Die hilfreichsten Kundenrezensionen
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8 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen
"Diary of the Dead", 8. April 2009
"Diary of the Dead" ist der fünfte Teil der legendären Zombiereihe von George A. Romero. Der Film lies hierzulande lange auf sich warten und die Vorfreude war dementsprechend groß. "Diary of the Dead" wurde mittels Handkamera-Stil als Pseudo-Doku inszeniert und man sieht das Geschehen ausschließlich aus der Perspektive des Kameramanns. Das Ganze wurde technisch auch sehr ordentlich umgesetzt und der Zuschauer bleibt hier von extremen Wackelbildern verschont. Leider wurde diese Perspektive aber nicht effektiv genug genutzt und das Gefühl, sich mitten im Geschehen zu befinden, wird einem hier nicht sehr wirkungsvoll vermittelt. Das man sich als Zuschauer nicht wie erwünscht integriert fühlt, liegt auch an den immer wieder auftretenden Off-Kommentaren und der Nachbearbeitung des Filmmaterials. Die, für einen Romero typische, bedrohliche Atmosphäre wird hier kaum erreicht und auch die ansatzweise auftretende Spannung und der Horror werden immer wieder von technischem Geplänkel und erneuten Dialogen die sich auf die Filmerei beziehen, unterbrochen. So schleichen sich zwischen die wirklich gelungenen Szenen stets einige Durchhänger ein, die den Filmgenuss ausbremsen. Die Schockmomente sind meist wirksam und auch die Splatterszenen, wenngleich sie nicht sonderlich hart ausfallen und sich die Anzahl auch etwas in Grenzen hält, sind ordentlich und können sich sehen lassen. Natürlich darf bei "Diary of the Dead" auch der sozialkritische Aspekt nicht fehlen, hierbei geht es primär um Gesellschafts- und Medienkritik.
Somit ist Romeros "Diary of the Dead" lediglich ein einigermaßen solider und unterhaltsamer Zombiefilm geworden der hinter den bisherigen Werken des Altmeisters zurückbleibt und sicherlich den schwächsten Beitrag der Reihe darstellt. Für ein Highlight des Genre reicht das Gezeigte leider nicht aus und der Film kann z.B. dem vergleichbaren Konkurrent "[Rec]" nicht das Wasser reichen. Da hatte man sich wohl doch etwas mehr erhofft.
6 von 10
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6 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen
Was ist nur mit dem George los ?, 2. April 2009
Irgendwie will es dem George A. Romero nicht mehr gelingen, den Anspruch seiner ersten drei Werke auch in seinen Fortsetzungen zu erfüllen.
Schon "Land of the Dead" war nicht mehr wirklich der Bringer, dabei hätte man soviel daraus machen können.
Bezüglich "Diary of the Dead" und der Idee, es aus der Sicht einiger Hobbyfilmer umzusetzen, ist ihm dann auch schon jemand zuvor gegommen.
So erschien ein Jahr vorher der Streifen "The Zombie Diary", welcher mir aber noch weniger gefiel, als nun George's neuestes Werk.
Der Hauptgrund, warum mir "Diary of the Dead" besser gefällt ist in erster Linie der, dass George nicht so extrem mit der Kamera rumgewackelt hat und die Darsteller einfach symphatischer rüber kamen.
Wem das Kameragewackel in Filmen wie "Cloverfield" zu sehr auf den Senkel ging, der sei bei "Diary of the Dead" beruhigt. Es wird nie so richtig hecktisch rumgewackelt und alles ist recht gut zu verfolgen.
Der Film hat einige sehr deftige Szenen, wenn auch nicht übertrieben viele. Zombietypische Fressorgien dürft Ihr aber nicht erwarten.
Der erhobene Zeigefinger, mit dem hier oft die Medien angeprangert werden, wirkte auf mich oft zu aufgesetzt. Auch sind einige Szenen nicht wirklich glaubhaft rübergekommen. So z.B. wenn die Jungs, anstatt ihrer Freundin zu helfen, lieber gemütlich mit der kamera die Szene einfangen.
Auch wenn versucht wird, uns durch diese Hobbyfilmer Aufnahmen die ganze Geschichte gefühlstechnisch näher zu bringen, so mag irgendwie keine Gruselstimmung aufkommen, kein Gefühl von Beklemmung, nichts dergleichen. Das gelang dem guten George A. Romero in seinen Erstlingswerken deutlich besser.
Hier wurde von einigen Rezenten geschrieben, dass die zweite Hälfte des Filmes langweilig sei, da sie sich nur in einem Landhaus abspiele. Dieses empfand ich nicht so, zumal sich die kleine Gruppe auch nur die letzten 20min. dort aufhielt.)
Das Ende kommt ein wenig apprupt und lässt den Zuschauer quasi im Regen stehen, hier hätte ich etwas mehr erwartet, auch wenn einem natürlich klar ist, wie es weitergeht.
Positiv ist noch zu vermerken, dass George seinen langsam daher schlürfenden Zombies treu bleibt ;)
Abschließend möchte ich noch sagen, hätte man den ganzen Film nicht als Handkamera-Film umgesetzt, sondern als richtigen Spielfilm, so hätte es ein wirklich netter Streifen werden können.
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4 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Romero: Back to the Roots...., 7. Juli 2009
Der Urvater der Zombies schlägt wieder zu: Mit "Diary of the Dead" kommt nun sein 5. Streich in Sachen Zombie.
Auferstanden sind diese Untoten "Night of the living dead" 1968 auf einem Friedhof, damals noch alles in Schwarzweiss und der Erfolg dieser low-budget Independent Films war enorm und vor allem nachhaltig.
Ein Jahrzehnt später dann mit "Dawn of the Dead" vielleicht einer der erschreckensten Horrormovies überhaupt, ein echter Großerfolg an der Kinokasse und bis heute ist die "uncut" Fassung auf dem Index.
In seinem nachfolgenden Zombiefilmen "Day of the Dead" und "Land of the Dead" gab Romero seinen fleischfressenden Helden mehr "Seele", man versucht die Zombies zu konditionieren und sie lernen auch mit Waffen umzugehen und miteinander zu kommunizieren "Grunz".
"Diary of the Dead" ist nun der Versuch zu den Wurzeln zurückzukehren und dennoch die Strömungen des zeitgemässen Kinos aufzunehmen und vielleicht sogar zu parodieren. Denn Romero klaut die bereits mehrfach geklaute wackelige Handkamera Idee aus dem Blair Witch Film.
Für dieses dreiste Abkupfern würde er auch kritisiert, aber immerhin unterlässt der Director die etwas nervigen Wackeleinstellungen, die eine besonders hohe Authentizität suggierieren sollen.
Es wäre aber kein echter Romero, wenn er diese Idee nicht auch schön gallig inszenieren würde. Dies gelingt ihm deshalb, weil er den Typ hinter der Kamera im Dialog mit den Anderen auch vorstellt. Dieser Jason Creed (Joshua Close) entpuppt sich als besonderer Voyeur, der allerdings als Motiv für seine Kamerabesessenheit die "höhere" Aufgabe angibt: Sein Film über die Schrecknisse sollen anderen Überlebenden helfen.
"Diary of the Dead" ist zwar Romeros Fünfter, aber dahingehend eine völlig eigenständige Variante, weil sie nicht an die ersten 4 Teile anknüpft. Die Zombies haben noch nicht zugeschlagen, wir sind im "Hier und Heute".
Bilder gehen um die Welt: Ein Kamerateam filmt fürs TV den Abtransport zweier Leichen. Eine familiäre Katastrophe bei einer Immigrantenfamilie. Der Vater hat Frau und Sohn ermordert...vor laufender Kamera stehen sie von den Toten auf und treiben ihr Unwesen.
Zur selben Zeit in einem Waldstück in Pennsylvania : Eine College-Filmcrew, alles Freunde von Jason, dreht einen Horror-Trash Film. Ein hübsche Blondine wird von einer in Tüchern gehüllten Mumie angegriffen, er reisst ihr die Kleider vom Leib.
Mitten in der Szene erfahren sie dann von einem Filmmitglied, von den realen Ereignissen. Irgendwie sind alle ein bisschen beängstigt und spielen die Sache runter, aber sie brechen dennoch irgendwann die Heimfahrt in dem Wohnmobil an. Doch die Zombie-Epidemie ist bereits in vollem Gange...
Der Film wurde sehr polarisierend aufgenommen. Die ganze Bandbreite zwischen Genremeisterwerk und Schrott. Ich fand den Film sehr unterhaltsam, er ist zwar fern von der Gesellschaftskritik seiner früheren Zombiefilme, aber die Medien und die Voyeure bekommen mächtig ihr Fett ab. Es ist sogar eine fiese Botschaft am Ende erkennbar, die den Film dann stark über den Genre-Durchschnitt hebt...
Es gibt einige eklige Szenen, dafür aber auf der Odyssee durch die USA auch etwas Humor in der Gestalt des taubstummen Amish Samuel.
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