Die hilfreichsten Kundenrezensionen
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26 von 34 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Grüße aus Absurdistan!, 19. Oktober 2007
Es gibt seit kurzem ein neues Subgenre im Horrorfilmbereich: Das Absurde.
Als schillernde Beispiele absurder Horrorkost seien genannt: BLACK SHEEP, BUBBA HO-TEP oder PRESIDENT EVIL (bitte das 'p' nicht überlesen!).
Und nun eben auch BOTCHED (wobei wir den dämlichen deutschen Untertitel einmal dezent und kommentarlos überlesen wollen).
Allen gemein ist die Gleichgewichtung von typischen Horrorelementen und möglichst realitätsfernen Comedyauswüchsen, wobei aber immernoch die Grenze zur bloßen Klamotte (wie z.B. den SCARY MOVIE-Streifen) weiträumig umfahren wird.
Situationskomik, satirisch überspitzte Charakterzeichnungen und ideenreiche, abgefahrene Dialoge zeichnen den Humor dieser Streifen aus.
BOTCHED ragt aus der Reihe der Horrorabsurditäten obendrein durch einen durchweg edel besetzten Cast hervor.
Allen voran strahlt natürlich Hauptdarsteller Stephen Dorff, der den vom Pech verfolgten Ganoven Ritchie verkörpert und als einziger Beteiligter ohne russischen Akzent sprechen darf, da seine Figur der einzige Amerikaner im ganzen Film ist.
Neben ihm glänzen u.a. Hugh O'Conor (DEATHWATCH) als steifer und in der Krise über sich hinauswachsender Bürohengst und die herrlich fiese und kaltherzige Bronagh Gallagher (THE COMMITMENTS).
Natürlich darf auch Sean Pertwee nicht unerwähnt bleiben (u.a. DOG SOLDIERS, 7 DAYS TO LIVE oder EVENT HORIZON), obwohl er nur zwei kurze Auftritte hat (nämlich am Anfang und Ende des Films).
Die oberste Maxime von BOTCHED ist, das alles schiefzugehen hat, was nur irgend schiefgehen kann - was dabei herausgekommen ist, ist ein bluttriefender Schenkelklopfer, der mit Splattereinlagen nicht spart.
Selbstredend spielt das Ganze in Russland, der Heimat des Miserabelismus und der Pansch- und Schlamperei (zumindest im Klischee) - wo auch sonst?
Mehr als nur einmal lassen einen die unerahnbaren Wendungen der abstrusen Handlung ungläubig blinzeln.
Und überhaupt: Allein der Umstand, dass alle Figuren mit russischen Akzent sprechen müssen, ist der Beweis eines ganz eigenen Humors (vor allem Synchronsprecher-Routinier Detlef Bierstedt als angeblicher Ex-Speznaz radebrecht in meisterhafter Manier, dass es nur so eine Freude ist - das hätten die Klitschkos nicht besser hingekriegt!).
(Außerdem wird abschließend die ultimative Antwort auf die Frage geliefert, warum es in Hotels kein dreizehntes Stockwerk gibt.)
Diese Art von absurdem Humor ist mit 100%iger Sicherheit nicht jedermanns Geschmack.
Wer bereits an BUBBA HO-TEP oder PRESIDENT EVIL Gefallen finden konnte, sollte sich BOTCHED allerdings unter gar keinen Umständen entgehenlassen.
Druschba!!!
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Echter Geheimtipp, 15. Februar 2008
Man mag nicht zu viel verraten, nur so viel: Was sich Regisseur Kit Ryan und die Drehbuchautoren für Botched" ausgedacht haben, ist wahrlich eine haarsträubende und schauderhaft witzige Plotline. Für Filme wie diesen wurde die Bezeichnung Splatstick" (eine Wortbildung aus Splatter und Slapstick) erfunden. Ganz in der Tradition der frühen Filme von Peter Jackson bietet Richies Reise nach Russland reichlich Situationskomik, viel Kunstblut und flott inszenierte Action. Im Zentrum dieser wilden, unangepassten Mischung, die man wohl nur lieben oder hassen kann, stehen die tollen Darsteller, die ihren Figuren schlichtweg Kultpotenzial verleihen. Hervorzuheben ist besonders Jamie Foreman als Peter, der mit bierernster Miene, trockenstem Humor und derben Sprüchen zum Lachgaranten des Films wird. Botched" überzeugt durch die verrückte Geschichte, die mit sichtlichem Spaß an der Sache zelebriert wird. Die Spezialeffekte sind dabei erstaunlich gut gemacht, wenngleich sie - wohl durchaus beabsichtigt - B-Movie-Charakter haben. Insgesamt macht der Film einen sehr stimmigen Eindruck und ist allen Fans von derber Kost und schwarzem Humor wärmstens zu empfehlen.
Die schön aufgemachte DVD, die in einem schicken Steelbook steckt, kann sich qualitativ sehen lassen. Bild und Ton sind gut, jedoch sollte man von einem Independent-Film keinen Brachialsound oder kristallklares Bild erwarten. Leider kommt die Einzel-DVD fast ohne Extras daher. Außer zwei Trailern zu Botched" (deutsch und englisch) und einer Trailershow zu anderen Filmen des Anbieters gibt es kein Bonusmaterial. Gerade bei einem Splatterfilm wären doch ein paar kleine Dokus zu den Spezialeffekten wünschenswert gewesen.
Fazit: Trotz fehlenden Bonusmaterials ein echter Geheimtipp! Nach Shaun of the Dead" ein weiterer Film, der humorigen Splatter in Perfektion auftischt. Aber Vorsicht: klingt im englischen Original deutlich besser als in der deutschen Synchronisation
Achtung: Entgegen einiger Unkenrufe aus der Besserwisser-Ecke ist die auf DVD erhältliche Fassung gänzlich ungekürzt, anders lautende Aussagen sind pure Spekulation. Was sich die FSK dabei gedacht hat, diesen bluttriefenden Streifen ab 16 Jahren freizugeben, steht auf einem anderen Blatt.
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11 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Alpha-Männchen ahoi, 26. November 2007
Über "Botched" ist schon viel gesagt worden, ich mach's darum kurz: Ja, ein Partymovie, das definitiv für einige Lacher sorgt. Nein, kein Überflieger, dazu ist er dann doch ein wenig zu beschränkt in Sachen Story und auch Setting. Ja, zweifellos um Längen besser als etwa "Black Sheep", der ja seltsamerweise statt "Botched" dieses Jahr als Opener des Fantasy FilmFests gewählt wurde: hier geht es blutiger zur Sache, hier ist alles viel mehr außer Rand und Band und wirklich over-the-Top, hier ist die richtige Anzahl richtig dämlicher Knallchargen unterwegs und daneben auch ein paar gute Schauspieler - in erster Linie natürlich Mr. Dorff.
Bei "Botched" gibt es auch einen Furz-Witz. Und ich mag ihn trotzdem? Ja, denn es war nur einer und es wurde nicht gleich ein ganzer Handlungsstrang darauf aufgebaut. Ja, denn "Botched" geht den entscheidenden Schritt weiter und krallt sich eine wirklich bizarre Ausgangsidee. Ja, denn hier werden tatsächlich keine Gefangenen gemacht, weder in Sachen Logik noch in Sachen Gore. Ja, denn hier gibt es ein paar grandiose Einfälle und echte Situationskomik zu bewundern.
Atemberaubend ist das Ganze, wie gesagt, trotzdem nicht, dafür tut sich insgesamt einfach ein bisschen wenig. Aber das wenige, das sich tut, tut sich wenigstens richtig. Macht Spaß; zumindest, wenn man das Hirn abschaltet und ein paar Bier parat hat. 7,5 von 10 Punkten. Und nicht eben Russen-freundlich ;)
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