Die hilfreichsten Kundenrezensionen
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24 von 26 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Das Leben mit und ohne einander, 6. April 2008
Grant und Fiona sind ein glückliches Paar seit 45 Jahren. Ihnen geht es materiell gut, sie leben in einem schönen Haus und teilen ihr Interesse für Langlauf und gute Bücher. Als Fiona erkennen muss, dass sich bei ihr eine beginnende Alzheimer-Erkrankung zeigt, ist es auch ein Buch, welches sie gemeinsam mit ihrem Mann zu Rate zieht. Der pflegende Partner, zitiert Fiona, müsse fröhlich bleiben, auch wenn er beleidigt werde, und gelassen reagieren, wenn der andere wegen einer Nichtigkeit aus der Haut fährt. Klingt wie eine ganz gewöhnliche Ehe lautet ihr überaus trockener Kommentar.
Genau darin besteht das grandiose Kunststück dieses Films, ein tragisches und den Alltag völlig umkrempelndes Ereignis behutsam und mit großer Normalität in Szene zu setzen - eine ganz normale Ehe eben. Für Fiona ist es das langsame Abgleiten in die Erinnerungslosigkeit und damit verbunden die Aufnahme in ein Pflegeheim. Grant muss lernen, seine Frau loszulassen, die gelegentlich noch Dieselbe ist und ihn erkennt, dann aber wieder mit einem anderen Insassen des Heims ein eigenes Leben als für ihn Fremde führt.
An ihrer Seite ist ein kluger Film über die Bedeutung der Erinnerung und über die Opfer, die man für einen geliebten Menschen zu bringen bereit ist. Es ist zugleich ein in seiner Einfachheit und Klarheit wichtiger Beitrag zum schwierigen Thema Alzheimer, der vor allem dank grandioser Schauspieler (allen voran Julie Christie als Fiona) noch lange im Gedächtnis bleibt und nachwirkt. Sehr sehenswert!
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6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Einer der großen, herzergreifenden Filme, 14. Juni 2008
Nun, wie fängt man am besten eine Rezension zu diesem Film an?
Mit dem Kauf:
Mich lächelte das Cover der DVD schon oft auf der Amazon.de-Seite an und immer wieder überlegte ich, ob der noch recht hohe Preis sich lohnen würde.
Dann sah ich den Film im Laden und auch das es, anders als gedacht, nicht etwa ein typisches Hollywood-Drama ist, sondern ein kanadischer Film, und da ich bald ein Jahr dort verbringen werde, schlug ich zu.
Vor dem Film:
Begutachtete ich das Zusatzmaterial, eine wirklich ergreifend traurige Dokumentation über Alzheimer schaute ich zuerst an... Danach konnte ich es nicht mehr erwarten den Film zu sehen.
Der Film:
Einfach fantastische Landschaft, war mein erster Gedanke. Eine bezaubernde und Julie Christie mein zweiter. Sie spielt ihre Rolle mit so einer Leichtigkeit, das man immer noch das Gefühl hat es ist ein Mensch und nicht eine wandelnde Emotion. Dennoch schafft sie es die Gefühle und Ängste subtil zum Ausdruck zu bringen. Die kurzen, aber prägnanten Dialoge unterstützen diese Wirkung perfekt, obwohl sie teilweise vielleicht etwas gewollt wirken.
Der Film beschreibt wirklich hervorragend die Gefühle des Mannes Grant und Fiona's, die sich schrittweise nicht mehr an ihren Mann erinnern kann.
An ihrer Seite hat mich wirklich mitgenommen, ohne dabei zu dramatisch und gewollt zu sein. Ab und zu musste man sogar lachen.
Eine ganz klare Kaufempfehlung also für alle, die einen außergewöhnlichen Film sehen wollen, der nicht aus der klassischen Hollywood-Schmiede stammt und brilliante Schauspieler zeigt, die mit ihrer Darbietung den Oscar durchaus verdient hätten.
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9 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen
Verwirrendes Ende, 28. April 2008
Also erstmal: es ist ein sehenswerter Film! Aber: es ist mir nicht ganz klar geworden, WARUM Fiona nun ins Heim musste (einziger Grund: SIE wollte es, ansonsten wurde über Alternativen gar nicht erst nachgedacht) und dann kommt das Ende, dass mich nicht nachdenklich sondern verwirrt zurück gelassen hat - sollte der Film doch nur unsere Moral berühren, sollten die Seitensprünge ihres Mannes doch dazu geführt haben, dass sie ihren Mann in den 30 Tagen vergessen wollte? Denn ob sie ihn am Ende nun wieder erkannt hat oder nicht, oder sich einfach nur neu in ihn verliebt hat, weil er eben jeden Tag zu Besuch kam, keine Ahnung. Was ich auch nicht verstehe ist, dass eigentlich lt. Film das Langzeitgedächtnis lange intakt bleiben soll, das Kurzzeitgedächtnis leidet angeblich zuerst, da sie aber Aubrey IMMER wieder erkennt und ihn sogar lange Zeit vermisst, ist der Film in dieser Aussage widersprüchlich.
Es scheint hier mehr Wert auf Moral und Liebe gelegt worden zu sein, nicht aber auf Authenzität. Das hätte ich mir bei einem Film mit diesem Thema gewünscht!
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