mit dieser nur bedingten Allkopatibilität fehlt ein wenn auch kleines Wenig des fünften Sternes.
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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Absolut lohnenswerte Neueinspielung von sehr hohem künstlerischen Rang!, 21. Oktober 2009
Von Bernd Grill "b_grill" (Königsbronn, Germany) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REVIEWER)    (REAL NAME)   
Andras Schiff hatte die Partiten bereits 1983 für Decca auf sehr hohem Niveau eingespielt, legt hier aber 26 Jahre später trotzdem eine Neueinspielung vor. Ob es sich gelohnt hat? Die Antwort lautet: eindeutig ja.
Zunächst einmal fällt auf, daß ECM mit einem natürlicheren Klangbild als damals Decca aufwartet. Während bei Decca ein ziemlich unnatürlicher Hall den damaligen Bach-Zyklus von Schiff begleitete, ist der Klang hier optimal und vollkommen ausgewogen eingefangen worden - schon dafür gilt dem Label ECM ein großes Lob.
Interpretatorisch gesehen verzichtet Schiff auf die Häufung von Verzierungen, die bei seiner ersten Einspielung fast zu üppig ausgefallen war. Sein Spiel ist freier und flexibler geworden, was man vor allem den rascheren Tänzen anmerkt. Die Stimmführung ist äußerst transparent und ausgewogen geraten, und eine Fülle liebevoll herausgearbeiteter Details und netter Einfälle wertet die hier vorliegende Einspielung noch weiter auf. Vor allem die unnachahmliche Phrasierungskunst Schiffs hebt diese Aufnahme weit aus der Masse hervor. Murray Perahia beispielsweise setzte in seiner jüngsten Einspielung derselben Werke eher auf Noblesse, eine homogene Werkdarbietung und ein warmes Klangbild. Schiff ist nicht ganz so zurückhaltend und wählt im allgemeinen etwas forschere Tempi als Perahia. Oberste Priorität genießt bei ihm die pure Lust an der Phrasierung und die Eingebung des Augenblicks. Daher ist Schiff insgesamt weniger berechenbar als Perahia, was aber keineswegs heißen soll, daß letzterer deswegen weniger überzeugend wäre - im Gegenteil, Perahia hat eben eher alles gern unter Kontrolle, während Schiff etwas höheres Risiko geht und damit ein anders geartetes, aber durch und durch stimmiges Ergebnis erzielt.
Sieht man einmal von der Courante der 2. Partita ab, in der Schiff seltsamerweise eine Art triolisches Spiel präsentiert, wo ganz normale Achtel notiert sind, ist diese Aufnahme durchweg gelungen. Bei genauerer Betrachtung stellt sie einen recht großen Kontrast zu Murray Perahia dar, sollte aber gerade deswegen bei Kennern auf Resonanz stoßen, da beide Einspielungen ihre Meriten haben und veranschaulichen, wie unterschiedlich man Bach doch spielen und trotzdem zu einem überzeugenden Ergebnis gelangen kann. Sehr empfehlenswert!
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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Meilenstein, 7. Oktober 2009
Von Robert Fischer (Muenchen, Germany) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REVIEWER)    (REAL NAME)   
Für mich ist das eine Jahrhunderteinspielung: klarer, präziser, dynamischer habe ich Bach noch nicht gehört - nicht von Angela Hewitt, deren Triller die Seele jubeln lassen, nicht von Evgeni Koroliov, dem Großmeister der transparenten Stringenz, und auch nicht von Schiff selbst, der vielleicht wirklich erst die intensive Auseinandersetzung mit den Beethovensonaten brauchte, um zu einem derart beherzt zugreifenden Bach zu finden. Die Musik selbst ist ohnehin grandios: ein Kosmos für sich, den ich noch um ein Vielfaches begeisternder finde als das meisterliche Wohltemperierte Klavier. Was daran liegen mag, dass man die Partiten seltener hört - vor allem aber liegt es wohl daran, wie Schiff diesen Kosmos darbietet: als unerschöpflich scheinende Quelle grandioser musikalischer Einfälle, vor der man, überwältigt, niederknien möchte und: genießen. Ton für Ton.
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