Die hilfreichsten Kundenrezensionen
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16 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Gehört in jede Sammlung, 21. November 2008
Ich besitze diese Aufnahme schon einige Zeit, und kann nur jedem Opernfreund, Klassikfan, Barockfreak (...) diese Aufnahme empfehlen.
Sicher, im Jahr 2008sind wir nach den Entwicklungen der "historischen Aufführungspraxis" sicher andere Klänge gewohnt, aber hier, quasi in der Geburtsstunde ebendieser Art zu musizieren ( die Capella coloniensis war ja das mit das erste professionelle Ensemble, das auf Originalnstrumenten spielte) teilnehmen zu können, und dann auch noch zwei singuläre Sänger wie Joan Sutherland und Fritz Wunderlich zu hören, das ist besser, wahrer, schöner und ehrlicher als so vieles, was danach kam und was heutzutage auf CD gepresst wird.
Man höre "Ah mio cor" von Sutherland und weiß, hier bricht der Acina wirklich das Herz; perfekt phrasiert, im dramatischen Ausdruck genau auf die Stuation bezogen - im besten Sinne modern und klassisch zugleich.
Fritz Wunderlichs Partie ist transponiert, und, sicher, dies würde man heute (zu Recht!) nicht mehr machen.....aber dann singt er "Verdi prati" und alle Vorbehalte fallen weg, und es bleibt sicher die einer der schönsten Aufnahmen dieser Arie ( nicht das der Rest seiner Partie weniger gut und genial gesungen wäre). Der Rest des Ensembles ist ebenfalls voll auf der Höhe seiner Aufgaben. Und interessant ist doch zu hören, daß der Unterschied zwischen der Capella Coloniensis und anderen (zeitgenössischen) Klangkörpern sicher so groß nicht ist: Es kommt eben doch darauf an Wie man spielt und singt, nicht allzusehr auf was.
Also: Unbedingte Kaufempfehlung. Diese Aufnahme gehört in jede Sammlung. Um die Alcina quasi "moderner" zu hören, seien die Aufnahmen von Richard Hickox (EMI) oder William Cristie (Erato) empfohlen.
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9 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
1959, 2. Dezember 2008
In Zeiten von Karajan und Karl Richter gab es kleine Inseln eher historischen Musizierens. Eine war der damals völlig unbekannte concentus Musicus von Nikolaus Harnoncourt und- noch früher- die capella coloniensis.
"In der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts begannen Musiker und Wissenschaftler, die Quellen der Kompositionen des Barock und der Klassik zu erforschen. Durch das Studium originaler Handschriften und aufführungspraktischer Anweisungen versuchten sie, dem Klangbild und dem musikalischen Ausdruck der Werke zum Zeitpunkt ihrer Entstehung so nahe wie möglich zu kommen. Ihre Bemühungen führten 1954 zur Gründung der CAPPELLA COLONIENSIS durch den damaligen Nordwestdeutschen Rundfunk. Es entstand der Begriff der "Historischen Aufführungspraxis". Als weltweit erstes Orchester mit authentischem Instrumentarium erregte die Cappella großes Aufsehen. Zum Eröffnungskonzert kamen nicht nur interessierte Musiker und Wissenschaftler von weit her..."
Sie musizierten mit Musikern, die dieser Aufführungstradition nicht nahe stande in dieser Produktion.
Ferdinand Leitner..."Leitner studierte bei Franz Schreker, Julius Prüwer, Artur Schnabel und Karl Muck. Als Pianist vor allem in der Rolle des Begleiters, stieg er durch Fritz Busch in den dreißiger Jahren auch als Dirigent auf und war, obwohl im Dritten Reich von der tonangebenden Schicht im Kulturleben hintangestellt, 1943 bis 1945 Dirigent des Theaters am Nollendorfplatz in Berlin. 1945 bis 1946 in Hamburg, 1946 bis 1947 in München, fand er ab 1947 als Generalmusikdirektor in Stuttgart eine Stelle, in der er bis 1969 blieb, als er ans Opernhaus Zürich ging, das er erst 1984 wieder verließ. Gleichzeitig war er von 1976 bis 1980 in Den Haag tätig."
Es klang also 1959 natürlich gar nicht so, wie man heute diesen Klang gewöhnt ist, aber im Vergleich zu den anderen Genannten klang es dann doch anders.
Leitner standen hervorragende Stimmen zur Verfügung.Sutherland und Wunderlich wurden gelobt und sind natürlich immer noch Werbeträger für eine solche Veröffentlichung. Aber auch die Stimme von Nicola Monti, der den Oronto sang, ist sehr gut anhörbar. 10 Jahre älter als Wunderlich machte er nicht die grosse Karriere, sang aber mit Sutherland und auch der Callas in Opernproduktionen der fünfziger Jahre.
Diese Aufnahme ist nicht nur aufführungshistorisch interessant, sondern kann nach fast fünfzig Jahren immer noch als ein Händel-Fest der Stimmen empfohlen werden.
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1 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Eine mittlerweile historische Sternstunde!, 14. März 2009
Zum Glück werden immer mehr historische Liveaufnahmen veröffentlicht, die es dem Musiklieberhaber ermöglichen, unvergesseliche Stunden wieder zu erleben. Jede(r) junge Sänger(in) sollte sich solche Dokumente anhören!
An der Spitze "Alcina" von Händel mit den legendären Interpreten Joan Sutherland und Fritz Wunderlich.
Sehr gute Tonqualität.
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